Intendanten seit 1900


1900 - 1911
Paul Jensen
- zum Ende seiner Intendanz wird mit Der ferne Klang die erste der legendären Uraufführungen der Opern Franz Schrekers herausgebracht.

1912 - 1914
Robert Volkner
- setzt die Uraufführungen Schrekers fort mit Das Spielwerk und die Prinzessin.

1917 - 1920
Karl Zeiss
- allen Widerständen zum Trotz bringt er Rudi Stephans Oper Die ersten Menschen erstmals auf die Bühne. Außerdem werden zwei weitere Opern von Franz Schreker uraufgeführt: Die Gezeichneten und Der Schatzgräber.

1920 - 1923
Ernst Lert
- unter seiner Intendanz werden Opern von Paul Hindemith, Ernst Krenek, Erich Wolfgang Korngold und Béla Bartók herausgebracht.

1924 - 1929
Clemens Krauss
- er etabliert mit dem Regisseur Lothar Wallerstein ein neues, inszenierungsorientiertes Musiktheater. Zum Ensemble gehören große Solisten wie Benno Ziegler, Rudolf Brinkmann und Adele Kern.

1929 - 1933
Josef Thurnau
- er setzt die innovative Praxis seiner Vorgänger fort: Max Brands Maschinist Hopkins wird aufgeführt, außerdem Arnold Schönbergs Von heute auf morgen.

1933 - 1944
Hans Meissner
- unter seiner Generalintendanz werden zahlreiche Künstler und Beschäftigte der Städtischen Bühnen wegen ihrer jüdischen Herkunft suspendiert. Meissner steht bis zum Ende unter dem kulturpolitischen Diktat des NS-Regimes. Die avancierte Musik der Moderne wird als "entartet" abgelehnt.

1945 - 1951
Bruno Vondenhoff
- Opernintendant und Generalmusikdirektor der Nachkriegszeit. In seiner Frankfurter Zeit, die von unermüdlichem Einsatz für den Wiederaufbau eines Frankfurter Musiklebens geprägt ist, dirigierte er zahlreiche deutsche Erstaufführungen, so etwa das Violinkonzert von Alban Berg, Golgatha von Frank Martin und Vier Temperamente von Paul Hindemith.

1951 - 1967
Harry Buckwitz
(Generalintendant, Generalmusikdirektoren in dieser Zeit: Georg Solti von 1952 - 1961; Lovro von Matacic von 1961 - 1966; Theodore Bloomfield von 1966 - 1968), Harry Buckwitz erhält für die Eröffnungsvorstellung des neuen Theatergebäudes nach der Aufführung Die Meistersinger von Nürnberg Gratulationen aus aller Welt, unter anderem von Thomas Mann, Berthold Brecht und Albert Schweitzer.

1968 - 1972
Ulrich Erfurth
(Generalintendant)

1968 - 1977
Christoph von Dohnányi
(Generalmusikdirektor, von 1972 - 1977 auch Intendant)

1977 - 1987
Michael Gielen
- er setzt nachhaltig Maßstäbe für das Neue Musiktheater: Entdeckt wird ein neuer, bahnbrechender inszenatorischer Umgang mit dem traditionellen Repertoire. Inszenierungen von Hans Neuenfels, Ruth Berghaus, Herbert Wernicke, Alfred Kirchner und Christof Nel ziehen die Aufmerksamkeit der Opernszene auf Frankfurt.

1987 - 1990
Gary Bertini
- wenige Monate nach Beginn seiner Intendanz wird bei einem Großbrand das Bühnenhaus der Oper vollständig vernichtet. Bis zur Wiedereröffnung spielt die Oper im Schauspielhaus, nachdem das Schauspiel in das Bockenheimer Depot ausweicht. 1990 tritt Gary Bertini zurück. Martin Steinhoff und Hans Peter Doll leiten die Oper zunächst bis 1992 gemeinsam.

1990 - 1993
Hans Peter Doll
- unter seiner Intendanz wird die nach der Brandkatastrophe wieder aufgebaute Oper am 6. April 1991 mit der konzertanten Uraufführung von Hans Werner Henzes La selva in cantata (Die verwunschene Wildnis) vormittags feierlich wiedereröffnet. Am gleichen Abend gibt es mit einer Premiere der Zauberflöte die erste Opernaufführung nach dem Brand.

1993 - 1996
Sylvain Cambreling
- ist Generalmusikdirektor und Künstlerischer Intendant der Oper. Gemeinsam mit dem Geschäftsführenden Intendanten Martin Steinhoff verpflichtet er mehrfach die Regisseure Christoph Marthaler und Peter Musbach. Zahlreiche Koproduktionen mit dem Théâtre de la Monnaie und den Salzburger Festspielen bereichern den Spielplan. Sylvain Cambreling verlässt 1996 das Haus.

1997 - 2002
Martin Steinhoff
- leitet als Intendant die Oper Frankfurt. Paolo Carignani ist Generalmusikdirektor. Ab 1998 wird verstärkt die zu Anfang des Jahrhunderts begonnene Tradition aufgegriffen, Werke zeitgenössischer Opernkomponisten aufzuführen: u.a. Hans Werner Henzes Boulevard Solitude und Venus und Adonis, Wolfgang Rihms Jakob Lenz und Die Eroberung von Mexiko, Heinz Holligers Schneewittchen, Gregory Frieds Tagebuch der Anne Frank, Adriana Hölszkis Die Wände.

2002 - heute
Bernd Loebe
- schon im ersten Jahr seiner Intendanz wird die Oper Frankfurt nach den Voten der Fachzeitschrift »Opernwelt« zum Opernhaus des Jahres gewählt. In den Jahren danach belegt die Oper Frankfurt mehrfach Spitzenplätze in den Bewertungen der Gesamtleistung, zuletzt wurde sie für die Saison 2008/2009 und 2009/2010 als bestes Opernhaus Deutschlands nach einer Autorenumfrage der Fachzeitschrift »Die deutsche Bühne« gewählt. Paolo Carignani verlässt 2008 nach fast zehn Jahren als Generalmusikdirektor die Oper Frankfurt zum Ende der Saison 2007/2008 mit Beethovens Fidelio. Sein Nachfolger ist seit der Saison 2008/2009 Sebastian Weigle, dessen erstes Dirigat in dieser Funktion Lear von Aribert Reimann galt.
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»Politische Romantik oder Der Schatten Richard Wagners«
Montag 21.10.2013 19:00 Uhr
Chagallsaal

Museumskonzert
Montag 21.10.2013 20:00 Uhr
Großer Saal der Alten Oper

 
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