Die Moderne in der Oper


Eine Vorlesungsreihe in zwei Spielzeiten

In einer ersten Bilanz des modernen Musiktheaters soll sich unsere fünfteilige Veranstaltung mit der Zeit zwischen der Jahrhundertwende und der Jahrhundertmitte beschäftigen. Vor dem Hintergrund der großen geistesgeschichtlichen Eruptionen, darunter Max Plancks Quantentheorie, Sigmund Freuds Traumdeutung von 1900 und die Relativitätstheorie Albert Einsteins von 1905, ging auch die postwagnerianische und postverdianische Opernästhetik radikal neue Wege. Sie führte zur Emanzipation der Dissonanz, zur Aufgabe der Tonalität, zur Dodekaphonie und verschiedenen seriellen Verfahrensweisen bis hin zur Aleatorik eines John Cage. Als Wegbereiter dieser Entwicklung werden Debussy und Strauss betrachtet. Die eigentliche Zäsur aber begann mit Alban Bergs Wozzeck. Der von den radikalen Modernen ausgehende Schock, der sich in der Malerei als Aufgabe der Gegenständlichkeit artikulierte und im gegen den institutionalisierten Kunstbetrieb sich stellenden Dadaismus zum sinnfreien Lautgedicht und zur Zertrümmerung der grammatologischen Ordnung überging, entfachte auch im Musikleben kaum je zuvor erlebte Skandale; darunter die kollektiven Wutausbruche bei den Uraufführungen von Schönbergs Pierrot Lunaire oder Strawinskys Le sacre du printemps. Den Besuchern einen Orientierungszugang zum Verständnis der modernen Musiktheatersprache zu vermitteln, ist Ziel dieser auf zwei Spielzeiten angelegten Vorlesungsreihe.

Eine Veranstaltung der Dramaturgie

Preis: 14 Euro, erm. 7 Euro
Vorverkauf ab 15. Dezember 2014

Termine

Montag 09.02.2015

Weitere Termine:
02.03.2015  | 16.03.2015  |
23.03.2015
 
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