Museumskonzert
Museumskonzert


Zehn Sinfoniekonzerte der Frankfurter Museums-Gesellschaft e.V. mit dem Frankfurter Opern- und Museumsorchester im Großen Saal der Alten Oper (siehe auch Frankfurter Museumsgesellschaft)

Sehr verehrtes Publikum,

am Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters zu stehen ist eine besondere Herausforderung. Vor mir sitzen oft über hundert hochmotivierte Musiker, die große Freude am Musizieren haben und mit allen Wassern des Opern-, aber auch des sinfonischen Repertoires gewaschen sind. Hinter mir sitzt ein Publikum, das beste Frankfurter Musiktradition verkörpert: kenntnisreich, auch neugierig und vor allem sehr intensiv zuhörend. Das spüre ich jedes Mal, wenn ich die Bühne im Großen Saal der Alten Oper betrete.
    Aber schauen wir auf das, was Sie, das Publikum der Museumskonzerte, in der kommenden Spielzeit erwartet. Vor 100 Jahren wurde in Paris unter skandalösen Begleitumständen Igor Strawinskys Ballett Le Sacre du Printemps uraufgeführt – wir spielen dieses Werk in unserem ersten Konzertpaar und eröffnen damit zugleich das Musikfest der Alten Oper. Im gleichen Programm gibt der junge ARD-Preisträger Julian Steckel mit Elgars Cellokonzert sein Debüt beim Museum. Gustav Mahlers 5. Sinfonie, das Klarinettenkonzert von Mozart (mit der Solistin Sabine Meyer), Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 mit Radu Lupu sind weitere Höhepunkte. Natürlich denken wir an den vor 50 Jahren verstorbenen Komponisten (und Konzertmeister unseres Orchesters!) Paul Hindemith, wenn im Dezember seine Sinfonie Mathis der Maler mit dem berühmten Engelskonzert erklingt. Fortsetzen wollen wir unseren Strauss-Zyklus, und auch Musik von Anton Bruckner wird wieder gespielt, diesmal die 9. Sinfonie.
    Fünf Konzertpaare werden, wie immer, von Gästen geleitet. Zu uns kommen Neeme Järvi, der Altmeister aus Estland, Bertrand de Billy, unser Erster Gastdirigent, und aus der noch jüngeren Generation Constantinos Carydis, Cornelius Meister und Omer Meir Wellber. Auch die Solisten versprechen hochkarätige Erlebnisse: der Geiger Daniel Hope spielt ein neues Werk des Libanesen Bechara El-Khoury, Arabella Steinbacher das Violinkonzert von Johannes Brahms und Lukas Geniusas, der im vergangenen Jahr den Deutschen Pianistenpreis in Frankfurt gewonnen hat, Rachmaninows Paganini-Rhapsodie. Und natürlich sind die Frankfurter Chöre wieder vertreten. Auch das abwechslungsreiche Kammermusikprogramm der Museums-Gesellschaft empfehle ich Ihrer Aufmerksamkeit, ebenso die musikalischen Aktivitäten für Jugendliche und Familien.
    Ich freue mich, Sie ab September 2013 wieder hinter mir zu wissen: kenntnisreich, neugierig und vor allem sehr intensiv zuhörend.

Herzlich Ihr
Sebastian Weigle
 
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