Pressestimmen der Saison 2002/2003 in Auszügen


Fierrabras, Premiere vom 06. Oktober 2002

Frankfurts neuer Opernintendant Bernd Loebe hat es sich und dem Publikum nicht leicht gemacht: statt Fidelio oder Meistersinger bietet er Franz Schuberts Fierrabras als erste Premiere - mutig, risikofreudig und auch so etwas wie ein Bekenntnis zu künstlerisch eigenwilligen Wegen. (...)

Wolf-Dieter Peter, Salzburger Nachrichten

(...) Bernd Loebe, profunder Kenner von Sängerstimmen, gewann für Fierrabras ein bemerkenswert homogenes Ensemble unverbrauchter Namen. (...)

Hans-Klaus Jungheinrich, Frankfurter Rundschau

(...) Der Einstieg des neuen Opernintendanten Bernd Loebe fordert auf zur Auseinandersetzung.

Siegfried Kienzle, Allgemeine Zeitung Mainz

(...) Am Pult der Mailänder Dirigent Paolo Carignani, der mit dieser Oper seine vierte Spielzeit als Generalmusikdirektor des Opernhauses eröffnet hat und dessen Vertrag vor kurzem bis 2008 verlängert wurde (keine Kleinigkeit angesichts von Interpreten wie Solti und Matacic, die seine Vorgänger waren). Er hat es geschickt vermieden, dramatische Emphase dort hinein zu legen, wo kein Drama ist. Vielmehr legt er das Gewicht auf das Klangbild, auf die lyrische Spannung und die musikalischen Proportionen der Partitur und gewinnt so eine Idee der Zartheit und der traurigen Schönheit: er findet die ureigenen Töne der reinen Wehmut. (...)

Enrico Girardi, Corriere della Sera

With its first two new productions, Oper Frankfurt set itself a standard of quality it will be hard pressed to better as an innovative season unfolds. (...)

Roger Chapple, Opera Now

In spite of the really not very "operatic" music, Paolo Carignani, conducting the Orchestra of the Frankfurt Museum, managed to cast something akin to a veil of magic over the whole thing.

Carl H. Hiller, Opera


The Turn of the Screw, Premiere vom 3. November 2002

(...) Die Aufführung war der bemerkenswerte zweite Anlauf einer neuen Frankfurter Opernära.

Hans-Klaus Jungheinrich, Frankfurter Rundschau

(...) Die Verflechtung von vokaler und instrumentaler Schönheit verdeckt nicht das Böse, das in solcher Sinnlichkeit lauert. Starker Beifall, Bravos.

Rudolf Jöckle, Frankfurter Neue Presse
(...) Knappes Fazit: Mit diesem Britten scheint die Oper Frankfurt auf bestem Wege. Wer das gängige Repertoire gleichsam im Sack hat, ist geradezu verpflichtet, auch mal etwas zu riskieren.

Klaus Ackermann, Offenbach-Post

(...) Die Ovationen hätten nach einem fetten Puccini kaum stärker sein können (...).

Volker Milch, Wiesbadener Kurier


Les Huguenots (konzertant), Premiere vom 24. November 2002

(...) Darüber hinaus bot diese Produktion die seltene Gelegenheit, den von Andrés Máspero vorbereiteten Chor und Extrachor der Oper Frankfurt in voller Stärke auf der Bühne zu erleben: eine beeindruckende Kunst-Demonstration.

Harald Budweg, Frankfurter Allgemeine Zeitung

(...) Der Große Saal tobt fast vor Begeisterung (...).

Andreas Hauff, Frankfurter Rundschau

(...) nach vier Stunden großer Oper herrschte beim Publikum restlose Begeisterung.

Andreas Bomba, Frankfurter Neue Presse


Der Schatzgräber, Premiere vom 15. Dezember 2002

Die Frankfurter Oper ist nach bleiernen Jahren nicht nur wieder im Kommen, sie ist längst schon da unter dem neuen Intendanten Bernd Loebe und seinem Team. (...) Die Frankfurter Aufführung wurde zu Recht bejubelt.

Wolfgang Schreiber, Süddeutsche Zeitung

(...) Mit dieser dritten Premiere befestigt sich der wiedererworbene gute Ruf der Frankfurter Oper. Von allen Musikbühnen bietet sie in dieser Saison den aufregendsten Spielplan. Und seine Realisierung lässt sich mehr als gut an.

Hans-Klaus Jungheinrich, Frankfurter Rundschau

(...) Mit dieser dritten Saisonpremiere meldet das Frankfurter Opernhaus endgültig auch musikalisch seinen Anspruch an, wieder in der Spitzengruppe der Republik mitzuspielen. (...) Es wird nicht der letzte Schatz sein, der hier gehoben wurde.

