Igor Strawinsky, der kleine Mann mit dem riesigen Œuvre, der bis ins hohe Alter schöpferische und wandlungsfähige, ebenso streitbare wie humorvolle steht im Zentrum des diesjährigen Saisonabschlusses Oper Finale. Rund um die Premiere des Dreiakters
The Rake’s Progress laden wir Sie ein, im Rahmen von Ausstellungen, kleinen und größeren Konzerten, Diskussionen und Vorträgen eine der populärsten Gestalten des 20. Jahrhunderts neu zu entdecken. Wie klangen eigentlich seine ersten Kompositionen und was inspirierte ihn? War er ein Revolutionär oder vielleicht doch eher rückwärtsgewandt? Ein Genie oder ein überschätzter Publikumsliebling? Ein rationaler Konstrukteur oder ein Komponist, der mit Leib und Seele am Werke war? Wer war dieser Mann, der für Elefanten komponierte und gleichzeitig höchst allergisch auf Fehlinterpretationen seiner Werke reagierte? Und welche Bedeutung hat Strawinsky heute überhaupt? Wir wollen uns mit diesen und vielen weiteren Fragen offen und kreativ beschäftigen. Zeitgenössische Künstler kommen hierbei ebenso zu Wort wie Strawinsky selbst, dessen Ansichten und Absichten durch zahlreiche Dokumente greifbar werden. Seine engen Freundschaften mit anderen prominenten Künstlern, darunter Pablo Picasso und Jean Cocteau, die Strawinsky immer wieder neu porträtierten, Komponisten wie Erik Satie und Claude Debussy, die ihn verehrten, aber auch Coco Chanel, die ihm zur Mäzenin und Geliebten wurde, werden in Bildern und Schriften wieder lebendig.
Das
Programm umfasst neben vielem anderen Vorträge zum Leben und Werk Strawinskys, einen szenischen Abend im Bockenheimer Depot sowie eine Podiumsdiskussion mit den zeitgenössischen Komponisten Rolf Riehm und Arnulf Herrmann.

Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins für die Städtischen Bühnen e.V. - Sektion Oper