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Saison 2013/2014
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Wiederaufnahme
SIEGFRIED
Richard Wagner
1813 - 1883
Text vom Komponisten
Uraufführung am 16. August 1876, Festspielhaus Bayreuth
In deutscher Sprache mit Übertiteln
Dauer: ca. 5 Stunden inkl. zweier Pausen
1. Pause von 35 Minuten nach dem 1. Akt (ca. 1 Stunde 20 Minuten) 2. Pause von 25 Minuten nach dem 2. Akt (ca. 1 1/4 Stunden) 3. Akt ca. 1 Stunde 25 Minuten
Im ServusTV-Magazin "kulTOUR mit Holender" stellt der frühere Wiener-Staatsoperndirektor Ioan Holender regelmäßig Highlights aus Klassik, Theater, Musical oder bildender Kunst vor. Am 23. Februar 2013 um 18.30 Uhr wird die Sendung Wagners Der Ring des Nibelungen an der Oper Frankfurt in den Fokus rücken.
Zum Werk
Ende 1852 hatte Wagner den Text seines neuen Musikdramas abgeschlossen. Als Siegfrieds Tod war er begonnen worden und nunmehr zum vierteiligen »Bühnenfestspiel« angewachsen, erweitert um die Vorgeschichte, in der der Grund für des Helden Siegfrieds Scheitern gelegt war. Nun begann er mit der Komposition. »Die Musik wird mir sehr leicht und schnell vonstatten gehen«, hatte er Franz Liszt angekündigt; doch es kam anders. Bei Siegfried stockte der Fluss, ein »schwermütiger Zweifel« erfasste Wagner, und es ergab sich die vielleicht erstaunlichste Pause in der Geschichte der Opernkomposition: Die ohnehin schon langwierige Entstehung vom Ring des Nibelungen kam für fast zwölf Jahre zum Erliegen. Erst die Aussicht, das Gesamtwerk zur Aufführung bringen zu können, konnte ihn verleiten, die Arbeit wieder aufzunehmen. Seine Orchesterbehandlung hatte nochmals an Vielschichtigkeit und harmonischer Komplexität gewonnen. Erstaunlicher noch als der klangliche Umbruch ist aber, dass sich dennoch im Ganzen ein zwingender Bogen einstellt.
Siegfried ist mithin ein Werk des Übergangs, der Veränderung. Es ist aber auch ein Stück der Verbindung: Hier verknüpfen sich die nordischen Göttergeschichten mit dem germanischen Nibelungenlied. Wagner selbst sprach vom Siegfried als einem »Intermezzo«. Es erzählt »von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen«, einem Helden, in den unterschiedlichste, widerstreitende Hoffnungen gelegt sind. Passagen voller Komik finden sich in diesem »zweiten Tag« – aber auch die wohl düstersten Abgründe, die vom Abschiednehmen, vom Machtverlust der alten Götter geprägt sind. Die Hoffnung liegt – der Grundton in Wagners Denken und Schaffen – in der Liebe.
Siegfried ist mithin ein Werk des Übergangs, der Veränderung. Es ist aber auch ein Stück der Verbindung: Hier verknüpfen sich die nordischen Göttergeschichten mit dem germanischen Nibelungenlied. Wagner selbst sprach vom Siegfried als einem »Intermezzo«. Es erzählt »von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen«, einem Helden, in den unterschiedlichste, widerstreitende Hoffnungen gelegt sind. Passagen voller Komik finden sich in diesem »zweiten Tag« – aber auch die wohl düstersten Abgründe, die vom Abschiednehmen, vom Machtverlust der alten Götter geprägt sind. Die Hoffnung liegt – der Grundton in Wagners Denken und Schaffen – in der Liebe.
Handlung
Siegfried, der Sohn des Wälsungenpaars, wächst bei dem Schmied Mime auf, der ihn versorgt und der sich mit Siegfrieds Hilfe den machtverheißenden Ring aus dem Hort Fafners gewinnen will. Wotan zieht als Wanderer durch die Welt und beobachtet das Geschehen, greift aber nur noch durch Reden, nicht mehr durch eigenes Handeln ein. Er hofft auf den »freien Helden«. Siegfried schmiedet sich das zerbrochene Schwert seines Vaters neu. Damit besiegt er Fafner, den Wurm. Nun kann er die Stimme des Waldvogels verstehen, der ihn vor Mime warnt. Er entledigt sich des trügerischen Schmiedes, ergreift Ring und Tarnhelm und macht sich auf den Weg, den der Waldvogel ihm weist. Wotan hat von Erda noch einmal Auskunft verlangt, aber die beiden verstehen einander und die Welt nicht mehr. In seiner Begegnung mit Siegfried zerschlägt dieser ihm den Speer. Wotan zieht sich zurück. Siegfried erreicht den Fels, auf dem Brünnhilde liegt. Furchtlos durchschreitet er den Feuerring und gewinnt sich die Frau. In maßlosem Jubel feiern sie ihre Liebe.
Mit freundlicher Unterstützung der Landesbank Hessen-Thüringen
Termine
Sonntag 10.02.2013 17:00 Uhr
Weitere Termine
Opernhaus
Vorverkauf und Ticketpreise
Mitwirkende
Musikalische Leitung
Sebastian Weigle
Regie
Vera Nemirova
Szenische Leitung der Wiederaufnahme
Hans Walter Richter
Bühnenbild
Jens Kilian
Kostüme
Ingeborg Bernerth
Licht
Olaf Winter
Dramaturgie
Malte Krasting
Video
Bibi Abel
Siegfried
Lance Ryan
Mime
Peter Marsh
Der Wanderer
Terje Stensvold
Alberich
Jochen Schmeckenbecher
Fafner
Magnús Baldvinsson
Erda
Meredith Arwady
Brünnhilde
Rebecca Teem
Stimme des Waldvogels
Kateryna Kasper *
Waldvogel
Alan Barnes
Frankfurter Opern- und Museumsorchester
* Mitglied des Opernstudios
Video
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