GIULIO CESARE IN EGITTO
Premiere

GIULIO CESARE IN EGITTO
Georg Friedrich Händel
1685 - 1759

Dramma per musica in drei Akten
Text von Nicola Francesco Haym
Uraufführung am 20. Februar 1724, King's Theatre Haymarket, London

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Dauer: ca. 4 1/4 Stunden inkl. zweier Pausen
1. Akt ca. 1 Stunde 20 Minuten
1. Pause ca. 25 - 30 Minuten, 2. Akt ca. 1 Stunde
2. Pause ca. 35 - 40 Minuten, 3. Akt ca. 50 Minuten

Zum Werk

Kein Wunder, dass die Londoner Opernfreunde so begierig waren, Händels neue Oper zu besuchen – schließlich ist ihr Titelheld, Julius Cäsar, eine historische Gestalt, die auch in der englischen Geschichte eine wichtige Rolle spielt, und sowohl er wie auch Kleopatra waren dank Shakespeare bereits populäre Bühnenfiguren. Giulio Cesare in Egitto erzählt farbenreich vom Zusammenprall zweier Kulturen, der römischen und der ägyptischen, von den Konkurrenzkämpfen innerhalb beider Reiche und von der reizvollen Konstellation, dass bei einer Verbindung zweier Menschen erotische und politische Erwägungen Hand in Hand gehen. Den Plot um Cäsar, Kleopatra und Ptolemäus hat Nicola Haym ergänzt durch den Handlungsstrang der trauernden Pompejus-Witwe Cornelia und ihres Sohnes Sextus, der sich unversehens in der Lage findet, den Tod seines Vaters rächen zu müssen. In dieser Welt hat jeder Held und jeder Schurke seine Schwächen, und gerade diejenigen, die sich am heroischsten geben, landen im Wasser: Schon Cäsars Ausspruch »Ich kam, sah und siegte« kommt zur Unzeit und decouvriert ihn gleich in der ersten Szene. Doch bei doppeltem Spiel erweist es sich, dass die Gefühle, mit denen man spielt, ihren eigenen Gesetzen folgen. Tränen, die geweint werden, um Trauer zu zeigen, sind deswegen nicht weniger schmerzvoll; Liebe, die geweckt werden soll, um nützlich zu sein, erwacht oft auch bei der Person, die mit ihr manipulieren will. Händel reagierte auf diesen Text mit seiner bis dahin prächtigsten Opernpartitur, die sogar ein separates Bühnenorchester in Stellung bringt, wenn die als Inkarnation der Tugend kostümierte Kleopatra Cäsar zu betören versucht. Der junge Regisseur Johannes Erath bringt Giulio Cesare in Egitto nun wieder auf die Bühne der Oper Frankfurt.
Termine

Sonntag 02.12.2012

Weitere Termine:
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26.01.2013  | 04.05.2013  |
11.05.2013

Mitwirkende

Musikalische Leitung
Erik Nielsen
Regie
Johannes Erath
Bühnenbild
Herbert Murauer
Kostüme
Katharina Tasch
Licht
Joachim Klein
Video
Bibi Abel
Dramaturgie
Malte Krasting

Giulio Cesare
Michael Nagy / Sebastian Geyer
Curio, römischer Tribun
Sebastian Geyer / Björn Bürger
Cornelia, Pompejus' Gemahlin
Tanja Ariane Baumgartner / Katharina Magiera
Sesto, Cornelias und Pompejus' Sohn
Paula Murrihy / Theresa Kronthaler
Cleopatra
Brenda Rae
Tolomeo, König von Ägypten,
Cleopatras Bruder
Matthias Rexroth
Achilla, Heerführer und Ratgeber Tolomeos
Simon Bailey
Nireno, Cleopatras und Tolomeos Vertrauter
Dmitry Egorov

Frankfurter Opern- und Museumsorchester

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