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Oper Frankfurt
Meinungen, Anregungen
Zu E. Schmalohr:
Das Frankfurter Loebe-Ensemble überragt eben das Münchner bei weitem!
A. Hofmann
Fulda, Freitag, 03.02.2012, 15:15:17
Gestern bei uns generalprobe Rheingold - Matin Kränzle sprang als Alberich ein - ich hätte nie für möglich gehalten, dass man diese Rolle wie ein Schubertlied singen kann! eine neue hinreißende Erfahrung!
Bei der Suche nach weiteren Informationen über ihn bin ich auf Ihren Götterdämmerungsfilm gestoßen - ja Wahnsinn! Auf nach Frankfurt - aber dann die Enttäuschung: alles ausverkauft! Kein Wunder!
Wann gibts den nächsten Ring und wann ist der Vorverkauf?
Edith schmalohr, 3.2.2012 Haar
Edith Schmalohr
85540 Haar bei München, Deutschland - Freitag, 03.02.2012, 09:28:59
Premiere Götterdämmerung
Frau Nemirova hat sich eine ursprüngliche Idee von Wagner zu Eigen gemacht und den Ring in ihrer Rezeption geteilt, nämlich in die Götterdämmerung, wo bekanntlich nur Menschen die Handlung bestimmen, aber die Götter gleichwohl immer present sind und den drei vorangegangenen Teilen, wo nur die Götter oder die mythologischen Figuren das Geschehen bestimmen.
In beiden Teilen geht es um Machtstreben und Machterhalt.
In der Götterdämmerung sind die Götter wieder in leblose mythologische Figuren mittels des Nornenseils (wie etwa ein Kokon) zurückverwandelt worden. Hier hat vielleicht der letzte Bayreuther Ring von Tankred Dorst (Dramaturg war Herr Dr. Abels) Pate gestanden.
Das Konzept war gut, aber die Umsetzung hat viele Wünsche offen gelassen, beispielsweise das nervige immer wiederkehrende Schlauchboot (hatte mir insgeheim gewünscht, das Ventil bekomme einen Defekt) und natürlich die große Scheibe. Ich hoffe, daß ich nach nochmaligen Besuch nicht davon träumen werde.
Ein Novum war der Schluß.
Hier hatte erstmals der Alberich die letzten drei Worte gesungen, weil der Hagen, der von Wagner eigentlich dafür bestimmt ist, schon von der Bühne verschwunden war und sich wahrscheinlich in der Kantine die verdiente Kühlung verschaffte.
Natürlich durfte der Hinweis mit erhobenem Zeigefinger an das Publikum nicht fehlen, die Lehren aus der Interpretation zu ziehen. Dies war dem ewig jungen Alberich vorbehalten. Oder hat er vielleicht mit den Worten "zurück vom Ring" die zum Gruppenbild auf der "Ringscheibe" postierte Menschenansammlung gemeint, aus Furcht, die Scheibe könne unter der Last zusammenbrechen.
Fazit:
Solange der übermächtige und von vielen (auch internationalen) Häusern umworbene Intendant und der Generalmusikdirektor mit seinen großen Verdiensten um das musikalische Geschehen ein Team bilden und das Nornenseil keinen Riss bekommt (nicht wie in Darmstadt), wird das Haus weiter unangefochten einen Spitzenplatz einnehmen; da muß sich niemand sorgen.
Gruß aus München
Franz Roos
München, Dienstag, 31.01.2012, 14:49:58
Magnús Baldvinsson gute Besserung nach dem Don-Giovanni-Unfall!
A. Hofmann
Fulda, Dienstag, 24.01.2012, 15:25:22
Einen Vergleich zwischen Live-Erlebnis und Fernsehübertragung halte ich, insbesondere die Akustik betreffend, für äußerst gewagt. Eine klanglich ausbalancierte Übertragung muss vor Ort nicht unbedingt so klingen. Hier entscheidet die Tontechnik, wie die Übertragung abgemischt wird... In der Regel dominieren doch - wie auch auf CDs - die Stimmen bei Übertragungen und Aufzeichnungen deutlich stärker als live.
Alex
Frankfurt, Freitag, 13.01.2012, 18:07:37
Sie haben natürlich recht, dass Orchester war toll, nur leider konnte man zumindest im 3. Rang Mitte die Sänger häufig kaum hören. Das haben auch andere Besucher in meiner Umgebung so empfunden.
Am Platz kann es nicht gelegen haben, da ich dort häufig sitze und dies zum ersten Mal unangenehm auffiel.
I. Nowak
Freitag, 13.01.2012, 15:55:53
Ich war offenbar in einem anderen Don Giovanni... Das Orchester war toll. Was Donna Anna betrifft, bin ich mit Ihnen einer Meinung. Die Live-Sendung aus der Scala habe ich wegen Netrebko und Terfel auch gesehen, kam im Fernsehen nicht so zündend rüber.
Kerstin Reuling, Kelkheim
Kerstin Reuling
Freitag, 13.01.2012, 14:10:24
DON GIOVANNI 12.1.2012
Seit vielen Jahren die erste Aufführung im Frankfurter Opernhaus, die mich sehr enttäuschte.
Vor allem die Ouvertüre war sehr, sehr schwach.
Wie auch im weiteren Verlauf der Oper dominierte das Orchester so stark, dass die Sänger kaum zu hören waren.
Rühmliche Ausnahmen waren die Arie des Ottavio im ersten Akt und vor allem die herausragende Donna Anna. Bravissimo, das war Extraklasse!
Der Eindruck der Ouvertüre zog sich leider durch die gesamte Aufführung, immer wieder musste man sich übermäßig konzentrieren, um den Gesang ob des dominanten Orchesters überhaupt wahrnehmen zu können.
Ich sehe mir gerade eine aktuelle TV-Aufzeichnung des Don Giovanni aus der Scala in Mailand an, die deutlich macht, dass es auch anders geht. Hier ist das Orchester eine gelungene Ergänzung und nicht eine dominate Überlagerung zum Gesang.
I. Nowak
Freitag, 13.01.2012, 00:10:28
Ich würde es begrüßen, wenn die Bezahlung der On-Line Bestellung auch über Lastschriftverfahren möglich wäre. Auch wird bei Abschluss der Bestellung die Versandoption leicht übersehen, d.h. es erfolgt automatisch die Zusendung der Post, obwohl eigentlich gar nicht gewünscht.
Beck, Michelstadt, 10.1.12
Herbert Beck
Michelstadt, Hessen - Dienstag, 10.01.2012, 20:43:16
Don Giovanni
…heute hätte es wohl besser Leporello heißen müssen…
S. Bailey war mit seiner Spielfreude derjenige, der das Publikum mitgerissen hat.
Das Glanzlicht des Abends war Frau den Heever. Sie ist eine der besten Donna Anna
Interpretinnen, die ich bisher hören und sehen durfte. Ihr Gesang ist an Brillanz und
gefühlvollen Nuancierungen nicht zu überbieten gewesen.
S. Alberhini ist zwar mit einem schönen Bariton ausgestattet, jedoch hat er ihn meines
Erachtens nicht voll genutzt. Es fehlten genau diese feinen Nuancierungen, mit denen Frau
den Heever berührt hat. Mit einer schönen Stimme kann man doch weit mehr an Ausdruck
heraus holen. Ein brillantes Beispiel ist da ”unser” Sänger des Jahres. Ihn durften wir vor
einigen Jahren hier in dieser Rolle erleben.
Karin Erb
Sonntag, 08.01.2012, 22:14:20
Was für eine Oper! Was für eine Inszenierung! Was für Sänger! Am Schluss von "La Calisto" war mir klar, dass mein Applaus zu wenig ist, für so viel Weltklasse. Danke, liebe Oper Ffm. Das Bockenheimer Depot ist immer wieder für großartige Überraschungen bestens zu empfehlen.
Karl-Heinz Pape
Frankfurt am Main , Deutschland - Freitag, 30.12.2011, 13:41:12
"Für den ursprünglich vorgesehenen dänischen Bass Stephen Milling wird Gregory Frank, ehemaliges Ensemblemitglied der Oper Frankfurt, sowohl in der Premierenserie als auch in den beiden Zyklen, die Partie des Hagen übernehmen."
Überaus schade!
A. Hofmann
Fulda, Donnerstag, 29.12.2011, 20:31:21
Herzlichen Glückwunsch an die Adresse unserer neuen Kammersängerin. Genaugenommen hat die Verleihung nichts mit "Glück" zu tun, sondern mit unermüdlichem Einsatz auch in kleinen und undankbaren Rollen, mit enorm großen Leistungen sowohl gesanglich als auch darstellerisch, gepaart mit einer besonderen Spielfreude. Ihre "Rosalinde" ist in jeder Sekunde eine reine Freude, hauptsächlich wegen ihr habe ich erneut Karten für eine Vorstellung der Wiederaufnahme gekauft. Hoffentlich bekommt Frau Zechmeister in Zukunft weiterhin schöne große Rollen.
Klaus Grossmann
Dienstag, 20.12.2011, 09:33:11
Othello Premiere
Große Anerkennung gebührt dem Regieteam, weil es ihr Konzept schonungslos und schockierend aufgezeigt hat, wohlwiessend, daß nicht das ganze Publikum zustimmen wird.
Hier ist beispielsweise Jago nicht der Intrigator, sondern das Synonym für das Böse im Menschen. Man sieht den Verfall eines strahlenden Helden bis hin zum körperlichen und seelischen Ruin.
Für die szenische Ausarbeitung lautet mein Urteil höchstens befriedigend, weil ich mir gewünscht hätte, feinfühliger die lyrischen Passagen, eingebettet in entsprechende Bühnenbilder, zu gestalten. Das schräge in den Orchestergraben gleitende Bühnenbild soll wahrscheinlich den seelischen abgrundtiefen Zustand beschreiben.
Vielleicht hat der Regisseur ein paar Semester Psychologie studiert und wollte in einer dreistündigen Vorlesung dem Publikum sein Psychodrama vorstellen.
Es gab viele durchdachte und stimmige Einfälle, wenn beispielsweise in der Szene zwischen Othello, Jago und Cassio, der Othello in einiger Entfernung nur Bruchstücke verstehen sollte, aber hier sich dazugesellt, um den ganzen Sachverhalt zu verstehen. Das soll bedeuten, daß die Sucht (hier die Eifersucht) den Othello schon so geschädigt hat, daß alle Beweise der Welt nichts genützt hätten.
Der absolute Höhepunkt war die musikalische Interpretation, einfach genial. Dieser Anfang war so überraschend und explosiv, daß man glaubte, es handle sich um eine Riesenmonsterwelle, gleichsam auch seelisch aufwühlend und Auuforderung zugleich für kriegerische Auseinandersetzungen (die Stiefel). Aber o Wunder, nach dem esultate ist alles zum Guten verlaufen und die Welt wieder in Ordnung, so daß man sich auch der kriegerischen Utensilien entledigen kann.
Anfangs war der Othello schwarz (durch einen Statisten dargestellt) und am Ende hat er sich schwarz angemahlt, dazwischen das allgeeine Seelendrama.
Es kann sein, daß meine Eindrücke falsch sind, das macht nichts, denn seit dem Credo weiß man, daß wir Menschen auch das Böse in uns haben und in diesem Bewußtsein sind diese Zeilen entstanden.
Gruß aus München
Franz Roos
Franz Roos
München, Bayern - Montag, 05.12.2011, 20:47:47
Zum "offenen Brief" von Herrn Lachenmann vom 26.11.2011
Es ist wohl unausweichlich, dass eine Inszenierung nicht allen gefallen kann. Das ist Sache des Geschmacks, über den sich natürlich streiten läßt. Dass ein Nichtgefallen im vorliegenden Fall allerdings mit „Wagners Werk erfährt damit Unrecht“, „banale, nichtssagende und ignorante Inszenierung“ und „Ärgernis des Jahres“ ausgedrückt wird erstaunt mich doch. Warum dieser scharfe Ton? Und dies trotz der Tatsache, dass die musikalische und gesangliche Qualität der Aufführung auch vom Rezensenten nicht in Abrede gestellt wird. Geht es also nur darum, dass die Inszenierung kein plattes gesellschaftspolitisches Statement enthält und sich auch auf ältere Inszenierungen bezieht? Der bewusste Verzicht auf eine allzu eindeutige und eingleisige Interpretation hat mit Ignoranz nichts zu tun. Angesichts der derzeitigen (gesellschafts)politischen und wirtschaftlichen Krise ist er m.E. Respektbezeugung an ein selbst denkendes, erwachsenes Publikum. Und „banal und nichtssagend“? Bei uns ist der Bestand an Wagner CDs und Büchern in den letzten Wochen sprunghaft angestiegen, die Aufführung hat uns also berührt und beschäftigt (und tut es noch). Erfährt Wagners Werk wirklich „Unrecht“, wenn es eine Aufführung versteht Liebe zu seiner Musik und Interesse an seinen Werken zu wecken? Wenn dies das „Ärgernis des Jahres“ ist, dann bitte mehr davon!
U. Schmitz
Frankfurt, Montag, 05.12.2011, 19:21:09
Siegfried
Ich hatte schon gedacht, ich wäre alleine mit meiner kritischen Meinung zur Inszenierung. Natürlich liegen die vereinzelten subjektiven Betrachtungsweisen genauso richtig, wie die über 99,99% enthusiastischen Hochrufer.
