DON CARLO
Wiederaufnahme

DON CARLO
Giuseppe Verdi
1813 - 1901

Oper in fünf Akten
Text von François Joseph Pierre Méry und Camille du Locle
(Übersetzung: Achille de Lauzières-Thémines und Angelo Zanardini)
Uraufführung am 11. März 1867, Opéra Paris;
Erstaufführung der revidierten fünfaktigen italienischen Fassung am 26. Dezember 1886, Teatro Municipale, Modena

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Dauer: ca. 3 3/4 Stunden inkl. einer Pause

zum Werk

Für Regisseur David McVicar war klar, dass er Don Carlo nur in der fünfaktigen Fassung – die auch die Vorgeschichte der Lie ...
Für Regisseur David McVicar war klar, dass er Don Carlo nur in der fünfaktigen Fassung – die auch die Vorgeschichte der Liebe zwischen dem spanischen Thronfolger und der französischen Prinzessin erzählt – inszenieren könnte; nicht nur, weil diese »komplettere« Variante Verdis letztes Wort zum Thema Don Carlo war, sondern auch, weil sich so auf der Opernbühne schlagkräftiger darstellt, in welchen Zwängen zwischen privatem Glück und öffentlicher Notwendigkeit sich alle handelnden Personen befinden: Mit dieser Exposition wird das Verhalten von Elisabeth und Carlos wirklich verständlich. McVicars Interpretation hat Furore gemacht, auch wegen der historisch getreuen Garderobe – aber, wie Julia Spinola betont, nicht nur deshalb: Bei aller Ausstattungsüppigkeit erscheine dieser Don Carlo »als ein finsteres Kammerspiel«, wobei der »üppig ausgepinselten Pracht der Kostüme« die Strenge eines Bühnenbilds gegenüberstehe, »deren archaisierender Reduktionismus den ersten dreidimensionalen Architekturen der revolutionären Max-Reinhardt-Inszenierungen um 1910 nachempfunden erscheint«.

Handlung

Carlo, der spanische Thronfolger, ist unglücklich, weil sein Vater die ursprünglich ihm versprochene französische Prinzessin Elisa ...
Carlo, der spanische Thronfolger, ist unglücklich, weil sein Vater die ursprünglich ihm versprochene französische Prinzessin Elisabeth geheiratet hat und ihm politischen Einfluss verweigert. Elisabeth hat in die Hochzeit mit dem spanischen König eingewilligt, um Frieden zu stiften. Rodrigo, Marquis von Posa, will die Verzweiflung seines Freundes Carlo auf das unterdrückte Flandern lenken; sein Freimut macht ihn zum Vertrauten des Königs. Philipp II. versucht, seine Länder im Glauben zusammenzuhalten – und er erkennt, dass die Macht ihn einsam gemacht hat. Prinzessin Eboli liebt Carlo; als sie entdeckt, dass er noch immer seine einstige Verlobte liebt, verleumdet sie beide gegenüber dem König. Der Großinquisitor ist die mächtigste kirchliche Instanz im spanischen Reich. Er zwingt Philipp, den liberalen Posa zu opfern, und fordert auch den Thronfolger. Doch die Hoffnung auf eine höhere Gerechtigkeit bleibt bestehen.


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Termine

Mittwoch 26.06.2013 18:30 Uhr

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Opernhaus

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Mitwirkende

Musikalische Leitung
Karsten Januschke
Regie
David McVicar
Szenische Leitung der Wiederaufnahme
Caterina Panti Liberovici
Bühnenbild
Robert Jones
Kostüme
Brigitte Reiffenstuel
Choreografische Mitarbeit
Andrew George
Licht
Joachim Klein
Dramaturgie
Malte Krasting
Chor und Extrachor
Felix Lemke

Philipp II.
Bálint Szabó
Elisabeth von Valois
Serena Farnocchia
Don Carlo
Kamen Chanev
Prinzessin Eboli
Tanja Ariane Baumgartner
Rodrigo, Marquis von Posa
Christopher Maltman
Graf von Lerma
Simon Bode
Tebaldo
Jenny Carlstedt
Der Großinquisitor
Magnús Baldvinsson
Ein Mönch
Kihwan Sim
Stimme von oben
Elizabeth Reiter
Sechs flandrische Deputierte
Xiao-Feng Cai / Sungkon Kim (3., 5. Mai)
Yang Li
Jan Polewski
Florian Rosskopp / Dietrich Volle (29. Juni)
Iurii Samoilov / Dietrich Volle (5. Mai)
Gaku Sumida

Chor und Extrachor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester



* Mitglied des Opernstudios

 
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