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Oper Frankfurt


Kaminski on Air - ein besonderes Erlebnis!
Schade, dass das Depot höchstens halb voll war.
Es lohnt sich, auch wenn man nur eine Vorstellung
sehen möchte. Man kann auch jetzt noch in den "Ring" einsteigen und dann die ersten Teile der zweiten Staffel besuchen.
Vielleicht könnte die Oper noch zusätzlich auf
Kaminskis Homepage verweisen: kaminski-on-air.de/ring.html‎. Auch wäre ein Hinweis auf der Website des Schauspiels unten in der Newsspalte vielleicht ganz nützlich, schließlich
fanden vor einiger Zeit bereits Kaminski-on-air-
Vorstellungen dort erfolgreich statt.
Übrigens eignet sich der "Siegfried" am So.,19.5.
auch besonders für jüngere Leute und bestimmt nicht nur für Opernfans !
Langweilig ist es ganz bestimmt nicht, denjenigen, die da waren, hat es sehr gut gefallen.
Also: Bleiben Sie an Pfingsten in Frankfurt
(das Wetter soll bescheiden werden!) und machen
Sie einen Pfingstausflug nach Bockenheim ins Depot, auf dass "die Bude voll wird" (Originalton
Kaminski).

I.Reuter
Frankfurt, Montag, 13.05.2013, 09:39:26
Liebe Oper Frankfurt,

was war das für eine mitreissende Vorstellung "Don Carlo" gestern! Ausgesprochen würdig dem "Opernhaus des Jahres"! Eine wunderschöne Inszenierung, das Orchester und der Chor in bestechender Form und fantastische Solisten: welches Haus der Welt kann die Rollen der Eboli, Don Carlo und Marquis von Posa aus dem eigenen Ensemble mit derartigen Spitzensängern wie Tanja Baumgartner, Alfred Kim und Daniel Schmutzhard besetzen? Dazu noch tolle Gäste: Serena Farnocchia als Elisabeth und Giorgo Giuseppini als Philipp. Bravo an alle Beteiligten und danke!

E. Guenther
Montag, 06.05.2013, 19:48:29
Welch ein Opernrepertoire! Welche großartigen Sänger/Innen! Welch eine neue Saison 2013/2014! Jetzt fehlt noch: welch ein Intandant und GMD und welch ein Opernteam. Seit 1972 bin ich immer (auch in den Tiefen des Hauses) "meiner" Oper treu geblieben, das hat sich in jedem Fall gelohnt. Doch die kommende Saison freut mich besonders, es sind wieder Kostbarkeiten dabei, die
man nur in Frankfurt am Main hören wird. Delius' "Romeo und Julia auf dem Dorfe" (habe ich zuletzt in Darmstadt in den 80er gesehen), Rossinis "Diebische Elster" und so könnte ich alle Neuinszenierungen aufzählen. In jedem Falle "danke" dafür. Herr Loebe, ich kann Ihren Frust und Ärger gut verstehen (z.B. OB und seine Einsparungen), unwissende Taxifahrer: na ja... wir sind nun mal eine multikulturelle Stadt; ich sehr stolz darauf, in dieser Stadt zu wohnen. Frau Dr. Petra Roth hatte großes Interesse an der Oper Frankfurt (Danke Frau Roth); Herr Feldmann setzt andere Schwerpunkte. Ich besuche selbst die Kinovorstellungen der MET und treffe recht viele treue Abonennten der Oper Frankfurt. Sehr oft ist der Schluß nach ein KinoAbend: die Oper Frankfurt kann das besser. Nochmals vielen Dank für alles. Mit ganz großem Respekt grüßt Sie Karl-Heinz Pape

Karl-Heinz Pape
Frankfurt am Main, Sonntag, 05.05.2013, 13:59:17
Das Husten in die Oper - bei Lohengrin am Mittwoch und erst recht beim Ring in Februar - stört. Man kann es nicht vermeiden, aber es muss nicht so laut sein. In Manchester, Nordengland, hat das Hallé Orchester im Programmheft drucken lassen, dass ein ungedämpften Husten die gleiche Lautstärke wie eine mezzoforte gespielte Trompete, und die Zuhörer gebeten, das Husten zu dämpfen. Es hat Wirkung gezeigt.
Isabel Scholes
Frankfurt, Deutschland - Samstag, 04.05.2013, 06:06:15
Wie S.R. aus Hildesheim (siehe Kommentar vom 24.04.2013) fand auch ich das Vorwort von Herrn Loebe zum Spielplan 2013/14 in Teilen recht irritierend. Nicht nur, weil ich vermute, dass die MET-Übertragungen nicht in direkter Konkurrenz zur Oper Frankfurt stehen (wer sich die Übertragungen ansieht, was sich teilweise wirklich lohnt, verzichtet deshalb m.E. nicht auf einen Opernbesuch), sondern auch, weil es meiner Ansicht nach zum Beginn der neuen Spielzeit wichtigere Themen als MET-Übertragungen, Straßenbahnansagen und die Unwissenheit Frankfurter Taxifahrer zu kommentieren gegeben hätte. So z.B. die Preiserhöhung (m.E. mit Ausnahme der „Garderobenabgabe“ sehr durchdacht, da die Abopreise (bis auf das Premierenabo), im Gegensatz zu den Preisen für Einzelkarten, nicht erhöht wurden, was eigentlich noch mehr Anreiz zum Erwerb eines Abos sein sollte), die Beendigung der Zusammenarbeit mit der Alten Oper (hier hätten mich die Gründe schon interessiert) und die erhebliche Ausweitung des Programms für Kinder und Jugendliche. Sehr geehrter Herr Loebe, ich kann Ihren Ärger über Mittelkürzungen und die evt. fehlende Wertschätzung der Oper durch den Frankfurter OB verstehen, und freue mich als begeisterter Opernbesucher und Frankfurter Bürger natürlich sehr, dass Sie engagiert dagegen kämpfen. Als nicht budgetverantwortlicher Zuschauer würde ich in diesem Zusammenhang im Vorwort zum neuen Spielplan aber trotzdem lieber mit einem Spenden- oder Demoaufruf als einem „Kinoverbot“ konfrontiert. Nichts für ungut und last but not least natürlich auch von mir ganz herzlichen Glückwunsch zum International Opera Award!


U. Schmitz
Frankfurt, Dienstag, 30.04.2013, 19:19:51
Die neueste Auszeichnung ist hoch verdient und alle Beteiligten im Opernhaus können stolz sein auf ihre geleistete Arbeit.- Den neuen Spielplan finde ich sehr interessant, obwohl ich mir insgeheim einige andere Werke gewünscht habe, z. B. "Dialogues des Carmélites" oder "Lady Macbeth von Mzensk" - aber, was nicht ist, kann ja noch kommen. Jedenfalls freue ich mich auf die neue Saison. - "Idomeneo" war ein höchst eindrucksvolles, herausragendes Ereignis, besonders, was die Regie, die musikalische Einstudierung, das Orchester und den Chor betrifft. Der Regisseur, der hoffentlich nicht zum letzten Mal hier war, hat eine sehr spannende Inszenierung mit sehr lebhafter und einfallsreicher Personenführung zustande gebracht mit vielen eindrucksvollen Situationen.
Klaus Grossmann
Karben, Samstag, 27.04.2013, 10:27:40
Einen herzlichen Glückwunsch zum International Opera Award 2013 sendet

Ulrike Osterhage

Libretto - buch & musik
Frankfurt am Main, Donnerstag, 25.04.2013, 14:59:04
Danke für den außerordentlich beeindruckenden IDOMENEO, schön dass er nächste Spielzeit wiederkommt. Dürfen wir eventuell auch noch mit einer CD rechnen? Das wäre wundervoll, schon alleine deshalb weil es m.W. keine Aufnahme mit einem männlichen Idamante gibt. Fehlt also im Plattenschrank.
Dr. Schlesinger
Frankfurt a.M., Mittwoch, 24.04.2013, 22:02:39
Zitat aus Ihrer Broschüre:
"Da kann es auch nicht überzeugen, wie etwa die Met New York mit ihren Hochglanz-Übertragungen in Kinos ein Massenpublikum in der ganzen Welt animiert sund gleichzeitig dafür sorgt, dass kleinere Opernkompanien ihre Arbeit einstellen
müssen, weil alles in jene Popcorn-Tempel strömt."

Was für ein Blödsinn. Die Oper Frankfurt sagt, ich soll nicht mehr in die Met-Übertragungen gehen. Der Ballo aus der Met hat mir sehr gut gefallen. Eigentlich wollte ich auch den in Frankfurt sehen. In Frankfurt lebe ich genauso wenig wie in N.Y. Da hätte ich hinfahren müssen. Aber wenn die Oper Frankfurt mir jetzt vorschreiben will, was ich sehen darf, dann überleg ich mir‘s noch mal. Beste Grüße.

S.R.
Hildesheim, Mittwoch, 24.04.2013, 13:55:14
Glückwunsch an Bernd Loebe, Sebastian Weigle, das Ensemble und das gesamte Team zur erneuten und diesmal internationalen Auszeichnung! Was für eine überregionale, weltweite Werbewirkung für die Main-Metropole und ihre Kultur! Hoffentlich wird den Verantwortlichen im Römer jetzt bewusst, was sie und wir an diesem Haus haben! Die geplanten finanziellen Kürzungen in dieser Form würden Frankfurt als Kulturstadt ungemein schaden! Erhaltet die Oper Frankfurt als eines der ersten internationalen Opernhäuser und macht sie nicht zu einem Provinztheater!
A. Hofmann
Fulda, Mittwoch, 24.04.2013, 12:20:54
Auch von mir, der nun seit mehr als 14 Jahren regelmäßig die Frankfurter Oper besucht, herzlichen Glückwunsch für die -meiner Ansicht nach- vollkommen verdiente Auszeichnung! Ich gratuliere auch für den neuen Spielplan 13/14 und bedanke mich für die vielen tollen Sonntag-Nachmittag-Vorstellungen, die Sie wieder bereit haben und die für uns Kasseler ein wahrer Segen sind.
Hans-Jürgen Lötzerich
Kassel, Hessen - Mittwoch, 24.04.2013, 11:03:55
Lieber Herr Loebe,
liebes Team der Oper Frankfurt,
zum "International Opera Award" gratulieren wir Ihnen sehr herzlich. Die Frankfurter Wagner-Freunde wissen schon lange, dass unsere Oper Frankfurt die Nummer 1 ist und wir sind sehr stolz, seit 2010 mit Ihnen allen so intensiv zusammenarbeiten zu dürfen. Es ist einfach klasse, welche positive und aufgeschlossene Stimmung wir im Hause vorfinden. Nun ja, und die Spielplangestaltung hat in den letzten Jahren begeistert und auch die ganz neue Saisonaussichten 2013/2014 sind großartig. Wir freuen uns auf alles, was Sie uns Abend für Abend bieten, weil es auf höchstem Niveau stattfindet und eben nicht nur Wagner ist ;-)
Mit besten Grüßen im Namen des Richard-Wagner-Verband Frankfurt
Ihr Dirk Jenders

Dirk Jenders
Frankfurt, Mittwoch, 24.04.2013, 09:22:38
Herzlichen Glückwunsch zu diesem wunderbaren Preis aus London. Eine treue Abonenntin freut sich mit Ihnen.
Angelika Matthäus

Angelika Matthaeus
Frankfurt, Dienstag, 23.04.2013, 18:56:59
Liebes Opernteam,
1000 Dank für die großartige Wiederaufnahme des Lohengrin! Herzogs Regiekonzept fand ich zur Premiere schon unglaublich spannend und erstaunlich passend. Und um wie viel stärker die Inszenierung gelingt, wenn alle SängerInnen zu 150 Prozent darin aufgehen und überdies ganz fantastisch singen. Auch wenn ich Frau Baumgartner gern als Ortrud erlebt hätte - so ist Michaela Schuster doch ein Ereignis, das man nicht missen sollte. Wunderbar auch Camilla Nylund. Und was für eine unglaublich schöne Stimme Michael König hat - welch ein Lohengrin!! Eine Wucht ist Falk Struckmann in der Rolle des Heinrich, und auch Robert Hayward beeindruckte mit unglaublicher Ausdauer und größter Bühnenspannung. Ich freue mich auf die nächsten Jahre mit Daniel Schmutzhard. Endlich wurde mal nicht nur laut gesungen oder gar nur geschrien!! Mit größter Ungeduld erwarte ich nun den CD-Mitschnitt!

Sascha Tischer
Frankfurt am Main, Mittwoch, 17.04.2013, 15:33:49
Die Kinderopern sind wirklich großartig.
Herzlichen Dank das es das bei uns gibt!
Weiter so!
Eure kleinekrabbelsohlen.de

Kim
Samstag, 16.03.2013, 21:19:41
Sehr geehrte Theaterleitung!
Ich konnte im Sommer 2012 Karten für die Götterdämmerung bekommen und war von Ihrer Darbietung sehr beeindruckt. Ein nachhaltig toller Opernabend.
Gerne hätte ich den gesamten Zyklus gesehen. Leider gingen bei mit die Jan./Febr.termine nicht.
Ich gehöre nun zu den Interessierten, die sich über eine nochmalige Wiedereinsetzung des Rings riesig freuen würde.

Christel Schneider-Nickel
Freitag, 15.03.2013, 10:23:29
Zwei Wiederaufnahmen die sehr gelungen sind:
L'Étoile ist einfach wieder ein großer Spaß, der sehr gute Laune macht mit der wunderschönen Musik von Chabrier, die man leider nicht so oft zu hören bekommt! Danke an alle Beteiligten.
Leah Crocetto als Desdemona in Otello ist wirklich eine Entdeckung. Tolle Stimme und wunderbar gesungen. Der Frankfurter Siegfried Lance Ryan hat als Otello auch eine gute Figur gemacht und Marco di Felice war als Jago sehr beeindruckend. Unter dem sehr guten und inspirierten Dirigat von Riccardo Frizza ist das eine rundum geglückte Wiederaufnahme. Auch hier dank an alle Beteiligten!

M. Furchner
Frankfurt, Mittwoch, 13.03.2013, 08:49:08
Nachtrag zur Ringwiederaufnahme
Eine Insz. des Ringdramas kann man nicht wie eine Oper gestalten, sondern es ist viel komplexer.
R. Wagner hat sich in seinen Schriften, Büchern u. in Cosimas Tagebüchern ausgiebig zum Ring geäußert. Auch ist die Bedeutung der Motive wichtig für die Handlung (z. B. warum das Sieglindemotiv "Du hehrstes Wunder" nur noch am Schluss der Götterd. erklingt). Hinzu kommt, dass für manchen Besucher die Bühnenbilder bedeutsam sind. Z. B., wie der aristokratische Wotan sein Walhall gestaltet (Walküre 2. Akt) u. im Gegensatz, wie der reiche u. mächtige Alberich seine Nibelungen knechtet u. misshandelt (genial komponiert) u. zuletzt die furchteinflößende Gibichungenhalle, wo der Besucher schon allein beim Anblick willensschwach wird.
Natürlich sollte die Darstellung dem Zeitgeist entsprechen, ohne dabei auf aktuelle oder frühere pol. Ereignisse zuzugreifen, aber gleichwohl eine abstrakte Beziehung hergestellt werden.
Unter einer außerordentlichen Insz. verstehe ich, diese Komponenten zu berücksichtigen; mit S. Weigle, seinem Orchester u. den Sängerdarstellern aufgeführt.
Das ist machbar, dazu benötigt man ein Team mit genialen Ideen u. viel Zeit zur Vorbereitung. Problematisch ist allerdings, weil dazu die finanzielle Grundlage fehlt.

Liebe Frau Krüger, die Beziehungsverhältnisse der Götterd. sind dem Test (bei Wagner etwas kompliziert, aber sehr wichtig) zu entnehmen u. aus Büchern über R. Wagner. Auch die Oper Frankfurt hat ein Buch über R. Wagner veröffentlicht. (Text: Walküre: ..dass ein Weib der Zwerg bewältigt, dess`Gunst Gold ihm erzwang. Götterd.: die beid`uns Brüder gebar, Frau Grimhild ließ mich`s begreifen).

Ein Wunsch von R. Wagner war, dass am Ende der Götterd. die Besucher sich vor der Aufführungsstätte versammeln u. mit Ergriffenheit das Abbrennen der Aufführungsstätte verfolgen. Das sollte auch nach einer schlechten Insz. niemals geschehen. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
Gruß aus München

Franz Roos
Mittwoch, 06.03.2013, 16:46:03
Ring (zum Beitrag von Herrn Roos)

Sehr geehrter Herr Roos,
bedauerlich, dass es Ihnen nicht gefallen hat. Haben Sie eigentlich nur die Götterdämmerung gesehen und nicht den kompletten Ring? Sie hängen sich bei Ihrer negativen Kritik an der weniger bedeutenden Rolle und Interpretation des Gunther auf. Das ist für mich nicht nachvollziehbar, gibt es doch unendlich viel wichtigere Rollen und Szenen, die wirklich meisterhaft umgesetzt wurden.
Der Gunther ist doch ein Durchschnittsmensch per excellence, ein Mitläufer, der sich gerne vom eigentlichen Drahtzieher Hagen einspannen lässt, Hauptsache, er erringt (!) dadurch einen Vorteil.

Im Übrigen fand ich die Darstellung gerade dieses Durchschnittsmenschen, der am Ende tatsächlich zumindest ahnt, was er angerichtet hat und das Böse seiner Taten bereut, ausgesprochen eindrucksvoll. Besonders gut durch Johannes Martin Kränzle in den ersten Aufführungen dargestellt!
Sie messen der Bedeutung Gunthers viel zu großes Gewicht bei.
Übrigens – eine Kriemhild kommt bei Wagner gar nicht vor, sie heißt hier Gutrune.
Und - mickriger kleiner Raum mit Müll? Ich habe bei den Gibichungen ein schickes Ledersofa und eine Bar gesehen.
Nur, weil Ihnen die Darstellung einer Randfigur Figur in einem Riesenwerk nicht passt, gefällt Ihnen der ganze Frankfurter Ring nicht?
Schade.




