DIE WALKÜRE
Wiederaufnahme

DIE WALKÜRE
Richard Wagner
1813 - 1883

Text vom Komponisten
Uraufführung am 26. Juni 1870, Königliches Hof- und Nationaltheater, München

In deutscher Sprache mit Übertiteln
Dauer: ca. 5 Stunden inkl. zweier Pausen
1. Pause von 30 Minuten nach dem 1. Akt (ca. 1 Stunde)
2. Pause von 30 Minuten nach dem 2. Akt (ca. 1 1/2 Stunden)
3. Akt ca. 1 Stunde 10 Minuten

Im ServusTV-Magazin "kulTOUR mit Holender" stellt der frühere Wiener-Staatsoperndirektor Ioan Holender regelmäßig Highlights aus Klassik, Theater, Musical oder bildender Kunst vor. Am 23. Februar 2013 um 18.30 Uhr wird die Sendung Wagners Der Ring des Nibelungen an der Oper Frankfurt in den Fokus rücken.



Zum Werk

Die Scheibe dreht sich weiterhin. Aber die Zerstörung der Natur, die mit der Zivilisation untrennbar einhergeht, hat größere Ausm ...
Die Scheibe dreht sich weiterhin. Aber die Zerstörung der Natur, die mit der Zivilisation untrennbar einhergeht, hat größere Ausmaße angenommen. Die Weltesche, aus der Wotan sich den Speer gebrochen hatte, zeigt sich als Baumstumpf, als ein Menetekel von vielen. Die Jahresringe gemahnen an die verstrichene Zeit und an die Endlichkeit allen Lebens. Endzeit oder Zwischenphase? Kriegspause, Waffenstillstand, Ruhe vor dem Sturm? Die Walküren generieren als Todesmaschinen Gefallene. Verrohung greift um sich. Selbst der Gott wird Teil der Grausamkeit, tötet am Ende seinen eigenen Sohn, vernichtet die Existenz seiner Tochter. Aber es gibt ein Trotzdem, ein Andererseits: Vom kalten, mystischen Blau der Rheingold- Szenerie ausgehend kommen natürlichere Töne ins Spiel. Von der reinen Farbe führt der Weg hin zu Realem, zu menschlicheren Dimensionen. Der Gott schafft Not, aber er wendet sich den Hilfesuchenden zu. Mögen die Verhältnisse auch desolat sein und die Lage trist, hoffnungslos ist sie nicht. Ein Ausweg deutet sich an.
NOTIZEN DES BÜHNENBILDNERS JENS KILIAN ZU DIE WALKÜRE

Handlung

Wotan hat seinen »großen Gedanken« vom Ende des Rheingolds in die Tat umgesetzt. Ein freier Held soll tun, was er selbst nicht dar ...
Wotan hat seinen »großen Gedanken« vom Ende des Rheingolds in die Tat umgesetzt. Ein freier Held soll tun, was er selbst nicht darf: Den Ring des Nibelungen Alberich – der nun in Fafners Besitz ist – zurückgewinnen. Dazu hat er mit einer Menschenfrau das Zwillingspaar Siegmund und Sieglinde gezeugt: die Wälsungen. Außerdem hat Erda ihm Brünnhilde geboren, die als Walküre mit acht Halbschwestern gefallene Helden sammelt, um eine Armee zu bilden. – Ein Mann ohne Namen, waffenlos und verletzt, wird aufgenommen in einem Haus und von der Hausfrau versorgt. Der Hausherr aber erweist sich als sein Gegner, das Gastrecht gewährt ihm Schutz nur bis zum Morgen. Der Fremde und die Frau erkennen sich als Liebes- und Zwillingspaar: Als Kinder waren sie voneinander getrennt worden, als Siegmund und Sieglinde umfangen sie sich nun. Auch das Schwert, das dem Fremden von seinem Vater für Notzeiten verheißen war, findet sich hier, und er als Einziger kann es aus dem Stamm der Esche ziehen. – Doch höhere Kräfte entscheiden über sein Schicksal. Fricka überzeugt Wotan, dass seine Unterstützung dieses Helden die Grundfeste seines Rechts erschüttert. Der Gott muss sich von Siegmund – seinem eigenen Sohn – abwenden. Brünnhilde versucht ihn dennoch zu schützen, doch an Wotans Speer zerspringt Siegmunds Schwert. Für ihren Ungehorsam wird Brünnhilde von Wotan bestraft: In Schlaf versenkt und in einen Feuerkreis verschlossen, soll sie dem Furchtlosen als Frau angehören, der sie findet und weckt. Wotan weiß von Brünnhilde, dass Sieglinde von Siegmund ein Kind erwartet. So bleibt die Hoffnung in der Welt.


Mit freundlicher Unterstützung der Landesbank Hessen-Thüringen Sponsorenlogo Landesbank Hessen-Thüringen
Termine

Sonntag 27.01.2013

Weitere Termine:
08.02.2013

Mitwirkende

Musikalische Leitung
Sebastian Weigle
Regie
Vera Nemirova
Szenische Leitung der Wiederaufnahme
Hans Walter Richter
Bühnenbild
Jens Kilian
Kostüme
Ingeborg Bernerth
Licht
Olaf Winter
Dramaturgie
Malte Krasting
Video
Bibi Abel

Siegmund
Frank van Aken
Hunding
Ante Jerkunica
Wotan
Terje Stensvold
Sieglinde
Dara Hobbs
Brünnhilde
Rebecca Teem
Fricka
Tanja Ariane Baumgartner
Gerhilde
Anja Fidelia Ulrich
Ortlinde
Britta Stallmeister
Waltraute
Nina Tarandek
Schwertleite
Katharina Magiera
Helmwige
Elizabeth Reiter
Siegrunde
Lisa Wedekind
Grimgerde
Jie Zhang
Rossweiße
Stine Marie Fischer

Frankfurter Opern- und Museumsorchester


* Mitglied des Opernstudios

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