Wiederaufnahme

OWEN WINGRAVE
Benjamin Britten
1913 - 1976

Oper in zwei Akten
Text von Myfanwy Piper nach der gleichnamigen Erzählung (1893) von Henry James
Uraufführung am 16. Mai 1971, British Broadcasting Corporation, Fernsehen, London;
10. Mai 1973, Royal Opera House Covent Garden, London

Frankfurter Erstaufführung

In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Dauer: ca. 2 1/2 Stunden inkl. einer Pause

zum Werk

Tragödie, Spukgeschichte, Fernsehspiel, autobiografische Episode – Benjamin Brittens Owen Wingrave lässt viele Perspektiven zu. Sicher ist, dass der Komponist zur gleichnamigen Erzählung von Henry James einen sehr persönlichen Zugang gehabt haben muss. Als Kriegsdienstverweigerer im Zweiten Weltkrieg hatte er seine Haltung gegen allen gesellschaftlichen Druck vor einem Militärtribunal verteidigen müssen. Auch der Protagonist steht für seine pazifistische Überzeugung ein: Als Letzter in einer langen Ahnenreihe soll Owen die militärische Tradition der Familie Wingrave erfüllen. Doch er offenbart seinem Lehrer, Mr. Coyle, einen tief empfundenen Pazifismus. Sein Entschluss, sich dem Kampf zu verweigern, treibt ihn in einen Familienkrieg, in dem er als tapferer Kämpfer für die eigene Überzeugung den Heldentod sterben muss. Im Versuch, seiner tief enttäuschten Verlobten Kate zu beweisen, dass er kein »Feigling« ist, wie sie es behauptet, willigt er ein, die Nacht im Spukzimmer des alten Familienanwesens zu verbringen. Dort hatte ein Vorfahr seinen Sohn erschlagen, um ihn für seine angebliche Feigheit zu bestrafen. Owens Vorahnung, dass sich die Vergangenheit an ihm wiederholen wird, erfüllt sich. In der Inszenierung des jungen Regisseurs Walter Sutcliffe wird insbesondere der TV-Ursprung dieser ungewöhnlichen Kammeroper spürbar. Das Bühnenbild im Breitbildformat lässt mit fast filmischen Blenden parallele Schauplätze entstehen. Nach dem großen Erfolg dieser Produktion 2010 im Bockenheimer Depot kommt sie nun im Opernhaus zur Wiederaufnahme. Tragödie, Spukgeschichte, Fernsehspiel, autobiografische Episode – Benjamin Brittens Owen Wingrave lässt viele Perspektiven zu. Sicher ist, dass der Komponist zur gleichnamigen Erzählung von Henry James einen sehr persönlichen Zugang gehabt haben muss. Als Kriegsdienstverweigerer im Zweiten Weltkrieg hatte er seine Haltung vor einem Militärtribunal verteidigen müssen. Auch der Protagonist steht für seine Pazifistische Überzeugung ein: Als Letzer in einer langen Ahnenreihe soll Owen die militärische Tradition der Familie Wingrave Erfüllen. Doch er offenbart seinem Lehrer, Mr. Coyle, einen tief empfundenen Pazifismus. Sein Entschluss, sich dem Kampf zu verweigern, treibt ihn in einen Familienkrieg. Im Versuch, seiner tief enttäuschten Verlobten Kate zu beweisen, dass er kein »Feigling« ist, wie sie es behauptet, willigt er ein, die Nacht im Spukzimmer des alten Familenanwesens zu verbringen. Dort hatte ein Vorfahr seinen Sohn erschlagen, um ihn für seine angebliche Feigheit zu bestrafen. Owens Vorahnung, dass sich die Vergangenheit an ihm wiederholen wird, erfüllt sich. In der Inszenierung des jungen Regisseurs Walter Sutcliffe wird insbesondere der TV-Ursprung dieser ungewöhnlichen Kammeroper spürbar. Das Bühnenbild im Breitbildformat lässt mit fast filmischen Blenden parallele Schauplätze entstehen. Nach dem großen Erfolg dieser Produktion 2010 im Bockenheimer Depot, kommt sie nun im Opernhaus zur Wiederaufnahme.
Termine

Freitag 30.01.2015 19:30 Uhr

Weitere Termine

Opernhaus
Abonnement: Serie 15

Vorverkauf und Ticketpreise

Mitwirkende

Musikalische Leitung
Yuval Zorn
Regie
Walter Sutcliffe
Szenische Leitung der Wiederaufnahme
Tobias Heyder
Bühnenbild und Kostüme
Kaspar Glarner
Licht
Frank Keller
Dramaturgie
Agnes Eggers

Owen Wingrave
Björn Bürger
Spencer Coyle
Dietrich Volle
Lechmere
Simon Bode
Erzähler
Beau Gibson
Miss Wingrave
Britta Stallmeister
Mrs. Coyle
Barbara Zechmeister
Mrs. Julian
Karen Vuong
Kate
Nina Tarandek
General Sir Philip Wingrave
Michael McCown

Frankfurter Opern- und Museumsorchester

 
Copyright © 2013 Oper Frankfurt