Premiere

DIE CSÁRDÁSFÜRSTIN
Emmerich Kálmán
1882 - 1953

Operette in drei Akten
Text von Leo Stein
Uraufführung am 17. November 1915, Johann-Strauß-Theater, Wien

konzertante Aufführung / Frankfurter Erstaufführung in deutscher Sprache mit Übertiteln


Zum Werk

Budapest, kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges: Im »Orpheum« pfeifen die Kavaliere auf die Weltuntergangsstimmung. Hier sorgen die »Mädis vom Chantant« für Lust statt Frust. Der Star unter ihnen heißt Sylva Varescu. Keine ist so temperamentvoll, schön und talentiert wie sie. Ihre Spezialität ist der ungarische Nationaltanz, der Csárdás, bei dem sie ihre körperlichen Reize ebenso in Szene zu setzen weiß wie ihre verführerische Sopranstimme. Eine Amerika-Tournee soll sie nun auch international bekannt machen. Die Vorstellung, dass die Schöne demnächst jenseits des Atlantiks das Tanzbein schwingen will, gefällt ihrem blaublütigen Verehrer Edwin gar nicht. Doch was wurde ihr nicht alles schon versprochen? Edwin meint es ernst und kommt mit einem schriftlichen Heiratsversprechen. Wären da nur nicht seine Eltern, die es lieber sähen, wenn ihr Sohn im Krieg für den Erhalt der Monarchie kämpfte, und die auch schon eine standesgemäße Hochzeit arrangiert haben. Sylva reist desillusioniert ab, während Edwin sich prompt mit der braven Cousine tröstet. Auf die Dauer will Sylva sich die Doppelmoral der Von und Zus allerdings nicht bieten lassen. So kehrt sie zurück und verschafft sich mit einem stolzen Auftritt als »Csárdásfürstin« Respekt: Ausgerechnet auf der Verlobungsfeier für Edwin und seiner Neuen präsentiert sie der perplexen Gesellschaft den Heiratskontrakt, – um ihn dann vor aller Augen zu zerreißen.
Im Wechsel zwischen Walzertakt, Marsch und den Rhythmen des Csárdás zeichnet Emmerich Kálmán das Portrait einer ins Wanken geratenen Oberschicht, die ihren eigenen Moralansprüchen hinterherhinkt und im Rausch des Amüsierbetriebs Geld, Macht und Ehre verjubelt. Die freche Csárdásfürstin war der größte Erfolg des ungarischen Komponisten und machte ihn zum Mitbegründer des „silbernen Operettenzeitalters“. In dem kurzweiligen Dreiakter, der noch vor Kriegsbeginn vom Niedergang der k. u. k. Monarchie kündet, kommt die politische Brisanz gewitzt verpackt in Melodien zum Mitsingen daher.
Termine

Mittwoch 31.12.2014 19:30 Uhr

Weitere Termine

Opernhaus
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Vorverkauf und Ticketpreise

Mitwirkende

Musikalische Leitung
Eun Sun Kim
Chor
Tilman Michael

Sylva Varescu
Vida Mikneviciute
Edwin Ronald von und zu Lippert-Weylersheim
Mario Chang
Feri von Kerekes
Peter Edelmann
Graf Boni Káncsiánu
Peter Marsh
Komtesse Stasi, Edwins Cousine
Kateryna Kasper
Fürst Leopold Maria, Edwins Vater
Franz Mayer
Anhilte, Edwins Mutter
Margit Neubauer

Chor der Oper Frankfurt

Frankfurter Opern- und Museumsorchester


*Mitglied des Opernstudios

 
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