DON GIOVANNI
Wiederaufnahme

DON GIOVANNI
Wolfgang Amadeus Mozart
1756 - 1791
Dramma giocoso in zwei Akten
Text von Lorenzo Da Ponte
Uraufführung der 2. Fassung am 7. Mai, 1788, k. k. National-Hof-Theater, Wien

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Dauer: ca. 3 1/2 Stunden inkl. einer Pause

Einführung vor jeder Vorstellung jeweils eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer

Zum Werk

Der Frauenverführer und Individualist Don Giovanni tötet im Zweikampf den Komtur, der seiner bedrängten Tochter Donna Anna zur Hilfe eilt. Später lädt Don Giovanni auf dem Friedhof die Statue des Komturs zum Mahl ein, was ihm zum Verhängnis wird. Komödie und Tragödie vermischen sich, vom Mord bis zur Höllenfahrt reicht der Bogen des Dramma giocoso.
   Gemeinsam mit Lorenzo Da Ponte, dem bedeutendsten Librettisten der Zeit, entschied sich Mozart während seines Prag-Aufenthaltes für den Don Juan-Stoff. Im Jahr zuvor mit Le nozze di Figaro erfolgreich, komponierte Mozart unter großem Zeitdruck. Die Ouvertüre wurde erst am Abend der Uraufführung fertig.
   Die Szenen der Adligen (Donna Anna, Donna Elvira und Don Ottavio) wechseln mit denen des Dieners Leporello und des Bauernpaares Zerlina-Masetto ab. Entsprechend weist Mozarts Musik die unterschiedlichsten Dimensionen von der Opera buffa bis zur Opera seria auf. »Höre der Leidenschaft zügelloses Begehren,« – schrieb Søren Kierkegaard – »höre das Rauschen der Liebe, höre das Raunen der Versuchung, höre den Wirbel der Verführung, höre des Augenblicks Stille – höre, höre, höre Mozarts Don Juan!« Der Duft der Frauen übt auf den berühmtesten Verführer der Opernliteratur eine unwiderstehliche Anziehungskraft aus. Eine weitere Eroberung, das nächste Abenteuer, grenzenloser Genuss sinnlichen Begehrens treiben ihn an. Hieraus speist sich seine Lebenskraft, die alle Figuren in ihren Bann schlägt und von der sie sich nicht zu lösen vermögen. Don Giovanni zählt zu Mozarts charismatischsten Opernfiguren. Und doch geht dem notorischen Frauenheld in diesem dramma giocoso alles schief. Zudem taucht Donna Elvira, seine Ehefrau, aus dem Nichts auf und vereitelt seine Pläne. Die eigentliche Schuld jedoch ist die Störung der Totenruhe und die blasphemische Einladung des ermordeten Komturs zum Abendessen. Mit dieser Provokation geht Don Giovanni zu weit und muss folglich exemplarisch bestraft werden. Christof Loy interpretiert den zeitlosen Stoff auf bedachtsame Weise. Nicht die Verweigerung der Reue für seine Verfehlungen stürzt Don Giovanni ins Verderben. Vielmehr nähert sich Loy dem zu bestrafenden Wüstling über den Weg der Erkenntnis, dass dieser selbst der Vergänglichkeit und dem Lauf der Zeit ausgesetzt ist. Es ist der letzte Kampf, den Don Giovanni verlieren muss.
Termine

Montag 06.07.2015 19:00 Uhr

Weitere Termine

Opernhaus
Abonnement: Serie 15

Vorverkauf und Ticketpreise

Mitwirkende

Musikalische Leitung
Lothar Zagrosek
Karsten Januschke
Regie
Christof Loy
Szenische Leitung der Wiederaufnahme
Tobias Heyder
Bühnenbild
Johannes Leiacker
Kostüme
Ursula Renzenbrink
Licht
Olaf Winter
Dramaturgie
Norbert Abels
Chor
Markus Ehmann

Don Giovanni
Daniel Schmutzhard
Leporello
Simon Bailey
Donna Anna
Brigitte Geller
Donna Elvira
Karen Vuong
Don Ottavio
Simon Bode
Martin Mitterrutzner
Zerlina
Nora Friedrichs *
Kateryna Kasper
Masetto
Björn Bürger
Komtur
Robert Lloyd

Chor der Oper Frankfurt

Frankfurter Opern- und Museumsorchester


*Mitglied des Opernstudios

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