Ich kann nicht nachvollziehen, warum einige Gästebesucher sich über die medialen Äußerungen hinsichtlich der musikalischen Aufführung so aufregen. Die musikalische Wahrnehmung hängt beispielsweise von der Position des Sitzplatzes, dem eigenen Höhrempfinden, der psychischen und physischen Verfassung und eventuellen Vorurteilen ab.
Andererseits ist es nicht widersprüchlich, daß eben diese Kritiker dieses Orchester als ein Spitzenorchester eingestuft haben, weil Kriterien wie etwa Präzision, Verhältnis der Orchester- gruppen untereinander und die Stimmfarbe des Orchesters, messbare Eigenschaften sind.
Leider habe ich viele Ensemblesänger vermisst, wo doch der Sänger des Jahres aus diesem Hause stammt.
Auch waren die Sängerdarsteller bei vielen Situationen (besonders im dritten Akt) stimmlich auf verlorenen Posten, weil auf der großen Scheibe seitlich und im Rückraum nicht genügend Schallschutzeinrichtungen postiert waren.
Fazit: nichts ist perfekt und positive Eindrücke sind im großen Maße vorhanden.
Franz Roos
Gruß aus München
Franz Roos
München, Freitag, 02.12.2011, 15:24:05
Sehr geehrter Herr Hofmann,
Ihre negative Sichtweise auf den Liederabend Klaus Florian Vogt/Helmut Deutsch teile ich nicht, ebenso wenig Ihr Vergleichen der verschiedenen LiederAbend Interpreten gegeneinander.Vielmehr bietet jeder LiederAbend mit seinen Interpreten ein wertvolles Unikat: mit schönen, unverwechselbaren Interpretationen, die sich jedem unvoreingenommenen Zuhörer erschliessen können. Mit meinem herzlichen Applaus für Klaus Florian Vogt und Helmut Deutsch für ihren wunderbaren LiederAbend war ich nicht alleine, und auf die überraschende Zugabe - nach nicht endenwollendem Applaus - bereitete Klaus Florian Vogt sein Publikum mit launisch-charmanten Worten vor.
Beste Grüsse nach OstHessen,
Eva Schiebler
Eva Schiebler
Freitag, 02.12.2011, 12:20:58
Natürlich wurden wir von Daniel Behle und Christian Gerhaher in hohem Maße verwöhnt; aber dass Klaus Florian Vogt an seinem Liederabend im Vergleich zu jenen so abfallen würde, war eigentlich nicht zu erwarten. Der "Paul" der "Toten Stadt" liegt Vogt offensichtlich deutlich mehr als Schuberts "Wanderer", wobei letzterer, um ungewöhnliche Pannen z. B. beim "Wohin" zu vermeiden, sicher wohl ein besseres Einstimmen und -singen verlangt hätte. Und was den Bayreuther Ritter geritten hat, Franz Lehárs „Dein ist mein ganzes Herz“ (!) als Zugabe zu Schuberts Liederzyklus zuzumuten, bleibt wohl sein eigenes peinliches Geheimnis, entsprach aber ganz dem diesmal leider etwas reduzierten Anspruch.
A. Hofmann
Fulda, Donnerstag, 01.12.2011, 11:38:48
Sehr geehrter Herr Lachenmann,
ich teile Ihre Meinung nicht.
Wenn Sie an jedem Ring-Abend hart an sich arbeiten möchten – nun gut.
Für mich ist diese Inszenierung ein großer Genuss und Gewinn, stimmlich, musikalisch, inszenatorisch, dramaturgisch. Die Personenregie ist großartig. Die Kostüme, naja…
Sind Sie tatsächlich nicht schon vollgestopft bis oben hin mit aktueller Sozialkritik, Zukunftsvisionen, Zustandsbeschreibungen? Nichts anderes wird uns doch täglich landauf landab auf deutschen Bühnen geboten. Davon hebt sich diese Inszenierung überaus wohltuend ab!
Mir gefällt diese wunderbare Rückbesinnung auf den Urmythos gerade besonders gut!
Die einfachen Farben und Formen erlauben meinem Hirn zusätzlich viel Eigenarbeit. Sie fordern nicht, sie erlauben! Wenn ich alles vorgekaut bekomme auf der Bühne, dann benötige ich mein Hirn tatsächlich nicht mehr. Diese Inszenierung regt meine Phantasie an! Und ich kann es kaum erwarten die Götterdämmerung zu erleben!
Falls Sie dafür eine Karte haben, geben Sie sie doch einfach wieder zurück. Vielen würden Sie damit eine Freude machen, sind doch fast alle Vorstellungen bereits im Vorfeld (!) so gut wie ausverkauft. Sie sehen, es gefällt Vielen.
Hiltraud C. Krüger
Frankfurt am Main
Hiltraud C. Krüger
Frankfurt am Main, Mittwoch, 30.11.2011, 20:43:06
Offener Brief an die Oper Frankfurt zur “Ring”-Inszenierung
Sehr geehrter Herr Dr. Abels, sehr geehrter Herr Krasting, sehr geehrter Herr Loebe,
“zu schauen kam ich, nicht zu schaffen” - dies könnte auch jeder Besucher des derzeitigen Frankfurter “Ring des Nibelungen” so sagen, denn für die Neuinszenierung muss man leider sein Hirn an der Garderobe abgeben, um sich dann in Ruhe berieseln lassen zu können. Dieses berieseln funktioniert hervorragend - dank des entfesselten Orchesters und der großartigen Sängerleistungen (vor allem der Herren) - doch Ihnen dürfte wohlbekannt sein, dass Wagner damit nicht zufrieden wäre. Stattdessen wollte er sein Publikum fordern, aufrütteln, nachdenklich stimmen. Mit einer solchen banalen Inszenierung gelingt dies leider nicht im geringsten.
Die Beiträge des Programmheftes zeigen gut auf, wie viel in diesem “Ring” steckt. Geschichte, Kulturhistorie, Gesellschaftskritik, Zustandsbeschreibungen, Zukunftsvisionen, Sprachkunstwerk, Musikkunstwerk, Gesamtkunstwerk - vieles mehr schuf Wagner für seinen Ring, welches wie kein anderes seiner Werke eine politische Botschaft enthält und sich mit unserer Gesellschaft auseinandersetzt. Leider wird in der aktuellen Inszenierung all dies völlig ignoriert. Ein bisschen Geschichtserzählung, ein paar bunte Bilder, eine sich ständig drehende Scheibe - das war’s. Wagner Werk erfährt damit Unrecht. Stimmt Sie, insbesondere als Dramaturgen, das wirklich zufrieden? Empfinden Sie das einem “Opernhaus des Jahres” angemessen?
Für mich ist diese banale, nichtssagende und ignorante Ring-Inszenierung das “Ärgernis des Jahres”. Ich hoffe, dass in der Oper Frankfurt bald ein Umdenken einsetzt und wieder mehr auf spannende, bewegende, interpretierende und sich mit den Werken auseinandersetzende Inszenierungen gesetzt wird. Dies wäre dem derzeitigen großartigen musikalischen Niveau mehr als angemessen.
Mit freundlichen Grüßen
Matthias Lachenmann
Matthias Lachenmann
Neu-Ulm, Samstag, 26.11.2011, 13:51:16
Am Sonntagabend übertrug der Hessische Rundfunk den Balladenabend, den Johannes Martin Kränzle im Sommer in Weilburg gab. Es war hochinteressant, spannend und außerordentlich eindrucksvoll. Die Gestaltungskraft und der Reichtum der stimmlichen Mittel von Herrn Kränzle sind überragend - ein ganz großes Erlebnis. Leider hatte ich nicht die Möglichkeit, im Sommer den Balladenabend zu besuchen und eine Übertragung im Rundfunk ist kein Ersatz, nur die Wirklichkeit gibt den richtigen Eindruck. Und so frage ich mich: warum ist es nicht möglich, daß Herr Kränzle einen Liederabend in der Oper Frankfurt gibt?
Klaus Grossmann
Karben, Dienstag, 22.11.2011, 19:13:13
Sehr geehrte Damen und Herren,
Aribert Reimann halte ich für einen großartigen Komponisten. Habe mir fest vorgenommen, den "Lear" in dieser Spielzeit nicht entgehen zu lassen.
Er ist doch ein Anhänger davon, Stoffe der Weltliteratur zu vertonen. Das Größte für mich wäre, wenn er sich den "Faust" vornehmen würde und die Uraufführung in Frankfurt stattfinden könnte.
mit freundlichem Gruß
Cornella
Hermann Cornella
Lahnau, Deutschland - Samstag, 12.11.2011, 17:10:14
Premiere Siegfried:
Das Regieteam setzte eine schnörkellose, einfache und für jeden Besucher verständliche Handlung auf die Bühne, die ohne Ecken und Kanten war. Ausstattung und Requisiten waren spartanisch und auf das Wesentliche reduziert. Die auf der Erde Rücken multifunktionale Scheibe (wahrscheinlich auch in der Götterdämmerung) diente hauptsächlich als große Spielfläche für die Personenregie. Daß vieles schon in abgeänderter Form früher vorhanden war, ist in Ordnung.
Mir persönlich war das zu wenig. Ich hätte mir eine zeitgemäße und moderne Inszenierung gewünscht, aber da bin ich alleine auf weiter Flur. 35 Jahre nach dem Jahrhundert-Ring wäre die Zeit reif dafür. Leider sind alle Versuche in dieser Richtung bisher mehr oder weniger kläglich gescheitert. Das schreckt natürlich ab.
Ich glaube, die Besucher haben es satt, auf der Bühne komplizierte und nicht nachvollziehbare Geschehnisse wahrzunehmen, die dann nur vom musikalischen Genuss ablenken.
Das Regieteam hat hier eine Einheit zwischen Handlung, Text und Musik geformt. Dokumentiert wird dies durch den lautstarken Schlussapplaus ohne eine einzige akkustische Gegenstimme. Das habe ich bisher in Ring-Premieren noch nie erlebt.
Ob bei der Bewertung im Jubiläumsjahr 2013 dieser Ring die Nase vorne haben wird, wenn alle mittleren und großen Häuser ihre Ringe presentieren, ist ungewiss. Man kann nur sagen: Wer weiß wie es endet. Musikalische Bewertung nach meinem zweiten Besuch
Gruß Franz Roos München
Franz Roos
München, Montag, 07.11.2011, 18:38:38
Siegfried am 06.11.2011:
Ich schließe mich dem Kommentar von Herrn Dr. Schlesinger aus vollstem Herzen an! Wir hätten noch stundenlang zuhören können! Lance Ryan gibt einen wundervollen Siegfried, die reine Freude ihn zu hören. Und Terje Stensvold IST Wotan/der Wanderer. Eine andere Besetzung möchte ich mir nicht mehr vorstellen. Das Orchester war wundervoll. Gleiches gilt für Sebastian Weigles Interpretation des Werks. Bravi!
U. Schmitz
Frankfurt, Montag, 07.11.2011, 18:28:55
Zum Siegfried:
Ohh was ein wundervoller Abend. Die Mäkelei von Herrn Rohde in der FAZ hatte mir schon zu Denken gegeben im Vorfeld. Aber nach der gestrigen Aufführung kann ich den Rezensenten überhaupt nicht verstehen. Weder ist das Orchester zu krachig, noch gäbe es an den sängerischen oder darstellerischen Leistungen der Beteiligten überhaupt was auszusetzen. Lance Ryan ist nicht nur ein stimmgewaltiger Siegfried, der diese Riesenpartie scheinbar mühelos und makellos bis in die letzte Note des 3. Aktes meistert. Nein, er ist dazu auch noch anrührend!! Und das bei dieser Rolle, die doch oft eher merkwürdig polternd daher kommt. Höchstes Lob auch für Peter Marsh als Mime, komisch und doch ernsthaft, nicht jiddelnd, die Figur ernstnehmend. Und alle jetzt Nichtgenannten waren auch sehr gut. Weigles Ring- Tempi manchmal ungewohnt breit, aber nicht schleppend, mit den Sängern atmend. Es kann gar nicht zu laut gewesen sein, denn es war weitgehend textverständlich. Kein Klangbrei. Die Regie setzt ihre Grundideen aus Rheingold und Walküre weiter fort und ich bin gespannt auf die Götterdämmerung. Spannend zu sehen, wo sie sich haarklein an die Regieanweisungen Wagners hält, und wo dann eben gerade nicht. Wieder erstaunliche Wandelungen dieses Ring Bühnenbildes. Klar und überhaupt nicht peinlich. Kurzum: Höchstes Lob für alle. Tausend Dank dafür.
Dr. Stefan Schlesinger
Frankfurt, D - Montag, 07.11.2011, 17:07:57
Liebes Opern-Team,
ich will Ihnen aus zweierlei Gründen ganz herzlich danken.
Am Dienstag war ich mit meiner "kleinen Schwester" bei Ihnen in "Der Stern", einer Oper für Kinder. Ich arbeite ehrenamtlich in der Organisation, BigBrotherBigSister (BBBS), einem Mentoring-Programm für Mädchen und Jungen und A. ist meine "kleine Schwester" in dem Programm. Sie von der Oper Frankfurt haben freundlicherweise BBBS mit einigen Freikarten unterstützt. Es war A. erste Live-Begegnung mit der Oper, sie saß mit glänzenden Augen und voller Spannung ganz vorne in der ersten Reihe und hat das Geschehen mitverfolgt. Ich freue mich sehr, dass ihr erster Opernbesuch so vergnüglich und gelungen war!
