COSÌ FAN TUTTE
Wiederaufnahme

COSÌ FAN TUTTE
Wolfgang Amadeus Mozart
1756 - 1791

Dramma giocoso in 2 Akten
Text von Lorenzo Da Ponte
Uraufführung am 26. Januar 1790, Burgtheater, Wien

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Dauer: ca. 3 3/4 Stunden mit einer Pause



Zum Werk

Dass Mozarts Opern – und insbesondere Così fan tutte – auch weit über zwei Jahrhunderte nach ihrer Uraufführung noch eine ...
Dass Mozarts Opern – und insbesondere Così fan tutte – auch weit über zwei Jahrhunderte nach ihrer Uraufführung noch einen Rest an Unbehagen vermitteln, dass sie uns nicht ganz geheuer vorkommen, ist zugleich das Geheimnis ihrer Unvergänglichkeit. Der Erotomane Don Giovanni etwa wird uns als ein unverzichtbares Störelement einer Gesellschaft, die nicht in Konventionen erstarren will, immer unheimlich bleiben. Die in Così fan tutte aufgeworfene Frage, ob Treue zwischen Mann und Frau überhaupt möglich ist (und vom Libretto scheinbar verneint, tatsächlich aber als falsch gestellt entlarvt wird), hat von ihrer Brisanz auch nur graduell verloren: Nicht nur eine wieder zunehmende Zahl von Eheschließungen beweist, dass der Wunsch danach unvermindert anhält. Lorenzo Da Pontes Libretto ist in seiner souveränen Konstruktion ebenso subtil austariert, wie es zugleich immer am Rande des Abgrundes balanciert. Nicht das Ergebnis von Don Alfonsos Wette, sondern die – von Mozart mit barmherziger Klarheit herausmodellierten – Stufen und Windungen auf dem Weg dorthin machen die Faszination der Handlung aus. Christof Loys Inszenierung lässt das Exemplarische der Handlung ebenso zur Geltung kommen wie die feinsten psychologischen Reaktionen zwischen den Figuren und rückt nebenbei einige, in der bisherigen Aufführungsgeschichte ungenau gelesene Schlüsselmomente ins Licht: eine herausragende Produktion, die nun wieder auf den Spielplan kommt.

Handlung

Ferrando und Guglielmo sind überzeugt, dass ihre Verlobten, Dorabella und Fiordiligi, ihnen ewig treu sind. Don Alfonso, der das b ...
Ferrando und Guglielmo sind überzeugt, dass ihre Verlobten, Dorabella und Fiordiligi, ihnen ewig treu sind. Don Alfonso, der das bezweifelt, wettet mit ihnen, innerhalb eines Tages das Gegenteil zu beweisen: Angeblich zum Kriegsdienst abkommandiert, sollen sie versuchen, als Fremde maskiert ihre Freundinnen zu verführen. Dabei werden sie unterstützt vom Dienstmädchen Despina. Das für unmöglich Gehaltene geschieht: Nachdem sie erst empört alle Annäherungsversuche zurückgewiesen haben, lassen sich Dorabella und Fiordiligi schließlich doch auf den Flirt ein, vergessen ihre alten Treueschwüre – und verlieben sich in den Verlobten der anderen. Doch auch Ferrando und Guglielmo bleiben von dem Spiel nicht unberührt. Als Alfonso am Ende die neuen Paare erst heiraten und dann plötzlich die Maskerade auflösen lässt, ist die Verwirrung der Gefühle vollkommen. Um eine Illusion ärmer und eine schmerzvolle Erfahrung reicher entlässt das Stück seine Personen in eine ungewisse Zukunft.
Termine

Freitag 07.03.2014

Weitere Termine:
16.03.2014  | 21.03.2014  |
23.03.2014  | 29.03.2014  |
10.04.2014

Mitwirkende

Musikalische Leitung
Hartmut Keil
Sebastian Zierer
Regie
Christof Loy
Szenische Leitung der Wiederaufnahme
Corinna Tetzel
Bühnenbild und Kostüme
Herbert Murauer
Licht
Olaf Winter
Dramaturgie
Malte Krasting
Chor
Markus Ehmann

Fiordiligi
Brenda Rae
Dorabella
Paula Murrihy
Guglielmo
Joshua Hopkins / Sebastian Geyer
Ferrando
Paul Appleby / Martin Mitterrutzner
Despina
Barbara Zechmeister / Chiara Skerath
Don Alfonso
Simon Bailey

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester


 
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