HÄNSEL UND GRETEL
Wiederaufnahme

HÄNSEL UND GRETEL
Engelbert Humperdinck
1854 -1921

Märchenspiel in drei Bildern
Text von Adelheid Wette nach dem gleichnamigen Märchen (1810) von Jacob und Wilhelm Grimm
Uraufführung am 23. Dezember 1893 am Hoftheater, Weimar


In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Dauer: ca. 2 3/4 Stunden inkl. einer Pause

Zum Werk

Seit über 100 Jahren gehört Engelbert Humperdincks Hänsel und Gretel zu den beliebtesten Opern für die ganze Familie. Adelheid Wette, die Schwester des Komponisten, hatte für ihre Kinder ein Märchenspiel nach dem gleichnamigen Märchen der Brüder Grimm verfasst und ihren Bruder gebeten, einige Lieder daraus zu vertonen. Das Stück wurde in der Familie des Wagner-Enthusiasten Humperdinck zunächst ein »Kinderstuben-Weihfestspiel« genannt und die erste Klavierversion von 1890 drei Jahre später als große Oper vollendet. Humperdinck hatte der Versuchung nicht widerstehen können, das Werk mit seinen eingängigen Melodien und seiner dramatischen Geschichte in ein zweistündiges sinfonisches Meisterwerk zu verwandeln. In der Lesart des Erfolgsregisseurs Keith Warner pflügen sich Hänsel und Gretel als Geschwister durch den Wald der Erinnerung, um am Ende der Oper als gereifte Erwachsene ihren weiteren Lebensweg beschreiten zu können.
Keith Warner: »Wirkliche Märchen tragen unter ihrer einfachen Oberfläche die tiefsten Schichten unserer Seelenzustände. In Humperdincks Musik verwandelt sich das einfache Kinderlied in Sekundenschnelle zur psychologischen Studie. Was bleibt am Ende weiterhin in der Erinnerung eingebrannt, wenn das Geschwisterpaar erwachsen geworden ist? Begeben wir uns auf eine märchenhafte und zugleich wirklichkeitsgetreue Zeitreise, dies zu ergründen.« »Das Vorurteil der Gesellschaft dem gegenüber, der sich erlaubt, ›anders‹ zu leben und zu sein, wollte Giuseppe Verdi an seiner Gegenwart messen. Sollten wir ihm nicht folgen dürfen?«, fragte der Regisseur Axel Corti, der sich in seinen Filmen immer wieder mit dem Faschismus und dem Schicksal von Emigranten auseinandersetzte. Mit seiner Inszenierung, die an der Oper Frankfurt seit mehr als 20 Jahren gespielt wird, transportiert er Francesco Maria Piaves Libretto in das besetzte Paris der 1940er Jahre. Die Kurtisane Violetta versucht vergeblich, ihre Gefühle für Alfredo zu unterdrücken – sie beendet ihr bewegtes Leben und zieht sich mit ihm in die Einsamkeit des Landlebens zurück. In Abwesenheit Alfredos besucht dessen Vater Violetta und verlangt von ihr, auf seinen Sohn zu verzichten, um seiner Tochter eine standesgemäße Ehe zu ermöglichen. Da Violetta das Lebensglück einer anderen nicht zerstören will, willigt sie ein... Nach seinem Debüt als Rodolfo (La Bohème) kehrt der international gefeierte italienische Tenor Francesco Demuro als Alfredo an die Oper Frankfurt zurück.
Termine

Sonntag 06.01.2013 15:30 Uhr

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Opernhaus

Vorverkauf und Ticketpreise

Mitwirkende

Musikalische Leitung
Omer Meir Wellber
Regie
Axel Corti
Szenische Leitung der Wiederaufnahme
Tobias Heyder
Bühnenbild
Bert Kistner
Kostüme
Gaby Frey
Licht
Olaf Winter
Dramaturgie
Urs Leicht
Choregrafie
David Kern
Chor
Michael Clark

Violetta Valéry
Cristina-Antoaneta Pasaroiu
Alfredo Germont
Francesco Demuro
Giorgio Germont
Tassis Christoyannis
Flora Bervoix
Nina Tarandek
Gastone
Beau Gibson
Barone Douphol
Franz Mayer
Marquis d'Obigny
Dietrich Volle
Doktor Grenvil
Alfred Reiter
Annina
Elizabeth Reiter
Giuseppina
Marta Herman *
Un Servo
Young-Shik Kim
Un Commissionario
Walter Jäkel

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester



* Mitglied des Opernstudios

 
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