Und ich möchte Ihnen für die wunderbare und witzige Inszenierung von "Der Stern" danken. Ich habe viel gelacht an diesem Nachmittag und mich an dem Humor, der Professionalität der Mitwirkenden und den vielen liebevollen Details erfreut!
Corinna Schwemer
Frankfurt, Donnerstag, 03.11.2011, 12:51:43
Wir wollten einfach Ihnen für die grandiose Aufführung von La Traviata am 28. gratulieren. Gesang, Musik, Bühnenbild und tänzerische Einlagen waren einfach perfekt.
Noch einmal vielen Dank und herzlichen Glückwunsch.
Rodolphe Fouchard
Frankfurt am Main
Rodolphe Fouchard
Frankfurt am Main, Sonntag, 30.10.2011, 19:32:12
Danke, Christian Gerhaher!
Cornelia Huber
Mittwoch, 26.10.2011, 13:19:11
Christian Gerhaher gestern Abend! Der Kunstlied-Sänger schlechthin! Atemberaubend!
A. Hofmann
Fulda, Mittwoch, 26.10.2011, 12:27:44
sorry, gerade lese ich es , dass es doch drinsteht mit der Operweltumfrage
Danke
Fulda
Sonntag, 09.10.2011, 22:22:14
Erstmals ist ein Frankfurter Sänger aus tausenden erwählt worden und zum Sänger des Jahres gekürt worden. Ich gratuliere Johannes Martin Kränzle und hätte mir auf der Website dazu mehr Informationen oder eine Würdigung gewünscht. Seit über 10 Jahren an Ihrem Haus, immer mit erstklassigen Leistungen. Sicher gibt es dazu bald mehr zu lesen.
Hermann Fulda
Frankfurt, Sonntag, 09.10.2011, 21:45:10
Zur erneuten Opernwelt-Auszeichnung kann man nur gratulieren und sich selber glücklich schätzen, ein solches Haus seit 45 Jahren immer wieder genießen zu können!
A. Hofmann
Fulda, Donnerstag, 06.10.2011, 14:22:44
Herzlichen Glückwunsch, Frankfurt hat wieder das beste Opernhaus in Deutschland und zum dritten Mal hintereinander das beste Opernorchester.
Wolfgang Kronemann
Donnerstag, 06.10.2011, 11:36:39
DIESE AUSGEWÖHNLICH HOHE KOMPETENZ BEIM TICKET KAUF VON FRAU BRUNNER ,WIRD IN DEUTSCHEN LANDEN SCHWER ZU FINDEN SEIN,HERZLICHEN DANK
WILFRIED FRIEDRICH
wiesbaden, hessen - Mittwoch, 05.10.2011, 17:18:12
Es war ein Sängerfest mit Daniel Behle, und man konnte dem Intendanten ansehen, dass er sich - wie bei manch anderer Karriere auch - mit Recht eine Menge Anteile am Aufstieg des lyrischen Tenors gutschreiben kann! Natürlich war es ein "Heimspiel" für Behle, seit Bryn Terfel wurde niemand mehr in Frankfurt so gefeiert! Behle hat manch ausgetretene Pfade der romantischen Liedinterpretation verlassen und einen faszinierenden eigenen Stil - ohne Schwulst, aber dennoch mit höchster Emotionalität - entwickelt. Großartig, auch wenn es sicher nicht der "beste Liederabend der letzten 10 Jahre" war - dazu ist die gesamte Reihe über all die Jahre viel zu gut besetzt - Schwächen in der Tiefe waren nicht zu überhören, und die eigentlich nicht vorgesehenen Zugaben nach der "Dichterliebe" forderten dann doch etwas viel. Dennoch eine Sternstunde für zeitgemäßen romantischen Liedgesang! Und die Besetzung der weiteren Frankfurter Liederabende lässt in dieser Saison noch viel erwarten!
A. Hofmann
Fulda, Mittwoch, 28.09.2011, 20:31:12
das war wohl der beeindruckendste und beste liederabend der letzten 10 jahre! bedauerlich für all diejenigen die das ereignis verpasst haben. ein zweiter liederabend mit daniel behle steht auf meiner priortätenwunschliste ganz oben!! bernd loebe!! dürfen wir hoffen??? ich würde mich sehr freuen!! grüsse
winfried vaassen
frankfurt, Mittwoch, 28.09.2011, 11:22:24
Danke für das tolle Theaterfest, wir waren mit unseren Kindern den ganzen Tag da. Die beiden waren so begeistert und haben noch den ganzen Abend darüber gesprochen. Hoffentlich gibt es das jetzt wieder jedes Jahr.
Die Langenfelds aus Dreieich
Kerstin Langenfeld
Montag, 26.09.2011, 10:44:17
Die Wiederaufnahme der TOTEN STADT ist sehr gut gelungen und die beiden Hauptrollen-Sänger stellen eine deutliche Verbesserung dar. Herr Nielsen hat die Oper eindrucksvoll dirigiert. Einen Aspekt finde ich noch immer ärgerlich. WARUM spielen Sie nicht das so wichtige Vorspiel zum 2.Akt? Sie können doch den Vorhang geschlossen lassen. Die Inszenierung würde nicht angetastet werden und unser großartiges Orchester hätte so auch einmal Gelegenheit, im Fokus zu stehen. Sollte es nochmal eine Wiederaufnahme geben, ich wünsche mir das jedenfalls, dann nutzen Sie doch bitte dies, diese herrliche Oper wenigstens um das fehlende Vorspiel zu vervollständigen. Das kann doch nicht so schwer sein oder......
Peter Schwanitz
Frankfurt, Montag, 26.09.2011, 09:32:20
Jetzt habe ich innerhalb einer Woche schon wieder drei Aufführungen Ihres Hauses besucht, nein, besuchen müssen. Und für CD-Aufnahmen ziehen Sie mir seit einiger Zeit auch noch das Geld aus der Tasche. Aber verübeln kann und will ich Ihnen das nicht, sind doch die Gegenleistungen das Geld mehr als wert. Ein ausgezeichnetes, neues Ensemblemitglied in der "Cosi", eine faszinierende "Penthesilea" (Inszenierung und Titelpartie) und ein erneut blendend aufspielendes Orchester in "Die tote Stadt". Ein großes Kompliment auch an die verantwortlichen Tontechniker, die für die Live-Mitschnitte aus Ihrem Haus verantwortlich sind. Die Klangqualität der Aufnahmen sind hervorragend und so übertrifft die jüngste Veröffentlichung von Korngolds Meisterwerk auch die Live-Aufnahme aus Stockholm.
Zum Schluß noch ein besonderer Dank an Daniel Behle. Dessen vierminütige Darbietung von "Un´aura amorosa" hat mich dann doch für 5 Stunden Tannhäuser in Bayreuth entschädigt. Und "Das Bastardbuch" von Hans Neuenfels möchte ich allen an Theater und Oper Interessierten empfehlen. Das ist sehr lesenswert, nicht nur wegen des schönen Kapitels über die Jahre in Frankfurt. Bei der Lektüre wird einem deutlich, das Theater ein Lebens- wenn nicht sogar ein Überlebensmittel ist, das in Deutschland noch immer reichhaltig angeboten wird (nachzulesen bei Ralph Bollmann "Walküre in Detmold", auch das ein wunderbares Buch).
Jörg Barenscher
Fulda, Montag, 12.09.2011, 14:28:31
Eine neue Spielsaison beginnt, und ich freue mich schon riesig darauf. Ich habe seit vielen Jahren ein Opernabonnement; seit einiger Zeit die Serie 29 Belcanto, jetzt Belcanto e più. Bei dieser Serie gibt es auch immer eine oder 2 konzertante Aufführungen, die in der alten Oper stattfinden. Ich hatte vor einigen Jahren (ich glaube 1998) in Essen am aalto-theater eine konzertante Aufführung von Fidelio gesehen. Die Sänger habe damals die wichtigen Teile und Arien der Oper gesungen, und der Schauspieler Hans Teuscher hat zwischendurch Die Geschichte aus der Sicht des Gefängniswärters Rocco erzählt. Das war einfach großartig, und ich habe diese Aufführung nie vergessen. Könnte man so eine Aufführung auch mal in Frankfurt machen???
Inge Zahradnik
Karben, 21.08.2011
Inge Zahradnik
Karben, Hessen - Sonntag, 21.08.2011, 14:08:33
Liebes Opern-Team,
ich freue mich schon sehr auf die Liederabende, aber ich vermisse einen Hinweis auf das Programm, das gesungen werden soll.
Außer bei Herrn Behle werden zwar sehr schoen der Werdegang sowie eine Verbindung zum Frankfurter Opernhaus beschrieben, aber welches Liedgut mitgebracht wird, fehlt. Waere schoen, wenn man das noch ergaenzen koennte.
Mit freundlichen Gruessen
Hiltraud C. Krueger
Hiltraud C.Krüger
Frankfurt, Dienstag, 16.08.2011, 19:56:36
Sehr geehrtes Team der Frankfurter Oper,
heute habe ich erfahren, wie nett Sie trotz Stresssituation bei der Ticketvergabe gewesen sind. Besonders Frau Nesswetter gab freundlich und kompetent Auskunft. Ihnen ein großes Dankeschön für Ihre Freundlichkeit! Gabriele Marhold-Wormsbächer (Abo)
Gabriele Marhold-Wormsbächer
Eschborn, Deutschland - Montag, 01.08.2011, 16:03:34
Musikalische Grüße vom Niederrhein - Ein Riesenkompliment an das gesamte Ensemble - Ich war begeistert von dr Fledermaus-Inszenierung und bin auf die Gladbacher Umsetzung in der kommenden Spielzeit sehr gespannt - Wünsche weiterhin viel Erfolg.
http://www.frank-quasten.de
Frank Quasten
Mönchengladbach, Deutschland - Sonntag, 31.07.2011, 22:03:18
schade, dass aris argiris das haus verlässt!
die frankfurter werden ihn vermissen!!
marlene
Marlene Preusker
53359 Rheinbach, NRW - Donnerstag, 28.07.2011, 00:39:23
Vor einigen Wochen,als der neue Spielplan vorgestellt wurde,bestellte ich online ein Abo für das Spielzeitabo Serie 22,dann habe ich lange Zeit nichts vom Abobüro gehört...heute ein prüfender Anruf dort,eine Ablehnung erwartend(im Netz,ist die Serie schon seit wochen azsverkauft),"Ist für Sie reserviert"O-Ton...huuuura,ich hab sogar meinen gewünschten platz bekommen,ich werde den Ring komplett sehen...Ich bin ein sehr glücklicher Mann,freue mich auf die Spielzeit+spreche ein Lob auf meine langfristige Planung aus! Es lebe die Kunst!
Björn Hopf
Dienstag, 12.07.2011, 18:03:16
Zum Saisonabschluß vielleicht doch eine längere Würdigung. Was soll man zuerst loben? Daß viele der Gastsänger die in sie gesetzten Erwartungen mehr als erfüllten, daß namentlich Eva-Maria Westbroek, Christian Gerhaher, John Tomlinson und Anne Sofie von Otter ihr Weltklasseformat eindrucksvoll unter Beweis stellten, daß selbst in Wiederaufnahmen etwa mit dem Tito von Kurt Streit und der Amalia von Olga Mykytenko ganz selbstverständlich das herausragende Premierenniveau gehalten wurde? Oder daß die Ensemblemitglieder ihnen dabei in nichts nachstanden und mit den „großen Namen“ auf Augenhöhe agierten?
Welch ein Glück etwa, daß mit Tanja Ariane Baumgartner und Claudia Mahnke gleich zwei Mezzosoprane zur Verfügung stehen, die von Gora und Eboli bis zum Lied von der Erde, von Judith und Marguerite bis Brangäne keinen Vergleich zu scheuen brauchen. Und welch eine Freude, Brenda Rae dabei zuhören zu dürfen, wie sie das Repertoire erkundet und dieses Mal als Höhepunkt eine fabelhafte Konstanze hinlegte. Immer wieder staunt man über ein bis in die Nebenrollen sängerisch und schauspielerisch exzellentes Ensemble, über Souveränität, Wandlungsfähigkeit und Spielwitz etwa von Barbara Zechmeister und Jenny Carlstedt, von Simon Bailey, Thorsten Grümbel, Julian Prégardien und Peter Marsh, über die nach Jahrzehnten auf der Bühne immer noch wunderbar intakte Stimme von Franz Mayer (den man auch gerne mal wieder in größeren Rollen hören würde), über lange nachwirkende Leistungen wie Juanita Lascarros intensive Daphne, von den über Frankfurt hinaus vielbeschäftigten Haussängern Kränzle, Nagy, Christiane Karg oder Elza van den Heever ganz zu schweigen.
Das alles wird getragen von einem Orchester, daß bei bewundernswerter Flexiblität von Barock bis Moderne auf hohem Niveau musiziert und immer wieder über sich hinauswächst, sei es im von Petrenko (en detail) oder Franci (al fresco) erzeugten Klangrausch, in der von Weigle in der Walküre erreichten Filigranität oder in Julia Jones‘ knackigem Mozart.
