DER SPIELER<br />(Igrok)
Premiere

DER SPIELER
(Igrok)

Sergej Prokofjew
1891 - 1953

Oper in vier Akten
Text vom Komponisten nach dem Roman Igrok (1866) von Fjodor M. Dostojewski
Uraufführung der 2. Fassung am 29. April 1929, Théâtre Royal de la Monnaie, Brüssel

In deutscher Sprache mit Übertiteln
Dauer: ca. 2 1/2 Stunden inkl. einer Pause

Zum Werk

Dostojewski wusste, wovon er schrieb. Als er in nur 26 Tagen seinen Roman Der Spieler verfasste, hatte er einen strikten Ab ...
Dostojewski wusste, wovon er schrieb. Als er in nur 26 Tagen seinen Roman Der Spieler verfasste, hatte er einen strikten Abgabetermin einzuhalten, um das dringend benötigte Honorar zu verdienen: Er musste nämlich seine Spielschulden bezahlen. Die alle menschlichen Gefühle überrollende Sucht hat er aus der Perspektive des jungen Hauslehrers Alexej geschildert, der zur Entourage einer zwielichtigen Gesellschaft im fiktiven Roulettenburg gehört. Der pensionierte General ist noch einmal entflammt, seine Angebetete Blanche spekuliert aber einzig auf die zu erwartende Erbschaft. Tatsächlich ist der General bankrott und musste dem Marquis bereits seinen gesamten Besitz verpfänden. Dieser hat ein Auge auf Polina, die Ziehtochter des Generals, geworfen, die ihm ebenfalls finanziell verpflichtet ist. In sie ist auch Alexej leidenschaftlich verliebt. Doch dann taucht die angeblich auf dem Sterbebett liegende Erbtante überraschend rüstig auf, um ihr Vermögen eigenhändig zu verspielen, anstatt es der lauernden Verwandtschaft zu hinterlassen. Selbst Alexej wird vom Sog des Spielerrausches erfasst und verliert den Blick auf das, was ihm zuvor so viel bedeutete. Prokofjew schrieb sich den Text zu seiner Oper selbst und versuchte, »im Libretto den Stil Dostojewskis zu erhalten«. Dabei behandelt er den Gesang wie direkte Rede und in scharfer musikalischer Unmittelbarkeit. Gleichwohl wird in der zentralen Rouletteszene die Musik selbst zum Handlungsträger. Harry Kupfer inszeniert dieses Werk an der Oper Frankfurt zum ersten Mal.

Handlung

In Roulettenburg, einem deutschen Kurort, treffen Menschen mit und ohne Geld aufeinander. Im Glücksspiel suchen sie den Ausweg aus ...
In Roulettenburg, einem deutschen Kurort, treffen Menschen mit und ohne Geld aufeinander. Im Glücksspiel suchen sie den Ausweg aus der Katastrophe: Der pensionierte General ist noch einmal entflammt, seine Angebetete Blanche spekuliert aber einzig auf die zu erwartende Erbschaft. Tatsächlich ist der General bankrott und musste dem Marquis bereits seinen gesamten Besitz verpfänden. Dieser hat ein Auge auf Polina, die Stieftochter des Generals, geworfen, die ihm ebenfalls finanziell verpflichtet ist. In sie ist auch Alexej, der Hauslehrer, leidenschaftlich verliebt. Als die angeblich auf dem Sterbebett liegende Erbtante dann überraschend selbst auftaucht, um ihr Vermögen eigenhändig zu verspielen, anstatt es der lauernden Verwandtschaft zu hinterlassen, erweisen sich alle Familienbande als Makulatur. Selbst Alexej wird vom Sog des Spielerrausches erfasst und verliert den Blick auf das, was ihm zuvor so viel bedeutete.


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Termine

Sonntag 13.01.2013 18:00 Uhr

Weitere Termine

Opernhaus
Abonnement: Serie 01

Vorverkauf und Ticketpreise

Mitwirkende

Musikalische Leitung
Sebastian Weigle
Regie
Harry Kupfer
Bühnenbild
Hans Schavernoch
Kostüme
Yan Tax
Licht
Joachim Klein
Choreografische Assistenz
Doris Marlis
Video
Thomas Reimer
Dramaturgie
Malte Krasting

General a. D.
Clive Bayley
Polina, Stieftochter des Generals
Barbara Zechmeister
Alexej, Hauslehrer der Kinder des Generals
Frank van Aken
Babuschka
Anja Silja
Der Marquis
Martin Mitterrutzner
Mr. Astley
Sungkon Kim
Blanche
Claudia Mahnke
Fürst Nilski
Peter Marsh
Potapitsch, Haushofmeister der Babuschka
Dietrich Volle
Direktor des Casinos
Vuyani Mlinde

Zahlreiche weitere Mitglieder des Ensembles der Oper Frankfurt
Stipendiaten des Operstudios
Chorsolisten der Oper Frankfurt und Gäste
Frankfurter Opern- und Museumsorchester


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