Hiltraud C.Krüger
Frankfurt am Main, Mittwoch, 27.02.2013, 20:23:45
"Der Spieler": ich habe mich sehr gefreut, dieses hochinteressante Werk mit der mitreißenden, raffiniert instrumentierten Musik von Prkofjew kennenzulernen und ich bin faszinert von der unbeschreiblichen Bilderflut und den unentwegt strömenden szenischen und optischen Einfällen und deraußerordentlich einfallsreichen und hochdifferenzierten Personenregie.Die Spielbankszenen mit der kleineren, auf der mittelgroßen montierten Drehbühne sind wieder eine Meisterleistung unserer hervorragenden Bühnentechniker. Alle Beteiligte sind ständig höchst präsent und alle sind großartige Schauspieler. Musikalisch war alles wie immer auf höchstem Niveau, Herr WEigle und das Orchester wieder ganz großartig und völlig souverän. Alle Sängerinnen und Sänger verdienen nur allerhöchstes Lob, ich möchte nur zwei Persönlichkeiten besonders erwähnen, ohne die anderen zu benachteiligen:natürlich war das Auftreten "der" Silja ein besonderes Ereignis mit ihrer umwerfenden Bühnenpräsenz und Ausstrahlung. Herr van Aken bot mit vollen Körpereinsatz undglänzender stimmlicher Verfassung seine bisher beste Leistung.Vielen Dank an alle für ein ganz besonderes Erlebnis.
Klaus Grossmann
Sonntag, 24.02.2013, 14:45:03
Ringwiederaufnahme
Die euphorischen Gästebucheinträge zum Ring kann ich nicht nachvollziehen. Gewiss, mit Respekt registrieren die anderen Häuser die hohe Besucherauslastung, die Beliebtheitsskala u. Angebote neben dem Opernbetrieb. Meine Einwände beziehen sich, stellvertretend der anderen Ringteile, auf die Götterdämmerung.
Mit der Gibichungenszene ist man erstmals in der realen Welt angelangt. Die Götter sind längst Geschichte u. nur noch Kult. Sie ist gleichzeitig der Ausgangspunkt für alle folgenden Konflikte. Die geniale Komposition Wagners führt uns in eine kalte, lieblose, monumentale u. machtbesessene Szenerie, wo Korruption herrscht (Alberich-Kriemhild), nützliche Personen mittels Drogen zum eigenen Vorteil manipuliert werden, ja sogar die Heirat ans machtpolitischen Gesichtspunkten vollzogen wird.
Man hätte das Geld für das Schlauchboot mit den dämlichen Transparenten u. die Badewanne sparen können u. dafür auf der großen Scheibe Gunthers Intrigen eindrucksvoll darstellen können. Stattdessen sieht man einen mickrigen kleinen Raum in einem Gebälk, angereichert mit Sperrmüll u. Plastikflaschen, wo nicht einmal die Nibelungen hausen würden.
Unglaubwürdig die Charakterisierung des Gunther. Die Regie hat sich in ihrem Konzept völlig verrannt, sodass aus Plausibilitätsgründen die Partitur verändert werden musste (ein einmaliger Vorgang).
Musikalisch gibt es keine Einwände. Die Neubesetzung der Brünnhilde ist gut. Eine Chance hätte die Brünnhilde aus Darmstadt verdient, eine kräftige, dramatische u. ausdrucksstarke Stimme mit guter Technik u. starker Bühnenpräsenz. Ebenso gibt es einen hoffnungsvollen Siegfried in Halle bzw Ludwigshafen, falls der gefragte L. Ryan nicht zur Verfügung stehen sollte.
Ein Kriterium für eine grandiose Aufführung ist, wenn am Schluss erstmals eine beklemmende Stille herrscht, bevor der Beifall eintritt, weil der Besucher erst wieder in die Realität ankommen muss.
Fazit: Die Chance, Ringgeschichte zu schreiben, ist vertan, aber ein Trost sei, dass die anderen "Ringe" auch nicht besser sind.
Gruß aus München, Franz Roos

Franz Roos
München, Bayern - Samstag, 23.02.2013, 17:11:14
Die Fledermaus mit Christiane Karg und Barbara Zechmeister war super ;-)
Clubberer67
Feuchtwangen, Bayern - Montag, 18.02.2013, 03:41:55
Ich glaube, es würde sehr viele Leute erfreuen, wenn die Oper Frankfurt ihren sensationellen "Ring" kurzfristig wieder in den Spielplan nehmen könnte. Die Lobeshymnen auf Musik, Sänger und Inszenierung sind wirklich mehr als gerechtfertigt.
Stefan H.
Samstag, 16.02.2013, 23:26:37
Ring

Wird der großartige Ring in einer der nächsten
Spielzeiten noch einmal aufgenommen werden?
Ich bin süchtig.

K. Hartwig
Freitag, 15.02.2013, 07:15:44
Ring Zyklus II
Die musikalische Umsetzung sowie die Inszenierung sind grandios, das haben Andere bereits ausführlich geschrieben. Aber heute möchte ich auch mal ein grosses Kompliment ans Publikum loswerden: In einer Zeit, in der Grippeviren Hochsaison haben, hatte ich laute Huster, Nieser und Bonbonknisterer befürchtet. Aber es war so wunderbar ruhig wie sonst nie. Das erhöht den Kunstgenuss wesentlich. Es geht doch! Danke,liebes Publikum, weiter so!

Hiltraud C.Krüger
Frankfurt am Main, Montag, 11.02.2013, 20:15:03
zum RING (2. Zyklus):

"ABSOLUTER WAHNSINN!!!"
Was für eine grandiose Inszenierung von Vera Nemirova. Das Bühnenbild verdient hier ebenfalls ein großes Lob. So klassisch im Stil Bayreuths von damals unter Wieland Wagner, dennoch zeitnah modern, ohne aber die eigentliche Handlung zu "verunstalten". Die Besetzung: ein Traum! Teilweise Bayreuth-Starbesetzung, teilweise zukünftige Bayreuth-Stars und nunja nicht jeder hat immer seinen Glanztag das ist klar, aber tut dem Gesamtbild keinen Abbruch. Vielleicht macht es dies sogar menschlich.

Das Rheingold:
ein herrlicher Anfang mit moderner Videoprojektion eines riesig überdimensionalen Wassertropfens im Wasser. Plötzlich beginnt der "blaue" Ring Wellen zu schlagen, die glitzernden Rheintöchter erscheinen im "Wasser". Ein perfekter Abend als Einstieg in eine packende Inszenierung in Frankfurt.

Die Walküre:
der Abend gehört ganz dem Orchester unter Herrn Weigle, Terje Stensvold, Rebecca Teem und DARA HOBBS!!!

Ihre Sieglinde - ein Phänomen! Was für eine textverständliche, anrührende, Tonsichere, klangschöne Interpretation dieser liebenden, leidenden Rolle! Als sie ein kräftiges "Siegmund!" sang, bekam ich Gänsehaut durch und durch. So strahlend hoch und klar! Ihre Stimme erinnert sofort an die von Régine Crespin und deren Sieglinde und bereits erste Ansätze einer Stahlkraft in der Höhe wie bei Birgit Nilsson. Kann garnicht erwarten Mrs. Hobbs bald als Isolde zu erleben! Ein echter Glücksfall. Bitte Sieglinde bald auch mal auf dem grünen Hügel!


P.K.
Frankfurt, Sonntag, 10.02.2013, 09:11:36
Der Ring in Frankfurt: Einfach großartig! Rundum begeisternd.
Gundula Zeitz
Kassel / München, Montag, 04.02.2013, 22:14:53
Herrn Dr. Schlesinger ("Zum Ring") ist eigentlich nur eines hinzuzufügen: Hoffentlich weiß man bei den Frankfurter kommunalen Gremien das auch! Die Oper Frankfurt ist nicht einfach nur ein "Stadtheater" wie viele andere, sondern eines der führenden Opernhäuser Deutschlands und damit der Welt. Was Bernd Loebe und Sebastian Weigle mit ihrem Team hier leisten, ist einfach sensationell, dies lässt sich nicht nur deshalb sagen, wenn man - wie ich - innerhalb von 3 Wochen den Frankfurter Ring mit dem Münchner vergleichen konnte. Diesem Haus nicht weiter jegliche Grundlage zu sichern, mit der sich der erreichte sensationell hohe Stand halten lässt, wäre ein Riesenschaden für die Frankfurter Kultur und das weltweite Renommee der Oper Frankfurt!
A. Hofmann
Fulda, Montag, 04.02.2013, 21:56:13
Zum Ring:
Lobesarien seien diesmal (ohne damit die auf der Bühne geringer zu schätzen, aber darüber wurde schon so viel geschrieben, zu Recht) also Lobesarien seien diesmal dem Orchester und natürlich Herrn Weigle gesungen, denn so einen wunderbaren Wagnerklang, anrührend, durchhörbar und einfach wunderbar, dürfte man im ganzen Lande sonst kaum finden. Wir Frankfurter können darüber superglücklich und auch ein bisserl stolz sein. 1001 Dank dafür.

Dr. Stefan Schlesinger
Frankfurt, Montag, 04.02.2013, 15:07:55
Für mich das Ereignis in einer wiederum begeisternden 1. Ring-Hälfte: Tanja Ariane Baumgartners Fricka! Was für eine Entwicklung in Frankfurt! Vorfreude auf ihre Ortrud und Eboli in der noch laufenden Saison! Und die Kundry wird da sicher nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen!
A. Hofmann
Fulda, Donnerstag, 31.01.2013, 23:38:20
Zum Eintrag von Herrn Mott, 27.1.: Ja, es kommt eine Oper von Gluck in den Spielplan.
Und zum Eintrag von Herrn Glauchenberg: Grundsätzlich fragen wir bei Absagen als erstes im Ensemble nach. Und wenn ein Sänger an einem Abend nicht auftritt, bedeutet das nicht automatisch, dass er frei ist, sondern es können Proben und andere Verpflichtungen anstehen.
Beiden Kommentatoren herzlichen Dank für die positiven Worte zu den Aufführungen.
Ihre Oper Frankfurt

Oper Frankfurt
Montag, 28.01.2013, 16:56:57
Liebes Team der Oper Frankfurt,
ich möchte hier an dieser Stelle ausnahmsweise nicht die Sänger, das Museumsorchester oder die einzelnen Operninszenierungen loben, sondern die Opernführung von letztem Samstag.

Frau Marx hat uns interessante und spannende Einblicke in die Bereiche hinter den Kulissen und auf der Bühne gegeben. Wir konnten sogar die berühmten "Ringe" sehen. Es war wirklich beindruckend.

Allerdings habe ich einen Wunsch, den viele Opernbesucher auch haben: Wieso hat die Oper Frankfurt keinen FACEBOOK Auftritt? Man kann dieses Medium verteufeln, aber jedes bedeutende Opernhaus Europas (und da spielt Frankfurt nun mal mit) ist dort vertreten, macht dort Werbung, informiert die Opernliebhaber und informiert über Backstage und Onstage Geschehnisse.

Außerdem würde ich mich sehr über ein verstärktes Ausbauen der Merchandise Abteilung freuen. (Poster, Schlüsselanhänger, Buttons, einen Ring Ring,.....

Das wär doch mal was Neues Herr Loebe?

Sebastian Wolff
Marburg, Deutschland - Sonntag, 27.01.2013, 18:14:54
Wir sind immer wieder begeistert von der Frankfurter Oper. Zuletzt wieder von der Traviata! Wie schön daß es in 100 km Entfernung von uns dieses Opernhaus gibt! Ein Frage bzw. Anregung hätte ich: wie steht es um Christoph Willibald Gluck und seine leider viel zu selten gespielten Opern? 2014 jährt sich sein Geburtstag zum 300. Mal. Ist da in Frankfurt etwas geplant? Würde mich riesig freuen.
Harald Mott
Eichenzell, Sonntag, 27.01.2013, 10:34:32
Sehr geehrte Opernleitung,
Wir danken Ihnen herzlich für die gelungene Rheingold Vorstellung. Nichts gegen Herrn Shore, aber wäre nicht auch Johannes Martin Kränzle aus dem eigenen Ensemble ein Alberich Einspringer mit Weltklasseformat? Auf seiner Homepage hatte er jedenfalls keine Vorstellung am Freitag. In München konnten wir ihn diese Woche als Alberich bewundern. Herrn Schmeckenbecher Wünschen wir gute Besserung, und wir freuen uns auf die weiteren Ringteile.

Henning Glauchenberg
Darmstadt , Sonntag, 27.01.2013, 09:22:52
"Giulio Cesare" gestern abend:ich habe mich sehr gefreut, diese herrliche Musik endlich wieder einmal zu hören, das Werk wird ja leider viel zu selten gegeben. Die Aufführung war allerdings zwiespältig, musikalisch einzigatig großartig. Der Regisseur hat in einem Interview recht kluge Gedanken geaüßert, leider hat er sie in seiner Inszenierung nicht umsetzen können. Den 1. Akt kann ich noch akzeptieren, aber im 2. und 3. Akt überwogen die Seltsamkeiten und Unbeholfenheiten. Da fehlte es an szenischer Fantasie.Musikalisch dagegen war alles wunderbar und es gab keine einzige schwächere Leistung. Der Dirigent Nielsen (hoffentlich kommt er noch oft wieder) produzierte mit unserem hervorragenden Orchester einen äußerst farbigen, knackigen und differenzierten"Original-Barock"-Klang, der keine Konkurrenz zu scheuen braucht. Das Orchester spielte, als habe es nie etwas anderes getan, als Barockmusik zu spielen. Ein besonderes Bravo gilt dem Solohornisten. Alle Sängerinnen und Sänger waren großartig und exakt rollentypisch besetzt. Zunächst war ich sehr enttäuscht, daß Her Nagy entgegen der Ankündigung die Januartermine nicht wahrnehmen konnte, aber Her Geyer hat die schwierige Aufgabe bravourös gemeistert. Überrascht und begeistert hat mich Frau Magiera in ihrer ersten großen Rolle mit ihrer wundervoll timbrierten und perfekt geführten Stimme und ihrem großen Ausdrucksvermögen. Hoffentlich bekommt sie in Zukunft mehr größere Aufgaben als bisher. Brenda Rae, schon oft bewundert, lieferte eine Glanzleistung, sie hat tatsächlich 100 Nachtigallen im Leib.Auch Her Bailey, ,Frau Murrihy und Herr Rexroth standen den anderen an Ausdruckskraft und gesanglicher Virtuosität nicht nach. So wares also ein herausragendes Erlebnis, das noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Klaus Grossmann
Sonntag, 13.01.2013, 17:02:31
Liebe Oper Frankfurt!

Ich freue mich schon sehr auf den Liederabend mit Franco Fagioli am kommenden Dienstag (08.01.2013).
Ich konnte diesen wunderbaren Sänger erst kürzlich am 27. Dezember in Köln erleben, wo er mit anderen renommierten Countertenören (unter Ihnen so bekannte Namen wie Philippe Jaroussky, Max Emanuel Cencic und den auch schon an der Oper Frankfurt aufgetretenen Valer Barna-Sabadus) eine wahrlich glänzende Aufführung einer wiederentdeckten Barockoper (Vincis Artarserse) dem jubelnden Publikum bot.
Franco Fagiolis Stimme ist sehr beeindruckend und seine Art des Singens begeistert in jedem Augenblick. Auf dem Feld der Countertenöre ist er wahrlich eine Entdeckung und eine große Bereicherung. In Köln wurde ihm jedenfalls schon nach jeder Arie vom ausverkauftem Haus Bravo-Rufe und großer Jubel entgegengebracht.
Ich kann somit jedem Fan von Barockmusik und dem besonderen Klang von Countertenören (aber auch allen anderen) nur wärmsten empfehlen diesen herrlichen Sänger am kommenden Dienstag nicht zu verpassen. Wie ich sehe gibt es noch ausreichend Karten für diesen Liederabend. Also Leute, geht hin! Ihr werdet es bestimmt nicht bereuen. Ganz im Gegenteil!

Auf diesem Wege wollte ich mich auch noch für die vielen tollen Liederabende bei der Oper Frankfurt bedanken, die ich inzwischen als Abonnent der Liederabende erleben durfte. Sowohl die Auswahl der Sänger und Sängerinnen als auch die Abwechslung der Programme ist immer wieder interessant und macht große Freude. Weiter so!

M. Furchner
Frankfurt, Sonntag, 06.01.2013, 16:34:24
Sehr geehrter Herr Loebe,
als ich hörte, dass die wundervolle Opern-Inszinierung der Oper Frankfurt "La Traviata" angesetzt werden soll, konnte ich es nicht glauben! Neben der Zauberflöte und der Boheme ist Ihre Traviata einer der noch wundervollsten - und Gott sei Dank noch nicht modernisierten - Inszinierungen, die ich je gesehen habe. Viele Opernfreunde und auch Mitarbeiter verstehen den Entschluss nicht, die Traviata trotz ausverkauften Vorstellungen absetzten zu lassen. Wir bitten Sie dies noch einmal zu überdenken!
Daher schließe ich mich an und sage:

Bitte lassen Sie uns die Traviata!!

Viele Grüße

Christian H.
Samstag, 05.01.2013, 17:39:48
Ich sah gestern "Die Hochzeit des Figaro".
Die gesangliche Darstellung: phänomenal!;
Die Dramturgie: durchaus erfrischend;
Das Bühnenbild: gut gut;
ABER DAS KOSTUMBILD!: um es nett zu formulieren...
konservativ, einfallslos, phantasiefrei und gänzlich ohne eine wirkliche Aussage. Schade, dies zieht den Rest hinunter.

L. Colson
Sonntag, 30.12.2012, 12:20:31
Danke für die tolle Aufführung am 22.12! Cristina Antoaneta Pasaroiu war einfach grossartig!ist eine perfekte Violetta, nicht nur als Schauspielerin, sondern sie verfügt auch über eine grandiosen Stimme. Ihr Gesang ist so warm, so rund. Einfach berührend. Was für eine Stimme! Herzlichen Dank!
J. Matthes
Hamburg, Freitag, 28.12.2012, 22:50:37
Am 22.12.12 hat es mich wieder mal mit einer Gruppe gleichermaßen inkompetenter Kulturbanausen zu einem unserer höchst seltenen Anstandsbesuche in die Oper/La Traviata verschlagen. Kann nur sagen, wir waren alle hellauf begeistert. So macht Oper Spaß!
Vielen Dank und weiter so.
Thomas Fiedler

Thomas Fiedler
Bad Camberg, Hessen - Montag, 24.12.2012, 11:31:19
La Traviata gehört neben der Zauberflöte, Hänsel und Gretel, Zar und Zimmermann, Der Freischütz, zu meinen ersten Opernerfahrungen, die Jahrzehnte zurück liegen. Um die Traviata zu lieben, bedarf es keiner besonderen intellektuellen Klimmzüge, weder bezüglich der Handlung noch bezüglich der Musik. Sie erschließt sich einem bereits auf der emotionalen Ebene und man ist ihr in Nullkommanichts verfallen. Was keinesfalls bedeuten soll, dass sie trivial wäre, ganz im Gegenteil. Sie trifft auch nach mehr als 150 Jahren den Nerv der Zeit, geht unter die Haut; kaum ein Zuschauer/Zuhörer, der sich dem entziehen könnte.
Wie kaum eine andere Inszenierung in Deutschland - und ich reise ausgiebig, immer auch mit Opernbesuchen verbunden - spricht mich gerade die Frankfurter Inszenierung besonders an. Sie ist vielleicht schon 10 Jahre alt, aber sie ist wunderbar und schlicht und ergreifend zeitlos. Eine solche Inszenierung vom Spielplan nehmen? Warum?
Selbst meine 21-jährige Tochter, die bisher nie zu bewegen war, freiwillig in die Oper zu gehen, ist begeistert und plant Besuche der Traviata mit Freunden. Vom Spielplan nehmen? Meine Tochter schaut mich entgeistert an.

Und wenn man dann noch bedenkt, dass die Vorstellungen derzeit fast alle ausverkauft sind, erschließt sich erst recht nicht der Grund für ein Absetzen der Inszenierung. Schließlich bietet die Oper Frankfurt als "Ausgleich" noch ausreichend spannende Inszenierungen, auch von zeitgenössischen Komponisten. Ist es nicht gerade die Vielfalt mit durchgängig hoher bis sehr hoher Qualität, welche die Oper Frankfurt auszeichnet?

Lassen Sie uns die Traviata, Herr Loebe!