Wenn dann noch Regie, Bühnenbild und Beleuchtung zu zaubern verstehen wie in der Walküre oder im Dido/Blaubart-Doppelabend, wenn Keith Warner und Christof Nel mit ihrer Erfahrung und ihrem Können selbst aus sperrigen Raritäten große Theaterabende machen, wenn man auch beim wiederholten Ansehen von Daphne, Entführung und Tito unverändert gefesselt bleibt, dann ist man sich immer wieder ganz sicher, im Opernparadies auf Erden zu leben.
Ja, es gab auch schwächere Momente, aber selbst die waren eher im Kontrast zu anderen Glanzleistungen auszumachen. Daß die Textunsicherheit von Frank van Akens Tristan auch seine Stimmsicherheit beeinträchtigte, war in der Gegenüberstellung zu seinem überzeugend kraftvollen Siegmund mit Händen zu greifen. Daß Alfred Kim zwar bei Verdi eine sichere Bank ist, den Hoffmann aber zu eindimensional stemmen würde, war abzusehen. Sebastian Geyer war als Figaro-Graf schwach und konnte mich auch in anderen Rollen mit seinem unflexiblen und gaumigen Ton nicht überzeugen. Und mit dem Stimmtimbre von Britta Stallmeister werde ich auch nicht mehr warm. Daß man Daphne viel farbiger und transparenter dirigieren kann als der solide Hans Drewanz, weiß man nur, weil man es vor einem Jahr von Sebastian Weigle am selben Ort demonstriert bekommen hat.
Indiskutabel banal war die Regie bei Hoffmann. Auch in der Wiederholung konnte der Spielshow-Ansatz bei L’oracolo/Le villi nicht überzeugen, was angesichts der Ensembleleistung doppelt schade war.
In Summe: Kein einziger Abend, der gänzlich enttäuscht hätte, durchweg packende Aufführungen und beachtlich viele Glanzleistungen.
Vielen Dank dafür. Auch ich freue mich auf die kommende Spielzeit.
Michael Demel
Limburg a. d. Lahn, Samstag, 02.07.2011, 00:25:35
Am Ende der Saison ein kurzer Rückblick: ich habe leider nur wenige Produktionen sehen können, aber alle (mit Ausnahme von "Hoffmanns Erzählungen", dazu habe ich mich schon geäußert) waren einmalige Höhepunkte. Ich möchte mich bei allen Beteiligten, Dirigenten Regisseuren, Ausstattern, den Solisten, unserem wundervollen Orchester, dem ausgezeichneten Chor, den höchst kompetenten Bühnentechnikern (deren Leistungen meistens nicht gewürdigt werden) und den Dramaturgen für ihre hervorragende Arbeit bedanken. Besonders herausragend waren die gesamte Realisierung von "Medea", Regie,Bühnenbild und Technik von "Die Walküre", die äußerst fantasievolle Regie von "Fausts Verdammnis", die witzige und originelle "Fledermaus" und die musikalisch und szenische Realisierung von "Kullervo". Alle hervorrande Solisten angemessen zu würdigen, würde zu weit führen. Ich möchte nur einige besondere Höhepunkte erwähnen; die außerordentlich intensiven Claudia Barainsky und Michael Nagy in "Medea", die brillante Brenda Rae als Olympia, die schauspielerisch und gesanglich großartige Barbara Zechmeister als Rosalinde und der ebenfalls schauspielerisch und gesanglich sehr beeindruckende Peter Marsh als Kimmo.
Ich freue mich auf die nächste Saison.
Klaus Grossmann
Mittwoch, 29.06.2011, 19:21:41
Keine halben Sachen boten die beiden "Mezzo"-Soprane, die ich am Dienstag und Mittwoch auf den beiden Bühnen der Oper bewundern konnte. Jennifer Larmore und Anne-Sofie von Otter erwiesen sich als kluge Haushälterinnen ihrer Stimme, die sie auch im "fortgeschrittenen" Alter zu beeindruckenden Leistungen befähigen (ganz im Gegensatz zu einigen Wagner-Sopranen, wie das unlängst in der "ZEIT" zu lesen war).
Bedanken möchte ich mich anläßlich der szenischen und musikalischen Revitalisierung von Charpentiers Meisterwerk "Medée" für den kontinuierlichen Einsatz Ihres Hauses im französischen Repertoire. Seit der Spielzeit 2002/2003 ("Les Huguenots"/"Manon") stand in jeder folgenden Saison mindestens ein Werk eines französischen Komponisten auf dem Spielplan der Oper Frankfurt. Das dürften nur wenige andere Opernhäuser außerhalb Frankreichs vorzuweisen haben und ist, unter den zahlreichen Verdiensten des Hauses, sicher nicht das geringste.
Jörg Barenscher
Fulda, Donnerstag, 16.06.2011, 21:12:28
"Kullervo" ist ein ganz großes, wichtiges Ereignis, das sich niemand entgehen lassen sollte, auch wenn im zweiten Teil einige Textpassagen etwas zu weitschweifig sind und die Spannung zeitweise etwas abfällt. Das mindert jedoch nicht den Eindruck, daß es sich bei diesem Stück um ein großartiges, bedeutendes Meisterwerk handelt. Die Musik hat eine ganz eigene Sprache und ist äußerst beeindruckend. Die szenische und musikalische Realisierung überzeugt durch die außerordentliche Professionalität aller Mitwirkender. Insbesondere bewältigten alle Sängerinnen und Sänger ihre sehr anspruchssvollen Aufgaben auch schauspielerisch bravourös.
Klaus Grossmann
Donnerstag, 16.06.2011, 21:05:31
La clemenza di Tito:
Bei dieser exzellent einstudierten Wiederaufnahme mit hervorragenden Gesangsleistungen gebührt die Krone der Dirigentin. Wie schon bei Cosi hat Julia Jones aus dem Museumsorchester einen historisch informierten, knackig-farbigen Mozart-Sound gezaubert, der alleine schon den Besuch der Vorstellung gelohnt hat. Eine wahre Freude war auch das Spiel des Solo-Klarinettisten. Er hätte beim Schlußapplaus auf die Bühne kommen müssen.
Ein weiterer toller Opernabend in einer an gelungenen Aufführungen reichen Spielzeit. Vielen Dank!
Michael Demel
Limburg a. d. Lahn, Sonntag, 22.05.2011, 23:38:33
Betrifft "Tosca" vom 13. Mai 2011: Der extrem kurzfristig als Einspringer für Jason Howard angereiste Simon Neal musste nach seinem Auftritt als Scarpia im 2. Akt sofort wieder zum Bahnhof, um den letzten Zug zurück zu erreichen. Deshalb hatte er zum Zeitpunkt des Schlussapplauses das Haus bereits verlassen.
Oper Frankfurt
Montag, 16.05.2011, 14:15:49
TOSCA 12.5.2011
was für ein grandioser abend und eine spannende
inszenierung. die 30minütigen einführungen finde ich ebenfalls sehr hilfreich.
schade, daß der "einspringer" für den indisponierten jason howard nicht zum schlußapplaus auf die bühne kam. auch vuyani mlinde (angelotti) habe ich vermisst.
ich habe schon so viele wunderbare abende in ihrem haus erlebt - danke dafür!
renate hink
walldorf, Samstag, 14.05.2011, 00:10:44
Murder in the Cathedral am 08.05.2011
Eine großartige Leistung des Chors! Und Sir John Tomlinson ... wow! Ein sehr beeindruckender Abend. Vielen Dank!
U. Schmitz
Frankfurt, Montag, 09.05.2011, 18:15:38
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir hörten gestern Abend DIE FEEN und erlebten dann leider, was wohl für jedes Theater der Alptraum ist. Ihre Entscheidung, daraufhin die Aufführung nicht einfach abzubrechen und das Publikum mit dem Schock zu entlassen, sondern wenigstens noch zu einem möglichen musikalischen Ende zu bringen, fanden wir echt professionell. Aber Ihrem Hause echt unwürdig fanden wir die Ansage des Intendanten: wir saßen auf dem Olymp und dort oben war akustisch nahezu kein Wort zu verstehen. Vielleicht war das Mikro ja übersteuert oder der Intendant hielt es zu dicht an den Mund. Jedenfalls kam nur ein unmöglicher Tonmulch an. Alles schauten sich ratlos in der Hoffnung um, ob vielleicht doch noch jemand mehr von den Informationen des Intendanten mitbekommen hatte. Offensichtlich aber hatten alle bestenfalls und allein das Wort „Kreislaufkollaps“ aufgefangen. Sehr bedauerlich! Und nicht einfach mit der Aufregung oder Ungunst dieser Minuten zu erklären. Dennoch möchten wir bei dieser Gelegenheit gerne bekunden, wie froh und glücklich wir beim Besuch der meisten Opernvorstellungen oder Konzerte über das Gehörte und meist auch Gesehene sind: viele Sängerinnen und Sänger bezaubern uns durch ihren Gesang und vor manch einem möchte man nahezu .... niederknien. Vielen Dank dafür sagen
2 Theaterfreunde aus Friedrichsdorf
Sigrid und Wolfgang Kröplin
Sigrid Kröplin
61381 Friedrichsdorf, Mittwoch, 04.05.2011, 15:04:54
Liebe Opernmacher in Frankfurt, gerne fuhr ich in der Vergangenheit nach Frankfurt in die Oper und wurde selten enttäuscht.
Doch was sollten diese "Hoffmanns Erzählungen"- darstellen? Das war bisher leider der szenische Tiefpunkt für meine Freunde und mich. Daran können auch einzelne gute Sängerleitungen nichts ändern.
Umso erfreulicher die letzte Boccanegra-Serie und de neue Walküre !
Kreutzer, Bernd
Stuttgart, BW - Montag, 02.05.2011, 11:00:24
Die Wiederaufnahme der "Entführung aus dem Serail" hatte die Frische einer Neuproduktion. Die Begeisterung über die phänomelale Leistung einer Besetzung ohne Schwächen mit einer herausragenden Brenda Rae an der Spitze wäre restlos ungetrübt gewesen, wenn man nicht auf Übertitel verzichtet hätte. Zumindest bei den Arien, Duetten etc. habe ich die gewohnten Übertitel ebenso schmerzlich vermißt wie kürzlich in der Fledermaus. Auch bei den gespielten Passagen wäre (wie schon bei der Fledermaus) eine Übertitelung mitunter hilfreich gewesen. Das Haus ist für das gesprochene Wort anscheinend nicht ideal. Selbst im vorderen Drittel des Parketts kann man den Sprechtexten nur mit großer Mühe folgen und einzelne Nuancen bestenfalls erraten. Was bei der deutsch-türkischen Sondervorstellung möglich ist, schadete auch bei den regulären Aufführungen nicht. Sollte die Übertitelung auf Widerstand des Regisseurs stoßen, dann wäre ernsthaft über eine elektronische Verstärkung der Sprechpassagen nachzudenken (durch Einsatz von Microports z. B.).
Michael Demel
Limburg a. d. Lahn, Dienstag, 26.04.2011, 13:39:38
Liebe Oper Frankfurt,
wir haben einen amüsanten Fernsehabend erlebt mit der Übertragung der Fledermaus auf 3Sat. Klasse gemacht, die Aufführung hat uns sehr gut gefallen. So etwas sollte viel öfter gesendet werden. Wo gibt's die DVD?
Hans-Peter Geiß
Flörsbachtal, Freitag, 15.04.2011, 11:46:55
Gratulation zur Spielzeit 2011/12. Ich freue mich heute schon auf jede einzelne Vorstellung!
Michael Mohn
Donnerstag, 14.04.2011, 17:41:23
Come on, give the guy a break. There is too much text anyway.
Richard Wagner
Mittwoch, 06.04.2011, 17:00:47
Zu Tristan&Isolde 03.04.2011
Schade. Was immer sie getrunken hatten, ein Liebestrank war es nicht. Sonst hätte man auf die intensive Beschäftigung der Protagonisten mit Plastiklilien und Lampen im zweiten Akt verzichten können. Teilweise fragte man sich woher Tristan - der Isolde auch im zweiten Akt (im dritten hatte er das Problem nicht, da war er schon tot) keinen Blick gönnte - überhaupt wusste, wo sie sich im Raum aufhielt. Kein Wunder, dass beide lieber das Publikum (oder war es die Souffleuse) ansangen. Kurvenal - dem man seine Sympathie für Tristan wenigstens abnehmen konnte - wäre an diesem Abend die bessere Isolde gewesen. Insgesamt ein Abend mit weitgehend konzertanten - (seitens Herr van Aken und Frau Foster) nicht ganz textsicheren - Darbietungen in weiss gestrichenen Räumen (anscheinend renoviert von Frau Foster, die es leider versäumt hatte die Anstreicherkluft rechtzeitig auszuziehen). Und dabei können es doch alle Beteiligten besser! Positiv zu erwähnen Brangäne, Kurvenal, Marke, der junge Seemann.
U. Schmitz
Frankfurt, Mittwoch, 06.04.2011, 02:11:10
Dass Frank van Aken im 3. Akt Worte und Stimme wegblieben, fand ich auch sehr schade. Aber ich hoffe, dass es beim nächsten Mal besser wird, denn diesen Tristan finde ich überaus sehens- und hörenswert - allen voran Claudia Mahnke, die völlig zu Recht den größten Applaus bekam.
Was ich mir wünschen würde, wäre ein kleiner Hinweis an die Verantwortlichen für die Übertitelung in der Frankfurter Oper: "alles" wird auch nach der neuen Rechtschreibung klein geschrieben! Bereits in mehreren Opern, die wir teils mit Schulklasse besucht haben, ist meinen Kollegen und mir (und unseren Schülern!) dieser Fehler in der Übertitelung aufgefallen - im Tristan erscheint er extrem häufig. Und ganz sicher stört das nicht nur Deutschlehrer wie mich beim Musikgenuss!
