Wiederaufnahme

SIMON BOCCANEGRA
Giuseppe Verdi
1813 - 1901

Melodramma in einem Prolog und drei Akten von Francesco Maria Piave, nach dem Schauspiel von Antonio García y Gutiérrez, Neufassung Arrigo Boito
Uraufführung 1. Fassung am 12. März 1857, Teatro La Fenice, Venedig
Uraufführung 2. Fassung am 24. März 1881, Teatro alla Scala, Mailand

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Dauer: ca. 3 Stunden inkl. einer Pause

Einführung vor jeder Vorstellung jeweils eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer

zum Werk

Zweifelsohne zählt Simon Boccanegra zu den politischsten Werken von Giuseppe Verdi. Die unter der Mitarbeit von Arrigo Boit ...
Zweifelsohne zählt Simon Boccanegra zu den politischsten Werken von Giuseppe Verdi. Die unter der Mitarbeit von Arrigo Boito entstandene zweite Fassung kam 1881 zur Uraufführung und fällt in die letzte Schaffensperiode des Komponisten. Hier war es Verdi zum ersten Mal möglich, das in Paris entdeckte Prinzip »colore storico e locale« der Grand opéra für die italienische Bühne fruchtbar zu machen und die Motive von tragischem Herrscherschicksal, Patriotismus und Vaterliebe darin zu kleiden. Laut Dallapiccola einzigartig in der Geschichte der italienischen Oper ist Verdis Verschmelzung von Naturbeschreibung mit den Empfindungen der Figuren. So spiegelt sich das Meer und seine Bewegung, musikalisch eingefangen, in Amelias Arie, in dem a-cappella-Chor und in Boccanegras Monolog auf die virtuoseste Weise wider. Die für Verdi typische Kontrastdramaturgie bildet nicht nur den Schlusspunkt des Prologs, sondern zieht sich durch das gesamte Stück: Parallel zu seinem politischen Aufstieg erleidet der zum Dogen von Genua gewählte Korsar Simon Boccanegra schwere private Schicksalsschläge. So stirbt seine Geliebte Maria Fiesco in genau jener Nacht, in der er zum Dogen ausgerufen wird. Boccanegra findet zwar nach 25 Jahren seine leibliche Tochter wieder, doch ausgerechnet ihr Geliebter Gabriele Adorno plant seinen Sturz. Boccanegra wird Opfer eines Mordanschlags: Während auf der Straße das Volk über den Adel siegt und den Dogen in seinem Amt bestätigt, trägt er das von Paolo verabreichte Gift bereits in seinem Körper. Sterbend versöhnt er sich mit seinem Todfeind Fiesco und bestimmt Gabriele Adorno zu seinem Nachfolger. Zweifelsohne zählt Simon Boccanegra zu den politischsten Werken von Giuseppe Verdi. Die unter der Mitarbeit von Arrigo Boito entstandene zweite Fassung kam 1881 zur Uraufführung und fällt in die letzte Schaffensperiode des Komponisten. Hier war es Verdi zum ersten Mal möglich, das in Paris entdeckte Prinzip »colore storico e locale« der Grand opéra für die italienische Bühne fruchtbar zu machen und die Motive von tragischem Herrscherschicksal,, Patriotismus und Vaterliebe darin zu kleiden. Laut Dallapiccola einzigartig in der Geschichte der italienischen Oper sind Verdis Verschmelzung von Naturbeschreibung mit den Empfindungen der Figuren. So spiegelt sich das Meer und seine Bewegung, musikalisch eingefangen, in Amelias Arie, in dem a-cappella-Chor und in Boccanegras Monolog auf virtuoseste Weise wider. Die für Verdi typische Kontrastdramaturgie bildet nicht nur den Schlusspunkt des Prologs, sondern zieht sich durch das gesamte Stück: Parallel zu seinem politischen Aufstieg erleidet der zum Dogen von Genua gewählte Korsar Simon Boccanegra schwere private Schicksalsschläge. So stirbt seine Geliebte Maria Fiesco in genau jener Nacht, in der er zum Dogen ausgerufen wird. Boccanegra findet zwar nach 25 Jahren seine leibliche Tochter wieder, doch ausgerechnet ihr Geliebter Gabriele Adorno plant seinen Sturz. Boccanegra wird Opfer eines Mordanschlags: Während auf der Straße das Volk über den Adel siegt und den Dogen in seinem Amt bestätigt, trägt er das von Paolo verabreichte Gift bereits in seinem Körper. Sterbend versöhnt er sich mit seinem Todfeind Fiesco und bestimmt Gabriele Adorno zu seinen Nachfolger.

Handlung

Im Genua des 14. Jahrhunderts herrscht Bürgerkrieg. Adel und Zunftbürgertum kämpfen um die Macht. Der zum Dogen gewählte Korsar Bo ...
Im Genua des 14. Jahrhunderts herrscht Bürgerkrieg. Adel und Zunftbürgertum kämpfen um die Macht. Der zum Dogen gewählte Korsar Boccanegra hofft den Aristokraten Fiesco dazu zu bewegen, dessen Tochter Maria, mit der er bereits ein Kind hat, zu heiraten. Fiesco sagt zu, verlangt aber für sich selbst die kleine Tochter. Dem Dogen verschweigt er den Tod Marias. Die verschollene Amelia, inzwischen schon erwachsen, wuchs bei der Familie Grimaldi auf. Jetzt liebt sie den Aristokraten Gabriele Adorno. Während eines Besuches Boccanegras bei den Grimaldis, erkennen sich Tochter und Vater. Er kam, um sie zur Heirat mit Paolo Albiani, dem Anführer der Volkspartei, zu überreden. Daraus wird nun nichts, Paolo rächt sich, indem er dem Dogen Gift in den Becher gibt und Adorno zum Mord anstiftet. Dieser aber erkennt die Intrige und schlägt sich auf Simons Seite. Boccanegra, bereits im Sterben, versöhnt sich mit dem Feind Fiesco und stiftet die Verbindung zwischen Amelia und Adorno.
Termine

Samstag 09.05.2015 19:30 Uhr

Weitere Termine

Opernhaus
Abonnement: Serie 22

Vorverkauf und Ticketpreise

Mitwirkende

Musikalische Leitung
Carlo Montanaro
Regie
Christof Loy
Szenische Leitung der Wiederaufnahme
Tobias Heyder
Bühnenbild
Johannes Leiacker
Kostüme
Bettina Walter
Licht
Olaf Winter
Dramaturgie
Norbert Abels
Chor und Extrachor
Tilman Michael

Simon Boccanegra
Christopher Maltman
Lucio Gallo
Amelia Grimaldi
Maria Agresta
Jacopo Fiesco
Bálint Szabó
Andreas Bauer
Gabriele Adorno
Wookyung Kim
Paolo Albiani
Johannes Martin Kränzle
Pietro
Magnús Baldvinsson

Chor und Extrachor der Oper Franfurt

Frankfurter Opern- und Museumsorchester

 
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