Jörg Königsdorf, Der Tagesspiegel

(...) It´s a magnificent achievement. (...)

Shirley Apthorp, Financial Times


Macbeth, Premiere vom 19. Dezember 2002

(...) Sciarrinos dreiaktige Oper Macbeth wurde im vergangenen Juni in Schwetzingen uraufgeführt, als Koproduktion der Schwetzinger Festspiele, Musica per Roma und der Oper Frankfurt, an der sie auch erarbeitet wurde. Der ehemalige Intendant Martin Steinhoff wollte sie in seiner letzten Spielzeit bereits nach Frankfurt holen, doch hat er beteuert, ihm fehlte das Geld. Dank privater Sponsoren und in Zusammenarbeit mit dem Schauspiel, an dem Sciarrinos Macbeth nun gegeben wird, konnte Steinhoffs Nachfolger Bernd Loebe das Werk jetzt in Frankfurt auf die Bühne bringen.
Die Begegnung lohnt enorm. (...)

Tim Gorbauch, Frankfurter Rundschau


Die Frau ohne Schatten, Premiere vom 2. Februar 2003

Wenn das Musiktheater in Frankfurt am Main den eingeschlagenen Glückskurs hält, könnte es am Ende der Spielzeit - nach Jahren der Dürre - sogar zum Opernhaus des Jahres gekürt werden. (...)

Wolfgang Schreiber, Süddeutsche Zeitung

Was für ein Triumph! Welche Kraftanstrengung! (...)

Christine Lemke-Matwey, Der Tagesspiegel

(...) in musikalischer Hinsicht gerät die Produktion zu einer Sternstunde. (...)

Peter Hagmann, Neue Züricher Zeitung

(...) Frankfurts Oper [ist] wieder um einen gegenwartswachen Musiktheater-Abend reicher.

Manuel Brug, Die Welt

(...) Mit der schier überwältigenden Leistung der Gäste und Ensemble-Mitglieder festigt Frankfurts Opern-Intendant Bernd Loebe einmal mehr seinen Ruf als Vokal-Gourmet und beschert seinem Haus einen großen Abend. (...)

Volker Milch, Wiesbadener Kurier

(...) Gesungen wird himmelstürmend (...).

Michael Stenger, Westdeutsche Allgemeine Zeitung


Ein Walzertraum, Premiere vom 2. März 2003

(...) Wie soll man ein solches Stück vermitteln? (...) Als Herz-Schmerz-Idyll kann man den Walzertraum kaum inszenieren. (...)

Gerhard R. Koch, Frankfurter Allgemeine Zeitung

(..) Andrea Schwalbach hat das einst viel gespielte Stück von Oscar Straus in Frankfurt neu inszeniert - und dabei bravourös gezeigt, wie viele Funken sich aus dieser 1907 in Wien uraufgeführten Operette noch schlagen lassen. (...)

Axel Zibulski, Wiesbadener Kurier

(...) Ein Walzertraum, weniger fürs Operetten-Stammpublikum als für intelligente Genießer.

Hans-Klaus Jungheinrich, Frankfurter Rundschau


Jérusalem, Premiere vom 25. April 2003

(...) Dass der Abend im Großen Saal der Alten Oper in französischer Sprache ein solch grandioser Erfolg wurde, ist vor allem einer Harmonie auf kompromisslos hohem Niveau zu verdanken.
Die Oper Frankfurt verfügt derzeit über Ensemblemitglieder, die sich mühelos in eine Riege mit "Star"-Sängern einreihen können. (...) Enthusiastischer Beifall für ein Konzertereignis, das einen Meilenstein der Verdi-Rezeption in Frankfurt setzte.

Michael Dellith, Frankfurter Neue Presse

(...) So wurde die konzertante Aufführung von Verdis Oper Jérusalem auch und gerade wegen der akribischen Einbettung der Details ins Ganze zum Großereignis, (....)

Benedikt Stegemann, Frankfurter Allgemeine Zeitung


Tristan und Isolde, Premiere vom 25. Mai 2003

(...) Eine schmerzhaft kühle Regie, die sich jeden Kitsch verbietet. Verzehrende Emotion kommt ja zu genüge aus dem Orchestergraben. Paolo Carignani und sein Orchester vollbringen eine Meisterleistung. (...)

Carsten Umlauf, Die Welt

(...) So gebührt dem Frankfurter Generalmusikdirektor Paolo Carignani und seinem grandios aufspielenden Opernorchester größte Anerkennung. (...)

