TRISTAN UND ISOLDE
Wiederaufnahme

TRISTAN UND ISOLDE
Richard Wagner
1813 - 1883

Handlung in drei Aufzügen
Text vom Komponisten nach dem Versroman Tristan (um 1210) von Gottfried von Straßburg
Uraufführung am 10. Juni 1865, Hoftheater München

In deutscher Sprache mit Übertiteln
Dauer: ca. 5 1/4 Stunden inkl. zwei Pausen
Zum letzten Mal!


zum Werk

1854, zu Beginn seiner Arbeit an Tristan und Isolde, schrieb Richard Wagner an Franz Liszt: »Da ich ... im Leben nie das e ...
1854, zu Beginn seiner Arbeit an Tristan und Isolde, schrieb Richard Wagner an Franz Liszt: »Da ich ... im Leben nie das eigentliche Glück der Liebe genossen habe, so will ich diesem schönsten aller Träume ... ein Denkmal setzen, in dem vom Anfang bis zum Ende die Liebe sich einmal so recht sättigen soll.« Was der Komponist als »schönsten aller Träume« bezeichnete, arbeitet der Regisseur Christof Nel zum Trauma aus und negiert mit einer reduzierten Bühnensprache eine stereotype Lesart des Werkes. Die Blicke von Tristan und Isolde scheinen aneinander vorbeizugehen. Was aber verbindet zwei sich derart (Nicht-) Begegnende? Christof Nel sieht den Grund in der schrecklichen gemeinsamen Vergangenheit, die sie lähmt und anzieht wie ein übermächtiger Sog. Doch kann sich eine Liebe umgeben von Schuld und Schock überhaupt entfalten? Richard Wagner selbst legt die Gemütslage seiner Oper zwischen »äußerstem Wonneverlangen und allerentschiedenster Todessehnsucht« an. »Langsam und schmachtend«, so, wie der vielbesprochene und bis heute nicht eindeutig funktionsharmonisch bestimmte Tristan-Akkord überschrieben ist, breitet sich jene Grundstimmung in einer dichten polyphonen Partitur aus, die zu den Höhepunkten des Schaffens von Richard Wagner zählt.

Handlung

Vorgeschichte: Im Kampf um Irlands Herrschaftsanspruch über Cornwall wurde Morold, der Verlobte der irischen Prinzessin Isolde, vo ...
Vorgeschichte: Im Kampf um Irlands Herrschaftsanspruch über Cornwall wurde Morold, der Verlobte der irischen Prinzessin Isolde, von Tristan, dem Neffen des Königs, getötet. Der verwundete Tristan kehrte unter dem Namen Tantris nach Irland zurück, weil er wusste: Nur Isoldes Heilkünste könnten ihn retten. Sie erkannte ihn als Mörder, aber sie brachte es nicht über sich, ihn zu töten. Sie heilte Tristan und entließ ihn nach Cornwall. I. Akt: Isolde und ihre Vertraute Brangäne befinden sich auf der Fahrt nach Cornwall, wo Isolde König Marke heiraten soll. Isolde fühlt sich verraten und will gemeinsam mit Tristan sterben. Sie lässt Tristan rufen und hat inzwischen Brangäne befohlen, ein Gift vorzubereiten. Brangäne gießt jedoch einen Liebestrank in den Becher, den sie Tristan und Isolde reicht. Die verdrängten Liebesgefühle brechen aus beiden hervor, während das Schiff schon Cornwall ansteuert. II. Akt: Brangäne warnt Isolde vor Melot, der sowohl Tristans als auch Markes Vertrauter sei. Dennoch gibt Isolde Tristan das Zeichen, dass sie ihn erwarte. Die Liebenden vergessen die Welt. Marke und Melot brechen herein: Melot hat Tristan verraten. Tristan fordert Melot zum Kampf heraus und stürzt sich in dessen Schwert. III. Akt: In Tristans Burg. Der schwerverwundete Tristan schwankt zwischen Todessehnsucht und dem Verlangen, Isolde wieder zu sehen. Endlich naht ihr Schiff, doch Isolde kommt zu spät: Tristan sinkt ihr sterbend in die Arme. Ein zweites Schiff bringt König Marke, Melot und Brangäne. Kurwenal, Tristans treuer Knappe, tötet Melot im Kampf und als er sich auch auf König Marke stürzen will, wird er tödlich verletzt. Brangäne hat dem König inzwischen gestanden, dass sie den beiden einen Liebestrank gereicht hat. Markes Verzeihung erreicht Isolde nicht mehr, sie bricht über Tristans Leiche tot zusammen.
Termine

Samstag 10.05.2014 17:00 Uhr

Weitere Termine

Opernhaus
Abonnement: Serie 24

Vorverkauf und Ticketpreise

Mitwirkende

Musikalische Leitung
Stefan Blunier
Regie
Christof Nel
Szenische Analyse
Martina Jochem
Szenische Leitung der Wiederaufnahme
Orest Tichonov
Bühnenbild
Jens Kilian
Kostüme
Margit Koppendorfer
Licht
Olaf Winter
Dramaturgie
Zsolt Horpácsy
Chor
Matthias Köhler

Tristan
Lance Ryan
Isolde
Jennifer Wilson
Brangäne
Claudia Mahnke
Kurwenal
Simon Neal
König Marke
Andreas Bauer
Melot
Dietrich Volle
Ein Hirt
Michael McCown
Ein junger Seemann
Simon Bode
Ein Steuermann
Iurii Samoilov *

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester


 
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