Beste Grüße
Konstanze Meyer

Konstanze Meyer
Wiesbaden, Freitag, 21.12.2012, 22:29:53
Zur Rezension der FAZ: der Rezensent hat keine Ahnung. Nikolaus Harnoncourt, die große Autorität der sog. historischen Aufführungspraxis hat in Frankfurt vor 34 Jahren eine Produktion des "Giulio Cesare" einstudiert und die Titelpartie mit einem Bariton besetzt, obwohl es schon damals Countertenöre gab, Altistinnen sowieso. Zur Handlung: bekanntlich geht es in allen Opern von Händel nicht um eine fortlaufende, sich logisch entwickelnde Handlung (die Ereignisse werden nur ganz kurz in Rezitativen skizziert), sondern es geht immer nur um bestimmte Situationen, in denen die Protagonisten ihren Gefühlen freien Lauf lassen; also keine Aktionen, sondern Affekte, insofern gehen die Anmerkungen des Rezensenten völlig fehl. Und Frau Rae als "Soubrette" zu bezeichnen, ist schon eine bösartige Diskriminierung. Fazit: diese Rezensionen, auch zum Teil die von Frau Büning, müssen wir nicht ernst nehmen.
Klaus Grossmann
Freitag, 21.12.2012, 17:06:16
Auch ich muss beipflichten. Die Traviata ist immer wieder gut. Als eine der besten und wohl auch bestbesuchtesten Produktionen sollte diese noch länger im Repertoire bleiben.
Fred B.
Mittwoch, 19.12.2012, 22:17:10
Die Kritiken der FAZ zu Julius Cäasar hatten mich irritiert und zu folgendem Leserbrief angeregt:

Als langjährige Opernliebhaberin melde ich mich hiermit zu Wort. Zum Glück brauche ich keine Betriebsanleitung, um die Inszenierung der Oper Julius Cäsar in Ägypten, die am Sonntag Premiere hatte, zu verstehen. Auch wenn die Texte übersetzt werden, gilt, wie grundsätzlich für alle Opern, dass man sich vorher kundig machen sollte.
Wie auch immer - mir scheint, es gibt was die Beurteilung dieser Interpretation betrifft, innerhalb der Redaktion einen gewissen Dissens. Am Montag noch preist gui (Guido Holze) das Werk als "facenttenreich", die Sopranistin Brenda Rae (Cleopatra) als Stimm-Akrobatin, und Dirigent Eric Nielsen musizierte stilistisch sehr versiert, in den Affekten treffend und farbenreich."
Christian Wildhagen indes sieht einen Tag später die Oper in jeder Beziehung als "gescheitert". Neben handwerklichen Defiziten bemängelt er, die fehlende Barock-Tradition. Erst im dritten Akt machte er rhythmische Prägnanz aus, die Stimme des Baritons könne mit einem Kastratenalt nicht konkurrieren und Brenda Rae sei eine leichtgewichtige Koloratursubrette.
Wie gut nur, dass wir das alles vorher nicht lesen und unvoreingenommen aber gut vorbereitet in die Oper gehen und genießen. Jedenfalls gilt das für die Premieren-Geher.
Vor allem, dass sich hier gerade kein barocker Schinken ausgebreitet hat, sondern surreale Ideen neben reveuähnlichen Effekten die Spannung steigern, bis zum Schluss, und ohne Klamotte, möchte ich hervorheben. Die Inszenierung ist im besten Sinne modern und zugleich publikumsfreundlich, sie spielt immer wieder mit Ironie und hintergründigem Witz. Erath ist es mit seiner in den Bann ziehenden Inszenierung und mit sehr guter Personenregie gelungen, die Länge der Arien mit ihren Wiederholungen nahezu vergessen zu machen. Dass wir für Cesar getrost auf eine Counterstimme verzichten können, belegte der Bariton von M. Nagy. Es schaffte die Koloraturen dennoch und faszinierte durch sein eindringliches Spiel. Das gilt gleichermaßen für Brenda Rae, die betörend ihre gesangliche Verführungskraft einsetzte. Und so könnte ich fortfahren. Jetzt zeigt sich schon wie traurig es ist, dass uns bald, womöglich, wenn es die Frankfurter Rundschau nicht mehr gibt, ein kompetentes Gegengewicht auf dem Felde der Opernkritik fehlen wird.
Brigitte Hutz, Frankfurt

Brigitte Hutz
Frankfurt, Deutschland - Mittwoch, 19.12.2012, 14:45:27
Um "giulio cesare in egitto" in Frankfurt zu sehen und zu hören, sind wir extra aus Stuttgart angereist und sind über die Spitzenleistung aller daran Beteiligten total begeistert. Besser geht es nicht...
Martin Schweyher
Stuttgart, Sonntag 16. Dezember 2012

Martin Schweyher
Stuttgart, Dienstag, 18.12.2012, 20:20:02
Herzlichen Dank für die wunderbare Aufführung von "La Traviata" am vergangenen Samstag. Meine Sitznachbarin hat die besagte Inszenierung schon 9 mal gesehen, für mich war es allerdings die "Premiere". Gerne würde ich es mir erneut anschauen - doch stimmt es, dass die Produktion mit dieser Spielzeit abgespielt ist? Das wäre wirklich schade. Ich gehe sehr oft in die Frankfurter Oper und die Traviata ist mit das Beste, was ich bisher gesehen habe. An dieser Stelle auch noch einmal ein Lob an die fabelhafte Cristina Antoaneta Pasaroiu, die den Abend umso unvergesslicher gemacht hat.
Julia Sinnhöfer
Frankfurt, Dienstag, 18.12.2012, 00:07:35
Pelléas et Melisande ist eine ganz großartige, herausragende Produktion, für die alle an der Produktion beteiligte Personen allerhöchstes Lob verdient haben. Dieses Mal bin ich mit Regie und Bühnenbild vollkommen einverstanden. Der Regisseur hat eine bewundernswerte Interpretation gezeigt mit bis in kleinste Details hervorragend ausgearbeiteter Personenführung. Allein für die vom Regisser erfundeneletzte Szene, in der die beiden Hauptpersonen im Dunkel aneinander vorbeigehen, hat der Regisseur eine besondere Auszeichnung verdient, zusätzlich müßte er für die ganze Interpretation einen Preis bekommen. Frau Karg und alle Sänger sind hervorragende Schauspieler und gesanglich nicht mehr zu übertreffen. Der Dirigent Layer entlockt unserem wunderbaren Orchester die delikatesten Farben und Klänge, ebenfalls eine große Leistung. Nochmals Dank an alle Beteiligten.
Klaus Grossmann
Samstag, 08.12.2012, 18:51:23
Was für eine rundrum luxuriöse Besetzung im Giulio Cesare! Von der Aufführung am 02.12 hätte ich sehr gerne eine CD gehabt. Es war ein großer Genuss allen Beteiligten zuzuhören, aber insbesondere die anscheinende Leichtigkeit, mit der Brenda Rae singt, begeistert mich immer wieder. Ich hoffe diese Produktion bekommt die große Beachtung, die sie auf jeden Fall verdient.
U. Schmitz
Frankfurt, Dienstag, 04.12.2012, 14:11:27
Ich möchte mich im Namen der Schülerinnen und Schüler unserer Schule, der Georg-Kerschensteiner-Schule in Schwalbach sehr für die gelungene Barbier-Adaption für Kinder bedanken. Da wir Musikkolleginnen unsere Schüler auf Handlung und Musik im Unterricht vorbereitet hatten, konnten sie der Vorstellung gut und konzentriert folgen.
Besonders gut gefiel ihnen das Katzen-Duett mit Keyboard im Wechsel zwischen Sängern und Zuschauern. Auch die "He, ihr Leute"-Arie mit dem angeheiterten Almaviva begeisterte sie. Meinen Kolleginnen fiel auf, dass Herr Korte erstmalig (?) als Puppenspieler deutlich sichtbar war und seine Rollenwechsel dadurch für die Kinder gut nachzuvollziehen waren.
Der Star - im besonderen für die Schülerinnen - und nicht für die Kolleginnen - war der Figaro: "Die Rosina hätte den Figaro heiraten sollen, der ist viel schöner!"...na ja und die Küsse sind natürlich auch immer der Hit, auch wenn alle "Ihhhh" brüllen!

Christina Simon
Montag, 03.12.2012, 16:21:21
Wonderful WONDERFUL Company - Please come to our Edinburgh International Festival - so bald wie moeglich - with Simon Bode giving a Recital at the Queen's Hall.
Patrick John Gordon Shaw
Glasgow, Schottland - Mittwoch, 21.11.2012, 08:39:34
Den Lobeshymnen zur "Maria Stuarda" ist eigentlich nichts hinzuzufügen; die konzertanten Aufführungen der Oper Frankfurt in der Alten Oper sind seit Jahren absolute Ereignisse, die den Blick bei betörender Qualität allein auf das Musikalische richten lassen. Und der gestrige Abend reihte sich nahtlos ein! Dennoch muss auch mal ein Name erwähnt werden, der auch gestern wieder begeisterte: Agnes Eggers - nicht nur die Beiträge der jungen Dramaturgin im Programmheft haben allerhöchstes Niveau; wie sie gestern Abend wieder in einer gezwungenermaßen komprimierten Form, frei sprechend, jeden Satz fundiert dem dankbaren Publikum in der Einführung die musikalischen, aber auch politischen und literarischen Grundlagen der Donizetti-Oper vermittelte, war großartig, entsprach einem Haus mit Spitzen-Niveau und machte für mich ebenfalls den Erfolg des Abends aus! Glückwunsch und herzlichen Dank, Frau Eggers!
A. Hofmann
Fulda, Donnerstag, 15.11.2012, 18:05:19
viva belcanto, viva donizetti, viva brenda rae ... oder die frankfurter oper hat eine wunderbare primadonna....wäre meine überschrift zur heutigen maria stuarda in der alten oper. ein grosser abend und ein perfektes werk für die konzertante reihe. den richtigen tenor eingefangen - beide frauenrollen aus dem ensemble optimal zu besetzen ist auch ein triumph für den intendanten bernd loebe, der zurecht strahlte und lächelte!! in der pause. dass der maestro zeitweise und auch der chor in der preghiera zu laut, war nicht zu überhören aber welch ein ereignis mit brenda raw superstar!!! ich empfehle für die nächste spielzeit lucrezia borgia mit "unserer" primadonna und d.lomeli und vielleicht endlich ernani für elza van den heever, simon bailey und andere... congratulations to everybody.
Willy Egli
Frankfurt am Main, Deutschland - Mittwoch, 14.11.2012, 22:49:36
"Adriana Lecouvreur", 3.11.12:
Glückwunsch zu dieser fabelhaften Aufführung! Regie, Ausstattung, die durchweg glänzenden Mitwirkenden, einmal mehr ein wunderbares Opernerlebnis in Frankfurt.
Besonders begeisternd Calin Bratescu, der sich mit prachtvoll-charismatischem Aussingen wohltuend von der sich immer mehr ausbreitenden Zahl der kleinstimmigen Mini-Tenöre abhebt.

Carl-Henning Steinhaus
Wiesbaden, Sonntag, 04.11.2012, 17:11:41
Liebe Kerstin, allgemeingültig ist das nicht, was Sie schreiben: Es gibt doch auch viele Opernbesucher, die trotz der faszinierenden Musik eine prägnante Dramaturgie, dunklen Wald, Hexenhaus und Stadttor schmerzlich vermisst haben. Und das ist ja wohl auch legitim. Gedanken, Empfindungen und Gefühle sind frei. Beste Grüße.
Stimmt es, dass die CD im Sommer 2013 erscheint?

Chris
Donnerstag, 01.11.2012, 17:03:10
Herzlichen Dank für die Info...und ich freue mich auf ein Wiederhören...
Kerstin
Donnerstag, 01.11.2012, 10:16:41
Liebe Kerstin - und für alle anderen, die sich über Herrn Kränzle Gedanken machen: Er hat sich für die gesamte Saison 2012/2013 von der Oper Frankfurt für anderweitige Engagements freistellen lassen. Allen aber zum Trost - er bleibt uns erhalten.
Oper Frankfurt
Mittwoch, 31.10.2012, 12:04:57
Vielen Dank an die Oper Frankfurt für eine wundervolle Aufführungsserie der Königskinder, die weder Wald noch Hexenhaus bedurfte, da die formidable Personenregie, das herausragende Ensemble und das bewegende Dirigat für Faszination sorgten. Eine Frage hat sich mir als langjährige Abonnentin doch gestellt...stand J.M.Kränzle für die Rolle des Spielmannes nicht zur Verfügung? Er wäre für mich die perfekte Besetzung für diese Rolle gewesen-spielerisch, wie gesanglich hätte er der Rolle sicher noch mehr Weisheit und Profil gegeben....vielleicht für die Wiederaufnahme, die es hoffentlich geben wird?
Kerstin
Dienstag, 30.10.2012, 15:15:29
Vielen Dank für den atemberaubenden Abend! Chowanschtschina war meine erste Oper ("live") und ich bin hin und weg.
Leider kam ich ein paar Minuten zu spät, weshalb ich den Anfang verpasst habe. Das hat dem ganzen jedoch keinen Abbruch getan.
Großartig!

Sabrina T.
Dortmund, Samstag, 27.10.2012, 21:05:34
Zum Eintrag Frau von Münchhausens in Sachen Einführungsvortrag:
Die Vorträge vor unseren Aufführungen bieten einen 15minütigen, konzentrierten Überblick zur Entstehungsgeschichte, Handlung und Interpretation der jeweiligen Oper, um den Einstieg zu erleichtern. Bei einigen, besonders komplexen Werken der Opernliteratur (wie auch Chowanschtschina) ist es aus zeitlichen Gründen nicht möglich, die undurchsichtigen historischen Hintergründe detailliert zu vermitteln und die Widersprüche einer ganzen Epoche zu schildern. Im übrigen war eine dokumentarische Authentizität keineswegs Absicht der Regie: Ihr ging es – wie die Referentin ausführte – um die Kollision fundamentalistischer, modernistischer und reaktionärer Gesellschaftsschichten. Deshalb wies sie in ihrem Vortrag sowohl auf mehrere, aufschlussreiche Programmheft-Beiträge zu dieser Thematik als auch auf die schwierige, nicht unumstrittene Quellenlage der Komposition hin.
Dramaturgie der Oper Frankfurt

Oper Frankfurt
Freitag, 19.10.2012, 12:04:45
Als gebürtige Frankfurterin bin ich seit Jahren treue Operngängerin und habe mit Freude die Königskinder auf mich wirken lassen. Die gemäß meiner Vorredner fehlende Librettotreue hat mich weniger gestört, das war doch ein musikalischer Hochgenuss!! So hat mich zum Beispiel das Gebet der Gänsemagd tief berührt. Herzlichen Dank dafür an Herrn Weigle! Seine Ausgestaltung und natürlich der Gesang Frau Majeskis haben mich mitten ins Herz getroffen. Was ich etwas schade finde, ist die Umgestaltung der Außenwirkung der Oper … Die meines Erachtens stilbildenden Poster der vergangenen Jahre, die es noch zu entschlüsseln galt und schon beim Anschauen Vorfreude auf den nächsten Opernbesuch machten (wenngleich manchmal die Werbung gar besser als das umworbene Stück war), die weicht jetzt Altbackenem, in schwarz und rot gehalten, schwer zu entziffern, und man glaubt, so was schon vor Jahren (in Köln?) gesehen zu haben.
Reni
Donnerstag, 18.10.2012, 14:12:54
Die Oper Chowanschtschina war sehr beeindruckend, sie überzeugte durch die unglaubliche Musik und sehr starke Bilder. Gesanglich war der Abend auch sehr gelungen und insofern unbedingt empfehlenswert! Allerdings muss ich anmerken, dass ich trotz des Lesens im Vorfeld und trotz des Einführungsvortrags im Opernfoyer viele wichtige Aspekte der Handlung nicht entschlüsseln konnte. Der Einführungsvortrag machte zwar neugierig auf komplexe Zusammenhänge und politische Verwicklungen, aber er hielt nicht, was er versprach. Denn wirklich erhellend und hilfreich für das Verständnis der Oper war die Einführung diesmal leider nicht. So war beispielsweise von einem Machtgerangel in der Zarenfamilie die Rede, das aber in der Oper letztendlich keine Rolle spielte. Die Machtpolitik des Zaren ist eine unsichtbare Größe, deren Struktur im Einzelnen aber wenig relevant zu sein scheint. Umso wichtiger aber sind die Interessen der einzelnen Akteure für das Verständnis. Diese bleiben aber trotz Einführung und Übertiteln schwer zu durchschauen. Von einem gordischen Knoten war die Rede - mir erscheint es eher wie ein Rätsel. Auch das Programmheft vermag die aufkommenden Fragen nicht zu beantworten. Chowantschij wird verleumdet und ermordet. Wer aber stiftet das Kind an, ihn umzubringen?
Unklar bleiben auch die Interpretationen im Zusammenspiel der historischen Zeitpunkte, dem russischen Absolutismus im 17.Jahrhundert (Spielort der Handlung), die Umbruchphase zum Ende des 19. Jahrhunderts (Komposition), die Vollendung in mehreren Versionen und die Uraufführung(en) in den 20iger Jahren des 20.Jahrhunderts und die Relevanz für die politische und soziale Gegenwart. Details deuten darauf hin, dass hier Einiges verschlüsselt enthalten zu sein scheint. Vielleicht ist beabsichtigt, dass mehr Fragen offen bleiben als geklärt werden? Chowanschtschina in Frankfurt erscheint ein gelungenes Gesamtkunstwerk! Dennoch bleibt im Nachhinein das Gefühl, dass mir viel entgangen ist, weil mehr Wissen vorausgesetzt wurde als tatsächlich vorhanden ist. Ist Chowanschtschina also doch nur eine Oper für Experten, die in die russische Geschichte eingeweiht sind? Mir scheint, dass ein gradliniger Einführungsvortrag und eingängige (langsame und selbsterklärende) Übertitel schon sehr helfen würden, auch Nicht-Slawisten und sonstige Insider über die Musik und die Bilder hinaus auch noch inhaltlich von dieser Frankfurter Operninszenierung zu begeistern.

Susanne von Münchhausen
Frankfurt, Mittwoch, 17.10.2012, 16:35:47
Aber sie haben ja durch das Zauberbrot gar keine Qualen mehr, Frau Grossmann. Die Gänsemagd singt. "Mir ist so müde und wohl zugleich usw."
Hallo Annelie, Russlan und Lyudmilla kenne ich auch in der Inszenierung des Marinskij-Theaters. Das ist wirklich wunderschön. Ich hätte mir die Königskinder auch in dem Stil gewünscht.

Chris
Dienstag, 16.10.2012, 17:17:21
Zur Frage meines "Vorredners", warum die Königskinder sich gegenseitig umbringen: ich habe das so verstanden, dass sie nach dem Genuss des von der Hexe (im 1. Akt) vergifteten Brots schon an der Schwelle des Todes sind und sich so die Qualen abkürzen möchten.
Gruß aus Bad Soden

Kerstin Grossmann
Dienstag, 16.10.2012, 16:02:06
Hallo, ich gehe regelmäßig und gerne in die Frankfurter Oper. Ich muss aber auch sagen, dass ich manchmal etwas enttäuscht bin, wenn ich vorher die Inhaltsangabe gelesen habe und dann die Inszenierung so anders ist. Gerade bei Königskinder hätte ich mich über ein romantisches Bühnenbild gefreut. Auch bei La Bohème. In St.Petersburg sah ich dieses Jahr Russlan und Lyudmilla von Glinka. Das war eine alte Inszenierung und die fand ich wunderschön!!!! So etwas würde ich gerne öfter sehen. Könnt Ihr so was nicht auch mal machen???? Das Kleid von der Hexe in Königskinder fand ich übrigens schön und die Musik auch. Ich habe auch nicht verstanden, warum die beiden sich getötet haben. Sie sahen doch das Schönste in ihrem Leben, da war es völlig unlogisch, dass sie sich in dem Moment gegenseitig zu töten!(?)!
Annelie (13 Jahre)
Dienstag, 16.10.2012, 14:19:24
Vielen Dank für die wunderbare Vorstellung 'La Bohème'! Was für eine wunderbare Besetzung, besonders die Herren Ilincai, Schmutzhard und Frau Rae haben den Abend zu einem echten Puccini-Highlight gemacht!
A.F.
Frankfurt, Sonntag, 14.10.2012, 01:53:50
Danke erst Mal der Oper Frankfurt, dass sie Raum für diesen Austausch lässt, den ich von meiner Seite aus nun beenden möchte: Ist ja auch völlig in Ordnung, Herr Kindl, dass Sie das Libretto nicht gelesen haben. Muss ja auch nicht sein, nur dann können Sie z.B. auch nicht beurteilen, ob es "völlig egal" ist, wie die Königskinder sterben. Rosmer und Humperdinck werden sich schon was dabei gedacht haben, dass Gänsemagd und Königssohn "dicht aneinadergeschmiegt" liegen. Und Sie können dann auch nicht beurteilen, was "althergebracht" ist. "Althergebracht" ist nun mal diese Inszenierung. Ein völlig ausgelatschter Regietheaterschuh. Dagegen wäre ein Wald -Bühnenbild, wie es beispielsweise Luwig Sievert schuf, geradezu revolutionär heute. Ob es Ihnen persönlich dann gefällt, das ist etwas anderes und das steht jedem frei, für sich zu entscheiden. Und das ist genau der Punkt, der heute so viele Opernbesucher wütend macht, dass man uns zwangsbeglückend vorzuschreiben versucht, was wir gut zu finden haben, dass man einen schlechten Geschmack habe, wenn man eben lieber Königskinder mit Wald sehen möchte. Die Theaterwelt muss bunt sein und NICHT nur Regietheater - auch wenn man uns heute vom Gegenteil zu überzeugen sucht.
Chris
Donnerstag, 11.10.2012, 12:29:12
Sehr geehrter Chris,
finden Sie nicht, dass das Gästebuch der Oper Frankfurt für Ihren durch diverse Internetforen getragenen privaten Feldzug gegen das Regietheater der falschestmögliche Ort ist? Gerade in Frankfurt ist die Auslastung seit Jahren - nicht zuletzt dank der vielfältigen Regiestile, die sie in Ihrer Ignoranz alle über einen Kamm scheren - auf Rekordniveau, das Publikum ist dank exzellenter Nachwuchsarbeit jünger als anderswo, kurz, alle ihre reaktionären Vorurteile gegen das moderne Musiktheater werden hier tagtäglich widerlegt. Nennen Sie mir drei andere Häuser in Deutschland, wo Oper so lebendig ist. Knusperhexen Sie doch einstweilen im Tamino-Forum weiter, da können Sie für ihre Tiraden vielleicht mit Schulterklopfen rechnen. Die unzähligen Opernbesucher, die den von der Oper Frankfurt eingeschlagenen Kurs im Punkto Regie seit Jahren unterstützen und für ein volles Haus sorgen, werden es Ihnen danken.