Barbara Ritter
Frankfurt, Dienstag, 05.04.2011, 17:46:34
Zum Eintrag zum Tristan vom 03.04.
Vielleicht könnte man im 3.Aufzug das Problem mit Einsatz eines Teleprompters lösen, da sich Tristan fast ausschließlich an einem Ort aufhält? - Mir ist jedenfalls alles recht, was van Akens Gesang auf sichere Füsse stellt, denn jede Textunsicherheit schlägt sich bei ihm leider auch in schlechten Gesang nieder. Zur Souffleuse: Wie es noch viel schlechter geht? Ich empfehle einen Besuch des Stuttgarter Parsifals der parallel als Sprechtheater aufgeführt wird.
K.Krumrei
Montag, 04.04.2011, 13:41:12
Nach dem Besuch der gestrigen Tristan-Wiederaufnahme kann ich Herrn Lindeiner nur bestätigen. Mit großer Vorfreude bin ich in diesen TRISTAN, den ich - trotz persönlicher Kritik an einigen Regieeinfällen - noch in guter Erinnerung aus der Carignani-Zeit hatte. Bullock, Treleaven und Grochowski sind mir allesamt neben einer packenden orchestralen Darbietung noch bestens in Erinnerung. Nach einem guten PARSIFAL und der gelungenen WALKÜRE freute ich mich auf van Akens Tristan. Aber was war da gestern los? Texthänger der schwerwiegenderen Sorte. Schon im 2. Aufzug ging es los. Dass man bei derart langen Opern wie denen Richard Wagners schon mal das ein oder andere Wort vertauscht oder vergißt, kommt vor. Sänger sind auch nur Menschen. Aber in diesem Ausmaß habe ich das noch nie erlebt! Im 3. Aufzug ging das munter weiter. Wörter weglassen, verdrehen oder durch undefinierbare Vokalkonstrukte ersetzen. Ja, die Souffleuse war, wie mein Vorschreiber schon bemerkte, im letzten Aufzug deutlich zu vernehmen. Dies aber vornehmlich, wenn Tristan an der Reihe war. Dann oftmals auch noch laut WÄHREND einer Phrase, was eher ungewöhnlich ist. Aber der Dame kann man da keinen Vorwurf machen. Sie hat ihr Möglichstes getan, um Herrn van Aken aus der Klemme zu helfen. Der nächste Schritt wäre gewesen, sich direkt neben ihn zu stellen...
Ansonsten hat mir die Aufführung sehr gut gefallen. Weigle und das Orchester hatten mich schon im Vorspiel klar auf ihrer Seite. Das war Wagner auf hohem Niveau. Zupackend, wenn es sein musste, aber nie dick und verwaschen. Ein besonderes Lob auch an Claudia Mahnke als Brangäne!
Alex
Frankfurt, Montag, 04.04.2011, 13:15:20
Zum "Tristan" am 3. April:
Es kann ja mal vorkommen, daß ein Sänger seinen Text vergißt. Es kann auch passieren, daß ein Tristan den ganzen 3. Akt nicht mehr weiß. Dann sollte die Souffleuse ihm vorsprechen. Aber bitte nicht in einer Lautstärke, daß man selbst im 2. Rang das Libretto zweimal hört: einmal gezischt und einmal gesungen. Soweit der Sänger sie richtig verstanden hatte und sich nicht durch Nuscheln durchgewurschtelt hat. Bitte geben Sie der Dame mal einen Tip und Frank van Aken das Reclamheft. Vielen Dank!
F. Lindeiner
Frankfurt, Sonntag, 03.04.2011, 23:53:03
O bleib, geliebte Daphne!
Das möchte man dieser Aufführung und der Sängerin der Titelpartie gerne nachrufen. Es erwies sich einmal mehr, dass Wiederaufnahmen in Frankfurt nicht selten das hohe Premierenniveau halten können. Da besucht man dann eben noch drei Aufführungen und bedauert, für die restlichen keine Zeit gehabt zu haben. Bewundernswert die Leistung von Juanita Lascarro. Bei diesem emphatischen Schlußgesang bleibt doch kein Auge trocken (hoffentlich geht mir der bis zum Sonntag aus dem Kopf). Hochachtung auch für den Dirigenten dieser Aufführungsserie. Da war ebenfalls kein Nachlassen gegenüber der Premiere festzustellen. Allerdings: Szenisch wird wird hier ein Maßstab gesetzt, den auch ein Haus wie Frankfurt nicht ständig erreichen kann.
Trotzdem: Vorfreude auf alles, was an Premieren und Wiederaufnahmen noch vor uns liegt.
Jörg Barenscher
Fulda, Samstag, 02.04.2011, 00:31:41
Ich habe *Daphne* von Richard Strauss am 26.03.11 in der Oper Frankfurt gesehen und muss sagen, dass sowohl das exquisite Bühnenbild von Claus Guth, die tolle Leistung der Sänger und natürlich die besondere Klangkultur des Museumsorchesters phänomenal waren. Nach *Der toten Stadt* von Korngold und *Billy Budd* von Britten ein weiteres Highlight der letzten Jahre für mich. Bitte weiter so. In Frankfurt macht der Opernbesuch zur Zeit unglaublich Freude.
Rolf Häusler
Frankfurt - Bockenheim, Deutschland - Dienstag, 29.03.2011, 20:08:14
Ich war zunächst auch enttäuscht, war aber nach der Vorstellung richtig begeistert vom Einspringer, wie man das wohl nennt. Hatte Gerhaher in der Fernsehübertragung gesehen. Der Vergleich der beiden Darsteller ist schwierig, vielleicht ist es sogar gut, dass sie sich so unähnlich sind... Die Inszenierung hat mir jedenfalls richtig Spaß gemacht.
Jens Backhaus
Jens Backhaus
Freitag, 25.03.2011, 13:40:31
in Vorfreude (trotz negativer Besprechungen) auf die "Fledermaus" am 24.03.2011 muss ich heute (ein Tag bevor) lesen, dass weder Sebastian Weigle noch Christian Gerhaher auf dem Besetzungszettel stehen. Vh.Gerhaher war für mich der Grund eine Karte zu kaufen. Nichts gegen Moritz Gogg, aber die Enttäuschung ist doch sehr groß.
Klaus Kohlenberg
Wiesbaden, Mittwoch, 23.03.2011, 10:25:12
Ich möchte hier weder die Inszenierung der Fledermaus noch das Buh-rufen an sich bewerten. Aber ich möchte doch gerne wissen wer für die Zensur der doch ausgesprochen deutlichen Buhs (insbesondere für Frankfurter Verhältnisse) für das Regieteam in der Fernsehübertragung verantwortlich ist!
Hat die Oper Frankfurt dies ausdrücklich vom ZDF verlangt oder hat das ZDF dies eigenmächtig zusammengeschnitten?
So oder so, es ist eine Unverschämtheit, das TV-Publikum und die Nachwelt so dreist anzulügen. Etwas mehr Ehrlichkeit wäre auch in der Kunst angebracht.
Mit freundlichen Grüßen,
Hans Castorp
Hans Castorp
Frankfurt, Sonntag, 20.03.2011, 14:54:32
Die Ausnahmesänger Christian Gerhaher und Michael Nagy ließen über die Regie-Schwächen der "Frankfurter Fassung" (verstehe, wer will) hinwegsehen! Und die Frauen-Stimmen aus dem Ensemble fand ich deutlich besser als sie in vielen Kritiken wegkommen! Ob die "Frankfurter Fassung" auch dafür verantwortlich ist, dass der Kritiker des Aschaffenburger "Main-Echos" unter der Überschrift "Gerupfte Fledermaus" zur Wertung kommt, dass "Startenor (sic!) Christian Gerhaher die Rolle mit aristokratischem Verve ausfüllt"?
Kriegen solche Opernkritiker eigentlich Freikarten für den M..., den sie hinterher verzapfen?
A. Hofmann
Dienstag, 08.03.2011, 20:17:59
Wir haben die Fernsehübertragung der "Fledermaus"gesehen und hatten damit einen herrlichen Abend und waren begeistert. Wir haben die Operette früher schon zweimal gesehen, aber so witzig, schwungvoll und mit tollen Sänger-Schauspielern noch nicht. Die feine Charakterzeichnung hat uns sehr beeindruckt. Und dazu der phantastische Eisenstein. Faszinierend auch die Verbindung Orlofsky/Frosch und die sanften, manchmal wie "verloren" wirkenden Bajan-Klänge. Die unbegreifliche Eleganz und überquellende Phantasie der Straußschen Musik konnte sich in dieser Inszenierung und mit diesem Orchester herrlich entfalten.
Angelika Voltz
Aschaffenburg, Dienstag, 08.03.2011, 14:45:32
Wir hatten richtig Spaß in der Fledermaus. Besonders aber waren wir begeistert von Christian Gerhaher. Was für ein toller Sänger und Darsteller - und ein Wunder, dass ein so ernsthaft wirkender Mann Operette macht. Aber Humor ist ja eine ernste Sache, wie mal jemand sagte. Auch alle anderen Sänger waren gut, vor allem spielerisch. Das mit der Falsettstimme vom Prinzen und Frosch war ein bisschen Geschmacksache, aber sein Spiel war herausragend.
Gruß aus dem Odenwald, Jörg Kutscherer
Miriam und Jörg Kutscherer
Dienstag, 08.03.2011, 11:36:11
Als immer wieder hochzufriedener Besucher der durchweg guten bis fabelhaften Vorstellungen Ihres Hauses hätte ich sicher auch die neue "Fledermaus" angesehen und angehört. Nach der 3sat Übertragung: Wie kann eine solch hypertrophe konzeptionelle Hochstapelei -Frankfurter Fassung!- unterlaufen? Ist das Werk so schlecht? Ist es Zufall, daß zudem weitgehend unter derzeit gültigem Frankfurter Niveau gesungen wird, oder hängt "alles mit allem zusammen"?
Zudem kenne ich das Stück mit Chor und befürchte, daß der Chorklang -aus dem Graben oder hinter der Szene?- im Parkett genauso ungenügend klingt wie in meinem Fernseher. Warum muß das sein?
Für diesmal maßlos enttäuscht:
Carl-Henning Steinhaus
Carl-Henning Steinhaus
Wiesbaden, Montag, 07.03.2011, 23:30:18
Ich finde es ja wirklich toll, dass mal Opern aus Frankfurt im Fernsehen übertragen, könnte ruhig öfter mal passieren.
Was mich aber ärgert ist, wenn man die Publikumsreaktionen bei 3sat zensiert. Im Internet ist von Zuschauern der Premiere von den deutlichen Buhs für das Regieteam zu lesen, die bei der Übertragung weggeschnitten wurden.
Also wenn man schon eine unkonventionelle Regie überträgt - und ich mag die Inszenierungen von Loy - dann soll man auch zeigen, wie sie auf das Frankfurter Publikum wirken. Herr Loy ist übrigens Buhs gewohnt. An ihm lag es also wahrscheinlich nicht, dass da geschnitten wurde.
Ansonsten: bitte öfter mal was übertragen!
Tobias Hammer
Montag, 07.03.2011, 21:23:24
Habe mir gestern 6.3.2011 die Fledermaus angesehen. Ich war sehr enttäuscht, vielleicht bin ich auch durch unsere Oper in München zu verwöhnt. Die Besetzung der Rosalinde und der Adele und z.T. auch der Prinz Orlovsky waren mehr als mittelmäßig. Sehr gut fand ich Herrn Gerhaher, der hervorragend gesungen und gespielt hat. Mir kam die ganze Inszenierung etwas spießig und suspekt vor. Sicherlich ist es schwierig so ein Thema in die heutige Zeit zu versetzen, wobei Herr Loy ein guter Theatermann ist.
Schöne Grüsse aus Bayern
Rosemarie Merkl
Rosemarie Merkl
81476 München, Bayern - Montag, 07.03.2011, 13:51:42
Lieber Regisseur der gestrigen Fledermaus,
habe das Stück eigentlich als witzig, und charmant in Erinnerung, bei Ihnen kommts recht karg über den Bildschirm. Vielleicht liegts an meinem Fernseher...vielleicht lockern sich alle noch nach der Premiere. Alles Gute.
florian bramböck
Innsbruck, tirol - Montag, 07.03.2011, 12:47:23
Ich habe gestern Abend die Fledermauspremiere bei
3Sat gesehen - sehr gut!
Was mir neu war,Prinz Orlofsky und Frosch mit einer
Person zu besetzen. Mich würde für diese Lösung die Intension des Regisseurs interessieren.
Vielen Dank!
Rolf Seyferth
19069 Zickhusen, Mecklbg.-Vorpommern - Montag, 07.03.2011, 11:22:50
Liebe Oper Frankfurt,
wir haben gestern einen amüsanten Fernsehabend erlebt mit der Übertragung der Fledermaus, klasse gemacht. Wir saßen mit Freunden bis zur letzten Minute vor dem Fernseher, was gar nicht geplant war und deshalb um so netter...
Die Mayers aus Köln
Thomas B. Mayer
Montag, 07.03.2011, 10:58:18
Ich hatte am Sonntag, 6.3.2011 die Gelegenheit, die Premiéren-Aufführung der "Fledermaus" im Fernsehen 3Sat zu sehen.
