Pressestimmen zu den Premieren, Wiederaufnahmen und Liederabenden der Oper Frankfurt in der Saison 2014/2015


Mit den hier aufgeführten Pressestimmen dokumentiert die Oper Frankfurt grundsätzlich nicht die Kritiken in ihrer Gesamtheit. Vielmehr handelt es sich lediglich um eine Auswahl der erschienenen Rezensionen bzw. um Zitate daraus.

INHALTSVERZEICHNIS

La Bohème, Wiederaufnahme vom 5. September 2014


Das hat wieder richtig Spaß gemacht

Puccinis La Bohème an der Frankfurter Oper in ihrer 100. Aufführung der Inszenierung von Alfred Kirchner (1997/98), brachte herrliche Stimmen.

(…) Mehrere Darsteller-Sänger sollen gelobt werden, allen voran die bezwingend schön und fein singende Mimì der Amerikanerin Karen Vuong, die sich in Sentimentalität streng zügelt, sanfteste Bewegungen an den Tag legt und in der Verliebtheit einen mädchenhaften Überschwang. Kurzum eine entzückende Person und ein wahrer Gewinn für das Opernensemble.
Der aus Guatemala stammende Tenor Mario Chang wird von der nächsten Saison an festes Ensemblemitglied – auch das ein feiner Zugewinn. Chang ist mit einer herrlichen Stimme begabt und auch mit der Macht der Strahltöne in der Höhe. Er ist ein geschmeidiger, spielfreudiger und sensibel auf die Situation eingehender Darsteller und Sänger.
Dann Musetta: Die temperamentvoll-kesse Sofia Fomin ist ebenfalls mit einer höchst wandlungsfähigen Stimme beschenkt. Sie fegt durch den angestaubten Laden (Bühnenbild: Andreas Reinhardt), wirbelt nach Lust und Laune die Männer auf, erliegt dann aber selber der Liebe. Diese Musetta-Fomina ist aber auch in der Lage, am schlechten Ende ehrlich-innigen Anteil an Mimìs Elend zu nehmen. Das übrige Ensemble: leichtsinnige Bohèmiens, die herumtollen wie übermütige Halbwüchsige und dabei lebhaft und durchweg gut singen. Diese Aufführung machte einem wieder Spaß.

Gabriele Nicol, Frankfurter Neue Presse


Überzeugende Ensembleleistung mit tenoralem Glanzlicht

Zehnte Wiederaufnahme, einhundertste Vorstellung, alle Rollen ausnahmslos mit Ensemblemitgliedern besetzt – das klingt nach lauwarmer Repertoire-Routine. Dass es dazu am vergangenen Freitag nicht kam, sondern dass ein vielversprechender Saisonauftakt gelang, belegt einmal mehr die glückliche Hand der Frankfurter Opernintendanz bei der Entdeckung junger Stimmen. Gleich bei drei Rollen vermerkte der Besetzungszettel ein Rollendebüt.
(…)
Richtigen Spaß macht es, den zweiten Debütanten Iurii Samoilov dabei zu erleben, wie er in der Rolle des Marcello aufgeht. In der vergangenen Saison gehörte der junge Bariton noch dem Opernstudio an. Mit dem Debüt als Marcello gibt er zugleich seinen Einstand als neues Ensemblemitglied. Er bewältigt die Herausforderung souverän. Seine Stimme besitzt einen wohltönenden Kern, ist in allen Registern ausgeglichen und überzeugt mit unangestrengter, geradezu tenoraler Höhe. Man merkt ihm die Freude darüber an, sich endlich in einer größeren Rolle beweisen zu können.
(…) Mario Chang führt sich in das Ensemble mit seinem Frankfurt-Debüt als Rudolfo ein. Mit der Aufnahme des gerade einmal 24 Jahre jungen Tenors aus Guatemala in das Opernensemble ist Intendant Bernd Loebe ein echter Coup gelungen. Eine solche Prachtstimme kaufen sich Opernhäuser üblicher Weise als Gast für wenige Vorstellungen ein. (…)
Geboten wird kein Wunschkonzert mit teuren Sängerstars, die nebeneinander her agieren, sondern eine Teamleistung mit vokalen Glanzlichtern. Die Oper Frankfurt zeigt sich zum Saisonbeginn bestens aufgestellt. Der konsequente Ausbau des Ensembles trägt schöne Früchte. Nach einer Bohème allein mit Bordmitteln auf diesem musikalischen Niveau wird man anderen Orts lange suchen müssen.

Michael Demel, www.deropernfreund.de

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Museumskonzert
Montag 17.12.2012 20:00 Uhr
Großer Saal der Alten Oper

Nächste Premiere:


HÄNSEL UND GRETEL
Engelbert Humperdinck
Sonntag 12.10.2014 18:00 Uhr
Opernhaus
 
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