Fafner
Donnerstag, 11.10.2012, 12:28:01
Zum PS des letzten Eintrags: nein, natürlich habe ich das Libretto nicht gelesen. Warum auch? Ich bereite mich auf den Opernbesuch vor, indem ich ein bisschen was drüber lese, das reicht mir völlig. Ich bin ein "einfacher" Opernliebhaber, der offen ist für Neues und Inszenierungen nicht vergleicht oder analysiert. Opern wirken auf mich oder sie tun es nicht. Sie wirken aber mehr auf mich, wenn ich nicht das Gefühl habe, etwas Althergebrachtes zu erleben.
J. Kindl
Donnerstag, 11.10.2012, 11:04:14
Das Problem ist nur, Herr Kindl, dass einem die Theater heute zu 98 Prozent Tannen- oder Kiefernwälder verweigern. Und das auch noch mit moralischem Zeigefinger. Seit dem Regietheater werden uns immer wieder dieselben Bilder präsentiert. Die Frankfurter Königskinder sind ein Mischmasch aus der Münchener und der Wiesbadener Inszenierung - ich schrieb es weiter unten schon mal. Derart eintönig war das - wie Sie es nennen - konservative Theater nie. Mehr Vielfalt und mehr Mut zur Librettotreue tut not und sollte nicht ständig militant abgetan werden als "verstaubt". Das Regietheater ist mittlerweile verstaubter als es das traditionelle Theater jemals war. Und: Doch, ich kann meine Behauptung auf Fakten stützen, da ich beruflich mit Jugendlichen arbeite und die sehen eine Traviata lieber in schwelgerischem Dekor als in kargem Einheitsbühnenbild oder in sinnentstellendem Aktionismus.

P.S.: Haben Sie Ernst Rosmers Textbuch eigentlich mal von A bis Z gelesen?

Chris
Mittwoch, 10.10.2012, 18:26:27
Natürlich gibt auch konservative junge Menschen, aber weder Sie noch ich kennen da den Anteil derer, die es gerne möglichst in die Zeit der Entstehung der jeweiligen Oper angesiedelt sehen möchten und derer, die sich über rieseige rosa und weiße Laborratten freuen... Man sollte das auch nicht verallgemeinern, es gibt ja ein großes Spektrum zwischen diesen Extremen. Ich glaube trotzdem, dass Oper langweilig wäre, wenn sich alle am Original orientieren würden, das wäre doch eine endlose Wiederholung des immer gleichen, nur dass der eine Bühnenbildner für den Märchenwald vielleicht Tannen nimmt und der nächste Kiefern.
Jochen Kindl
Mittwoch, 10.10.2012, 17:26:08
Hallo Herr Kindl, wieso sehnen sich denn dann so viele Besucher nach Inszenierungen, die sich an das Libretto halten? Da stimmt doch was nicht an Ihrer Theorie. Schauen Sie mal bei facebook rein: Against modern opera. Übrigens: Voller sind die Opernhäuser nicht geworden durch das Regietheater. Im Gegenteil. Viele meiden die Aufführungen nach einem Blick auf die Szenenfotos. Auch und gerade junge Leute, das können Sie mir glauben.

Recherchieren Sie bitte mal: Ludwig Sievert (ein Bühnenbildner, der in Frankfurt sehr erfolgreich war) + Königskinder + München. Sehen Sie sich die Fotos dieser Inszenierung aus den 1930er Jahren an oder die von der MET-Uraufführung oder die Entwürfe von Heinz Grete für Nürnberg - ach, es gibt zig Bilddokumente. Ich habe u.a. auch die Entwürfe für die letzte Frankfurter Inszenierung gefunden: Da liegt das Hexenhaus in einer Talsenke, unter dem Schatten der Linde und darüber reihen sich riesige Buchenstämme. Ich würde die Königskinder 1.000 Mal lieber so sehen.

Chris
Köln, Mittwoch, 10.10.2012, 12:57:28
Ich möchte jetzt mal die Behauptung aufstellen, wenn man immer noch inszenieren und ausstatten würde wie vor 100 oder auch vor 50 Jahren, wäre die Oper schon tot, jedenfalls würden die jüngeren Generationen sich abwenden. Das Genre ist doch nur deshalb immer noch so spannend, weil die Stücke immer wieder in neuer Sichtweise inszeniert werden. Sicher ist nicht jede Inszenierung ein großer Wurf, aber doch vieles. Man denke nur an den Frankfurter Otello, den ich großartig finde.
Jochen Kindl
Mittwoch, 10.10.2012, 11:47:56
Königskinder: Was für eine Musik! Vielen Dank für diese Entdeckung! Ich schließe mich dem großen Lob für Herrn Weigle sehr dankbar an. Und auch für das Ensemble: Frau Majeski und Herr Behle waren traumhaft. Frau Juon und Frau Magiera: Genial! Die Herren Baldvinsson, Mayer und Burchov: Großartig! Fräulein Bäuml: Rollendeckend! - Ich hätte es allerdings auch lieber mit Wald und mittelalterlicher Stadt gesehen.
Georg Müller
Mittwoch, 10.10.2012, 11:29:34
Ein großes Dankeschön an Herrn Weigle für sein intensives Dirigat der Königskinder. Mir liefen die Tränen nur so runter! Auch die Sänger waren allesamt so voll bei der Sache, wie ich es selten erleben durfte. Die Inszenierung fand ich ebenfalls FURCHTBAR! An den Schreiber Herr Kindl: Wofür gibt es denn Regieanweisungen im Libretto? Bis zum Regietheater hielten sich die Regisseure daran, aber heute gilt das ja - aus irgendwelchen, mir völlig unbegreiflichen Gründen - als reaktionär. Dabei bietet das Regietheater nichts Neues mehr. So auch hier: Klischeehafte Bewegungen von dem von Ihnen so gefürchteten Anno Dazumal, was mich normalerweise nicht weiter stört, doch dann verstehe ich nicht, warum so ein scheußliches Bühnenbild entworfen wird. Ich habe nachher die Augen geschlossen und mich von der Musik davontragen lassen. Das hätte ich nicht getan, wenn Bühnenbild und Kostüme dem entsprochen hätten, was im Textbuch steht: "phantastisches Mittelalter". Und dann dieser selten dumme Einfall mit dem Erstechen und den Pappschildern. Das hat mir das Inszenierungsteam endgültig unsympathisch gemacht. Um Ihre Frage zu beantworten: Wie inszeniert man solche Märchen? Indem man sie ernst nimmt und dafür ist es nicht unerheblich, was Ernst Rosmer in seinem Textbuch schreibt! So, jetzt habe ich mich aber aufgeregt! Ist doch wahr, ständig nur unromantisches Regietheater. Es hängt mir zum Halse raus!
Uta
Mainz, Deutschland - Dienstag, 09.10.2012, 13:01:47
Ich frage mich wirklich, was bei der Regie eines solchen Märchenstoffs erwartet wird. Mir scheint das sehr gelungen und ob die Königskinder nun ständig zusammenhängen oder ein paar Meter zwischen ihnen liegen, finde ich gänzlich unerheblich. Dass sie nicht "aneinandergekuschelt" sterben, betont sogar noch ihr totales Unglück. Ich muss aber zugeben, dass mich Musik und Gesang teilweise von allem anderen abgelenkt haben, traumhaft!
Jochen Kindl
Montag, 08.10.2012, 15:55:30
Zu "Königskinder": ich stimme weitgehend mit dem Besucher namens Chris überein, der Regisseur hat die Wirkung seiner im ersten Aufzug meistens überzeugenden Arbeit im letzten Aufzug zerstört durch die überflüssigen und kitschigen Albernheiten - dabei hätte er seine "Zutaten" nur wegzulassen brauchen. Musikalisch war alles wunderbar und alle Beteiligten verdienen allerhöchstes Lob. Ein besonderes Kompliment den Technikern: daß der ganze Bühnenboden am Ende des ersten Aufzuges nach hinten weggezogen wird, ist eine Novität.
Klaus Grossmann
Sonntag, 07.10.2012, 15:35:57
Wir sind ganz begeistert von den Königskindern, vor allem Amanda Majeski ist wunderbar, tolle Stimme und gutes Spiel, man nimmt ihr die neugierige Naivität ab. Man sollte jeden einzelnen hochloben, das gesamte Sängerensemble ist hervorragend. Die Bühne mochten wir auch sehr, nichts zuckersüßes, trotzdem fühlte man sich in eine - wenn auch düstere - Märchenwelt versetzt. Am Samstag geht unsere 11jährige Nichte in die Vorstellung, wir sind gespannt, ob sie es mögen wird.
Alex und Biggi

Alexander Libermann
Freitag, 05.10.2012, 09:37:03
Sehr geehrte Opernmacher,
von weit bin ich angereist, um mir die selten aufgeführten Königskinder anzusehen. Ihr Opernhaus hat einen hervorragenden Ruf und in der Vergangenheit konnte ich überraschende Ausgrabungen bewundern.
So habe ich mich eigentlich gefreut.
Nur war ich dann doch insgesamt von der Regie wie der musikalischen Darbietung enttäuscht.
Zwar will ich es nicht so hart ausdrücken wie Eleonore Büding in der FAZ, aber das ganze hatte etwas von einer Hochschulaufführung.
Trotzdem Grüezi aus der Schweiz, ich komme zu anderem dennoch wieder.

Urs Meir
Luzern, Schweiz - Donnerstag, 04.10.2012, 20:25:05
Königskinder: Musik und Regie - Sie konnten zusammen nicht kommen

Ich stehe noch immer ganz im Bann dieses musikalischen Hochgenusses, der erfreulicherweise - wie im Programmheft angekündigt - auf CD gebannt wird. Die gestrige Premiere war ein Höhepunkt all meiner Liveopernerlebnisse. Selten habe ich eine derart konzentrierte Ensembleleistung hören dürfen. Das Dirigat von Herrn Weigle war das wirklich feinfühligste aller von mir besuchten Königskinder-Aufführungen (immerhin: sechs Mal habe ich diese Oper schon live erleben dürfen) und CDs.

ABER: Wie schön wäre es, wenn diesem kaum fassbaren und dennoch wahr gewordenen Traum die Inszenierung ebenbürtig gewesen wäre. Doch die war leider extrem hassenswert: Eine Mischung aus der Münchener und Wiesbadener Werkverstümmelung. Unsensibel ohen Ende! Einfach nur ärgerlich! Und da wird vorab noch gesagt, dass das Regieteam die Geschichte getreu dem Libretto erzählen würde. Glatt gelogen! Ich gehe nicht auf die ganzen Ungereimtheiten - von einem Chor mit Schweinekopfmasken bis hin zu Weinleitungen, die vom Bühnenhimmel herunterhängen - ein, die dieses Trio verbrochen hat. Das Schlimmste: Die Königskinder erstechen sich am Ende! Damit ist die ganze Geschichte mit dem Zauberbrot völlig hinfällig und natürlich - wie könnte es beim Regietheater anders sein, hat das Regieteam mal wieder Angst vor dem großen Gefühl, sprich: Die Königskinder liegen kilometerweit von einander entfernt und nicht librettogetreu "dicht aneinandergeschmiegt". Und um es noch schlimmer zu machen hält der Kinderchor am Ende Pappbuchstaben und -Herzen hoch, die den Schriftzug ergeben "Happy ÄnT". Kicher. Grunz. Harharhar - damit war bei vielen die Rührung weggewischt und viele andere sind vor Wut schier explodiert: Buuuuuuuuuuuuuuuuuuhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh! Ich war allerdings so geschockt, dass ich nicht mal das konnte.

Und dann drucken Sie noch im Programmheft die alten Rezensionen ab, wo beschrieben wird, wie traumhaft die Königskinder-Inszenierungen in Frankfurt waren vor dem Ausbruch der Regietheaterpest. Das tat dann noch mal so richtig weh! Kontrast vor Augen stehe

Chris
Köln, Dienstag, 02.10.2012, 15:26:45
Adriana Lecouvreur vom 15.09.2012:
Wer noch überlegt, ob sich ein Besuch lohnt, sollte nicht länger zögern. Insbesondere auch wenn man die Oper schon in der letzten Spielzeit gesehen hat. Diesmal bezaubern nicht nur die Kostüme sondern auch die Stimmen. Ein ganz anderer Eindruck! Annalisa Raspaglioli in der Titelrolle überzeugt! Am Sonntag (23.09) ist sie noch einmal zu hören. Danach wechselt die Besetzung.

U. Schmitz
FfM, Freitag, 21.09.2012, 09:09:57
Werte Oper Frankfurt,

da bereits in den vergangenen Saisons einige Raritären wie Medea, die Tote Stadt, Palestrina auf CD verewigt wurden, frage ich mich in der Tat weshalb ausgerechnet die Vanessa eben nicht aufgezeichnet wird? Und das OBWOHL von dieser Oper - soweit mir bekannt ist . gerade mal nur eine einzige Einspielung vorhanden ist in deren Gegenzug "unsere" Vanessa eine Offenbarung ist!

Wäre doch mal eine Überlegung wert, oder?
Noch ist es Zeit...;)

Michael Glowalla
Offenbach, Freitag, 14.09.2012, 23:50:15
Herzlichen Glückwunsch zu der Entscheidung, die Adriana Lecouvreur in dieser Spitzeninszenierung wieder aufzunehmen. Und dies in grandioser Besetzung mit der unvergleichlichen Annalisa Raspagliosi(ssima).
Wolfgang Kronemann
Sonntag, 09.09.2012, 14:24:32
La Bohème... I fell in love with young guy who played violoncello (well, I guess it was violoncello - sorry!) yesterday in orchestra - you are amazing!

best regards,
jp

Julia
Frankfurt, Sonntag, 02.09.2012, 12:23:20
Dank für eine wiederum großartige Saison!
A. Hofmann
Fulda, Donnerstag, 05.07.2012, 23:53:54
Der Ring hatte viele großartige Momente, was
Sänger (stimmlich und schauspielerisch!), Orchester und Inszenierung/Bühnenbild betrifft. Eigentlich ist darüber auch schon alles geschrieben worden.
Da ich alle vier Aufführungen vorher schon einzeln gesehen hatte, dachte ich nicht, dass mich noch etwas überraschen könnte, ich wollte den Ring einfach nur genießen.
Übrigens waren mir bis vor wenigen Jahren Leute
suspekt, die sich tagelang (zumal im Sommer) stundenlang in der Oper verkriechen, um Wagner zu hören.
Aber in der Walküre war er plötzlich da- der ganz besondere magische und unvergessliche Moment, als Amber Wagner Sieglinde sang. Mit der Vorkenntnis aus ihrem Blog im Internet, in dem sie humorvoll und ehrlich ihre Probenzeit in Frankfurt beschreibt und dabei die Kollegialität und die besondere Unterstützung von Herrn Weigle lobt, fieberte ich mit ihr mit. Ich hörte, wie sich inbrünstig in die Rolle vertiefte und gleichzeitig auch diese Karrierechance wahrnahm,
sich in Europa und vor allem in Deutschland einen Namen zu machen. Herr Loebe hatte wieder mal den richtigen Riecher. Der Applaus am Ende zeigte, dass ich mit meinem Eindruck nicht allein war, und ich hoffe, dass Amber Wagner noch oft in Deutschland (Frankfurt ?!) zu hören sein wird.
Vielen Dank auch allen Bühnentechnikern, die im Hintergrund und oft im Dunkeln hervorragende Arbeit geleistet haben, wie man übrigens auch in dem schönen Bildband zum Ring nachlesen kann.
Hoffentlich ist die CD zur Götterdämmerung bald
erhältlich, und auf die DVD kann man sich auch schon freuen.

I.Reuter
Frankfurt, Mittwoch, 20.06.2012, 21:34:31
Mit einer großartigen GÖTTERDÄMMERUNG ging der erste RING-Zyklus am Sonntag zuende. Zuvorderst möchte ich mich für die unglaublich packende Darbietung dieser großangelegten Musik durch das sehr gut aufgelegte Orchester unter Sebastian Weigle bedanken. Es war ein Genuß, dieser fein ausdifferenzierten Klangdarbietung über all die vielen Stunden lang lauschen zu dürfen. Transparent und ohne einen Anflug von Holzhammermethode wurde die vielschichtige Motivstruktur herausgearbeitet. Dennoch blieb der Klang meist rund, warm und leidenschaftlich, die Dynamikabstufungen geschickt und wirkungsvoll herausgearbeitet - dies fast immer auch mit Rücksicht auf die Sänger, so dass sehr viel Text auch tatsächlich zu verstehen war. Trauermusik und Finale von anrührend bis zupackend auf den Punkt. Die wenigen Wackler in den Bläsern (Hörner) zum Ende hin fallen da allein ob der hohen physischen Anforderungen kaum ins Gewicht.

Auch die sängerischen Leistungen durch die Bank auf hohem Niveau. Den Hagen von Gregory Frank hätte man sich vielleicht etwas dunkel-präsenter in der Tiefe gewünscht. So kamen Hass und eiskalte Berechnung nicht so stark zur Geltung. Dafür war er sehr geschmeidig und - eben etwas zu - schön in der mittleren und höheren Lage. Großartig die Leistung von Susan Bullock als Brünnhilde. Die Schärfen der Forte-Höhen sind im Vergleich zur Premieren-Serie deutlich gemildert, der Schlußgesang war authentisch und ergreifend, auch in der Darstellung. Darstellerisch herausragend neben der guten stimmlichen Leistung auch Johannes Martin Kränzle. Schlicht beeindruckend sind die Kraftreserven von Lance Ryan, der die schwere Siegfried-Partie bis zum tragischen Ende scheinbar mühelos durchhält.