Die zeitgemässe Inszenierung bereitete mir viel Vergnügen. Alle Sängerinnen und Sänger singen und spielen sehr gut.
Ich gratuliere allen Beteiligten zu dieser äusserst gelungenen Aufführung und danke ihnen für die drei schönen Stunden, die ich erleben durfte.
Liselotte Thöner
Zürich, Schweiz - Montag, 07.03.2011, 05:28:47
Eine wunderschöne Aufzeichnung der Fledermaus heute abend bei 3 SAT.
Danke, es war wunderschön.
Helga Adam
Edingen-Neckarhausen, Deutschland - Sonntag, 06.03.2011, 23:33:36
Was die türkische „Entführung“ betrifft, könnte man mal wieder sagen, wie man’s macht, macht man’s falsch… Macht man nichts, ist man ignorant, macht man etwas nur auf deutsch - z.B. mit speziellen Rabatten für Ausländer, kommen “nur“ die, die ohnehin schon deutsch können (was über den Integrationsstatus auch noch nicht viel aussagt). Macht man etwas nur auf türkisch, heißt es wieder, „aber die hier lebenden Türken sollen doch deutsch lernen!“ Ein bisschen die Quadratur des Kreises. Ich persönlich finde zum einen die Idee der Oper Frankfurt mit einer Mischung aus beiden Sprachen und Künstlern von hier und aus der Türkei eigentlich sehr schön, zum anderen finde ich auch die unternommene Anstrengung der Oper positiv. Vielleicht hat die Oper Frankfurt nicht geahnt, dass sie vielleicht damit eine Diskussion lostreten wird oder genau das provoziert - oder nicht alle Aspekte genügend beleuchtet. Aber wer hat denn bisher das ideale Konzept für eine gelungene Integration präsentiert? Eigentlich noch keiner, eben weil es ein schwieriges Thema ist. Dass ausgerechnet dieser Tage, als die Zeitungen über das Opern-Projekt berichtet haben, Erdogan das Sprachenthema so in den Fokus der öffentlichen Debatte gerückt hat, na ja, Zufall...
Bettina Marschall
Donnerstag, 03.03.2011, 13:52:38
Tragischer Umgang mit Mozarts Oper -
Der Gedanke, dass muslimische Zuwanderer in Mozarts Oper "Entführung aus dem Serail" gehen sollten, liegt nahe, denn insbesondere in den nichtgesungenen Passagen wird zum Thema Frauen und Islam handfest Tacheles geredet. Es gibt vom Frankfurter Publikum auch viel Beifall für diese Stellen, obwohl sie gar nicht gesungen sind! Hier wagt ein bürgerlicher Protest sein Haupt zu erheben gegen eine verordnete Verdrängungspolitik in Integrationsfragen; es erinnert an Schilderungen von Theaterbesuchern aus der NS-Zeit oder DDR-Zeit, wo gewisse Passagen in Goethes Faust vom Publikum plötzlich als Kritik am Regime verstanden und beklatscht wurden, die sonst eher unbeachtet blieben. - Man könnte nun also z.B. kostenlose Eintrittskarten an Moscheegemeinden verteilen. Oder mit Schulklassen mit hohem Migrantenanteil den Opernbesuch inhaltlich vorbereiten? - Aber statt dessen wird wieder alles falsch gemacht: Man kürzt die Oper auf schlappe 90 Minuten, so dass gerade die islamkritischen nichtgesungenen Passagen wegfallen. Man preist am Stück die Versöhnlichkeit des Muslims und geht mit keinem Wort auf die im Original enthaltene saftige Kritik zur Frauenfrage ein. Zugleich schreibt man die "zivilisierten" Europäer in Anführungszeichen, so dass völlig klar wird, wer sich hier vor wessen Kultur zu verneigen hat. Das türkischsprachige Publikum, das da kommen wird, wird zudem aller Voraussicht nach eher säkular statt gemischt sein. Man spielt die Oper auf Türkisch, was nicht grundsätzlich falsch ist, man vergleiche das Internationale oder das Englische Theater, aber unter dem Gesichtspunkt der Integration ist es grottenfalsch. Es ist so traurig. Ein Werk der Aufklärung wird von der Frankfurter Oper zu einem Instrument der finsteren Reaktion kastriert. Das ist wie eine Zauberflöte, in der die heiligen Hallen als katholische Kirche und Sarastro als Papst dargestellt werden, um eine freundliche Brücke zum Katholizismus zu schlagen. Die von der Opernleitung geäußerte vage Hoffnung "Vielleicht trägt das Projekt zu einer Annäherung der Kulturen mit bei" kann postwendend abschlägig beantwortet werden. Was hat man sich nur dabei gedacht? Wer Brücken zur türkischen Kultur schlagen will muss beim Säkularismus Atatürks ansetzen, nicht beim Islam.
T. Franke
Frankfurt am Main, Hessen - Montag, 28.02.2011, 22:16:18
Dass ich mir diese schlimme Regie von L´Oracolo und Le Villi noch einmal angetan habe, lag nur daran, dass ich auf die Neuen neugierig war.
Und der gestrige Nachmittag hat sich dann doch gelohnt:
belebter kommt es rüber als bei der Premiere, trotzdem ist die konfuse Regie nicht zu retten.
Sun Hyung Cho (aus dem Studio !!) macht ihre beiden großen Rollen zauberhaft. Eine klangvolle Stimme und ein natürliches Spiel !
Arnold Rawls hat Schwieriges zu singen und schlägt sich gerade in den hohen Passagen sehr tapfer. Johannes Martin Kränzle macht aus seiner Rolle in Oracolo vokal und szenisch ein spannendes Portrait. Auch Aris Argiris gibt seinen beiden Rollen kräftigen Nachdruck.
Nina Tandarek ist von meinem Sitzplatz aus anfangs leider kaum zu sehen gewesen, singt aber tadellos.
Wie immer weit mehr als nur zuverlässig klingt Franz Mayer.
Ganz besonders möchte ich den Chor loben. Vor einigen Jahren klang manches noch sehr ungehobelt. Gestern war vom Forte bis zu den zarten Frauenstimmen-Einsetzen alles makellos.
Hartmut Keil könnte manchmal etwas leiser dirigieren, aber sonst brachte das Orchester eine sehr gute Leistung.
Hellbrück, Adrian
Frankfurt, Montag, 14.02.2011, 09:48:27
Betr. "Hoffmanns Erzählungen" (bis April 2011, mein Besuch am 14.10.2010):
Leider wurde das Finale der Oper geändert (m.w. verfälscht)und damit verdorben! Im Original macht der Chor in Auerbachs Weinkeller den temperamentvollen Abgesang, eines
der Höhepunkte der Oper. In der aktuellen Aufführung wird das einfach unterschlagen und stattdessen ein unbekanntes moralinsaures Rührstück (Dialog zwischen Hoffmann und Muse) eingeschoben. Ich kenne mehrere Aufnahmen von "H. E.", aber das habe ich noch nie gehört. Es wirkte musikalisch und von der Aussage her wie ein Fremdkörper in dem Werk. Die Änderung wurde noch nicht einmal im Programm erwähnt. (Oder habe ich es übersehen?). Welchen Sinn soll das haben? Ist
das weiter niemandem aufgefallen oder ist es dem Publikum egal? Ansonsten finde ich, dass die Aufführung das wesentliche der Oper
gut zum Ausdruck gebracht hat, auch was die Spannung betrifft (z. B. Antonia), und es gibt sogar eine Humoreinlage (Giulietta).
Claudia Hinz
Bad Vilbel, Sonntag, 13.02.2011, 11:21:50
Zu Tosca (gesehen Freitag, 11. Febr. 2011):
Bravo, Jason Howard, Bravo!
Dein Scarpia hat die Vorstellung herausgerissen!
Und schade, dass das Publikum immer noch nicht mitgeht. Das wird wohl nicht mehr werden, in deutschen Opern............
Sascha Wagner
Frankfurt/Bad Mergentheim/Rodalben, Deutschland - Samstag, 12.02.2011, 19:03:31
Tosca, 07.02.2011
Kurz zusammengefasst: eine wunderschöne Aufführung, beeindruckend, berührend, noch nie so gehört und gesehen. Vielen Dank an Herrn Petrenko, Herrn Kriegenburg und Herrn Thor und die Sänger, insbesondere Herrn Howard, Frau Sunnegardh und Herrn Antonenko. Dank und Kompliment auch auch an alle Mitwirkenden (Orchester, Kostüm, Chor, ect.) und den Intendanten, der all das immer wieder möglich macht.
Uta Schmitz
Frankfurt, Dland - Dienstag, 08.02.2011, 21:20:41
zum Simone Boccanegra am Freitag ,den 4.Februar:
Franz Grundheber ist mir noch als Jago (Otello) vor mindestens 15 Jahren an der Oper Frankfurt in bester Erinnerung. Und nun besticht er als weiser, immer noch wohltönender Simone Boccanegra: eine singuläre Leistung, die man nicht genug honorieren kann. So würdevoll altern zu können ist ein seltenes Privileg.
Und auch die andere Besetzung ist allerbeste Klasse: David Kim mit perfekt-geführtem Spinto-Tenor, Johannes Martin Kränzle als markanter, hochdifferenzierter Paolo, Barbara Havemann als einfühlsame, bescheidene Amelia, Thorsten Grümbel als markiger, geradliniger Fiesco und Florian Plock als straffer Pietro.
Dazu der klangstarke Chor und das bestaufgelegte Orchester unter der subtilen Leitung von Pier-Giorgio Morandi. Christof Loys konzentrierte Regie schafft Spannungen und Emotionen, die die Aufführung einzigartig machen.
Eine dringende Empfehlung an alle! Es gibt davon nur noch zwei Vorstellungen.
Gregor Schuster
Frankfurt, Deutschland - Montag, 07.02.2011, 23:51:52
Wir sind zuversichtlich, "Die Walküre" auf CD zur Premiere von "Siegfried" am 30. Oktober 2011 zu präsentieren. In der Pipeline sind außerdem die CDs zu den Frankfurter Aufführungen von "Medea", "Die tote Stadt" und "Palestrina".
Ihre Oper Frankfurt
Freitag, 04.02.2011, 18:34:27
Eine Frage stellvertretend für alle ungeduldigen Fans der aktuellen Ring-Inszenierung (zu denen ich mich sehr gerne zähle): Gibt es schon einen Veröffentlichungstermin für den CD-Mitschnitt der Walküre?
Michael Mohn
Mittwoch, 02.02.2011, 18:12:28
Alfred Kim in Verdis "Simon Boccanegra": Welch eine hinreißende stimmliche Tenor-Brillanz!
Eine Erleichterung für den Besucher, es allein mit einer begnadeten Stimme umgedreht zu haben, die schrecklich grau-triste und einfallslose Bühnenausstattung in den Hintergrund zu drängen. Und auch noch die anderen grau-in-grau mehr oder weniger vor sich hin singenden Sänger zu mehr Dramatik und Beweis ihres Auch-Könnens mitzureißen. Danke, Sie begnadeter Alfred KIM.
Alice Adler
Langen, Hessen - Sonntag, 30.01.2011, 12:57:12
Von der Wiederaufnahme "La Damnation de Faust" bin ich ganz begeistert - ich hatte die Aufführung bisher leider nicht sehen können. Die mit einer unerschöpflichen Fantasie gestaltete Inszenierung in Verbindung mit Ausstattung, Licht und Video ist überwältigend. Beeindruckend wieder einmal die Bühnentechnik, die alle Anforderungen souverän bewältigte. Großartig der Dirigent Friedemann Layer und "unser" wunderbares Orchester, wobei dieses Mal insbesondere die Flöten brillant waren. Also große Anerkennung für alle Beteiligten.
Klaus Grossmann
Montag, 24.01.2011, 17:28:41
Gleich nach dem Vorwort des Herrn Intendanten lädt das Opern-"Magazin" zur Kammermusik im Foyer am 23.1. ein und lockt mit Trauvaillen von Zemlinsky, Eisler, Weill und Schönberg - und nicht zuletzt mit der trefflichen Juanita Lascarro, die wir unbedingt im Rahmen von Kammermusik hören wollen. Viola, Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Horn sollen die musikalische Basis abgeben.
Stattdessen spielt ein (sehr engagiertes) Streichquartett ein wenig Schubert und je ein Werk von Zemlinsky und Ravel.
Keine Erklärung, keine Begründung, keine Entschuldigung des Hauses.
Programmänderungen sind immer vorbehalten; das wissen wir. Aber ein Veranstalter, der seine Kunden ernstnimmt, verhält sich nicht so arrogant wie das Opernhaus. Das Verfahren ist eingeübt: Als der Stargast Hille Perl zum Foyerkonzert stillschweigend durch eine andere Gambistin ersetzt wurde, waren nicht nur die fachkundigen Zuhörer sehr empört.
Wir sind dann sehr solidarisch mit den Musikern, die gegen den Frust anspielen, erwarten indessen vom Haus, seine Gäste künftig wertzushätzen und ernstzunehmen.
Klaus Ruß, Bad Nauheim
Klaus Ruß
Bad Nauheim, Deutschland - Sonntag, 23.01.2011, 18:03:24
Anmerkung der Oper Frankfurt zur Umbesetzung "Simon Boccanegra": Wolfgang Koch kann derzeit auch an der Staatsoper Hamburg wegen Krankheit seine Partie in "Parsifal" nicht wahrnehmen.
