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Wiederaufnahme
GÖTTERDÄMMERUNG
Richard Wagner
1813 - 1883
Text vom Komponisten
Uraufführung am 17. August 1876, Festspielhaus Bayreuth
In deutscher Sprache mit Übertiteln
Dauer: ca. 5 Stunden 45 Minuten inklusive zweier Pausen. Die erste Pause nach 2 Stunden dauert ca. 40 Minuten, eine zweite Pause von etwa 25 Minuten folgt nach dem 2. Aufzug.
Im ServusTV-Magazin "kulTOUR mit Holender" stellt der frühere Wiener-Staatsoperndirektor Ioan Holender regelmäßig Highlights aus Klassik, Theater, Musical oder bildender Kunst vor. Am 23. Februar 2013 um 18.30 Uhr wird die Sendung Wagners Der Ring des Nibelungen an der Oper Frankfurt in den Fokus rücken.
Zum Werk
»Zurück vom Ring!« Mit diesen Worten, den letzten nach rund 16 Stunden, stürzt sich Hagen, der »Nibelungen-Sohn«, in die Fluten des anschwellenden Flusses und wird von den Rheintöchtern in die Tiefe gezogen. Vieles geht zu Ende am Schluss dieses Werkes. Doch nicht alles geht unter. Siegfried stirbt. Brünnhilde wählt mit ihm den Tod aus freien Stücken. Gunther wird erschlagen. Hagen versinkt. Die Nornen verlieren ihr Wissen. Erda bleibt verstummt. Die Götter scheinen zu verbrennen. Erstmals aber tritt so etwas wie eine moderne »Gesellschaft« in Erscheinung. Und Alberich – Verkörperung von Machtgier und Liebelosigkeit – bleibt am Leben: Sein Prinzip wird als Gegenspieler für jede humanistische Absicht weiterbestehen.
Mit der Götterdämmerung-Premiere rundet sich die neue Frankfurter Inszenierung vom Ring des Nibelungen. Das Ende bleibt vielschichtig und offen. Walter Jens hat vor gut zwei Jahrzehnten die Frage als Aufgabe formuliert: »Endspiel oder wiederholte Eröffnung? Definitives Finale oder ›Transzendenz der Verzweiflung‹, die zu neuen Ufern führt, weil mit der Opferung auch die Welt zugrunde gegangen ist, die solche Opfer erzwang? Es macht das Faszinosum des Wagner’schen Ring, vor allem seines Schlusses, aus, dass die Fragen über die Antworten triumphieren: dass Wagner ein fünffach variiertes Angebot macht, um derart zu zeigen, wie offen für ihn selbst die Interpretation der Tetralogie gewesen ist – und wie sehr das Gespräch zwischen Feuerbach und Schopenhauer, ja zwischen Christus und Buddha in immer unerbittlicherem Fragen nach dem möglichen Sinn eines Endzeitalters weiterzugehen habe: zum Zeichen, dass es Aufgabe der phantasievoll provozierten Nachwelt sei, das Spiel weiterzuführen.«
Mit der Götterdämmerung-Premiere rundet sich die neue Frankfurter Inszenierung vom Ring des Nibelungen. Das Ende bleibt vielschichtig und offen. Walter Jens hat vor gut zwei Jahrzehnten die Frage als Aufgabe formuliert: »Endspiel oder wiederholte Eröffnung? Definitives Finale oder ›Transzendenz der Verzweiflung‹, die zu neuen Ufern führt, weil mit der Opferung auch die Welt zugrunde gegangen ist, die solche Opfer erzwang? Es macht das Faszinosum des Wagner’schen Ring, vor allem seines Schlusses, aus, dass die Fragen über die Antworten triumphieren: dass Wagner ein fünffach variiertes Angebot macht, um derart zu zeigen, wie offen für ihn selbst die Interpretation der Tetralogie gewesen ist – und wie sehr das Gespräch zwischen Feuerbach und Schopenhauer, ja zwischen Christus und Buddha in immer unerbittlicherem Fragen nach dem möglichen Sinn eines Endzeitalters weiterzugehen habe: zum Zeichen, dass es Aufgabe der phantasievoll provozierten Nachwelt sei, das Spiel weiterzuführen.«