Rudi K.
Frankfurt, Dienstag, 19.06.2012, 17:53:54
Zu den Anfragen nach Änderung der Anfangszeiten für den "Ring": Bei allem Verständnis ist es nicht machbar, die Anfangszeiten vorzuziehen. Die Vorstellungen sind ausverkauft und es ist völlig unrealistisch, alle Karteninhaber über die geänderten Zeiten zu informieren. Es würden viele Besucher erheblich zu spät kommen. Stellen Sie sich deren (berechtigte) Entrüstung vor, wenn die Oper als Begründung die Fußballspiele nennt. Bei diesen Turnieren kennt man eben die Termine so weit im Vorfeld nicht, wie ein "Ring"-Zyklus geplant wird. Als kleiner Trost für die Fußballfreunde: wir lassen die Spiele auf den Monitoren in den Foyers laufen, sodass Sie sich in Pausen oder - bei "Rheingold" direkt nach der Vorstellung informieren können.
Oper Frankfurt
Dienstag, 19.06.2012, 10:43:23
Ich schließe mich der Bitte von Herrn Michael Mohn an (Vorverlegung der Anfangszeiten des 2. Ring-Zyklus). MfG K. Wendt
Klaus Wendt
Dienstag, 19.06.2012, 10:16:45
Der 1. Ring-Zyklus ging gestern Abend mit stehenden Ovationen für Orchester und Generalmusikdirketor zu Ende! Berechtigt! Das Orchester war der Star des Rings! In 48 Jahren Oper Frankfurt habe ich eine solche Publikumsbegeisterung selten erlebt!
A. Hofmann
Fulda, Montag, 18.06.2012, 14:18:09
Es war mal wieder ein wunderbarer leicht beschwingter Abend bei der Fledermaus. Man wollte gleich danach in den Flieger steigen und in Wien eine Melange trinken...Dank an alle Beteiligten!
Jürgen Naeve
Frankfurt, Deutschland - Samstag, 16.06.2012, 10:06:44
Seit frühester Jugend (zu Soltis Zeiten schon mit meiner Mutter) gehe ich in Frankfurt in die Oper und habe da gerne ein "Vermögen" ausgegeben. Noch nie wurde aber eine Zarzuela gespielt. Frage an Herrn Loebe: Könnte ich mich mal darüber freuen? Mit freundlichen Grüßen Rolf Häussner
Rolf Häussner
Dietzenbach, Hessen - Donnerstag, 14.06.2012, 18:05:01
Liebe Damen und Herren der Oper Frankfurt,
sehr geehrter Herr Loebe,

sicherlich bin ich nicht der erste Opern- UND Fußballinteressierte, der bemerkt hat, dass wir auf eine sehr unschöne Terminkollision zusteuern. Sollte die deutsche Nationalmannschaft bei der Fußball-EM Gruppensieger werden, liegen ALLE möglichweise folgenden Spiele der Endrunde parallel zum zweiten Zyklus des "Ringes"; Viertelfinale zeitgleich zu Rheingold, evtl. Halbfinale parallel zu Siegfried, evtl. Endspiel während der Götterdämmerung. Daher meine in aller Demut gestellte Frage: Bestünde die Möglichkeit, die Anfangszeiten so vorzuverlegen, dass Kartenbesitzer sowohl in den Genuss des Nibelungenringes als auch der Fußballspiele kommen können? Rheingold beispielsweise um 17.30, Siegfried und Götterdämmerung 15.00 Uhr? Sie würden nicht nur mir und anderen begeisterten Besuchern der Oper Frankfurt eine große Freude machen, sondern sicherlich auch vielen Akteuren vor und hinter der Bühne Ihres Hauses.
Für eine Überprüfung meiner Bitte bedanke ich mich herzlich.
Freundliche Grüße
Michael Mohn

Michael Mohn
Donnerstag, 14.06.2012, 09:16:35
ich war schon vier mal in der Oper Frankfurt und ich muss sagen ich bin immer wieder begeistert.Die Oper Frankfurt zählt aufjedenfall zu den besten in Deutschland.
Viele Grüße und weiter so,
Natalie Frugier

Natalie Frugier
Frankfurt, Deutschland - Mittwoch, 06.06.2012, 21:49:13
Ja, Otello am Freitagabend war ein herausragendes, äüßerst eindrucksvolles Erlebnis, das dem großartigen Orchester, dem nicht minder großartigen Chor, dem souveränen Dirigenten Nielsen und natürlich dem herausragenden Zeljko Lucic zu verdanken war. Ausgezeichnet fand ich auch Frau Baumgartner als Emilia. Über die bizarren Ideen des Regisseurs und die seltsamen Kostüme der Kostümbildnerin: gnädiges Schweigen. Für die nächste Inszenierung des Regisseurs in der nächsten Saison möchte man dem Regisseur einen gütigen Geist als Hilfestellung wünschen. Verdi ist so robust, den kann man nicht umbringen, aber der Giulio Cesare könnte Schaden nehmen.
Klaus Grossmann
Samstag, 26.05.2012, 21:03:29
Am Donnerstag besuchte ich die Aufführung von "The Rake´s Progress" (das geht jetzt nach der Arbeit und es sind auch nur wenige Minuten vom Reich der Notwendigkeit in das der Freiheit). Musikalisch und sängerisch blieben da erneut keine Wünsche unerfüllt. Es ist bewundernswert zu welchen Leistungen Constantinos Carydis das Orchester bei seinen Dirigaten (ver)führt. Sollte einmal ein Nachfolger für Sebastian Weigle gesucht werden, Herr Carydis wäre sicherlich ein geeigneter Kandidat.

Das mit Paul Appleby ein Sänger auf der Bühne stand, der sich eigentlich noch in der Ausbildung befindet, mochte man kaum glauben, so überzeugend gestaltete er dieses Rollendebüt. Es ist einfach schön zu sehen und zu hören wie gerade junge Sängerinnen und Sänger das in sie gesetzte Vertrauen mit solchen Leistungen an das Publikum weitergeben. Das gilt in diesem Fall natürlich auch für Brenda Rae und Paula Murrihy.

Das hohe musikalische und sängerische Niveau hat das Regieteam leider nicht erreicht. Schade. Zu vieles meinte ich so oder so ähnlich schon gesehen zu haben und das Bühnenbild war nicht eben das gelungenste. Da habe ich "Die Ausflüge des Herrn Brouceck" in wesentlich besserer Erinnerung.

Wie üblich erwarb ich auch vor dieser Vorstellung ein Programmheft. Auch hier die gewohnt hohe Qualität. Aber es war nicht nur ein Programmheft, es war das einhundertste. Da ich die meisten Produktionen mehrmals besuche ist da in den vergangenen Jahren einiges zusammengekommen. Schlecht war eigentlich nichts, durchschnittlich nur sehr wenig, außergewöhnlich sehr vieles und unvergessliches erlebt man an diesem Haus dann doch regelmäßig. Dafür vielen Dank.

Jörg Barenscher
Fulda, Samstag, 26.05.2012, 20:26:50
Der gestern wieder aufgenommene Otello gehört zweifelsohne zu den Höhepunkten einer großartigen Saison! Grandios Zeljko Lucic und
Elza van den Heever! Und Frank van Aken ließ Carlo Ventre stimmlich vergessen! Ganz herzlichen Glückwunsch an van Aken zu seinem Met-Debüt vor 3 Wochen, als er für Jonas Kaufmann in der Walküre einsprang und mit seiner Frau Eva Maria Westbroek als "Frankfurter Traumpaar" in Übersee Jubelstürme auslöste! Und gewohnt hervorragend: Chor und Orchester! Großer Verdi-Abend!

A. Hofmann
Fulda, Samstag, 26.05.2012, 14:38:31
Vielen Dank, dass Sie die Königskinder neu inszenieren. Da freue ich mich sehr drauf! Und die Besetzung verspricht viel Gutes hinsichtlich der akustischen Genüsse. Ob es auch optisch schön wird? Bitte nicht schon wieder Regietheater. Wald und mittelalterliche Stadt - das würde mir sehr gefallen!
Ch. Molitor
Montag, 14.05.2012, 14:41:40
Am Samstag Cosi fan tutte. Ich war schon damals im ersten Jahr in dieser hervorragenden Produktion. Musikalisch ist das Niveau immer noch sehr hoch. Aber szenisch droht die einstmals so melancholisch differenzierten Produktion in billigeren Klamauk abzugleiten. Das ist sehr schade. Das Unübertreffliche von Christof Loys Erzählweise ist die kleine Geste, der einzelne Blick und eben nicht die drastische Komödiendarstellung, die auf Lacher abzielt. Dem Publikum gefällt es auch so. Schade.
Lübberts
Mainz, Montag, 07.05.2012, 11:53:18
Volo di Notte/ Gefangener ist ein ganz wunderbarer anrührender Abend nur leider war das Haus fast leer. Also Leute: reingehen, Lohnt sich.
Herrn Kränzle vermisse ich auch in der Planung und schleiße mich den Einträgen weiter unten an. Er hätte schon im Ring den Alberich singen sollen aus meiner Sicht...

Dr. Stefan Schlesinger
Frankfurt, Montag, 07.05.2012, 08:50:46
Vorgestern mit meinen beiden kleinen Töchtern (8 und 10 Jahre) in der Zauberflöte gewesen: Ein großartiges Erlebnis!
Besonders bemerkenswert fand ich, dass die vielen Kinder im Parkett und auf den Rängen allesamt mucksmäuschenstill waren über die gesamte Dauer der Singspiels. Die hohe Qualität der Aufführung hatte sie wohl in ihren Bann geschlagen. Einen herzlichen Dank an alle Beteiligten!

Cornelius Lasch
Frankfurt am Main, Montag, 30.04.2012, 19:53:04
Danke für die Information. Dann warten wir eben geduldig ein Jahr auf "unseren " Sänger das Jahres.
Viel Glück Ihnen allen.

Eckehard Kluter
Frankfurt, Montag, 30.04.2012, 11:27:53
Zu den letzten beiden Einträgen: beide genannten Sänger sind auf eigenen Wunsch für ein Jahr beurlaubt - Johannes Martin Kränzle, um sich an der Staatsoper Berlin und an der Scala di Milano ganz seiner Mitwirkung in den dortigen „Ring“-Zyklen zu widmen und Florian Plock ist für ein Jahr an der Königlichen Oper in Kopenhagen engagiert.
Oper Frankfurt
Freitag, 27.04.2012, 16:45:02
Sehr geehrte Leitung der Oper Frankfurt,
die Makropulos-Aufführung gestern Abend war ein Highlight der Saison. Tolle gesangliche und darstellerische Leistungen von allen bis in die Nebenrollen konnte man erleben. Das Orchester in guter Form, unter einer umsichtigen, wenn auch nicht überragenden Leitung.

Die neue Saison verspricht wieder viel Interessantes. Ich freue mich auf Königskinder, Fanciulla und Pelleas.
Aber ich vermisse den gerade gestern wieder so fabelhaften Johannes Martin Kraenzle in der neuen Spielzeit. Dabei gaebe es interessante Rollen. Sicher sind es terminliche Kollisionen. Auch Florian Plock ist nicht mehr dabei ? Ein sympathischer, junger Sänger, der wahrscheinlich nicht richtig zum Zug gekommen ist.
Viel Erfolg weiterhin Ihrer so erfolgreichen Arbeit.

Eckehard Kluter
Frankfurt, Freitag, 27.04.2012, 13:54:01
Welch gelungenes Programm für die neue Saison 2012/13!: Spannende Premieren, tolle Wiederaufnahmen (z. B. Chowanschtschina) - aber ein ganz großer Wermutstropfen mit viel Wehmut: Auf keiner einzigen Besetzungsliste konnte ich den 'Sänger des Jahres', den wunderbaren Johannes Martin Kränzle entdecken! Warum wird dieses Sänger- (und auch Schauspiel-)Juwel im eigenen Haus so wenig (wie in der laufenden) bzw. gar nicht (wie in der kommenden Saison) besetzt? Das stimmt mich doch sehr betrüblich!
Stefanie Wilms
Frankfurt

Stefanie Wilms
Frankfurt am Main, Deutschland - Donnerstag, 26.04.2012, 18:49:33
Makropulos ist ein sehr gelungener Abend, kann ich nur wärmstens empfehlen.
Dr. Schlesinger
Frankfurt, Donnerstag, 19.04.2012, 17:30:21
Gestern Abend zur "Cosi" saß ich "hinter" Herrn Januschke, es war interessant ihn agieren zu sehen und zu hören. Dieser Dauerbrenner "Cosi" zeigt immer wieder,(ich sah diese Oper zum 21. Mal) wie spielfreudig und auf welchem Niveau "unser" Ensemble agiert, allen voran Frau Zechmeister, Herr Bailey und die Damen Lascarro und Carlstedt. Bitte, lassen Sie diese Operninszenierung im Repertoire. Leider vermisse ich Herrn Venanzoni am Hammerklavier!
Karl-Heinz Pape
Frankfurt am Main , Deutschland - Montag, 16.04.2012, 09:09:13
Karsamstag habe ich die Zauberflöte in der Oper
Frankfurt erleben dürfen. Einfach berauschend!
Alle Sängerinnen und Sänger auf hohen gesanglichen Niveau. Ein Komplement an allen verantwortlichen. Das Bühnenbild war so schön -wie im Traum-.
Als Provinzler kommt ich bestimmt wieder gerne nach Hessen in die wunderschöne Opernatmosphäre.
Danke! Ein Bamberger aus Franken/Bayern

Neppel Norbert
Bamberg , Bayern - Montag, 09.04.2012, 12:38:45
ich muss jetzt mal ein grosses lob an die damen und herren der theaterkasse loswerden... ein sehr kompetentes, freundliches team, das gerne hilft und berät...damit fängt die (vor)freude auf den opern- abend ja quasi schon an. danke und bis bald w.e.
Willy Egli
Freitag, 30.03.2012, 18:43:42
Gestern war ich zu Gast bei dem Kammerkonzert in Chagallsaal, der akustisch mr beinahe mehr geeignet scheint als das Foyer.
Nur waren sicher 20 Minuten des Konzertes empfindlich gestört durch eine beginnende Veranstaltung im Schauspiel. Die Geräusche und Gespräche der Ankommenden und dann das mehrmalige laute Klingeln machten nahezu jede Pianopassage zunichte.
Sicher fand diesbezüglich keine Koordination statt. Man hätte das Publikum des Schauspiels im unteren Treppenhaus warten lassen können, und zügig hochführen. Auch auf das Klingeln kann man in diesem Fall verzichten.

Ansonsten war es ein höchst gehaltreiches Konzert mit einem Höhepunkt der fast nie zu hörenden Mozart-Nocturnos und dem zugegebenen "Soave sia il vento". Ein Bravo an die Basetthornspieler, Britta Stallmeister, Jenny Carlstedt und Johannes Martin Kränzle.

Edith Kraus
Frankfurt, Montag, 26.03.2012, 08:49:28
1000 Dank für das musikalische Ausnahme-Ereignis in der Alten Oper gestern: L'Amico Fritz! Schade nur, dass dieses Juwel weder vom Rundfunk noch vom CD-Partner der Oper aufgezeichnet wurde und wird. Schon die Perlenfischer/Bizet (Calleja/Lucic/Lisnic) waren dazu angetan, für die Nachwelt dokumentiert zu werden. Dabei ließ die gestrige Besetzung Calleja, Lucic, Baumgartner nichts anderes als eine sängerische Sternstunde erwarten. Dazu die bezaubernde Grazia Doronzio und das großartige Orchester. So bleibt zu hoffen, dass Joseph Calleja bald wieder nach Frankfurt kommt - vielleicht in einer Neuinszenzierung auf der großen Bühne im Opernhaus??
Sascha Tischer
Frankfurt am Main, Montag, 12.03.2012, 12:19:33
Was war das für ein lange nachwirkendes Belcanto-Fest am heutigen Sonntagabend in der Alten Oper! Die konzertante Aufführung von Mascagnis L'AMICO FRITZ fast auf den Tag genau 120 Jahre nach der deutschen Erstaufführung an gleicher Stelle war atemberaubend! Hatte man damals durch die pompöse Frankfurter Inszenierung den Blick auf das Musikalische völlig verstellt (so Agnes Eggers von der Dramaturgie in der hervorragenden Einführung), konnte man heute dankbar sein, dass es überhaupt keine Inszenierung gab und kein werkfremdes Regietheater alle Beteiligten (Solisten, Orchester, Chor) an der wunderbaren Vermittlung des Wesentlichen hindern konnte.
Wann wurde ein Ensemble um Grazia Doronzio,
Tanja Ariane Baumgartner, Zeljko Lucic und Joseph Calleja in Frankfurt in jüngster Zeit mit Recht so gefeiert? Calleja sang herausragend, seine vokale Italianità wird derzeit von keinem andern Fachkollegen erreicht. Bernd Loebe, dem Calleja-Entdecker zu Brüsseler Zeiten, war die Freude darüber unverkennbar und mit Recht ins Gesicht geschrieben. Berauschend, welchen Wohl- und Breitklang Carlo Montanaro mit dem Orchester und dem diesmal besonders geforderten Instrumentalsolisten entwickelte. Was für ein Abend! Das Abonnement der konzertanten Aufführungen der Oper Frankfurt ist ein echtes Juwel!




A. Hofmann
Fulda, Montag, 12.03.2012, 00:06:54
Ariane et Barbe-Bleue am 02.03.
War das schön! Ich bin "auf Verdacht" hingegangen und war hingerissen. Sowohl Musik als auch Inszenierung fand ich mitreissend (besonders beeindruckend der Chor der Frauen vor/beim Öffenen der 7ten Tür). Und das Thema: zeitlos aktuell! Vielen Dank an das ganze Team für einen sehr schönen Opernabend!
In diesem Zusammenhang noch: Schade, dass in Frankfurt anscheinend "2 Vorhänge" üblich sind. Es sind immer 2! Egal wie gut/schlecht die Aufführung war ... Für die Ariane vom 02.03. (und die Götterdämmerung vom 03.03.!!!) hätten die Beteiligten in jedem Fall mehr als die üblichen 2 verdient gehabt. Ich hoffe sie haben es an der Lautstärke des Applauses gemerkt.

U. Schmitz
Frankfurt, Dienstag, 06.03.2012, 21:24:15
Wir waren in der Premiere Adriana Lecouvreur ziemlich überrascht von dem Kostümrausch, das hatte man ja in Frankfurt seit Don Carlos nicht mehr! Aber es passt irgendwie zum Stück. Wir gehen nochmal rein, um etwas mehr der schönen Musik zu lauschen, von der man vor lauter Schauen und Staunen fast abgelenkt wird.
Ute und Christoph Böning aus Wiesbaden

Böning
Dienstag, 06.03.2012, 15:04:01
Janusköpfiges Frankfurter Opernwochenende.

Am Samstag waren wir in einer phantastischen Götterdämmerung, die uns förmlich aufgewühlt hat. Szenisch abwechslungsreich und vor allem musikalisch weltklassig. Herausragend vielleicht, wie andere hier schon beschrieben haben: Gunther und Waltraute. Auch alle anderen auf höchstem Niveau. Siegfrieds Trauermusik als Kulmination von szenischem und musikalischem Glück !
Das Orchester war auch am Sonntag, in der Adriana Lecouvreur, hervorragend.
Aber leider war das musikalisch schon fast das einzige was von unserer Seite zu loben ist. Die Fürstin von Bouillon, die wir schon aus Basel schätzen, macht eine blendende Figur, sonst ist eine zweite Garde am Werk, hatten wir das Gefühl. Die Herrenprotagonistenstimmen von Bass, Bariton und Tenor klangen leider älter als sie aussahen, und auch die Titelsängerin sollte ihre stimmliche Verfassung hinterfragen. Sängerdämmerung. Szenisch gab es mehr Chic als Gehalt.

An beiden Abenden, überprüft man das, sind die hauseigenen Kräfte den Gästen überlegen. man muss sicher sparen und kann sich vielleicht nicht das Teuerste leisten. Umso mehr ein Bravo an die Ausnahme- Sänger, die man an Ihrem Haus hat. Und an Ihr sagenhaft konzentriertes Orchester ein großes Lob.
So fahren wir in die Schweiz zurück mit einem janusköpfigem Eindruck Ihres Opernhauses. Das gehaltvollere erste Erlebnis wird sicher in der Erinnerung überleben

Prof. Walter und Marie-Ann Ruetli
Zürich. Dübendorf, Schweiz - Sonntag, 04.03.2012, 22:45:13
endlich mal eine Internetseite meines Geschmacks
Heimdirekt
Frankfurt am Main, Deutschland - Samstag, 03.03.2012, 18:25:19
Götterdämmerung am 26.02.12: Spannend und berührend; das empfanden sicher viele im Publikum. An "Piano-Stellen" war es (meistens) mucksmäuschenstill in der ausverkauften Oper, das geschieht nicht oft! Eine großartige Leistung der Sänger und des Orchesters - 5 Stunden höchste Konzentration. Danke für dieses grandiose Erlebnis!
M. Fergenbauer
Montag, 27.02.2012, 16:01:12
Gestern Abend "Götterdämmerung":ein großartiger, bedeutender Abend, der noch lange in Erinnerung bleiben wird. Es wäre ja für unsere fabelhaften Techniker eine Kleinigkeit gewesen, zum Finale einegroße "Multimedia-Show" zu veranstalten. Umso höher ist es zu bewerten, daß es der Regie und den anderen Beteiligten gelungen ist, mit ganz einfachen Mitteln eine überzeugende Lösung zu finden und einen bewegenden Eindruck zu vermitteln. Mein großer Dank gilt allen Beteiligten, den Sängerinnen und Sängern, darunter insbesondere dem großartigen Johannes Martin Kränzle (hoffentlich können wir ihn noch in vielen großen Rollen erleben), "unserem"wundervollen Orchester, dem fantastischen Chor und dem souveränen Dirigenten Weigle. Ich freue mich schon auf die nächsten Aufführungen.
Klaus Grossmann
Montag, 27.02.2012, 10:27:37
Ein fulminanter Abend mit der Götterdämmerung am 18.2. Aber eine Sache verstand ich nicht. Am Ende tritt noch einmal Alberich auf und singt eigentlich Hagens Worte: Zurück vom Ring! Das ist doch ein Unding, wenn man Wagner so entstellt, dass Alberich den Hagen singt. Man kann doch nicht das Libretto einfach umschreiben.


ToBA
Montag, 20.02.2012, 15:28:40
Sei längerer Zeit war ich wieder in Hessens führendem Opernhaus. Wagners Götterdämmerung, ein großer Abend.
Die Regie pendelt zwischen den Stilen, ironisiert, wird aber in den entscheidenden Passagen tiefernst.
Ein Bravo auch der musikalischen Seite: Sebastian Weigle musiziert unprätenziös, läßt es auch mal laufen, packt dann wieder beherzt zu.
Lance Ryan dürfte wohl in einer Unangestrengtheit als Siegfried derzeit unüberbietbar sein, Susan Bullock gibt eine eher introvertierte Brünnhilde.
Schön, auch Gregory Frank wieder zu hören. Sein samtener Bass und seine ruhige Art geben dem Hagen Noblesse. Die Stars aber für mich waren Claudia Mahnke als sensationelle Waltraute und Johannes Martin Kränzle als unübertroffen-farbenreicher Gunther. Bei beiden versteht man jede Silbe, sie führen ihre prächtigen Stimmen souverän und sind obendrein großartige Schauspieler.So ist Wagnergesang eine Freude und widerlegt oft unkende Rufe, die guten Wagnersänger stürben aus. Brüllen war gestern.



Oliver Mühleisen
Landeshauptstadt Wiesbaden, Hessen - Montag, 20.02.2012, 09:17:56
"Götterdämmerung" am 18.2.:
Obwohl aus Erfahrungen anderswo keineswegs Nemirova-Fans haben wir wegen der Mundpropaganda, die ersten Abende betreffend, Karten für die obige Aufführung und für einen Zyklus im Sommer erworben: Wie voreilig, welche Enttäuschung! Die Regisseurin streichen wir erst einmal von der Liste der Künstler, von denen wir etwas erwarten. Welch langweilige Aneinandereihung platter, oberflächlicher "Einfälle"! Welches im Stich lassen der Solisten, auch derer, deren darstellerisches Potential bekannt und unbestreitbar ist! Das können die wohl aus sich selbst heraus wunderbare "Waltraute", der prächtige "Hagen", das wieder wunderbare Orchester und der grandiose Chor kaum wettmachen.
Und wenn dann der stimmlich übeforderte, fachlich verirrte "Siegfried" zuletzt in ein indiskutables Counter-/Falsettsingen flüchtet, um sich mit noch ein paar "lauten" Tönen verabschieden zu können, ist der Frust perfekt.
Es bleibt die Hoffnung auf drei zutreffendere Aufführungen des "Rings" im Zyklus, diese "Götterdämmerung" ist so für uns eher entbehrlich...
Jetzt freuen wir uns auf "L'Amico", "Lecouvreur" und "Makropulos" und sind zuversichtlich, dann auch mal wieder Komplimente und Dank ausdrücken zu können.
Nichts für ungut!
Carl-Henning Steinhaus und Freunde

Carl-Henning Steinhaus
Wiesbaden, Hessen - Sonntag, 19.02.2012, 14:49:55
Gratulation zu der wunderbaren Fledermaus Vorstellung am 16.2.! Besonders die beiden neuen Ensemblemitglieder haben mich richtig begeistert, Herr Mitterrutzner verfügt über einen wundervollen Tenor und Herr Schmutzhart ist sowohl stimmlich als auch darstellerisch ein brillanter Eisenstein!
Silke M.
Samstag, 18.02.2012, 09:22:25
Götterdämmerung, 10. Februar 2012:
Eine rundum gelungene, trotz üblicher Länge von Wagneropern kurzweilige Aufführung. Schlauchboot und Demonstrationstafel erinnerten an Umwelt-Aktivisten, ohne erkennbaren Bezug zum Thema. Genial die durchgehende Verwendung der Ringscheibe im Ringzyklus.Gefällig die Mischung aus traditioneller Kostümierung und dezenten zeitgenössischen Bezügen. Musik und Gesang großartig. Bemerkenswert das Auftreten sämtlicher Kräfte des Ringes auf der Bühne nach Ende des Schlussakkords. Interessant, dass sich so viel jüngeres Publikum für diese Oper begeistert.

Reinhard Pahlke
Oberursel, Hessen - Samstag, 11.02.2012, 17:16:36
Waren am Samstag in Arabella - Christiane Karg ist einfach himmlisch. Auch Arabella selbst war super, wäre schön, wenn Frau Magee öfter nach Frankfurt käme.
Die Achenbachs

Bettina Achenbach
Montag, 06.02.2012, 12:38:12
Zu E. Schmalohr:

Das Frankfurter Loebe-Ensemble überragt eben das Münchner bei weitem!

A. Hofmann
Fulda, Freitag, 03.02.2012, 15:15:17
Gestern bei uns generalprobe Rheingold - Matin Kränzle sprang als Alberich ein - ich hätte nie für möglich gehalten, dass man diese Rolle wie ein Schubertlied singen kann! eine neue hinreißende Erfahrung!
Bei der Suche nach weiteren Informationen über ihn bin ich auf Ihren Götterdämmerungsfilm gestoßen - ja Wahnsinn! Auf nach Frankfurt - aber dann die Enttäuschung: alles ausverkauft! Kein Wunder!
Wann gibts den nächsten Ring und wann ist der Vorverkauf?
Edith schmalohr, 3.2.2012 Haar

Edith Schmalohr
85540 Haar bei München, Deutschland - Freitag, 03.02.2012, 09:28:59
Premiere Götterdämmerung
Frau Nemirova hat sich eine ursprüngliche Idee von Wagner zu Eigen gemacht und den Ring in ihrer Rezeption geteilt, nämlich in die Götterdämmerung, wo bekanntlich nur Menschen die Handlung bestimmen, aber die Götter gleichwohl immer present sind und den drei vorangegangenen Teilen, wo nur die Götter oder die mythologischen Figuren das Geschehen bestimmen.
In beiden Teilen geht es um Machtstreben und Machterhalt.
In der Götterdämmerung sind die Götter wieder in leblose mythologische Figuren mittels des Nornenseils (wie etwa ein Kokon) zurückverwandelt worden. Hier hat vielleicht der letzte Bayreuther Ring von Tankred Dorst (Dramaturg war Herr Dr. Abels) Pate gestanden.
Das Konzept war gut, aber die Umsetzung hat viele Wünsche offen gelassen, beispielsweise das nervige immer wiederkehrende Schlauchboot (hatte mir insgeheim gewünscht, das Ventil bekomme einen Defekt) und natürlich die große Scheibe. Ich hoffe, daß ich nach nochmaligen Besuch nicht davon träumen werde.
Ein Novum war der Schluß.
Hier hatte erstmals der Alberich die letzten drei Worte gesungen, weil der Hagen, der von Wagner eigentlich dafür bestimmt ist, schon von der Bühne verschwunden war und sich wahrscheinlich in der Kantine die verdiente Kühlung verschaffte.
Natürlich durfte der Hinweis mit erhobenem Zeigefinger an das Publikum nicht fehlen, die Lehren aus der Interpretation zu ziehen. Dies war dem ewig jungen Alberich vorbehalten. Oder hat er vielleicht mit den Worten "zurück vom Ring" die zum Gruppenbild auf der "Ringscheibe" postierte Menschenansammlung gemeint, aus Furcht, die Scheibe könne unter der Last zusammenbrechen.
Fazit:
Solange der übermächtige und von vielen (auch internationalen) Häusern umworbene Intendant und der Generalmusikdirektor mit seinen großen Verdiensten um das musikalische Geschehen ein Team bilden und das Nornenseil keinen Riss bekommt (nicht wie in Darmstadt), wird das Haus weiter unangefochten einen Spitzenplatz einnehmen; da muß sich niemand sorgen.
Gruß aus München

Franz Roos
München, Dienstag, 31.01.2012, 14:49:58
Magnús Baldvinsson gute Besserung nach dem Don-Giovanni-Unfall!
A. Hofmann
Fulda, Dienstag, 24.01.2012, 15:25:22
Einen Vergleich zwischen Live-Erlebnis und Fernsehübertragung halte ich, insbesondere die Akustik betreffend, für äußerst gewagt. Eine klanglich ausbalancierte Übertragung muss vor Ort nicht unbedingt so klingen. Hier entscheidet die Tontechnik, wie die Übertragung abgemischt wird... In der Regel dominieren doch - wie auch auf CDs - die Stimmen bei Übertragungen und Aufzeichnungen deutlich stärker als live.
Alex
Frankfurt, Freitag, 13.01.2012, 18:07:37
Sie haben natürlich recht, dass Orchester war toll, nur leider konnte man zumindest im 3. Rang Mitte die Sänger häufig kaum hören. Das haben auch andere Besucher in meiner Umgebung so empfunden.
Am Platz kann es nicht gelegen haben, da ich dort häufig sitze und dies zum ersten Mal unangenehm auffiel.




I. Nowak
Freitag, 13.01.2012, 15:55:53
Ich war offenbar in einem anderen Don Giovanni... Das Orchester war toll. Was Donna Anna betrifft, bin ich mit Ihnen einer Meinung. Die Live-Sendung aus der Scala habe ich wegen Netrebko und Terfel auch gesehen, kam im Fernsehen nicht so zündend rüber.
Kerstin Reuling, Kelkheim

Kerstin Reuling
Freitag, 13.01.2012, 14:10:24
DON GIOVANNI 12.1.2012

Seit vielen Jahren die erste Aufführung im Frankfurter Opernhaus, die mich sehr enttäuschte.
Vor allem die Ouvertüre war sehr, sehr schwach.
Wie auch im weiteren Verlauf der Oper dominierte das Orchester so stark, dass die Sänger kaum zu hören waren.
Rühmliche Ausnahmen waren die Arie des Ottavio im ersten Akt und vor allem die herausragende Donna Anna. Bravissimo, das war Extraklasse!
Der Eindruck der Ouvertüre zog sich leider durch die gesamte Aufführung, immer wieder musste man sich übermäßig konzentrieren, um den Gesang ob des dominanten Orchesters überhaupt wahrnehmen zu können.
Ich sehe mir gerade eine aktuelle TV-Aufzeichnung des Don Giovanni aus der Scala in Mailand an, die deutlich macht, dass es auch anders geht. Hier ist das Orchester eine gelungene Ergänzung und nicht eine dominate Überlagerung zum Gesang.

I. Nowak
Freitag, 13.01.2012, 00:10:28
Ich würde es begrüßen, wenn die Bezahlung der On-Line Bestellung auch über Lastschriftverfahren möglich wäre. Auch wird bei Abschluss der Bestellung die Versandoption leicht übersehen, d.h. es erfolgt automatisch die Zusendung der Post, obwohl eigentlich gar nicht gewünscht.

Beck, Michelstadt, 10.1.12

Herbert Beck
Michelstadt, Hessen - Dienstag, 10.01.2012, 20:43:16
Don Giovanni

…heute hätte es wohl besser Leporello heißen müssen…
S. Bailey war mit seiner Spielfreude derjenige, der das Publikum mitgerissen hat.
Das Glanzlicht des Abends war Frau den Heever. Sie ist eine der besten Donna Anna
Interpretinnen, die ich bisher hören und sehen durfte. Ihr Gesang ist an Brillanz und
gefühlvollen Nuancierungen nicht zu überbieten gewesen.
S. Alberhini ist zwar mit einem schönen Bariton ausgestattet, jedoch hat er ihn meines
Erachtens nicht voll genutzt. Es fehlten genau diese feinen Nuancierungen, mit denen Frau
den Heever berührt hat. Mit einer schönen Stimme kann man doch weit mehr an Ausdruck
heraus holen. Ein brillantes Beispiel ist da ”unser” Sänger des Jahres. Ihn durften wir vor
einigen Jahren hier in dieser Rolle erleben.

Karin Erb
Sonntag, 08.01.2012, 22:14:20
Was für eine Oper! Was für eine Inszenierung! Was für Sänger! Am Schluss von "La Calisto" war mir klar, dass mein Applaus zu wenig ist, für so viel Weltklasse. Danke, liebe Oper Ffm. Das Bockenheimer Depot ist immer wieder für großartige Überraschungen bestens zu empfehlen.
Karl-Heinz Pape
Frankfurt am Main , Deutschland - Freitag, 30.12.2011, 13:41:12
"Für den ursprünglich vorgesehenen dänischen Bass Stephen Milling wird Gregory Frank, ehemaliges Ensemblemitglied der Oper Frankfurt, sowohl in der Premierenserie als auch in den beiden Zyklen, die Partie des Hagen übernehmen."

Überaus schade!


A. Hofmann
Fulda, Donnerstag, 29.12.2011, 20:31:21
Herzlichen Glückwunsch an die Adresse unserer neuen Kammersängerin. Genaugenommen hat die Verleihung nichts mit "Glück" zu tun, sondern mit unermüdlichem Einsatz auch in kleinen und undankbaren Rollen, mit enorm großen Leistungen sowohl gesanglich als auch darstellerisch, gepaart mit einer besonderen Spielfreude. Ihre "Rosalinde" ist in jeder Sekunde eine reine Freude, hauptsächlich wegen ihr habe ich erneut Karten für eine Vorstellung der Wiederaufnahme gekauft. Hoffentlich bekommt Frau Zechmeister in Zukunft weiterhin schöne große Rollen.
Klaus Grossmann
Dienstag, 20.12.2011, 09:33:11
Othello Premiere
Große Anerkennung gebührt dem Regieteam, weil es ihr Konzept schonungslos und schockierend aufgezeigt hat, wohlwiessend, daß nicht das ganze Publikum zustimmen wird.
Hier ist beispielsweise Jago nicht der Intrigator, sondern das Synonym für das Böse im Menschen. Man sieht den Verfall eines strahlenden Helden bis hin zum körperlichen und seelischen Ruin.
Für die szenische Ausarbeitung lautet mein Urteil höchstens befriedigend, weil ich mir gewünscht hätte, feinfühliger die lyrischen Passagen, eingebettet in entsprechende Bühnenbilder, zu gestalten. Das schräge in den Orchestergraben gleitende Bühnenbild soll wahrscheinlich den seelischen abgrundtiefen Zustand beschreiben.
Vielleicht hat der Regisseur ein paar Semester Psychologie studiert und wollte in einer dreistündigen Vorlesung dem Publikum sein Psychodrama vorstellen.
Es gab viele durchdachte und stimmige Einfälle, wenn beispielsweise in der Szene zwischen Othello, Jago und Cassio, der Othello in einiger Entfernung nur Bruchstücke verstehen sollte, aber hier sich dazugesellt, um den ganzen Sachverhalt zu verstehen. Das soll bedeuten, daß die Sucht (hier die Eifersucht) den Othello schon so geschädigt hat, daß alle Beweise der Welt nichts genützt hätten.

Der absolute Höhepunkt war die musikalische Interpretation, einfach genial. Dieser Anfang war so überraschend und explosiv, daß man glaubte, es handle sich um eine Riesenmonsterwelle, gleichsam auch seelisch aufwühlend und Auuforderung zugleich für kriegerische Auseinandersetzungen (die Stiefel). Aber o Wunder, nach dem esultate ist alles zum Guten verlaufen und die Welt wieder in Ordnung, so daß man sich auch der kriegerischen Utensilien entledigen kann.
Anfangs war der Othello schwarz (durch einen Statisten dargestellt) und am Ende hat er sich schwarz angemahlt, dazwischen das allgeeine Seelendrama.

Es kann sein, daß meine Eindrücke falsch sind, das macht nichts, denn seit dem Credo weiß man, daß wir Menschen auch das Böse in uns haben und in diesem Bewußtsein sind diese Zeilen entstanden.
Gruß aus München
Franz Roos



Franz Roos
München, Bayern - Montag, 05.12.2011, 20:47:47
Zum "offenen Brief" von Herrn Lachenmann vom 26.11.2011
Es ist wohl unausweichlich, dass eine Inszenierung nicht allen gefallen kann. Das ist Sache des Geschmacks, über den sich natürlich streiten läßt. Dass ein Nichtgefallen im vorliegenden Fall allerdings mit „Wagners Werk erfährt damit Unrecht“, „banale, nichtssagende und ignorante Inszenierung“ und „Ärgernis des Jahres“ ausgedrückt wird erstaunt mich doch. Warum dieser scharfe Ton? Und dies trotz der Tatsache, dass die musikalische und gesangliche Qualität der Aufführung auch vom Rezensenten nicht in Abrede gestellt wird. Geht es also nur darum, dass die Inszenierung kein plattes gesellschaftspolitisches Statement enthält und sich auch auf ältere Inszenierungen bezieht? Der bewusste Verzicht auf eine allzu eindeutige und eingleisige Interpretation hat mit Ignoranz nichts zu tun. Angesichts der derzeitigen (gesellschafts)politischen und wirtschaftlichen Krise ist er m.E. Respektbezeugung an ein selbst denkendes, erwachsenes Publikum. Und „banal und nichtssagend“? Bei uns ist der Bestand an Wagner CDs und Büchern in den letzten Wochen sprunghaft angestiegen, die Aufführung hat uns also berührt und beschäftigt (und tut es noch). Erfährt Wagners Werk wirklich „Unrecht“, wenn es eine Aufführung versteht Liebe zu seiner Musik und Interesse an seinen Werken zu wecken? Wenn dies das „Ärgernis des Jahres“ ist, dann bitte mehr davon!

U. Schmitz
Frankfurt, Montag, 05.12.2011, 19:21:09
Siegfried
Ich hatte schon gedacht, ich wäre alleine mit meiner kritischen Meinung zur Inszenierung. Natürlich liegen die vereinzelten subjektiven Betrachtungsweisen genauso richtig, wie die über 99,99% enthusiastischen Hochrufer.
Ich kann nicht nachvollziehen, warum einige Gästebesucher sich über die medialen Äußerungen hinsichtlich der musikalischen Aufführung so aufregen. Die musikalische Wahrnehmung hängt beispielsweise von der Position des Sitzplatzes, dem eigenen Höhrempfinden, der psychischen und physischen Verfassung und eventuellen Vorurteilen ab.
Andererseits ist es nicht widersprüchlich, daß eben diese Kritiker dieses Orchester als ein Spitzenorchester eingestuft haben, weil Kriterien wie etwa Präzision, Verhältnis der Orchester- gruppen untereinander und die Stimmfarbe des Orchesters, messbare Eigenschaften sind.

Leider habe ich viele Ensemblesänger vermisst, wo doch der Sänger des Jahres aus diesem Hause stammt.
Auch waren die Sängerdarsteller bei vielen Situationen (besonders im dritten Akt) stimmlich auf verlorenen Posten, weil auf der großen Scheibe seitlich und im Rückraum nicht genügend Schallschutzeinrichtungen postiert waren.