Mit besten Grüßen
Oper Frankfurt
Freitag, 21.01.2011, 14:39:10
Wir haben uns so auf Herrn Koch gefreut.
Krank scheint er aber doch nicht zu sein, denn er singt in Hamburg den Amfortas zeitgleich.
NUn freuen wir uns auf Herrn Grundheber als Simon.
Auch die übrige Besetzung verspricht eine spannende Aufführung.
Drescher, Maximilian
Frankfurt, Mittwoch, 19.01.2011, 09:30:36
Nach dem Hoffmann jetzt erneut in Tosca:
Hat die Frankfurter Oper ein Bösewicht-Problem?
Kerstin Krumrei
Frankfurt, Montag, 17.01.2011, 09:19:43
"1900" am 12.1.11 im Bockenheimer Depot
Großes Lob für ein außergewöhnliches Musiktheaterereignis.
Die Aufführungsmöglichkeiten im Bockenheimer Depot
sind phänomenal, welch ein Unterschied zur machmal doch sterilen Atmosphäre z.B. in der Alten Oper, dafür macht man dann auch mal Abstriche beim Raumklang (je nach Sitzplatz).
Zum gelungenen Abend trugen außer den Musikern und Sängern auch die Schauspieler/Tänzer bei,
besonders vergnüglich im übrigen Frau Verwey!
Erfreulich dass Tanja Ariane Baumgartner hier ausgiebig Raum bekam für ihre wandlungsfähige
Stimme und ihre Bühnenpräsenz. Auf weitere große
Rollen freut sich das Frankfurter Publikum schon.
Übrigens schade, dass es zu dieser Produktion
anscheinend keinen Imagefilm gibt.
I.Reuter
Frankfurt, Donnerstag, 13.01.2011, 11:36:53
Für den wunderbaren und bezaubernden Figaro am vergangenen Freitag möchte ich mich herzlich bedanken aber das volle Haus und der Applaus sprachen ja ganz klar nicht nur für meine Meinung sondern auch für den guten Geschmack des Publikums und diese wunderbare nie langweilige Inszenierung.
Als jahrelanger Opernbesucher und –fan schwärmte ich oft für die Tenören in ihren wunderbaren Rollen und davon gibt es eine Menge - gutaussehende Helden mit tollen Stimmen.
Aber das hat die Frankfurter Oper geändert. Sah ich da in der letzten Saison einen witzigen über die Maßen talentierten Papageno, der mich nicht nur mit seiner Stimme faszinierte sondern auch mit seinem schauspielerischen Talent. Ich sah das nicht alleine so, denn inzwischen haben viele meiner Bekannten und Freunde ebenfalls über diesen witzigen Bassbariton gelacht.
Freitag hatte ich nun das Glück, den Figaro zu sehen und war auch hier begeistert vom Gesamteindruck den Florian Plock hinterlassen hat – aber die „bravo“-Rufe sprachen ja für sich…..
….und ich möchte gerne mehr davon und ich bin sicher anderen geht es genauso…….
Dr. Liane Fickler
Mittwoch, 12.01.2011, 14:02:44
www.carmen3d.com
Zwei Ensemble Mitglieder (Paula Murrihy, Aris Argiris) haben in diese einmalige Produktion teilgenommen! Wieso Oper Frankfurt sagt nicht davon??? Ist das nicht eine gute Werbung für unsere Opernhaus???
Marlene
Frankfurt, Samstag, 08.01.2011, 11:29:43
Wir bedauern sehr, dass Johannes-Martin Kränzle im Neuen Jahr nur in Wiederaufnahmen zu sehen und hören sein wird. Um ihn in Neuinszenierungen zu erleben, muss man wohl der Frankfurter Oper untreu werden und nach Salzburg, Berlin, Mailand und Genf reisen.
Stefan Tóth
Bad Vilbel, 31.12.2010
Stefan Tóth
Bad Vilbel, Freitag, 31.12.2010, 20:36:18
Großes Lob für die sehr schönen und aufwendig produzierten Videos, die einen sehr spannenden Einblick in einige Bereiche des Hauses bieten.
Fred Binsenschneider
Mittwoch, 15.12.2010, 22:29:29
Wenn auch sehr spät, möchte ich dennoch heute einige Bemerkungen zu der Aufführung der Walküre am 18.11.abgeben.
Es gibt nichts, was wir kritisieren könnten.Die Inszenierung fanden wir einfach toll. Von Frau Westbroek war eine außergewöhnliche Leistung zu erwarten, die sie auch voll erfüllte. was überraschte, war der Siegmund von Frank van Aken. Da ist es unverständlich, weshalb er zu Beginn seiner frankfurter Zeit umstritten war. Ich vermute einfach, daß die gleichen "Opernkenner", die bei einer Aufführung der "Frau ohne Schatten" Frau Whisnant ausgebuht haben. Und zwar völlig grundlos, einfach nur Aufmerksamkeit erregen wollten.
Den nachhaltigsten Eindruck hinterließ jedoch der Wotan von Herrn Stensvold. Nicht wegen seines Alters, da passte eigentlich alles.
Ein Glücksfall war der Dirigent, so habe ich Wagner nie gehört. Trotz der nötigen Durchschlagskraft der Musik war jedes einzelne Thema filigran herausgearbeitet. Und die Übertitelung hätte man sich eigentlich sparen können. Man verstand fast jedes Wort.
Ich freue mich schon auf den "Tristan" und die Wiederaufnahme der Walküre.
hermann cornella
lahnau, deutschland/hessen - Montag, 13.12.2010, 02:30:35
Nein, Frankfurt ist nicht das Mekka der deutschen Opernwelt. Auch ist es nicht das Rom oder Jerusalem der Opernwelt, viel eher scheint es mir das Athen der Opernwelt zu sein, denn hier huldigt man einem musikalisch ergiebigen Polytheismus, der auch lokale Hausgötter für die Dauer einer Aufführungsserie in den Opernolymp erhebt.
Die Rede ist natürlich von Purcell und Bartok, deren Einakter gestern so fabelhaft zur Aufführung gebracht wurden. Den außerordentlichen Rang, den dieses Orchester mittlerweile genießt, hat es erneut bestätigt. 230 Jahre Musikgeschichte an einem Abend zu verbinden und dabei jeweils den adäquaten Klang zu erzeugen, das ist eine Leistung, die mindestens neben der famosen Walküre bestehen kann. Ein großes Kompliment an den noch jungen Dirigenten, den wir hier gerne noch öfter erleben möchten. Wunderbar die beiden Frauen des Ensembles Paula Murrihy und Claudia Mahnke. Eine melancholisch sich verzehrende Dido und eine fordernde, stimmgewaltig und nuanciert singende Judith.
Dank der Regie ist dieser Opernabend ein sehr intensives Erlebnis und wer frühere Arbeiten dieses Regisseurs kennt (z.B. Peter Grimes und die Aufzeichnungen aus einem Totenhaus in Hannover) weiss, dass auch in einem fast leeren Bühnenraum ein Maximum an theatralischer Aktion erzeugt werden kann.
Nun war die Bühne bei Hoffmanns Erzählungen nicht ganz leer, aber die Regieleistung war doch eher minimiert. Insofern gebe ich meinem Vorredner Recht, bin aber bereit das als einmaligen Aussetzer zu entschuldigen, damit auch im nächsten Jahr gilt: "Wes Regie dies auch sei, hier muß ich rasten."
Jörg Barenscher
Fulda, Montag, 06.12.2010, 16:26:02
Es gibt für Opernliebhaber wahrlich nichts schöneres, als im Mekka der deutschen Opernwelt zu leben und zweimal 'Die Walküre' erlebt zu haben.
Wolfgang Kronemann
Frankfurt am Main, Deutschland - Sonntag, 28.11.2010, 21:09:14
Was ist mit dem Gästebuch los? Kein einziger Besucher oder Besucherin hat sich zu der gewiß nicht unproblematischen Inszenierung von "Hoffmanns Erzählungen" geäußert und zu der meiner Ansicht nach großartigen Inszenierung von "Die Walküre" war auch nichts zu lesen, dabei hätte man doch zu der (meiner Ansicht nach) sehr überzeugenden Szene mit den Soldatensärgen durchaus auch einiges sagen können.
"Hoffmanns Erzählungen" hat mich etwas enttäuscht. Es war gut, endlich einmal die Szene mit den Geistern des Weines zu bringen, aber an anderen Stellen wurde zuviel gekürzt und anderes hätte man dafür weglassen können. Der "Antonia"-Akt war ohne Spannung und überzeugte nicht, vieles im "Giulietta"-Akt blieb unklar. Das Orchester war an den meisten Stellen viel zu laut, das lag aber am Dirigenten, nicht an dem höchst professionellen Orchester, das auch in der "Walküre" bravourös spielte.
Klaus Grossmann
Freitag, 26.11.2010, 11:37:02
Es war volll toll....
Auch wenn ich noch sehr Jung bin Fand ich das stück gut...
liebe grüße
Tessa Mülvi
Samstag, 13.11.2010, 17:39:29
Damit hier endlich auch mal etwas zum "Frankfurter Ring" gesagt ist:
Was sich da getan hat und tut, kann man einfach nur noch als "grandios" bezeichnen! Das Frankfurter Haus ist plötzlich über Deutschland und Europa hinaus in aller Munde, die Wagnerianer aus allen Himmelsrichtungen machen sich schon jetzt Sorgen um Tickets für "Siegfried", "Götterdämmerung" und die komplette "Ring-Serie"!
Dies ist beileibe keine kurzfristige "Frankfurter Hype", wie einige Neider an manchen etablierten deutschen Konkurrenzhäusern Glauben machen wollen, es ist das Ergebnis einer klaren Zielvorstellung von Intendanz und musikalischer Leitung! Deswegen gebührt den Herren Loebe und Weigle ein besonderer Dank!
Schade, dass gestern das "Traumpaar" Westbroek/van Aken getrennt werden musste; bei aller Reputation, Edith Haller war hervorragender Ersatz, aber sie erreichte nicht das unglaubliche Format von Eva-Maria Westbroek! Und wie gut, dass Bernd Loebe trotz einiger Miesmacher in diesem Forum vor einiger Zeit Frank van Aken vollstes Vertrauen geschenkt hat! Was haben wir jetzt für einen Siegmund in unsrem Ensemble!
Schade, dass man sich mangels Ticket diese "Walküre" nicht ein 3. Mal gönnen kann!
A. Hofmann
Fulda, Donnerstag, 11.11.2010, 13:56:17
Liebes Webteam,
wo bleibt denn das Video zur Walküre?
Schöne Grüße
FB
Fred Binsenschneider
Dienstag, 02.11.2010, 13:57:13
Habe 2 Karten für TOSCA am 21.01.2011 für EP (99 €) abzugeben.1. Rang Mitte links, Reihe 5, Platz 13 und 1. Rang Mitte rechts, Reihe 5, Platz 14.
Simona Michel
Dreieich, Deutschland - Samstag, 23.10.2010, 10:38:51
"Medea" war in der Tat das spannendste, eindrucksvollste, Ereignis der letzten Jahre, obwohl wir zuletztschon viele herausragende Vorstellungen erlebt haben. Die Intensität, die gesanglichen und körperlichen Leistungen der Beteiligten sind nicht mehr zu überbieten. Besonderes Lob verdienen der Dirigent Erik Nielsen und "unser" wunderbares Orchester für die besondere Nervenstärke nach dem Unfall.Die optischen und musikalischen Eindrücke sind so überwältigend, daß man diese nach nur einmaligem Sehen und Hören nicht bewältigen kann. Deshalb: bitte unbedingt eine Wiederaufnahme.
Klaus Grossmann
Freitag, 22.10.2010, 18:51:29
Christiane Karg aus "unserem" Ensemble! Herzlichen Glückwunsch zur gestrigen Echo-Klassik-Auszeichnung "Beste Nachwuchs-Künstlerin des Jahres - Gesang 2010"!
A. Hofmann
Fulda, Montag, 18.10.2010, 13:17:43
Herrn Allin schließe ich mich an. Medea war ein wunderbarer Abend und zum Glück blieb es trotz Unfall ohne Folgen. Danke für die Ansage durch Herrn Loebe, das hat sicher die Zuschauer beruhigt.Hoffentlich gibt es 'trotz Unfall' irgendwann eine Wiederaufnahme
Dr. Stefan Schlesinger
Frankfurt, Montag, 18.10.2010, 10:48:40
Dem "Stein-Geschädigte"n Bass-Instrument und seinem Orchestermitglied aus MEDEA alles Gute und Gesundheit. Hoffentlich sind Kopf und Instrument wieder o.k.
Es wahr ein toller Abend, vorallem die vielen jugendlichen im Zuschauerraum haben uns sehr erfreut!
Wolfgang und Angelika Allin
Wolfgang Allin
Wiesbaden, Deutschland - Sonntag, 17.10.2010, 13:20:43
Ein Wochenende mit Aribert Reimann
Selten bietet sich eine solche Gelegenheit. Zwei Werke eines lebenden Komponisten zeitgleich an zwei hessischen Opernhäusern. Am Samstag besuchte ich nochmals die "Medea" und erneut erlag ich der Faszination von Reimanns musikalischer Arbeit am Mythos. Großartig die klanglichen Entsprechungen, die der Komponist für diesen Stoff gefunden hat und wie sie das Orchester und sein Dirigent realisiert haben. Großartig auch die Leistungen der Sänger. Da ist zuerst Claudia Barainsky zu loben, die Medea nicht bloß sang, sondern diese Figur geradezu verkörperte. An ihrer Seite die wunderbaren Ensemblemitglieder Tanja Ariane Baumgartner (welch ein herrlicher Mezzo-Sopran, auch als Eboli grandios) und Michael Nagy. Bei dessen letzter Szene, der Klage um die toten Söhne, da meinte ich schon einen künftigen Lear zu hören.
