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Saison 2013/2014
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Premiere
MARIA STUARDA
Gaetano Donizetti
1797 - 1848
Tragedia lirica in drei Akten
Text von Giuseppe Bardari nach der Tragödie Maria Stuart (1800) von Friedrich Schiller
In der italienischen Übersetzung (1830) von Andrea Maffei
Uraufführung am 30. Dezember 1835, Teatro alla Scala, Mailand
Konzertante Aufführung in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Dauer: ca. 2 3/4 Stunden inkl. einer Pause
Koproduktion mit der Alten Oper Frankfurt
Zum Werk
Donizetti, Rossini, Verdi – sie alle offenbarten sich als Verehrer Friedrich Schillers. Gaetano Donizetti, der Meister der schönen Melodie, ließ in Maria Stuarda gleich zwei Primadonnen antreten. Zunächst ging das nicht ohne Panne. Während der Proben wurden die beiden Diven tatsächlich handgreiflich und schlugen aufeinander ein; ein Geschehnis, auf das sich die italienische Presse sogleich begierig stürzte.
Zum Stoff: Zwei Frauen stehen sich gegenüber. Elisabeth, die englische Königin, auf dem Gipfel ihrer Macht, und Maria, die Katholikin, einst die Hoffnung Schottlands, nun aber seit langer Zeit in Gewahrsam. Das Leben beider Frauen, ihre von Zerrissenheit, Leidenschaft, Enttäuschung, Scham und Verbitterung geprägten Wesenszüge, weisen große Ähnlichkeiten auf. Beide werden, ob in Herrschaft oder in Gefangenschaft, beständig der bohrenden Frage ausgesetzt: »Wem darf ich wirklich trauen in dieser Welt des Betruges?« Denn für Maria wie für Elisabeth galt: Frauen müssen in der Machtwelt der Männer männliche Macht überbieten, weil sie nicht nur dem politischen Kampf, sondern auch dem der Geschlechter gewachsen sein müssen und weil es in diesem Kampf keinen männlichen Exponenten gibt, dem hundertprozentig zu trauen ist.
Die Partitur Donizettis verbindet lyrische und dramatische Elemente aufs Innigste. Beide in der musikalischen Seelenzeichnung differenziert gestalteten Sopranpartien müssen vom elegischen Ton bis zum ekstatischen Ausbruch die gesamte Palette der Belcantoartistik beherrschen.
Zum Stoff: Zwei Frauen stehen sich gegenüber. Elisabeth, die englische Königin, auf dem Gipfel ihrer Macht, und Maria, die Katholikin, einst die Hoffnung Schottlands, nun aber seit langer Zeit in Gewahrsam. Das Leben beider Frauen, ihre von Zerrissenheit, Leidenschaft, Enttäuschung, Scham und Verbitterung geprägten Wesenszüge, weisen große Ähnlichkeiten auf. Beide werden, ob in Herrschaft oder in Gefangenschaft, beständig der bohrenden Frage ausgesetzt: »Wem darf ich wirklich trauen in dieser Welt des Betruges?« Denn für Maria wie für Elisabeth galt: Frauen müssen in der Machtwelt der Männer männliche Macht überbieten, weil sie nicht nur dem politischen Kampf, sondern auch dem der Geschlechter gewachsen sein müssen und weil es in diesem Kampf keinen männlichen Exponenten gibt, dem hundertprozentig zu trauen ist.
Die Partitur Donizettis verbindet lyrische und dramatische Elemente aufs Innigste. Beide in der musikalischen Seelenzeichnung differenziert gestalteten Sopranpartien müssen vom elegischen Ton bis zum ekstatischen Ausbruch die gesamte Palette der Belcantoartistik beherrschen.
Handlung
Maria Stuart, Königin von Schottland, ist nach der Ermordung ihres vierten Gatten nach England geflohen. Sie hoffte auf den Schutz von Königin Elisabeth I., die sie jedoch aus Angst um ihre Krone gefangen nehmen ließ. Nach 19 Jahren Haft hat Elisabeth noch immer nicht zu einer endgültigen Entscheidung über Marias Schicksal gefunden. Während Elisabeths Schatzmeister William Cecil die sofortige Hinrichtung fordert, versucht der Graf von Leicester, eine Begnadigung Marias zu erwirken. Sein leidenschaftlicher Einsatz für die schöne Rivalin verletzt Elisabeth zutiefst,
da sie selbst den Grafen heimlich liebt. Als sie dennoch in ein von Leicester arrangiertes Treffen mit Maria einwilligt, ist sie von Eifersucht erfüllt und fühlt sich vom ungebrochenen Stolz der Gefangenen provoziert. Vergeblich bittet Maria um Gnade. Von Elisabeth beschimpft, verliert sie die
Beherrschung und beleidigt die uneheliche Tochter Anne Boleyns als Bastard und Schande Englands. Elisabeth unterschreibt das Todesurteil, das in Anwesenheit Graf Leicesters vollstreckt werden soll. Bei einer letzten Beichte bekennt sich Maria des Gattenmordes schuldig. Aufrecht und von ihren Fürsprechern verklärt, schreitet sie zum Schafott.
Termine
Mittwoch 14.11.2012
Weitere Termine:
16.11.2012
Mitwirkende
Musikalische Leitung
Pier Giorgio Morandi
Chor
Matthias Köhler
Elisabetta, Königin von England
Elza van den Heever
Maria Stuarda, Königin von Schottland
Brenda Rae
Anna Kennedy, Marias Amme
Nina Tarandek
Roberto, Graf von Leicester
David Lomelí
George Talbot
Kihwan Sim
William Cecil, Schatzmeister
Simon Bailey
Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester







