TOSCA
Wiederaufnahme

TOSCA
Giacomo Puccini
1858 - 1924

Melodramma in drei Akten
Text von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach dem Drama La Tosca (1887) von Victorien Sardou
Uraufführung am 14. Januar 1900, Teatro Costanzi, Rom

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Dauer: ca. 2 1/2 Std. inkl. einer Pause

zum Werk

In Puccinis Tosca sind private Verstrickung und persönliche Tragik aufs Engste mit historisch präzise geschilderter politi ...
In Puccinis Tosca sind private Verstrickung und persönliche Tragik aufs Engste mit historisch präzise geschilderter politischer Haltung verwoben. Das Künstlertum der Protagonisten definiert dabei das Profil ihrer Charaktere. Es begründet die Exzentrik Toscas ebenso wie die Liberalität Cavaradossis, verknüpft Frömmigkeit und Eifersucht und erklärt auch das ausgeprägte Selbstbewusstsein der Sopranistin: Aus der Heroine der Bühne wird eine Heldin im Leben. Die Erscheinung Scarpias wiederum ist als Auswuchs entfesselter Macht zu verstehen, und sein sexueller Sadismus auch heute noch einer der wahrhaft skandalösen Opernmomente. Andreas Kriegenburg hat »aus dem innersten Motivgefüge des Stoffes heraus unzählige noch nie so gezeigte Details geschaffen – eine in jedem Moment spannende Bühnenerzählung. Die subtile Nuance kam ebenso zum Zuge wie der Griff zum drastischen Bühneneffekt.« (Hans-Klaus Jungheinrich) Das Bühnenbild ist von »ehrlichen Materialien« wie Holz und Glas geprägt und fungiert als »optischer Gegensatz zur emotionalen Kraft der Musik«, in dem sich »eine auch uns drohende Gesellschaft, in der es die Eskalation des Überwachungssystems gibt« (Kriegenburg), abzeichnet.

Handlung

Mario Cavaradossi malt an einem Madonnenbildnis, als er durch Zufall dem Republikaner Angelotti zur Flucht verhelfen kann. Seiner ...
Mario Cavaradossi malt an einem Madonnenbildnis, als er durch Zufall dem Republikaner Angelotti zur Flucht verhelfen kann. Seiner Geliebten, der Sängerin Floria Tosca, sagt er nichts, weil sie in ihrer Gläubigkeit dem Beichtvater alles erzählen könnte. Sie merkt jedoch, dass er ihr etwas verheimlicht. Der Polizeichef Baron Scarpia schürt Floria Toscas Eifersucht, so dass seine Spione ihr zum vermuteten Versteck bei Cavaradossi folgen können. Angelotti aber ist unauffindbar, und Cavaradossi leugnet, etwas mit seiner Flucht zu tun zu haben. Scarpia lässt ihn in Hörweite der Tosca foltern, um sie zum Reden zu bringen, weil er richtigerweise vermutet, dass der Maler sie inzwischen eingeweiht hat. Sie erträgt die Schmerzensschreie ihres Geliebten nicht und verrät das Versteck. Bevor Angelotti gefasst wird, bringt er sich um; Cavaradossi wird zum Richtplatz geführt. Scarpia bietet der Tosca einen Handel an: Um Cavaradossi und sich zu retten, soll ihm die Diva zu Willen sein. Dafür stellt er ihnen freies Geleit in Aussicht – nach einer vorgetäuschten Erschießung des Malers, die er umgehend anordnet. Nachdem er ihr den Passierschein ausgehändigt hat, geht sie scheinbar auf seine Annäherung ein und ersticht ihn. Cavaradossi erwartet seinen Tod, als Tosca ihm von der nahen Rettung berichtet. Doch die Scheinhinrichtung findet ein schockierendes Ende.

Termine

Sonntag 12.01.2014 19:30 Uhr

Weitere Termine

Opernhaus
Abonnement: Serie 20

Vorverkauf und Ticketpreise

Mitwirkende

Musikalische Leitung
Mark Shanahan
Regie
Andreas Kriegenburg
Szenische Leitung der Wiederaufnahme
Alan Barnes
Bühnenbild
Harald Thor
Kostüme
Tanja Hofmann
Licht
Frank Keller
Video
Bibi Abel
Dramaturgie
Malte Krasting
Chor und Extrachor
Matthias Köhler

Tosca
Erika Sunnegardh
Scarpia
Giorgio Surian
Cavaradossi
Calin Bratescu
Angelotti
Kihwan Sim
Mesner
Simon Bailey
Spoletta
Simon Bode
Sciarrone
Iurii Samoilov *
Ein Hirte
David Jakob Schläger
Knabensolist des Mainzer Domchores

Chor und Extrachor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester



* Mitglied des Opernstudios

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