Handlung
Die drei Nornen versuchen, ihr Wissen um das Geschehen zu ordnen, doch ihre Wahrnehmung verwirrt sich. Das Seil, in das sie die Geschichte gewebt haben, reißt. Siegfried bricht auf »zu neuen Taten« und lässt als Pfand seiner Liebe den Ring bei Brünnhilde. Die Gibichungen erwarten ihn schon: Gutrune erlangt mit Hilfe eines Vergessenstrankes Siegfrieds Liebe, und Siegfried soll als Brautwerber Brünnhilde für Gunther gewinnen – so hat es beider Halbbruder Hagen, Alberichs Sohn, geraten. Waltraute fleht Brünnhilde, ihre Schwester, an, den Ring dem Rhein zurückzugeben: das sei Wotans letzter Wille. Brünnhilde weigert sich, dieses Zeichen ihrer Liebe aus der Hand zu geben. Siegfried nimmt mit dem Tarnhelm Gunthers Gestalt an; er entwendet Brünnhilde den Ring und zwingt sie, ihm zu folgen. Alberich drängt seinen Sohn Hagen, den Ring in seine Gewalt zu bringen, und mahnt ihn zur Treue. Siegfried kehrt zurück und berichtet vom Erfolg seiner Brautwerbung. Hagen ruft die Mannen zu den Waffen: sie sollen die Ehre von Gunthers Braut schützen. Als Brünnhilde den Ring an Siegfrieds Finger sieht, durchschaut sie den Betrug und klagt ihn an. Beide schwören heilige Eide. Brünnhilde, Gunther und Hagen beschließen Siegfrieds Tod. Bei der Jagd begegnet Siegfried den Rheintöchtern, doch er gibt ihnen den Ring nicht. Bei der gemeinsamen Rast erzählt Siegfried von seinen Erlebnissen. Als er, dessen Erinnerung Hagen mit einem Zaubertrank wiedergeweckt hat, auf Brünnhilde zu sprechen kommt und sein Meineid offenbar wird, ersticht Hagen ihn. Die Leiche Siegfrieds wird zurückgeführt. Im Streit um den Ring tötet Hagen Gunther. Brünnhilde ordnet an, einen Scheiterhaufen zu errichten, auf dem sie mit Siegfried verbrennen will. Auf das Feuer folgt eine gewaltige Überschwemmung, bei der sich die Rheintöchter endlich des Ringes bemächtigen.
Mit freundlicher Unterstützung der Landesbank Hessen-Thüringen
Termine
Sonntag 03.02.2013
Weitere Termine:
13.02.2013
Mitwirkende
Musikalische Leitung
Sebastian Weigle
Regie
Vera Nemirova
Szenische Leitung der Wiederaufnahme
Orest Tichonov
Bühnenbild
Jens Kilian
Kostüme
Ingeborg Bernerth
Licht
Olaf Winter
Dramaturgie
Malte Krasting
Video
Vera Nemirova
Katja Gehrke
Chor und Herren des Extrachores
Matthias Köhler
Siegfried
Lance Ryan
Gunther
Peter Felix Bauer
Alberich
Jochen Schmeckenbecher
Hagen
Gregory Frank
Brünnhilde
Rebecca Teem
Gutrune
Anja Fidelia Ulrich
Waltraute
Claudia Mahnke
1. Norn
Meredith Arwady
2. Norn
Claudia Mahnke
3. Norn
Angel Blue
Woglinde
Britta Stallmeister
Wellgunde
Jenny Carlstedt
Flosshilde
Katharina Magiera
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