Premiere

ROMEO UND JULIA AUF DEM DORFE
Frederick Delius
1862 - 1934
Lyrisches Drama in sechs Bildern
Text vom Komponisten, Jelka Rosen-Delius und Charles Francis Keary nach der Novelle Romeo und Julia auf dem Dorfe (1855) aus Die Leute von Seldwyla von Gottfried Keller
Uraufführung der deutschen Fassung am 21. Februar 1907, Komische Oper, Berlin
Uraufführung am 22. Februar 1910, Covent Garden, London

Frankfurter Erstaufführung
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Zum Werk

Am 3. September 1847 las Gottfried Keller in der Zürcher Zeitung folgende Meldung: "Im Dorfe Altsellerhausen, bei Leipzig, liebten sich ein Jüngling von 19 Jahren und ein Mädchen von 17 Jahren, beide Kinder armer Leute, die in tödlicher Feindschaft lebten und in eine Vereinigung des Paares nicht billigen wollten. Am 15. August begaben sich die Verliebten in eine Wirtschaft und tanzten dort bis nachts ein Uhr. Am Morgen fand man die Leichen auf dem Felde liegen; sie hatten sich durch den Kopf geschossen." Aus diesem Material schöpfte der Schweizer Dichter seinen Stoff, der bei ihm auf einem mit Heu beladenen Lastschiff endet. "Hier ist dein Brautbett", ruft Sali seinem Vrenchen zu, wohl wissend, dass diese Ehe nicht auf Erden ihr Glück finden kann. Es ist, so Keller, eine der alten, tief im Menschenleben wurzelnden Fabeln: "Stets treten sie in neuem Gewande wieder in die Erscheinung und zwingen alsdann die Hand, sie festzuhalten."
    Eine Wiederentdeckung des Komponisten Frederick Delius verspricht viel. Sein Opernwerk in Deutschland, nach der Jahrhundertwende erstmals entdeckt, inzwischen nahezu vergessen, steht am Kreuzungspunkt von Spätromantik und Moderne. Die Anklänge seiner Dorfoper an Wagners Tristan und Isolde sind so offensichtlich wie der Impressionismus der großen, melodischen Bögen. A Village Romeo and Juliet trägt den Charakter einer großformatigen Orchesterrhapsodie, die immer wieder durchbrochen wird von jähen, bereits expressionistisch anmutenden Ausbrüchen und Schrecksekunden. Musik überhaupt, sagte Delius einmal, sei für ihn nichts anderes als ein "Aufschrei der Seele".


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Termine

Mittwoch 25.06.2014 19:30 Uhr

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Opernhaus
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Vorverkauf und Ticketpreise

Mitwirkende

Musikalische Leitung
Paul Daniel
Regie
Eva-Maria Höckmayr
Bühnenbild
Christian Schmidt
Kostüme
Saskia Rettig
Licht
Olaf Winter
Dramaturgie
Norbert Abels
Chor
Matthias Köhler

Manz
Dietrich Volle
Marti
Magnús Baldvinsson
Sali
Jussi Myllys
Vreli
Amanda Majeski
Der schwarze Geiger
Johannes Martin Kränzle

Chor der Oper Frankfurt

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