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Saison 2013/2014
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Premiere
DAS SPIEL VON SEELE UND KÖRPER
(Rappresentazione di anima e di corpo)
Emilio de’ Cavalieri
1550 - 1602
Text von Agostino Manni
Uraufführung im Februar 1600, Chiesa della Vallicella, Rom
Uraufführung der Fassung mit musikalischen Ergänzungen von Klaus Lang
(Auftragswerk der Oper Frankfurt)
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Zum Werk
Die Seele und der Körper meditieren über die Fragen der richtigen Lebensführung,
über irdische Lust und himmlische Seligkeit. Weitere allegorische Figuren ergänzen
ihren Dialog: der Intellekt, das Vergnügen, die Zeit und ein Chor, der glückliche oder
verdammte Seelen darstellt. Ein seltsamer Diskurs, der seit 400 Jahren nichts an
seiner Aktualität, Weisheit und Brisanz eingebüßt hat. Rappresentazione di anima e di corpo lässt sich nicht leicht einer bestimmten Gattung zuordnen. Spätmittelalterliches Mysterienspiel und zukünftiges Musiktheater begegnen sich in Cavalieris bahnbrechendem Werk. Nachdem die ersten Florentiner Intermedien entscheidende musiktheatralische Beiträge geleistet hatten, komponierte Cavalieri in Rom sein Hauptwerk: im allegorischen Gewand, für den kirchlichen Rahmen bestimmt, doch bereits mit deutlichen dramatischen Akzenten.
In Rappresentazione wurde zum ersten Mal »rezitierender Gesang« verwendet, es war die erste gedruckte musikalisch-theatralische Handlung und hier gab es erstmals Regieanweisungen für eine »halbszenische« Aufführung. Die originalen Quellen bilden zwar das Fundament für eine heutige Aufführung, doch es gibt keine Besetzungsangaben für das »Orchester«. Auch die Intermedien und das Ende des Werkes sind für jeden zeitgenössischen Interpreten frei wählbar.
Stets auf der Suche nach neuen Formen von Musiktheater, hat der österreichische Komponist Klaus Lang das zentrale Werk des Frühbarockmeisters mit seinen Klangwelten behutsam ergänzt und angereichert.
In Rappresentazione wurde zum ersten Mal »rezitierender Gesang« verwendet, es war die erste gedruckte musikalisch-theatralische Handlung und hier gab es erstmals Regieanweisungen für eine »halbszenische« Aufführung. Die originalen Quellen bilden zwar das Fundament für eine heutige Aufführung, doch es gibt keine Besetzungsangaben für das »Orchester«. Auch die Intermedien und das Ende des Werkes sind für jeden zeitgenössischen Interpreten frei wählbar.
Stets auf der Suche nach neuen Formen von Musiktheater, hat der österreichische Komponist Klaus Lang das zentrale Werk des Frühbarockmeisters mit seinen Klangwelten behutsam ergänzt und angereichert.
Handlung
Die Seele und der Körper meditieren über die richtige Lebensführung, über weltliche Lust und himmlische Seligkeit. Weitere allegorische Figuren ergänzen ihren Dialog: der Intellekt, das Vergnügen, die Zeit und ein Chor, der glückliche oder verdammte Seelen darstellt. Im Zentrum von Cavalieris Rappresentazione steht die allegorisch, oratorisch beantwortete Frage, ob Welt oder Gott, Diesseits oder Jenseits, Lust oder Entsagung für unser Leben bestimmend sein sollten. Natürlich fällt die Antwort zugunsten des Himmels aus und zulasten der Welt, die nichts ist als Lug und Trug. Spätmittelalterliches Mysterienspiel und zukünftiges Musiktheater begegnen sich. Ein seltsamer Diskurs, der seit 400 Jahren nichts an seiner Aktualität, Weisheit und
Brisanz eingebüßt hat.
Termine
Sonntag 07.07.2013 19:30 Uhr
Weitere Termine
Bockenheimer Depot
Vorverkauf und Ticketpreise
Mitwirkende
Musikalische Leitung
Michael Form
Regie
Hendrik Müller
Bühnenbild und Kostüme
Claudia Doderer
Licht
Jan Hartmann
Video
Dirk Schulz
Dramaturgie
Zsolt Horpácsy
Tempo (die Zeit) /
Consiglio (der gute Rat)
Sebastian Geyer
Intelletto (der Geist)
Francisco Brito *
Corpo (der Körper)
Julian Prégardien
Anima (die Seele)
Kateryna Kasper *
Piacere (das Vergnügen)
Vasily Khoroshev
I due compagni di Piacere (zwei Begleiter Piaceres)
Francisco Brito *
Sebastian Geyer
Angelo Custode (der Schutzengel) / Eco (das Echo)
Barbara Zechmeister
Anima Beata (die glückliche Seele) / Vita mondana (das irdische Leben)
Maren Favela *
Mondo (die Welt) / Anima Dannata (die verdammte Seele)
Vuyani Mlinde
Ensemble Barock vokal der Hochschule für Musik Mainz
Einstudierung
Christian Rohrbach
Orchestre Atlante und Mitglieder des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters
* Mitglied des Opernstudios








