Gästebuch

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Rigoletto - so alt und doch so neu...
Rigoletto war eine meiner ersten Opern
in diesem Haus.
Dies liegt nun mehr als 30 Jahre zurück und
ich habe viele Aufführungen gesehen.
Doch gestern geschah etwas Unerwartetes.
Ich war gefesselt, vom Verlauf der Geschichte.
Eine neue Sichtweise, ein Vereinen von Bekanntem
mit Neuem, ohne das Stück zu „verletzen“.
Ein gelungenes Kunstwerk- sowohl die Masken, als auch
die Kostüme verschmelzen zu einem eindringlichen schlüssigen Drama.
Gekrönt wird der Kunstgenuss durch eine Besetzung, die
von einer Qualität ist, die diesen Abend
unvergesslich werden lässt.
Vielen Dank!

Die Trojaner am 12.3. waren,zumindest für unsere Ohren,ein wahres Fest.Frau Baungartner hat uns ganz besonders beeindruckt,ebenso Hr.Mitterrutzner!Und das orchester unter dem uns bis dato unbekannten Dirigent J.Nelson!Wunderbar!
Schade,dass es so bald wieder vom Spielplan verschwindet,denn ich wäre total gerne noch einmal gegangen.
Szenisch waren wir nicht so arg glücklich;da gab es etliche Ungereimtheiten und die diversen "Tänze" störten uns eher,ebenso wie das andauernde Drehen der Bühne.
Jetzt freuen wir uns erstmal auf "Pelleas et Melisande"!

Ma(i)nhatta Stummfilm – Musik – Variete

Der gestrige, genreübergreifende Abend zu Stummfilm – Musik – Variete wurde von den Gestaltern äußerst unterhaltsam eingeführt mit den unglaublichsten Geschichten aus der Zeit, als in Frankfurt die Bilder laufen lernten. Man erfuhr u. a., dass ab ca. 1910 durch den Stummfilm Kultur für jedermann für wenige Pfennige erschwinglich wurde, es in der Blütezeit über 10 Lichtspieltheater in Frankfurt gab, viele mit eigenem Orchester mit bis zu 75 Musikern, dass Caruso nach seinem Auftritt an der Frankfurter Oper auch in ein Lichtspieltheater geholt wurde, man bekam ein Bild zu sehen von einem wunderschönen Jugendstilsaal mit 5000 (!) Plätzen, der bis 1960 in der Kaiserstraße stand, etc. etc. Beredter und facettenreicher kann man in die versunkene Welt des Stummfilms nicht einführen.
Die eigentliche Vorstellung spiegelte wieder, wie früher Stummfilmvorführungen waren: Der Film war nur ein Teil, Instrumentalmusik, Gesang-, Tanz- und Varietédarstellungen gehörten mit unterschiedlichen Anteilen zum Unterhaltungsgesamtkunstwerk dazu.
Die ausgewählten Filme wurden auf der riesigen Leinwand in sehr hoher Auflösung gezeigt (derartige digitalisierte Versionen zu besorgen, war wohl nur mit einem langen detektivischen Atem möglich). Die von Uwe Dierksen und Peter Reiter-Schaub komponierte Musik kommentierte, kontrastierter und ergänzte das Stummfilmgeschehen sehr farbig und absolut stimmig. Das hochkarätige Solistenensemble (die Komponisten spielten selbst mit) machten jede Minute zu einem auch akustischen Genuss, die beiden Sänger sangen und spielten großartig, eine Rollkunstdarbietung passte ebenso wie die die laterna magica aufgreifende Tanzdarbietung hinter einer weißen Leinwand.
Kurz: ein ganz großer Abend geistvoller Unterhaltung auf höchstem Niveau, ein gelungenes Gesamtkunstwerk. Chapeau und vielen Dank!

Manfred Prior

Premiere von "Les Troyens":
Was für eine Begeisterung für das Ensemble und den einen (!) Gast. Details dazu bspw. in "Musik heute" vom 20.02.2017.
Aber, liebe Oper Frankfurt: Was für eine vertane Chance, mit diesen hervorragenden Sängerinnen (!), dem Chor und dem Orchester eine szenisch überzeugende Aufführung zu erarbeiten... Die getanzten Banalitäten sind schwer zu ertragen (wer sehen will, wie Tanz in der Oper heute noch geht, möge die Frankfurter "Carmen" sehen!) und eine mögliche politische Botschaft des Stückes scheint es derzeit nicht (mehr?) zu geben - (wo war hier die Frankfurter Dramaturgie?).
Schade, sehr schade....

Wir sahen gestern 18.2., einen sensationell guten und ergreifenden PETER GRIMES in Wiesbaden mit Lance Ryan in der Titelrolle. Einen Grimes, der so unter die Haut geht, habe ich mein Leben noch nicht gesehen, auch nicht in Frankfurt. Nun ist der hiesige Grimes ja auch schon wieder etliche Jahre her, deshalb die Frage: Liebe Oper Frankfurt, können Sie diese Produktion nicht später mal übernehmen? Sie würde in die Reihe der guten Britten Inszenierungen sehr gut hineinpassen.