Den "Lear" gab es dann am Sonntag am Staatstheater in Kassel. Für dieses Haus sicher eine immense Herausforderung, die aber beachtlich gemeistert wurde. Das hinter der Bühne plazierte Orchester spielte sehr gut, die nah ans Publikum gerückten Sänger textverständlich, die Regie ungewöhnlich aber schlüssig (eine Krankenstation mit drei Patienten:Lear, dem Narren und dem Herzog Gloucester). Sicher wird das Niveau der Frankfurter Aufführung nicht erreicht (die steht jetzt hoffentlich in vielen CD-Regalen), aber ein Beweis der Leistungsfähigkeit des Musiktheaters in Kassel ist diese Aufführung bestimmt.
Jetzt würde ich Ihnen gerne noch zur Wahl zum "Opernhaus des Jahres" gratulieren, aber das dauert hoffentlich, vielleicht nur noch wenige Tage.
Jörg Barenscher
Fulda, Montag, 27.09.2010, 17:22:20
GUT SO: nun endlich hat auch die oper frankfurt ein kleines videoportal! nun wäre noch eine passende "app" für die diversen "ipads und sonstige" zu wünschen! viel glück auch damit!! grüsse und schöne neue spielzeit
Hans Achfried
Montag, 13.09.2010, 08:24:33
Sehr schöner Werbefilm. Wirklich gelungen.
Uwe Deißler
Uwe Deißler
Donnerstag, 02.09.2010, 15:51:07
Ein glückliches Los hatte ich diesen Sommer für Salzburger Festspiele. Da mein Arbeitgeber zu den Hauptsponsoren gehört, konnte ich alle drei Opernaufführungen mit Frankfurter Sängerbeteiligung live erleben und kann Großartiges berichten:
Die Ensemblemitglieder ihres Hauses glänzten:
Tanja Ariane Baumgartner als Gräfin Geschwitz in der leider szenisch wenig gelungenen Lulu-Premiere gehörte mit ihrem reichen Mezzosopran zu den absoluten Pluspunkten der Aufführung.
Christiane Karg sang glockenschön den Amor in der musikalisch romantisierenden Muti-Interpretation von Glucks Orfeus. Auch das Liebespaar war vokal überragend.
Johannes Martin Kränzle brillierte großartig als Sänger wie als Darsteller in der Hauptrolle des Nietzsche von Rihms Oper Dionysos. Bestens besetzt und umgesetzt war dieses uraufgeführte Werk das Highlight der diesjährigen Festspiele sicher nicht nur für mich.
War übrigens die dort singende Elin Rombo (wunderbar in Stimme und Spiel) nicht auch einmal in Frankfurt ?
Sicher gab es auch an anderen Festspielorten Frankfurter Beteiligte. Wenn die Auftritte ebenso überzeugend wie in Salzburg waren, tragen Frankfurts Sänger den Ruf ihrer Oper auch in der Sommerpause in die Welt !
Oliver Mühleisen
Wiesbaden, Mittwoch, 01.09.2010, 23:23:27
Was für eine herausragende Ensemble-Leistung gestern bei der Saison-Eröffnung mit Figaros Hochzeit! Grandiose Frauen-Stimmen mit Karg, Lascarro, Magiera, Tarandek, im Vergleich dazu nur kleine Abstriche bei den Männern (Geyer, Bailey, Mayer, Pregardien). Und ein Mozart-Orchester aus einem Guss unter Hartmut Keil! Außer bei der Deutschen Staatsoper Berlin gibt es in Deutschland kein Haus mit solchen Eigenkräften! Beim Liga-Krösus (Bayerische Staatsoper) kann die hauseigene Staffage für die zugegeben großartigen Spitzenstars den Frankfurtern bei Weitem nicht das Wasser reichen! Kompliment an Bernd Loebe!
A. Hofmann
Fulda, Montag, 30.08.2010, 13:27:52
@Frau Wildt: Vielleicht hat es damit zu tun, dass es eine Abo-Serie "Premieren" gibt, die derzeit ausverkauft ist?
Ferrando
Dienstag, 24.08.2010, 12:05:37
Hier passte einfach alles, weiter so.
Lars Kiesewalter
z.Zt. FFM, Deutschland - Mittwoch, 18.08.2010, 15:14:14
Leider, leider war es mir nicht möglich, eine Karte in der von mir gewünschten Kategorie zur Premiere von "Hoffmann's Erzählungen" zu bekommen. Obwohl der Vorverkauf erst morgens geöffnet hatte und ich am gleichen Nachmittag zur Vorverkaufskasse gekommen bin....Nur noch Plätze ganz hinten für 10 EUR waren zu haben. Schon seltsam, woran das wohl liegt??? Nun, ich habe jetzt die gewünschten Karten für einen anderen Termin bekommen.Alle Menschen sind gleich, aber einige Menschen sind doch gleicher als Andere.
Anette Wildt
Montag, 16.08.2010, 14:51:06
Liebes Opernteam,
der neue Web-Shop ist gelungen, aber eine Frage hätte ich: wird es grundsätzlich nur die Zahlung per Kreditkarte geben oder ist auch die Abbuchung per Lastschrift in Planung? Bei TicketCorner war beides möglich von Deutschland aus und daher sehr bequem, wenn man nicht über eine (private) Kreditkarte verfügte.
Alex
Frankfurt, Donnerstag, 12.08.2010, 14:25:57
"Am 2. August 2010 nahm der neue Telefonische Kartenservice von Oper und Schauspiel Frankfurt seine Tätigkeit auf.Sonntags 10:00 bis 18:00 Uhr".
Seit zwei Stunden versuche ich nahezu ununterbrochen, dort jemanden zu erreichen.
Ulrich Harbott
Sonntag, 08.08.2010, 12:48:31
Kurze Frage zu den Anfangszeiten!
Zum Glück ist man in Frankfurt am Main für auswärtige und ansreisende Besucher recht rücksichtsvoll. So beginnen zum Glück einige Vorführungen wie die Walküre schon um 15:30. Das heißt ein Ende ist jeweils so früh, dass man per Zug noch bequem in jede andere deutsche Stadt am selben Tag zurückreisen kann (ich zum Beispiel nach Berlin, das heißt, ich kann in meiner Berliner Wohnung schlafen und am nächsten Tag wie gewöhnlich zur Arbeit gehen).
Dafür zunächst einmal danke. Häuser wie die Oper Hamburg oder auch Köln kriegen sowas trotz Nachfragen leider nicht hin. Dabei entscheidet es oft, ob man überhaupt sich auf den Weg z.B. nach Frankfurt macht. Nicht jeder hat Geld, Lust und Zeit um dann noch in einer anderen Stadt zu übernachten (ich für meinen Teil habe alle drei Dinge in der Regel nicht).
Meine Frage: leider beginnen alle Tristan und Isolde - Vorstellungen im April trotz Aufführungstag an einem Sonntag erst um 17 Uhr. Kann man da nicht was machen? Zumal noch keine Karten im Verkauf gelandet sind? Wäre schön, wenn zumindest die erste Vorstellung um 15 Uhr oder 15:30 beginnen würde, es würde vielen die Anreise erleichtern oder ermöglichen!
Besten Dank und viele Grüße
v.d.Vogelweide
Berlin, Vogelweide - Mittwoch, 04.08.2010, 14:44:56
@ Herrn Demel,
ich freue mich darauf, nächste Saison ein paar mal die Oper Frankfurt zu besuchen. Das Saisonprogramm ist interessant.
Allerdings bin ich ein sehr glücklicher Berliner, ich gehe hier sehr gerne in meine drei Häuser und würde sie gegen keine anderen Häuser der Welt eintauschen wollen. Also auch gegen Frankfurt nicht.
Sorry.
Aber wie gesagt, ich bin sehr gespannt.
Otello
Sonntag, 01.08.2010, 19:25:43
Vor Beginn der neuen Saison ist es an der Zeit, für die zurückliegende Spielzeit Dank zu sagen. Wenn man das (oft zweifelhafte) Vergnügen hat, regelmäßig das Angebot der selbstangemaßten „Opernhauptstadt“ Berlin mit den Leistungen der Oper Frankfurt zu vergleichen, dann wird einem erst bewußt, in welch glücklichem Ausnahmezustand sich die Mainmetropole derzeit befindet. Alles scheint hier zu stimmen: Die Wertschätzung und damit einhergehend eine auskömmliche finanzielle Absicherung durch die Stadtpolitik, der Weitblick und die Umsicht der Intendanz, spannende Regie und spielfreudige Sänger, leistungsfähige und hörbar engagierte Orchester- und Chormusiker und insgesamt eine spürbare Identifikation aller Mitarbeiter mit dem Haus. Die Zahl der Frankfurter Glücksmomente in der vergangenen Spielzeit haben alle drei Berliner Häuser zusammen nicht erzeugen können. Wo immer man hinschaute und hinhörte, überall hohes bis höchstes Niveau. Bedauerlich nur, daß man wegen der Wiederaufnahmen nicht „Opernhaus des Jahres“ werden kann: „Frau ohne Schatten“ mit festspielwürdiger Besetzung, „Zauberflöte“ mit der Traumkonstellation Karg/Behle/Kränzle, regelrechte Galavorstellungen von „Don Carlo“, ein auch in der Wiederaufnahme exzeptioneller „Billy Budd“ – welch ein Kontrast zur trostlosen Repertoireverwaltung etwa an der Deutschen Oper Berlin. Wie frisch wirkten auch immer noch Cortis „Traviata“ (mit einer fabelhaften Lisnic) und Hilsdorfs Mefistofele-Bilderbogen, wie sorgfältig war Loys „Tito“ wiedereinstudiert, wie beeindruckend rund gelang die Reprise von Nels „Parsifal“.
Und erst die Premieren: Allein mit „Tempest“ und „Owen Wingrave“ hat sich Frankfurt wieder als eines der führenden Häuser im deutschsprachigen Raum präsentiert. Spätestens aber mit der szenisch und musikalisch sensationellen „Daphne“ sollte Frankfurt Bieitos Trash-Parsifal in Stuttgart und Neuenfels‘ Lear an der Komischen Oper Berlin (der Frankfurter Lear war szenisch dichter und musikalisch um Längen besser) die Mitkonkurrenten um die Auszeichnung für die beste Gesamtleistung aus dem Rennen geschlagen haben. Der kammermusikalisch-hellwache und szenisch wortwörtlich „runde“ Ring-Auftakt ließ Vorfreude auf die weiteren Teile aufkommen. Kupfers opulentes „Faust“-Resümee war sehr ansehnlich und sängerisch auf gewohnt hohem Niveau besetzt (indes ließ das Orchester hier seine sonstige Farbigkeit und Plastizität etwas vermissen). Musikalische Feste feierte die Frankfurter Oper obendrein mit den beiden konzertanten Aufführungen von „Anna Bolena“ und vor allem von „La Rondine“.
Man erwischt sich angesichts dieser Kette von Höhepunkten dabei, solche Aufführungen weniger zu würdigen, die an einem „normalen“ Haus zu den Spitzenerzeugnissen zählen würden: ein „bloß“ unterhaltsam inszenierter (und dabei vorzüglich musizierter) „Orlando“, eine zwar rollendeckend besetzte „Cosi“, bei der man aber eben immer noch Kränzle, Nagy und vor allem Behle als Vergleichsmaßstab im Gedächtnis hat, oder ein szenisch solider „Nabucco“, immerhin mit Lucic in der Titelrolle und einer großartigen Chorleistung.
Also keine Wünsche offen? Vielleicht den, daß Alfred Kim seinen „Hoffmann“ differenzierter anlegen möge als seine sonstigen Rollengestaltungen im Hochdruck-Forte, oder den, daß Kränzle demnächst wieder öfter in Frankfurt zu hören sein möge (um nicht immer seinetwegen nach Köln fahren zu müssen), oder auch den, daß Daniel Behle uns nicht verloren geht, Zeljko Lucic und Joseph Calleja wieder öfter mal vorbeischauen und bitte Calixto Bieito (nach seinem Macbeth) nie wieder die Gelegenheit bekommt, seine kaputten Sexualphantasien in Frankfurt auszuleben und wir auch weiterhin von verquasten Neuenfels-Revuen verschont bleiben.
Michael Demel
z. Zt. Berlin, Sonntag, 25.07.2010, 19:50:40
Sehr erfreulich, dass sie nunmehr mit bewegten Bildern über Ihre so erfolgreiche Arbeit informieren. Den Aussagen von Steffen Seibert kann ich nur zustimmen. Einen schönen Dank für diese Art der musikalischen Späterziehung.
Jörg Barenscher
Fulda, Dienstag, 20.07.2010, 22:57:19
Bitte nehmen Sie Ihren Eintrag in folgendem Formular vor (die einzigen Felder, die Sie ausfüllen müssen, sind Name und Kommentar, alle anderen Angaben sind freiwillig). Danke!
