Premiere

DIE LIEBE DER DANAE
Richard Strauss
1864 - 1949
Heitere Mythologie in drei Akten
Text von Joseph Gregor nach dem Entwurf Danae oder Die Vernunftheirat (1919) von Hugo von Hofmannsthal
Uraufführung als öffentliche Generalprobe am 16. August 1944, Festspielhaus, Salzburg

Konzertante Aufführung
In deutscher Sprache mit Übertiteln
Vor den Konzerten an der Oper Frankfurt Gastspiel beim Richard Strauss-Festival in Garmisch-Partenkirchen am 11. Juni 2014

Zum Werk

Am verarmten Hof des Königs Pollux träumt Prinzessin Danae von Reichtum. Jupiter macht sich ihren Wunsch zu Nutze und umwirbt sie in der menschlichen Gestalt des vermögend gewordenen Eseltreibers Midas, der Danae selbst gerne zur Frau machen würde. Midas bietet ihm die Stirn und kann die Prinzessin für sich gewinnen. Doch der Gott belegt ihn mit einem Fluch: Alles soll unter seiner Berührung zu Gold werden. Und schließlich findet sich Midas verarmt in seiner Eseltreiberhütte wieder... Danae muss sich entscheiden: Gold oder Liebe?
    Die Parallelen zu Wagner sind bereits inhaltlich unverkennbar. Da blitzt doch vielfach der Ring des Nibelungen auf, den Strauss auch musikalisch wiederholt durchschimmern lässt. Walter Keller bezeichnet das Werk gar als "Wagner-Oper aus Garmisch".
    Auf der Opernbühne ist der Liebe der Danae kein leichter Anfang beschieden, was eng mit den politischen Umständen ihrer Entstehungszeit verknüpft ist. Komponiert hat Richard Strauss die "Heitere Mythologie in 3 Akten" in den ersten Jahren des Zweiten Weltkrieges. Die Uraufführung fand am 16. August 1944 im Rahmen einer öffentlichen Generalprobe im Vorfeld der Salzburger Festspiele statt. Zu den regulären Vorstellungen kam es dann allerdings nicht mehr, nachdem aufgrund des Hitler-Attentats vom 20. Juli sämtliche Festspiele abgesagt worden waren. Erst 1952, drei Jahre nach dem Tod des Komponisten, erfuhr seine vorletzte Oper ihre "ordentliche" Premiere, die über Rundfunk in ganz Westeuropa ausgestrahlt wurde. Konzertant, also ebenfalls auf das Hörereignis fokussierende, kommt diese Rarität nun in Frankfurt erstmals zur Aufführung.


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Termine

Sonntag 15.06.2014

Weitere Termine:
19.06.2014

Mitwirkende

Musikalische Leitung
Sebastian Weigle
Chor
Matthias Köhler

Jupiter
Alejandro Marco-Buhrmester
Merkur
Peter Marsh
Pollux, König von Eos
Beau Gibson
Danae
Anne Schwanewilms
Xanthe, Danaes Dienerin
Karen Vuong
Midas
Lance Ryan
Vier Könige, Neffen des Pollux
Michael McCown
Hans-Jürgen Lazar
Björn Bürger
Franz Mayer
Semele
Britta Stallmeister
Europa
Barbara Zechmeister
Alkmene
Tanja Ariane Baumgartner
Leda
Katharina Magiera

Chor der Oper Frankfurt

Frankfurter Opern- und Museumsorchester

 
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