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Leah Crocetto, Foto: Kristin Hoebermann

OTELLO

zu Giuseppe Verdis 200. Geburtstag

Jungregisseur Johannes Erath hat sich an Verdis Spätwerk Otello gewagt und es ist ihm eine Inszenierung gelungen, die die Psychologie der einzelnen Charaktere sehr fein herausarbeitet und gleichzeitig viel Spielraum für Interpretationen lässt. Laut einem Rezensenten sorge "die Intensität von Johannes Eraths Personenführung für die Vergegenwärtigung der Tragödie. Die Spannung zwischen den Figuren ist stets greifbar (...)." Der Geheimtipp dieser ersten Wiederaufnahmeserie ist ohne Frage die Darstellerin der durch ihre Liebe zum Tod verurteilten Desdemona – die amerikanische Sopranistin Leah Crocetto (s. Foto), die in dieser Partie ihr Hausdebüt, wie kürzlich an der Mailänder Scala, nun auch in Frankfurt gab.

 

Eraths aus der Spielzeit 2011/12 stammende Arbeit, dessen Inszenierung von Händels Giulio Cesare in Egitto große Erfolge feiern konnte, leitet nun an der Oper Frankfurt das Verdi-Jahr 2013 ein. Als Otello ist der kanadische Tenor Lance Ryan zu erleben, der gerade als Siegfried in Wagners Ring des Nibelungen international - und in Frankfurt - für Furore sorgte. Leah Crocetto hat Intendant Bernd Loebe anlässlich eines Vorsingens in New York für sein Haus entdeckt. Ihre Desdemona ist unglaublich berührend, die Stimme einfach nnur wunderbar. Der in Rumänien geborene Ungar Bálint Szabó war ab 2005/06 für vier Spielzeiten Ensemblemitglied der Oper Frankfurt und kehrte nun als Lodovico erstmals an sein ehemaliges Stammhaus zurück. Aus dem Ensemble sind nun die Mezzosopranistinnen Jenny Carlstedt und Paula Murrihy in der Partie der Emilia besetzt, Cassio verkörpert der Amerikaner Beau Gibson, seit dieser Saison ebenfalls im Ensemble. Als Herold ist Iurii Samoilov zu erleben, seit der Saison 2012/13 Mitglied des Frankfurter Opernstudios. Angeführt von Gastsänger Marco di Felice (Jago) haben alle weiteren besetzten Künstler ihre Partien bereits in der Premiere bzw. in einer Repertoirevorstellung gesungen. Als Spezialist für das italienische Opernrepertoire gilt Riccardo Frizza, zu dessen aktuellen Aufgaben Dirigate in München, Wien, Paris, San Francisco und New York gehören. Mit Otello gibt er sein Frankfurt-Debüt. Für die Vorstellungen im Juli 2013 übernimmt GMD Sebastian Weigle – wie bei der Premierenserie – die musikalische Leitung.

 

Weitere Vorstellungen: 28. März, 4., 7. Juli 2013, jeweils 19.30 Uhr

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EIN MASKENBALL
(Un ballo in maschera)
Giuseppe Verdi
Heute um 19:30 Uhr
Opernhaus

Nächste Premiere:


TESEO
Georg Friedrich Händel
Donnerstag 30.05.2013 19:30 Uhr
Bockenheimer Depot
 
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