Fazit: nichts ist perfekt und positive Eindrücke sind im großen Maße vorhanden.
Franz Roos
Gruß aus München

Franz Roos
München, Freitag, 02.12.2011, 15:24:05
Sehr geehrter Herr Hofmann,

Ihre negative Sichtweise auf den Liederabend Klaus Florian Vogt/Helmut Deutsch teile ich nicht, ebenso wenig Ihr Vergleichen der verschiedenen LiederAbend Interpreten gegeneinander.Vielmehr bietet jeder LiederAbend mit seinen Interpreten ein wertvolles Unikat: mit schönen, unverwechselbaren Interpretationen, die sich jedem unvoreingenommenen Zuhörer erschliessen können. Mit meinem herzlichen Applaus für Klaus Florian Vogt und Helmut Deutsch für ihren wunderbaren LiederAbend war ich nicht alleine, und auf die überraschende Zugabe - nach nicht endenwollendem Applaus - bereitete Klaus Florian Vogt sein Publikum mit launisch-charmanten Worten vor.

Beste Grüsse nach OstHessen,
Eva Schiebler

Eva Schiebler
Freitag, 02.12.2011, 12:20:58
Natürlich wurden wir von Daniel Behle und Christian Gerhaher in hohem Maße verwöhnt; aber dass Klaus Florian Vogt an seinem Liederabend im Vergleich zu jenen so abfallen würde, war eigentlich nicht zu erwarten. Der "Paul" der "Toten Stadt" liegt Vogt offensichtlich deutlich mehr als Schuberts "Wanderer", wobei letzterer, um ungewöhnliche Pannen z. B. beim "Wohin" zu vermeiden, sicher wohl ein besseres Einstimmen und -singen verlangt hätte. Und was den Bayreuther Ritter geritten hat, Franz Lehárs „Dein ist mein ganzes Herz“ (!) als Zugabe zu Schuberts Liederzyklus zuzumuten, bleibt wohl sein eigenes peinliches Geheimnis, entsprach aber ganz dem diesmal leider etwas reduzierten Anspruch.
A. Hofmann
Fulda, Donnerstag, 01.12.2011, 11:38:48
Sehr geehrter Herr Lachenmann,
ich teile Ihre Meinung nicht.
Wenn Sie an jedem Ring-Abend hart an sich arbeiten möchten – nun gut.
Für mich ist diese Inszenierung ein großer Genuss und Gewinn, stimmlich, musikalisch, inszenatorisch, dramaturgisch. Die Personenregie ist großartig. Die Kostüme, naja…
Sind Sie tatsächlich nicht schon vollgestopft bis oben hin mit aktueller Sozialkritik, Zukunftsvisionen, Zustandsbeschreibungen? Nichts anderes wird uns doch täglich landauf landab auf deutschen Bühnen geboten. Davon hebt sich diese Inszenierung überaus wohltuend ab!
Mir gefällt diese wunderbare Rückbesinnung auf den Urmythos gerade besonders gut!
Die einfachen Farben und Formen erlauben meinem Hirn zusätzlich viel Eigenarbeit. Sie fordern nicht, sie erlauben! Wenn ich alles vorgekaut bekomme auf der Bühne, dann benötige ich mein Hirn tatsächlich nicht mehr. Diese Inszenierung regt meine Phantasie an! Und ich kann es kaum erwarten die Götterdämmerung zu erleben!
Falls Sie dafür eine Karte haben, geben Sie sie doch einfach wieder zurück. Vielen würden Sie damit eine Freude machen, sind doch fast alle Vorstellungen bereits im Vorfeld (!) so gut wie ausverkauft. Sie sehen, es gefällt Vielen.
Hiltraud C. Krüger
Frankfurt am Main

Hiltraud C. Krüger
Frankfurt am Main, Mittwoch, 30.11.2011, 20:43:06
Offener Brief an die Oper Frankfurt zur “Ring”-Inszenierung

Sehr geehrter Herr Dr. Abels, sehr geehrter Herr Krasting, sehr geehrter Herr Loebe,

“zu schauen kam ich, nicht zu schaffen” - dies könnte auch jeder Besucher des derzeitigen Frankfurter “Ring des Nibelungen” so sagen, denn für die Neuinszenierung muss man leider sein Hirn an der Garderobe abgeben, um sich dann in Ruhe berieseln lassen zu können. Dieses berieseln funktioniert hervorragend - dank des entfesselten Orchesters und der großartigen Sängerleistungen (vor allem der Herren) - doch Ihnen dürfte wohlbekannt sein, dass Wagner damit nicht zufrieden wäre. Stattdessen wollte er sein Publikum fordern, aufrütteln, nachdenklich stimmen. Mit einer solchen banalen Inszenierung gelingt dies leider nicht im geringsten.

Die Beiträge des Programmheftes zeigen gut auf, wie viel in diesem “Ring” steckt. Geschichte, Kulturhistorie, Gesellschaftskritik, Zustandsbeschreibungen, Zukunftsvisionen, Sprachkunstwerk, Musikkunstwerk, Gesamtkunstwerk - vieles mehr schuf Wagner für seinen Ring, welches wie kein anderes seiner Werke eine politische Botschaft enthält und sich mit unserer Gesellschaft auseinandersetzt. Leider wird in der aktuellen Inszenierung all dies völlig ignoriert. Ein bisschen Geschichtserzählung, ein paar bunte Bilder, eine sich ständig drehende Scheibe - das war’s. Wagner Werk erfährt damit Unrecht. Stimmt Sie, insbesondere als Dramaturgen, das wirklich zufrieden? Empfinden Sie das einem “Opernhaus des Jahres” angemessen?

Für mich ist diese banale, nichtssagende und ignorante Ring-Inszenierung das “Ärgernis des Jahres”. Ich hoffe, dass in der Oper Frankfurt bald ein Umdenken einsetzt und wieder mehr auf spannende, bewegende, interpretierende und sich mit den Werken auseinandersetzende Inszenierungen gesetzt wird. Dies wäre dem derzeitigen großartigen musikalischen Niveau mehr als angemessen.

Mit freundlichen Grüßen

Matthias Lachenmann

Matthias Lachenmann
Neu-Ulm, Samstag, 26.11.2011, 13:51:16
Am Sonntagabend übertrug der Hessische Rundfunk den Balladenabend, den Johannes Martin Kränzle im Sommer in Weilburg gab. Es war hochinteressant, spannend und außerordentlich eindrucksvoll. Die Gestaltungskraft und der Reichtum der stimmlichen Mittel von Herrn Kränzle sind überragend - ein ganz großes Erlebnis. Leider hatte ich nicht die Möglichkeit, im Sommer den Balladenabend zu besuchen und eine Übertragung im Rundfunk ist kein Ersatz, nur die Wirklichkeit gibt den richtigen Eindruck. Und so frage ich mich: warum ist es nicht möglich, daß Herr Kränzle einen Liederabend in der Oper Frankfurt gibt?
Klaus Grossmann
Karben, Dienstag, 22.11.2011, 19:13:13
Sehr geehrte Damen und Herren,
Aribert Reimann halte ich für einen großartigen Komponisten. Habe mir fest vorgenommen, den "Lear" in dieser Spielzeit nicht entgehen zu lassen.
Er ist doch ein Anhänger davon, Stoffe der Weltliteratur zu vertonen. Das Größte für mich wäre, wenn er sich den "Faust" vornehmen würde und die Uraufführung in Frankfurt stattfinden könnte.

mit freundlichem Gruß
Cornella

Hermann Cornella
Lahnau, Deutschland - Samstag, 12.11.2011, 17:10:14
Premiere Siegfried:
Das Regieteam setzte eine schnörkellose, einfache und für jeden Besucher verständliche Handlung auf die Bühne, die ohne Ecken und Kanten war. Ausstattung und Requisiten waren spartanisch und auf das Wesentliche reduziert. Die auf der Erde Rücken multifunktionale Scheibe (wahrscheinlich auch in der Götterdämmerung) diente hauptsächlich als große Spielfläche für die Personenregie. Daß vieles schon in abgeänderter Form früher vorhanden war, ist in Ordnung.
Mir persönlich war das zu wenig. Ich hätte mir eine zeitgemäße und moderne Inszenierung gewünscht, aber da bin ich alleine auf weiter Flur. 35 Jahre nach dem Jahrhundert-Ring wäre die Zeit reif dafür. Leider sind alle Versuche in dieser Richtung bisher mehr oder weniger kläglich gescheitert. Das schreckt natürlich ab.
Ich glaube, die Besucher haben es satt, auf der Bühne komplizierte und nicht nachvollziehbare Geschehnisse wahrzunehmen, die dann nur vom musikalischen Genuss ablenken.
Das Regieteam hat hier eine Einheit zwischen Handlung, Text und Musik geformt. Dokumentiert wird dies durch den lautstarken Schlussapplaus ohne eine einzige akkustische Gegenstimme. Das habe ich bisher in Ring-Premieren noch nie erlebt.
Ob bei der Bewertung im Jubiläumsjahr 2013 dieser Ring die Nase vorne haben wird, wenn alle mittleren und großen Häuser ihre Ringe presentieren, ist ungewiss. Man kann nur sagen: Wer weiß wie es endet. Musikalische Bewertung nach meinem zweiten Besuch
Gruß Franz Roos München

Franz Roos
München, Montag, 07.11.2011, 18:38:38
Siegfried am 06.11.2011:
Ich schließe mich dem Kommentar von Herrn Dr. Schlesinger aus vollstem Herzen an! Wir hätten noch stundenlang zuhören können! Lance Ryan gibt einen wundervollen Siegfried, die reine Freude ihn zu hören. Und Terje Stensvold IST Wotan/der Wanderer. Eine andere Besetzung möchte ich mir nicht mehr vorstellen. Das Orchester war wundervoll. Gleiches gilt für Sebastian Weigles Interpretation des Werks. Bravi!

U. Schmitz
Frankfurt, Montag, 07.11.2011, 18:28:55
Zum Siegfried:
Ohh was ein wundervoller Abend. Die Mäkelei von Herrn Rohde in der FAZ hatte mir schon zu Denken gegeben im Vorfeld. Aber nach der gestrigen Aufführung kann ich den Rezensenten überhaupt nicht verstehen. Weder ist das Orchester zu krachig, noch gäbe es an den sängerischen oder darstellerischen Leistungen der Beteiligten überhaupt was auszusetzen. Lance Ryan ist nicht nur ein stimmgewaltiger Siegfried, der diese Riesenpartie scheinbar mühelos und makellos bis in die letzte Note des 3. Aktes meistert. Nein, er ist dazu auch noch anrührend!! Und das bei dieser Rolle, die doch oft eher merkwürdig polternd daher kommt. Höchstes Lob auch für Peter Marsh als Mime, komisch und doch ernsthaft, nicht jiddelnd, die Figur ernstnehmend. Und alle jetzt Nichtgenannten waren auch sehr gut. Weigles Ring- Tempi manchmal ungewohnt breit, aber nicht schleppend, mit den Sängern atmend. Es kann gar nicht zu laut gewesen sein, denn es war weitgehend textverständlich. Kein Klangbrei. Die Regie setzt ihre Grundideen aus Rheingold und Walküre weiter fort und ich bin gespannt auf die Götterdämmerung. Spannend zu sehen, wo sie sich haarklein an die Regieanweisungen Wagners hält, und wo dann eben gerade nicht. Wieder erstaunliche Wandelungen dieses Ring Bühnenbildes. Klar und überhaupt nicht peinlich. Kurzum: Höchstes Lob für alle. Tausend Dank dafür.

Dr. Stefan Schlesinger
Frankfurt, D - Montag, 07.11.2011, 17:07:57
Liebes Opern-Team,
ich will Ihnen aus zweierlei Gründen ganz herzlich danken.
Am Dienstag war ich mit meiner "kleinen Schwester" bei Ihnen in "Der Stern", einer Oper für Kinder. Ich arbeite ehrenamtlich in der Organisation, BigBrotherBigSister (BBBS), einem Mentoring-Programm für Mädchen und Jungen und A. ist meine "kleine Schwester" in dem Programm. Sie von der Oper Frankfurt haben freundlicherweise BBBS mit einigen Freikarten unterstützt. Es war A. erste Live-Begegnung mit der Oper, sie saß mit glänzenden Augen und voller Spannung ganz vorne in der ersten Reihe und hat das Geschehen mitverfolgt. Ich freue mich sehr, dass ihr erster Opernbesuch so vergnüglich und gelungen war!
Und ich möchte Ihnen für die wunderbare und witzige Inszenierung von "Der Stern" danken. Ich habe viel gelacht an diesem Nachmittag und mich an dem Humor, der Professionalität der Mitwirkenden und den vielen liebevollen Details erfreut!

Corinna Schwemer
Frankfurt, Donnerstag, 03.11.2011, 12:51:43
Wir wollten einfach Ihnen für die grandiose Aufführung von La Traviata am 28. gratulieren. Gesang, Musik, Bühnenbild und tänzerische Einlagen waren einfach perfekt.

Noch einmal vielen Dank und herzlichen Glückwunsch.

Rodolphe Fouchard
Frankfurt am Main

Rodolphe Fouchard
Frankfurt am Main, Sonntag, 30.10.2011, 19:32:12
Danke, Christian Gerhaher!
Cornelia Huber
Mittwoch, 26.10.2011, 13:19:11
Christian Gerhaher gestern Abend! Der Kunstlied-Sänger schlechthin! Atemberaubend!
A. Hofmann
Fulda, Mittwoch, 26.10.2011, 12:27:44
sorry, gerade lese ich es , dass es doch drinsteht mit der Operweltumfrage
Danke

Fulda
Sonntag, 09.10.2011, 22:22:14
Erstmals ist ein Frankfurter Sänger aus tausenden erwählt worden und zum Sänger des Jahres gekürt worden. Ich gratuliere Johannes Martin Kränzle und hätte mir auf der Website dazu mehr Informationen oder eine Würdigung gewünscht. Seit über 10 Jahren an Ihrem Haus, immer mit erstklassigen Leistungen. Sicher gibt es dazu bald mehr zu lesen.

Hermann Fulda
Frankfurt, Sonntag, 09.10.2011, 21:45:10
Zur erneuten Opernwelt-Auszeichnung kann man nur gratulieren und sich selber glücklich schätzen, ein solches Haus seit 45 Jahren immer wieder genießen zu können!
A. Hofmann
Fulda, Donnerstag, 06.10.2011, 14:22:44
Herzlichen Glückwunsch, Frankfurt hat wieder das beste Opernhaus in Deutschland und zum dritten Mal hintereinander das beste Opernorchester.
Wolfgang Kronemann
Donnerstag, 06.10.2011, 11:36:39
DIESE AUSGEWÖHNLICH HOHE KOMPETENZ BEIM TICKET KAUF VON FRAU BRUNNER ,WIRD IN DEUTSCHEN LANDEN SCHWER ZU FINDEN SEIN,HERZLICHEN DANK
WILFRIED FRIEDRICH
wiesbaden, hessen - Mittwoch, 05.10.2011, 17:18:12
Es war ein Sängerfest mit Daniel Behle, und man konnte dem Intendanten ansehen, dass er sich - wie bei manch anderer Karriere auch - mit Recht eine Menge Anteile am Aufstieg des lyrischen Tenors gutschreiben kann! Natürlich war es ein "Heimspiel" für Behle, seit Bryn Terfel wurde niemand mehr in Frankfurt so gefeiert! Behle hat manch ausgetretene Pfade der romantischen Liedinterpretation verlassen und einen faszinierenden eigenen Stil - ohne Schwulst, aber dennoch mit höchster Emotionalität - entwickelt. Großartig, auch wenn es sicher nicht der "beste Liederabend der letzten 10 Jahre" war - dazu ist die gesamte Reihe über all die Jahre viel zu gut besetzt - Schwächen in der Tiefe waren nicht zu überhören, und die eigentlich nicht vorgesehenen Zugaben nach der "Dichterliebe" forderten dann doch etwas viel. Dennoch eine Sternstunde für zeitgemäßen romantischen Liedgesang! Und die Besetzung der weiteren Frankfurter Liederabende lässt in dieser Saison noch viel erwarten!
A. Hofmann
Fulda, Mittwoch, 28.09.2011, 20:31:12
das war wohl der beeindruckendste und beste liederabend der letzten 10 jahre! bedauerlich für all diejenigen die das ereignis verpasst haben. ein zweiter liederabend mit daniel behle steht auf meiner priortätenwunschliste ganz oben!! bernd loebe!! dürfen wir hoffen??? ich würde mich sehr freuen!! grüsse
winfried vaassen
frankfurt, Mittwoch, 28.09.2011, 11:22:24
Danke für das tolle Theaterfest, wir waren mit unseren Kindern den ganzen Tag da. Die beiden waren so begeistert und haben noch den ganzen Abend darüber gesprochen. Hoffentlich gibt es das jetzt wieder jedes Jahr.
Die Langenfelds aus Dreieich

Kerstin Langenfeld
Montag, 26.09.2011, 10:44:17
Die Wiederaufnahme der TOTEN STADT ist sehr gut gelungen und die beiden Hauptrollen-Sänger stellen eine deutliche Verbesserung dar. Herr Nielsen hat die Oper eindrucksvoll dirigiert. Einen Aspekt finde ich noch immer ärgerlich. WARUM spielen Sie nicht das so wichtige Vorspiel zum 2.Akt? Sie können doch den Vorhang geschlossen lassen. Die Inszenierung würde nicht angetastet werden und unser großartiges Orchester hätte so auch einmal Gelegenheit, im Fokus zu stehen. Sollte es nochmal eine Wiederaufnahme geben, ich wünsche mir das jedenfalls, dann nutzen Sie doch bitte dies, diese herrliche Oper wenigstens um das fehlende Vorspiel zu vervollständigen. Das kann doch nicht so schwer sein oder......
Peter Schwanitz
Frankfurt, Montag, 26.09.2011, 09:32:20
Jetzt habe ich innerhalb einer Woche schon wieder drei Aufführungen Ihres Hauses besucht, nein, besuchen müssen. Und für CD-Aufnahmen ziehen Sie mir seit einiger Zeit auch noch das Geld aus der Tasche. Aber verübeln kann und will ich Ihnen das nicht, sind doch die Gegenleistungen das Geld mehr als wert. Ein ausgezeichnetes, neues Ensemblemitglied in der "Cosi", eine faszinierende "Penthesilea" (Inszenierung und Titelpartie) und ein erneut blendend aufspielendes Orchester in "Die tote Stadt". Ein großes Kompliment auch an die verantwortlichen Tontechniker, die für die Live-Mitschnitte aus Ihrem Haus verantwortlich sind. Die Klangqualität der Aufnahmen sind hervorragend und so übertrifft die jüngste Veröffentlichung von Korngolds Meisterwerk auch die Live-Aufnahme aus Stockholm.

Zum Schluß noch ein besonderer Dank an Daniel Behle. Dessen vierminütige Darbietung von "Un´aura amorosa" hat mich dann doch für 5 Stunden Tannhäuser in Bayreuth entschädigt. Und "Das Bastardbuch" von Hans Neuenfels möchte ich allen an Theater und Oper Interessierten empfehlen. Das ist sehr lesenswert, nicht nur wegen des schönen Kapitels über die Jahre in Frankfurt. Bei der Lektüre wird einem deutlich, das Theater ein Lebens- wenn nicht sogar ein Überlebensmittel ist, das in Deutschland noch immer reichhaltig angeboten wird (nachzulesen bei Ralph Bollmann "Walküre in Detmold", auch das ein wunderbares Buch).


