Premiere

DIE SIZILIANISCHE VESPER
(Les vêpres siciliennes)

Giuseppe Verdi
1813 - 1901

Oper in fünf Akten
Text von Eugène Scribe und Charles Duveyrier nach dem Libretto Le Duc d'Albe (1839)
Uraufführung am 13. Juni 1855, Opéra, Salle de la rue Le Peletier, Paris
Frankfurter Erstaufführung der französischen Fassung

In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Dauer: ca. 3 Stunden inkl. einer Pause nach ca. 90 Minuten




Zum Werk

Kurz nach seinem Triumph mit der Uraufführung von Rigoletto in Venedig erhielt Giuseppe Verdi aus Paris einen neuen Auftra ...
Kurz nach seinem Triumph mit der Uraufführung von Rigoletto in Venedig erhielt Giuseppe Verdi aus Paris einen neuen Auftrag: Das Théâtre Impérial de L’Opéra wünschte eine Oper auf ein Libretto von Eugène Scribe. Die Wahl fiel auf einen erstaunlich Franzosen-unfreundlichen Stoff: Les vêpres siciliennes erinnert an den historischen Aufstand der Sizilianer gegen die Franzosenherrschaft, der am Ostermontag, dem 30. März 1282, abends zur Vesperzeit in Palermo begann. Das Libretto erzählt eine – recht frei erfundene – Vorgeschichte, in der die politischen Ereignisse durch Verbindung mit einer unglücklichen Liebesgeschichte sowie einem Vater-Sohn-Konflikt tragisch zugespitzt werden.
    Der Oper zufolge kosten die Franzosen in sadistischer Manier ihre Macht über die Sizilianer aus. Hélène, die ihren von den Franzosen ermordeten Bruder, den Herzog von Österreich, betrauert, soll zur Belustigung der Betrunkenen auf dem Hauptplatz von Palermo ein heiteres Lied anstimmen. Mutig nutzt sie die Gelegenheit, um zum Widerstand gegen die Besatzer aufzurufen. Henri, ein sizilianischer Patriot, der eben aus der Haft entlassen wurde, sucht ihre Nähe. Noch weiß er nicht, dass sein ärgster Feind, Guy de Montfort, unter dessen Führung die Franzosen Sizilien erobert haben, sein eigener Vater ist. Ebenso wie in Simon Boccanegra und La Traviata konkurriert auch in dieser Verdi-Oper das verwandtschaftliche Band zwischen Vater und Kind mit dem zwischen Liebenden. Eine private Konfliktlösung scheitert jedoch letztlich an der Macht der Masse, die Rache und nicht Frieden will.

Handlung

Die Unterdrückung der unter der französischen Fremdherrschaft leidenden Sizilianer steht im Zentrum der politischsten Oper Verdis. ...
Die Unterdrückung der unter der französischen Fremdherrschaft leidenden Sizilianer steht im Zentrum der politischsten Oper Verdis. Die Herzogin Helene träumt von der Befreiung. Sie verliebt sich in Henri, der sich allein durch die Welt kämpft und bald erfahren muss, dass sein Vater, der einflussreiche Gouverneur Montfort, Franzose ist. Vor diesem Hintergrund setzt eine verwirrende Flut von Missverständnissen und Verstrickungen ein, die dann zu einem desaströsen Ende führen.
Termine

Samstag 22.06.2013 19:00 Uhr

Weitere Termine

Opernhaus
Abonnement: Serie 03

Vorverkauf und Ticketpreise

Mitwirkende

Musikalische Leitung
Pablo Heras-Casado
Regie
Jens-Daniel Herzog
Bühnenbild und Kostüme
Mathis Neidhardt
Licht
Olaf Winter
Dramaturgie
Norbert Abels
Chor
Matthias Köhler

Guy de Montfort
Quinn Kelsey
Sire de Béthune
Bálint Szabó
Graf von Vaudemont
Jonathan Beyer
Henri, ein junger Sizilianer
Alfred Kim
Jean Procida, Arzt aus Sizilien
Raymond Aceto
Herzogin Hélène
Elza van den Heever
Ninetta, ihr Kindermädchen
Nina Tarandek
Danieli
Hans-Jürgen Lazar
Mainfroid
Michael McCown
Thibault
Simon Bode
Robert
Iurii Samoilov *

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester


* Mitglied des Opernstudios

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