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Saison 2013/2014
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Richard Wagner dirigiert im September 1862 in Frankfurt erstmals und fast ohne Kürzungen eine Aufführung seines Lohengrin und wird trotz vieler Patzer im Orchester bejubelt. In Frankfurt unterhält er zu gleicher Zeit eine innige Beziehung zur Schauspielerin Friederike Meyer, der Geliebten des Theaterdirektors Franz Georg Carl von Guaita, der ihn für das Dirigat eingeladen hat – eine der zahlreichen Dreiecksgeschichten in Wagners Leben. Darüber hinaus aber ereignet sich bereits im Spätsommer ein lebensgeschichtlich nicht unbedeutender Zwischenfall: Wagner, wie so oft in ausgelassen exzentrischer Stimmung, macht der im dritten Monat schwangeren Cosima das Angebot, sie in einem Handkarren höchstpersönlich zum Hotel Zum Schwan zu fahren. Erstaunt von ihrer Zustimmung zögert er. Der Vorgang wird von ihrem Gatten, Hans von Bülow, beobachtet und hat Folgen...
Wagner zu Ehren veranstaltet man in Frankfurt pompöse und kostenintensive Konzerte, die vom Komponisten nicht ohne Spott quittiert werden: „Ja, ja, ich verstehe, Sie müssen durch die Musik animalische Wärme schaffen." - Wagners eigene Besonderheiten fallen umgekehrt auch den Frankfurtern auf, wie sich an vielen Beiträgen von Zeitgenossen und Nachfolgenden belegt.
Neben authentischen Quellen aus städtischen Archiven und Bibliotheken, verstreuten Beiträgen in Frankfurter Zeitschriften und einzelnen Buchauszügen sind es vor allem die in mehr als einem halben Jahrhundert veröffentlichten Publikationen der Oper Frankfurt, aus deren Beständen sich der Hauptteil des Bandes zusammenfügt. Jene Spuren aber weisen weit über die Stadt am Main hinaus und sind ohne Zweifel für alle Leser von Interesse, für die der Fall Wagner längst noch nicht abgeschlossen ist.
Das 544 Seiten umfassende Werk ist zu 25 Euro an Vorstellungsabenden in der Oper Frankfurt, an der Vorverkaufskasse (Mo - Fr von 10 bis 18 Uhr, Sa von 10 bis 14 Uhr) sowie im Buchhandel erhältlich. (ISBN 978 3 86638 025 7)