Michael Dellith, Frankfurter Neue Presse

Zeitgleich mit der Premiere des Stücks an der Wiener Staatsoper ist Tristan und Isolde von Richard Wagner an der Oper Frankfurt herausgekommen. Wenn dort von der Unabwendbarkeit des Scheiterns die Rede sein musste (...), so kann hier von einer Produktion berichtet werden, welche die Wiener Inszenierung auf mancher Ebene in den Schatten stellt. Gewiss ist das Frankfurter Museumsorchester nicht mit den Wiener Philharmonikern zu vergleichen; (...) Aber wie der Frankfurter Generalmusikdirektor Paolo Carignani den Notentext liest, zeichnet sich gegenüber dem erhitzten Zugang von Christian Thielemann doch durch einige Vorzüge aus. (...)
Unter einem wesentlich besseren Stern als in Wien stand (in der zweiten Vorstellung) auch die Frankfurter Besetzung. (...)

Peter Hagmann, Neue Zürcher Zeitung

(...) Die Lesart Carignanis hat allerdings wegen der hohen Transparenz überrascht: ein analytischer Tristan, in dessen Tiefe man vom Übermaß und der Fülle des Kontrapunkts mitgerissen wird, aber auch von der unendlichen Zartheit gewisser instrumentaler Linien, die anderswo oft auf dem Altar des breiten und pastösen Klangs geopfert werden. (...)

Enrico Girardi, Corriere della sera

Frankfurts Oper ist wieder klar im Aufstieg begriffen. Tristan und Isolde, fast unmöglich zu inszenieren, ist eine gute Messlatte für die Möglichkeiten eines Opernhauses. Frankfurts Tristan kam am gleichen Tag heraus wie jener in Wien, kostete aber unzweifelhaft eine Menge weniger und war der Wiener Produktion in fast jeder Hinsicht haushoch überlegen. (...)
Während in der Wiener Produktion gerade einmal fünf interessante Minuten die ansonsten vorherrschende Langeweile erleuchteten, hat Christoph Nel aus Wagners Monolith ein ergreifendes Drama gemacht. (...)

Shirley Apthorp, Financial Times


L´isola disabitata, Premiere vom 14. Juni 2003

(...) Eine hochlöbliche Opernvermittlungstat, wenn Intendant Bernd Loebe nun schon am Ende seiner ersten (phänomenal geglückten) Spielzeit, korrespondierend zur Schubert-Neubelebung Fierrabras als Einstand, den auf Schloss Esterháza 1779 uraufgeführten veritablen Einakter wieder ans Licht holte. (...)

Hans-Klaus Jungheinrich, Frankfurter Rundschau

Was für ein erhabener Kontrast: Joseph Haydns L´isola disabitata vom Schlosstheater der Esterhazys in das metallene Industrie-Relikt des Bockenheimer Depots zu verlegen, war ein geschickter Schachzug des Regisseurs Guillaume Bernardi.
(...) Ein schönes Stück Sommertheater unter der Hitzeglocke des Depots - (...).

Klaus Ackermann, Offenbach-Post

(...) Auch musikalisch war der Abend eine Wohltat: (...) Ein hinreißender Abend mit wohl verdienten Bravo-Rufen, diesmal auch für die intelligente, feinsinnige Regie.

Michael Dellith, Frankfurter Neue Presse

(...) Hervorragende Nachwuchskräfte der Frankfurter Städtischen Bühnen, in luftige, geschmackvolle Kostüme gesteckt (Peter DeFreitas), verleihen den Figuren klare Konturen und stimmliche Präsenz (gesungen wird in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln): (...)
Für die sorgfältige musikalische Betreuung zeichnet, mit suggestiver Gestik vom Cembalo aus leitend, Roland Böer, der junge Frankfurter Kapellmeister. (...) - Durchweg positive Aufnahme und begeisterte Zustimmung für alle Beteiligten.

Albrecht Schmidt, Darmstädter Echo


Manon, Premiere vom 21. Juni 2003

(...) Bieito hat eine "Manon 2003" inszeniert, (...) - und dass Bieito ein Regievirtuose von hohen Graden ist, daran führt kein Weg vorbei. (...)

Gabor Halasz, Die Rheinpfalz

(...) Carignanis Tempi, die suggestive Klangfarbgebung, etwa beim holzbläser-verschatteten Walzer im fünften Akt während der Wiederbegegnung der Liebenden, sind schlicht phänomenal. (...) Großer Applaus für die musikalische Gestaltung.

Wolfgang Sandner, Frankfurter Allgemeine Zeitung
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Führung
Samstag 26.01.2013 14:30 Uhr
Oper Frankfurt

GIULIO CESARE IN EGITTO
Georg Friedrich Händel
Samstag 26.01.2013 18:30 Uhr
Opernhaus

 
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