Premiere

L'ORONTEA
Antonio Cesti
1623 - 1669

Dramma musicale in drei Akten mit einem Prolog
Text von Giacinto Andrea Cicognini
Uraufführung Winter 1656, Innsbruck

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Einführung vor jeder Vorstellung jeweils eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer

Zum Werk

Schon mit seinem Erstlingswerk L'Orontea landete der aus Arezzo stammende Antonio Cesti einen regelrechten Kassenschlager des 17. Jahrhunderts: Über dreißig Jahre hielt sich das Stück auf den Spielplänen der Opernhäuser. Zugrunde lag ein exzellentes Libretto, in dem es der Dichter und Librettist Giacinto Andrea Cicognini verstand, Tragik und Komik innerhalb einer Handlung zu mischen und den kurzweiligen Dialogen die nötige Dynamik zu verleihen. Das Stück gliedert sich in drei Akte, die mit einem das Thema introduzierenden Prolog eröffnet werden: Die allegorischen Figuren Filosofia und Amore befinden sich im Wettstreit – die Entscheidungsfrage zwischen Pflicht und Liebe wird im folgenden Geschehen ausgetragen. Orontea, eine ägyptische Königen, verweigert kategorisch die Ehe. Allen Vorsätzen zum Trotz verliebt sie sich in einen an ihrem Hof gestrandeten Maler mit Namen Alidoro. Obgleich dieser als Gatte aus dynastischen Gründen untragbar ist, kann Orontea gegen ihre Liebe nur mühsam ankämpfen. Weitere Verwirrung bringt Oronteas Vertraute Giacinta. Sie wurde im Krieg entführt und kehrt nun in Männerkleidern und unter dem Namen Ismero an den ägyptischen Hof zurück. Amors Pfeil trifft auch hier die Falschen und so richtet Aristea, Alidoros vermeintliche Mutter, ihre gesamte Aufmerksamkeit auf den jungen Ismero, während Giacinta ihr Herz für Alidoro entdeckt. Das Verwirrspiel der Gefühle wird zusehends undurchschaubarer, als sich Silandra, eine Hofdame Oronteas, ebenfalls für den Maler Alidoro zu interessieren beginnt. Eine unerwartete Wendung führt das Stück zu einem guten Ende.
Die populärste Oper Cestis präsentiert eine karnevalistische und leicht freizügige Intrige, gespickt mit zahlreichen verschleierten Verführungsszenen. Geschmeidig komponierte Rezitative stehen im Wechsel mit evokatorischen Szenen, die Cesti ebenfalls in rezitativischer Form gestaltete. Gleichwohl finden sich berührende Arien – wie das berühmteste Schmuckstück, Oronteas große Arie »Intorno all'idol mio« - , die sich mit den packenden Dialogpassagen zusammen zu einem spannenden und vergnüglichen musikalischen Meisterwerk fügen.


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Termine

Sonntag 01.02.2015

Weitere Termine:
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22.02.2015  | 07.03.2015  |
13.03.2015

Mitwirkende

Musikalische Leitung
Ivor Bolton
Inszenierung
Walter Sutcliffe
Bühnenbild und Kostüme
Gideon Davey
Licht
Joachim Klein
Dramaturgie
Steffi Mieszkowski

Orontea
Paula Murrihy
Creonte
Sebastian Geyer
Tibrino / Amore Prolog
Juanita Lascarro / Maren Favela
Aristea
Guy de Mey
Alidoro
Xavier Sabata
Gelone
Simon Bailey
Corindo
Matthias Rexroth
Silandra
Louise Alder
Giacinta
Kateryna Kasper
Filosofia
Katharina Magiera

Frankfurter Opern- und Museumsorchester


*Mitglied des Opernstudios

 
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