SIEGFRIED
Wiederaufnahme

SIEGFRIED
Richard Wagner
1813 - 1883

Text vom Komponisten
Uraufführung am 16. August 1876, Festspielhaus Bayreuth

In deutscher Sprache mit Übertiteln
Dauer: ca. 5 Stunden inkl. zweier Pausen
1. Pause von 35 Minuten nach dem 1. Akt (ca. 1 Stunde 20 Minuten) 2. Pause von 25 Minuten nach dem 2. Akt (ca. 1 1/4 Stunden)
3. Akt ca. 1 Stunde 25 Minuten

Einführung vor jeder Vorstellung eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer

Zum Werk

Ende 1852 hatte Wagner den Text seines neuen Musikdramas abgeschlossen. Als Siegfrieds Tod war er begonnen worden und nunmehr zum vierteiligen »Bühnenfestspiel« angewachsen, erweitert um die Vorgeschichte, in der der Grund für des Helden Siegfrieds Scheitern gelegt war. Nun begann er mit der Komposition. »Die Musik wird mir sehr leicht und schnell vonstatten gehen«, hatte er Franz Liszt angekündigt; doch es kam anders. Bei Siegfried stockte der Fluss, ein »schwermütiger Zweifel« erfasste Wagner, und es ergab sich die vielleicht erstaunlichste Pause in der Geschichte der Opernkomposition: Die ohnehin schon langwierige Entstehung vom Ring des Nibelungen kam für fast zwölf Jahre zum Erliegen. Erst die Aussicht, das Gesamtwerk zur Aufführung bringen zu können, konnte ihn verleiten, die Arbeit wieder aufzunehmen. Seine Orchesterbehandlung hatte nochmals an Vielschichtigkeit und harmonischer Komplexität gewonnen. Erstaunlicher noch als der klangliche Umbruch ist aber, dass sich dennoch im Ganzen ein zwingender Bogen einstellt.
Siegfried ist mithin ein Werk des Übergangs, der Veränderung. Es ist aber auch ein Stück der Verbindung: Hier verknüpfen sich die nordischen Göttergeschichten mit dem germanischen Nibelungenlied. Wagner selbst sprach vom Siegfried als einem »Intermezzo«. Es erzählt »von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen«, einem Helden, in den unterschiedlichste, widerstreitende Hoffnungen gelegt sind. Passagen voller Komik finden sich in diesem »zweiten Tag« – aber auch die wohl düstersten Abgründe, die vom Abschiednehmen, vom Machtverlust der alten Götter geprägt sind. Die Hoffnung liegt – der Grundton in Wagners Denken und Schaffen – in der Liebe.


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Termine

Freitag 01.02.2013 17:00 Uhr

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Opernhaus

Vorverkauf und Ticketpreise

Mitwirkende

Musikalische Leitung
Sebastian Weigle
Regie
Vera Nemirova
Szenische Leitung der Wiederaufnahme
Hans Walter Richter
Bühnenbild
Jens Kilian
Kostüme
Ingeborg Bernerth
Licht
Olaf Winter
Dramaturgie
Malte Krasting
Video
Bibi Abel

Siegfried
Lance Ryan
Mime
Peter Marsh
Der Wanderer
Terje Stensvold
Alberich
Jochen Schmeckenbecher
Fafner
Magnús Baldvinsson
Erda
Meredith Arwady
Brünnhilde
Rebecca Teem
Stimme des Waldvogels
Kateryna Kasper *
Waldvogel
Alan Barnes

Frankfurter Opern- und Museumsorchester

* Mitglied des Opernstudios

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