Gästebuch

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Seit vielen Jahren, den langen Weg aus Salzburg kommend, war ich noch ein zweites Mal in Mozarts "Cosi fan tutte", da mir damals die Premiere einen so unvergesslichen Eindruck gemacht hatte, und ich das Erlebnis wiederholen wollte.
Ein großer Fehler: denn nichts ist mehr, wie es war. Gerade in dem spartanischen Bühnenbild (großartig -die Wändeverschiebung) ist jede Regung, jede psychologische Feinheit zu erleben gewesen, damals.
Inzwischen, ohne den jungen Sängern einen Vorwurf zu machen, ist alles doch weit äußerlicher, klischeehafter und gewöhnlicher geworden. Kann man solch ein Dreamteam damals, ich erinnere an den phänomenalen Alfonso Johannes Martin Kränzle, die unschlagbare Despina Barbara Zechmeister, die beide meines Wissens in Frankfurt sind, nicht für diese Rollen behalten. Auch Michael Nagy und Jenny Carlstedt und das andere junge Paar sind nicht ersetzbar. Christof Loys Regie ist so fein, dass man das kostbare Juwel sorgsam pflegen sollte. Zwar ist verständlich, neuen Talenten die Chance zu den Rollen zu eröffnen, aber künstlerisch ist solch eine Radikalumbesetzung nicht. Enttäuscht und belehrt, einmalige Opernerlebnisse nicht wiederholen zu können, bin ich wieder in Salzburg angekommen.

Liebe Frau Schiebler und Frau Leinert,
Dankeschön für den Tipp: ich wollte erst im Januar zum „Werther“, konnte aber nicht warten... gestern sah ich die bisher gelungenste Wiederaufnahme dieser Saison! Ein sehr guter Werther (!), aber das „Wunder“ kam für mich aus dem Graben...

Eine Umbesetzung als überraschender Glücksfall: Attilio Glaser als Werther - ganz grossartig!!!

Sehr geehrter Herr Weber,
in einem Punkt stimme ich Ihnen nicht zu. Die Opernfreund Kritiken habe ich auch gelesen und finde diese völlig zutreffend. Aber wenn Sie die kürzlichen Opernfreund Kritik zur Werther Aufführung in Klagenfurt lesen, dann wird sicher, so wie bei mir, Ihre Enttäuschung über den Nichtauftritt von Herrn Chang großer Erwartung und Vorfreude auf den Auftritt von Herrn Attilio Glaser Platz machen.

Liebe Oper Frankfurt,
nach den zuletzt besuchten Wiederaufnahmen sowohl der "Cosi fan tutte", als auch der "Vespri", komme ich leider nicht umhin, meine teils recht große Enttäuschung über das Gehörte zum Ausdruck zu bringen. Wer dazu mehr Differenziertes lesen wil, dem empfehle ich die kritischen Bemerkungen zu beiden Wiederaufnahmen auf der Web-site "Der Opernfreund"...
Die Produktionen wirken beide bei weitem nicht mehr so frisch und inspiriert, wie ich Sie gesehen und gehört habe ... und langam wird deutlich, welch Verlust der Weggang von bpsw. Pauly Murrihy und/oder Elza van den Heever ist (ganz zu schweigen von der Phrasierungs- und Differenzierungskunst eines Quinn Kelsey...).
Es ist schön, eine so selten gespeilte Oper wie die "Vespri" auf dem Spielplan zu haben, aber der hinterlassene Eindruck bleibt unzufriedenstellend...
Dazu kommt noch ein Phänomen der letzten Zeit, was sicher schwer zu beeinflussen ist, aber für den Besucher ebenfals nicht zufriedenstellend ist: Es gibt eine Häufung von (nicht erklärten) Umbesetzungen, jüngst nun auch im bevorstehenden "Werther", die dann ärgerlich sind, wenn ehoffte Quaität nicht eingehalten wird ("Vespri") oder Karten in freudiger Erwartung auf einen Sänger vor langer Zeit erworben wurden, den nun nicht singt ("Werther")...
Das mögen "Luxusprobleme" sein, aber ich denke, die Verantwortlichen sollten das besser erklären...
Denn Qualität ist ja Gott-sei-Dank immer noch genügend vorhanden und, wenn ich mir bspw. die aktuelle Troyens-CD (Erato/Warner) anhöre, wünschte ich mir, die Frankfurter Produktion sei damals auf CD mitgeschnitten worden - ggf. eine WA mit Michael Spyres und den Damen Baumgartner und Mahnke? --- man darf ja mal träumen...
eine gute restliche Spielzeit noch!