Jörg Barenscher
Fulda, Montag, 12.09.2011, 14:28:31
Eine neue Spielsaison beginnt, und ich freue mich schon riesig darauf. Ich habe seit vielen Jahren ein Opernabonnement; seit einiger Zeit die Serie 29 Belcanto, jetzt Belcanto e più. Bei dieser Serie gibt es auch immer eine oder 2 konzertante Aufführungen, die in der alten Oper stattfinden. Ich hatte vor einigen Jahren (ich glaube 1998) in Essen am aalto-theater eine konzertante Aufführung von Fidelio gesehen. Die Sänger habe damals die wichtigen Teile und Arien der Oper gesungen, und der Schauspieler Hans Teuscher hat zwischendurch Die Geschichte aus der Sicht des Gefängniswärters Rocco erzählt. Das war einfach großartig, und ich habe diese Aufführung nie vergessen. Könnte man so eine Aufführung auch mal in Frankfurt machen???
Inge Zahradnik
Karben, 21.08.2011

Inge Zahradnik
Karben, Hessen - Sonntag, 21.08.2011, 14:08:33
Liebes Opern-Team,
ich freue mich schon sehr auf die Liederabende, aber ich vermisse einen Hinweis auf das Programm, das gesungen werden soll.
Außer bei Herrn Behle werden zwar sehr schoen der Werdegang sowie eine Verbindung zum Frankfurter Opernhaus beschrieben, aber welches Liedgut mitgebracht wird, fehlt. Waere schoen, wenn man das noch ergaenzen koennte.
Mit freundlichen Gruessen
Hiltraud C. Krueger

Hiltraud C.Krüger
Frankfurt, Dienstag, 16.08.2011, 19:56:36
Sehr geehrtes Team der Frankfurter Oper,
heute habe ich erfahren, wie nett Sie trotz Stresssituation bei der Ticketvergabe gewesen sind. Besonders Frau Nesswetter gab freundlich und kompetent Auskunft. Ihnen ein großes Dankeschön für Ihre Freundlichkeit! Gabriele Marhold-Wormsbächer (Abo)

Gabriele Marhold-Wormsbächer
Eschborn, Deutschland - Montag, 01.08.2011, 16:03:34
Musikalische Grüße vom Niederrhein - Ein Riesenkompliment an das gesamte Ensemble - Ich war begeistert von dr Fledermaus-Inszenierung und bin auf die Gladbacher Umsetzung in der kommenden Spielzeit sehr gespannt - Wünsche weiterhin viel Erfolg.

http://www.frank-quasten.de

Frank Quasten
Mönchengladbach, Deutschland - Sonntag, 31.07.2011, 22:03:18
schade, dass aris argiris das haus verlässt!
die frankfurter werden ihn vermissen!!
marlene

Marlene Preusker
53359 Rheinbach, NRW - Donnerstag, 28.07.2011, 00:39:23
Vor einigen Wochen,als der neue Spielplan vorgestellt wurde,bestellte ich online ein Abo für das Spielzeitabo Serie 22,dann habe ich lange Zeit nichts vom Abobüro gehört...heute ein prüfender Anruf dort,eine Ablehnung erwartend(im Netz,ist die Serie schon seit wochen azsverkauft),"Ist für Sie reserviert"O-Ton...huuuura,ich hab sogar meinen gewünschten platz bekommen,ich werde den Ring komplett sehen...Ich bin ein sehr glücklicher Mann,freue mich auf die Spielzeit+spreche ein Lob auf meine langfristige Planung aus! Es lebe die Kunst!
Björn Hopf
Dienstag, 12.07.2011, 18:03:16
Zum Saisonabschluß vielleicht doch eine längere Würdigung. Was soll man zuerst loben? Daß viele der Gastsänger die in sie gesetzten Erwartungen mehr als erfüllten, daß namentlich Eva-Maria Westbroek, Christian Gerhaher, John Tomlinson und Anne Sofie von Otter ihr Weltklasseformat eindrucksvoll unter Beweis stellten, daß selbst in Wiederaufnahmen etwa mit dem Tito von Kurt Streit und der Amalia von Olga Mykytenko ganz selbstverständlich das herausragende Premierenniveau gehalten wurde? Oder daß die Ensemblemitglieder ihnen dabei in nichts nachstanden und mit den „großen Namen“ auf Augenhöhe agierten?
Welch ein Glück etwa, daß mit Tanja Ariane Baumgartner und Claudia Mahnke gleich zwei Mezzosoprane zur Verfügung stehen, die von Gora und Eboli bis zum Lied von der Erde, von Judith und Marguerite bis Brangäne keinen Vergleich zu scheuen brauchen. Und welch eine Freude, Brenda Rae dabei zuhören zu dürfen, wie sie das Repertoire erkundet und dieses Mal als Höhepunkt eine fabelhafte Konstanze hinlegte. Immer wieder staunt man über ein bis in die Nebenrollen sängerisch und schauspielerisch exzellentes Ensemble, über Souveränität, Wandlungsfähigkeit und Spielwitz etwa von Barbara Zechmeister und Jenny Carlstedt, von Simon Bailey, Thorsten Grümbel, Julian Prégardien und Peter Marsh, über die nach Jahrzehnten auf der Bühne immer noch wunderbar intakte Stimme von Franz Mayer (den man auch gerne mal wieder in größeren Rollen hören würde), über lange nachwirkende Leistungen wie Juanita Lascarros intensive Daphne, von den über Frankfurt hinaus vielbeschäftigten Haussängern Kränzle, Nagy, Christiane Karg oder Elza van den Heever ganz zu schweigen.
Das alles wird getragen von einem Orchester, daß bei bewundernswerter Flexiblität von Barock bis Moderne auf hohem Niveau musiziert und immer wieder über sich hinauswächst, sei es im von Petrenko (en detail) oder Franci (al fresco) erzeugten Klangrausch, in der von Weigle in der Walküre erreichten Filigranität oder in Julia Jones‘ knackigem Mozart.
Wenn dann noch Regie, Bühnenbild und Beleuchtung zu zaubern verstehen wie in der Walküre oder im Dido/Blaubart-Doppelabend, wenn Keith Warner und Christof Nel mit ihrer Erfahrung und ihrem Können selbst aus sperrigen Raritäten große Theaterabende machen, wenn man auch beim wiederholten Ansehen von Daphne, Entführung und Tito unverändert gefesselt bleibt, dann ist man sich immer wieder ganz sicher, im Opernparadies auf Erden zu leben.
Ja, es gab auch schwächere Momente, aber selbst die waren eher im Kontrast zu anderen Glanzleistungen auszumachen. Daß die Textunsicherheit von Frank van Akens Tristan auch seine Stimmsicherheit beeinträchtigte, war in der Gegenüberstellung zu seinem überzeugend kraftvollen Siegmund mit Händen zu greifen. Daß Alfred Kim zwar bei Verdi eine sichere Bank ist, den Hoffmann aber zu eindimensional stemmen würde, war abzusehen. Sebastian Geyer war als Figaro-Graf schwach und konnte mich auch in anderen Rollen mit seinem unflexiblen und gaumigen Ton nicht überzeugen. Und mit dem Stimmtimbre von Britta Stallmeister werde ich auch nicht mehr warm. Daß man Daphne viel farbiger und transparenter dirigieren kann als der solide Hans Drewanz, weiß man nur, weil man es vor einem Jahr von Sebastian Weigle am selben Ort demonstriert bekommen hat.
Indiskutabel banal war die Regie bei Hoffmann. Auch in der Wiederholung konnte der Spielshow-Ansatz bei L’oracolo/Le villi nicht überzeugen, was angesichts der Ensembleleistung doppelt schade war.
In Summe: Kein einziger Abend, der gänzlich enttäuscht hätte, durchweg packende Aufführungen und beachtlich viele Glanzleistungen.
Vielen Dank dafür. Auch ich freue mich auf die kommende Spielzeit.

Michael Demel
Limburg a. d. Lahn, Samstag, 02.07.2011, 00:25:35
Am Ende der Saison ein kurzer Rückblick: ich habe leider nur wenige Produktionen sehen können, aber alle (mit Ausnahme von "Hoffmanns Erzählungen", dazu habe ich mich schon geäußert) waren einmalige Höhepunkte. Ich möchte mich bei allen Beteiligten, Dirigenten Regisseuren, Ausstattern, den Solisten, unserem wundervollen Orchester, dem ausgezeichneten Chor, den höchst kompetenten Bühnentechnikern (deren Leistungen meistens nicht gewürdigt werden) und den Dramaturgen für ihre hervorragende Arbeit bedanken. Besonders herausragend waren die gesamte Realisierung von "Medea", Regie,Bühnenbild und Technik von "Die Walküre", die äußerst fantasievolle Regie von "Fausts Verdammnis", die witzige und originelle "Fledermaus" und die musikalisch und szenische Realisierung von "Kullervo". Alle hervorrande Solisten angemessen zu würdigen, würde zu weit führen. Ich möchte nur einige besondere Höhepunkte erwähnen; die außerordentlich intensiven Claudia Barainsky und Michael Nagy in "Medea", die brillante Brenda Rae als Olympia, die schauspielerisch und gesanglich großartige Barbara Zechmeister als Rosalinde und der ebenfalls schauspielerisch und gesanglich sehr beeindruckende Peter Marsh als Kimmo.
Ich freue mich auf die nächste Saison.

Klaus Grossmann
Mittwoch, 29.06.2011, 19:21:41
Keine halben Sachen boten die beiden "Mezzo"-Soprane, die ich am Dienstag und Mittwoch auf den beiden Bühnen der Oper bewundern konnte. Jennifer Larmore und Anne-Sofie von Otter erwiesen sich als kluge Haushälterinnen ihrer Stimme, die sie auch im "fortgeschrittenen" Alter zu beeindruckenden Leistungen befähigen (ganz im Gegensatz zu einigen Wagner-Sopranen, wie das unlängst in der "ZEIT" zu lesen war).

Bedanken möchte ich mich anläßlich der szenischen und musikalischen Revitalisierung von Charpentiers Meisterwerk "Medée" für den kontinuierlichen Einsatz Ihres Hauses im französischen Repertoire. Seit der Spielzeit 2002/2003 ("Les Huguenots"/"Manon") stand in jeder folgenden Saison mindestens ein Werk eines französischen Komponisten auf dem Spielplan der Oper Frankfurt. Das dürften nur wenige andere Opernhäuser außerhalb Frankreichs vorzuweisen haben und ist, unter den zahlreichen Verdiensten des Hauses, sicher nicht das geringste.

Jörg Barenscher
Fulda, Donnerstag, 16.06.2011, 21:12:28
"Kullervo" ist ein ganz großes, wichtiges Ereignis, das sich niemand entgehen lassen sollte, auch wenn im zweiten Teil einige Textpassagen etwas zu weitschweifig sind und die Spannung zeitweise etwas abfällt. Das mindert jedoch nicht den Eindruck, daß es sich bei diesem Stück um ein großartiges, bedeutendes Meisterwerk handelt. Die Musik hat eine ganz eigene Sprache und ist äußerst beeindruckend. Die szenische und musikalische Realisierung überzeugt durch die außerordentliche Professionalität aller Mitwirkender. Insbesondere bewältigten alle Sängerinnen und Sänger ihre sehr anspruchssvollen Aufgaben auch schauspielerisch bravourös.
Klaus Grossmann
Donnerstag, 16.06.2011, 21:05:31
La clemenza di Tito:
Bei dieser exzellent einstudierten Wiederaufnahme mit hervorragenden Gesangsleistungen gebührt die Krone der Dirigentin. Wie schon bei Cosi hat Julia Jones aus dem Museumsorchester einen historisch informierten, knackig-farbigen Mozart-Sound gezaubert, der alleine schon den Besuch der Vorstellung gelohnt hat. Eine wahre Freude war auch das Spiel des Solo-Klarinettisten. Er hätte beim Schlußapplaus auf die Bühne kommen müssen.
Ein weiterer toller Opernabend in einer an gelungenen Aufführungen reichen Spielzeit. Vielen Dank!

Michael Demel
Limburg a. d. Lahn, Sonntag, 22.05.2011, 23:38:33
Betrifft "Tosca" vom 13. Mai 2011: Der extrem kurzfristig als Einspringer für Jason Howard angereiste Simon Neal musste nach seinem Auftritt als Scarpia im 2. Akt sofort wieder zum Bahnhof, um den letzten Zug zurück zu erreichen. Deshalb hatte er zum Zeitpunkt des Schlussapplauses das Haus bereits verlassen.
Oper Frankfurt
Montag, 16.05.2011, 14:15:49
TOSCA 12.5.2011
was für ein grandioser abend und eine spannende
inszenierung. die 30minütigen einführungen finde ich ebenfalls sehr hilfreich.
schade, daß der "einspringer" für den indisponierten jason howard nicht zum schlußapplaus auf die bühne kam. auch vuyani mlinde (angelotti) habe ich vermisst.
ich habe schon so viele wunderbare abende in ihrem haus erlebt - danke dafür!

renate hink
walldorf, Samstag, 14.05.2011, 00:10:44
Murder in the Cathedral am 08.05.2011
Eine großartige Leistung des Chors! Und Sir John Tomlinson ... wow! Ein sehr beeindruckender Abend. Vielen Dank!

U. Schmitz
Frankfurt, Montag, 09.05.2011, 18:15:38
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir hörten gestern Abend DIE FEEN und erlebten dann leider, was wohl für jedes Theater der Alptraum ist. Ihre Entscheidung, daraufhin die Aufführung nicht einfach abzubrechen und das Publikum mit dem Schock zu entlassen, sondern wenigstens noch zu einem möglichen musikalischen Ende zu bringen, fanden wir echt professionell. Aber Ihrem Hause echt unwürdig fanden wir die Ansage des Intendanten: wir saßen auf dem Olymp und dort oben war akustisch nahezu kein Wort zu verstehen. Vielleicht war das Mikro ja übersteuert oder der Intendant hielt es zu dicht an den Mund. Jedenfalls kam nur ein unmöglicher Tonmulch an. Alles schauten sich ratlos in der Hoffnung um, ob vielleicht doch noch jemand mehr von den Informationen des Intendanten mitbekommen hatte. Offensichtlich aber hatten alle bestenfalls und allein das Wort „Kreislaufkollaps“ aufgefangen. Sehr bedauerlich! Und nicht einfach mit der Aufregung oder Ungunst dieser Minuten zu erklären. Dennoch möchten wir bei dieser Gelegenheit gerne bekunden, wie froh und glücklich wir beim Besuch der meisten Opernvorstellungen oder Konzerte über das Gehörte und meist auch Gesehene sind: viele Sängerinnen und Sänger bezaubern uns durch ihren Gesang und vor manch einem möchte man nahezu .... niederknien. Vielen Dank dafür sagen
2 Theaterfreunde aus Friedrichsdorf
Sigrid und Wolfgang Kröplin

Sigrid Kröplin
61381 Friedrichsdorf, Mittwoch, 04.05.2011, 15:04:54
Liebe Opernmacher in Frankfurt, gerne fuhr ich in der Vergangenheit nach Frankfurt in die Oper und wurde selten enttäuscht.
Doch was sollten diese "Hoffmanns Erzählungen"- darstellen? Das war bisher leider der szenische Tiefpunkt für meine Freunde und mich. Daran können auch einzelne gute Sängerleitungen nichts ändern.
Umso erfreulicher die letzte Boccanegra-Serie und de neue Walküre !

Kreutzer, Bernd
Stuttgart, BW - Montag, 02.05.2011, 11:00:24
Die Wiederaufnahme der "Entführung aus dem Serail" hatte die Frische einer Neuproduktion. Die Begeisterung über die phänomelale Leistung einer Besetzung ohne Schwächen mit einer herausragenden Brenda Rae an der Spitze wäre restlos ungetrübt gewesen, wenn man nicht auf Übertitel verzichtet hätte. Zumindest bei den Arien, Duetten etc. habe ich die gewohnten Übertitel ebenso schmerzlich vermißt wie kürzlich in der Fledermaus. Auch bei den gespielten Passagen wäre (wie schon bei der Fledermaus) eine Übertitelung mitunter hilfreich gewesen. Das Haus ist für das gesprochene Wort anscheinend nicht ideal. Selbst im vorderen Drittel des Parketts kann man den Sprechtexten nur mit großer Mühe folgen und einzelne Nuancen bestenfalls erraten. Was bei der deutsch-türkischen Sondervorstellung möglich ist, schadete auch bei den regulären Aufführungen nicht. Sollte die Übertitelung auf Widerstand des Regisseurs stoßen, dann wäre ernsthaft über eine elektronische Verstärkung der Sprechpassagen nachzudenken (durch Einsatz von Microports z. B.).
Michael Demel
Limburg a. d. Lahn, Dienstag, 26.04.2011, 13:39:38
Liebe Oper Frankfurt,
wir haben einen amüsanten Fernsehabend erlebt mit der Übertragung der Fledermaus auf 3Sat. Klasse gemacht, die Aufführung hat uns sehr gut gefallen. So etwas sollte viel öfter gesendet werden. Wo gibt's die DVD?

Hans-Peter Geiß
Flörsbachtal, Freitag, 15.04.2011, 11:46:55
Gratulation zur Spielzeit 2011/12. Ich freue mich heute schon auf jede einzelne Vorstellung!
Michael Mohn
Donnerstag, 14.04.2011, 17:41:23
Come on, give the guy a break. There is too much text anyway.
Richard Wagner
Mittwoch, 06.04.2011, 17:00:47
Zu Tristan&Isolde 03.04.2011
Schade. Was immer sie getrunken hatten, ein Liebestrank war es nicht. Sonst hätte man auf die intensive Beschäftigung der Protagonisten mit Plastiklilien und Lampen im zweiten Akt verzichten können. Teilweise fragte man sich woher Tristan - der Isolde auch im zweiten Akt (im dritten hatte er das Problem nicht, da war er schon tot) keinen Blick gönnte - überhaupt wusste, wo sie sich im Raum aufhielt. Kein Wunder, dass beide lieber das Publikum (oder war es die Souffleuse) ansangen. Kurvenal - dem man seine Sympathie für Tristan wenigstens abnehmen konnte - wäre an diesem Abend die bessere Isolde gewesen. Insgesamt ein Abend mit weitgehend konzertanten - (seitens Herr van Aken und Frau Foster) nicht ganz textsicheren - Darbietungen in weiss gestrichenen Räumen (anscheinend renoviert von Frau Foster, die es leider versäumt hatte die Anstreicherkluft rechtzeitig auszuziehen). Und dabei können es doch alle Beteiligten besser! Positiv zu erwähnen Brangäne, Kurvenal, Marke, der junge Seemann.

U. Schmitz
Frankfurt, Mittwoch, 06.04.2011, 02:11:10
Dass Frank van Aken im 3. Akt Worte und Stimme wegblieben, fand ich auch sehr schade. Aber ich hoffe, dass es beim nächsten Mal besser wird, denn diesen Tristan finde ich überaus sehens- und hörenswert - allen voran Claudia Mahnke, die völlig zu Recht den größten Applaus bekam.

Was ich mir wünschen würde, wäre ein kleiner Hinweis an die Verantwortlichen für die Übertitelung in der Frankfurter Oper: "alles" wird auch nach der neuen Rechtschreibung klein geschrieben! Bereits in mehreren Opern, die wir teils mit Schulklasse besucht haben, ist meinen Kollegen und mir (und unseren Schülern!) dieser Fehler in der Übertitelung aufgefallen - im Tristan erscheint er extrem häufig. Und ganz sicher stört das nicht nur Deutschlehrer wie mich beim Musikgenuss!

Barbara Ritter
Frankfurt, Dienstag, 05.04.2011, 17:46:34
Zum Eintrag zum Tristan vom 03.04.
Vielleicht könnte man im 3.Aufzug das Problem mit Einsatz eines Teleprompters lösen, da sich Tristan fast ausschließlich an einem Ort aufhält? - Mir ist jedenfalls alles recht, was van Akens Gesang auf sichere Füsse stellt, denn jede Textunsicherheit schlägt sich bei ihm leider auch in schlechten Gesang nieder. Zur Souffleuse: Wie es noch viel schlechter geht? Ich empfehle einen Besuch des Stuttgarter Parsifals der parallel als Sprechtheater aufgeführt wird.

K.Krumrei
Montag, 04.04.2011, 13:41:12
Nach dem Besuch der gestrigen Tristan-Wiederaufnahme kann ich Herrn Lindeiner nur bestätigen. Mit großer Vorfreude bin ich in diesen TRISTAN, den ich - trotz persönlicher Kritik an einigen Regieeinfällen - noch in guter Erinnerung aus der Carignani-Zeit hatte. Bullock, Treleaven und Grochowski sind mir allesamt neben einer packenden orchestralen Darbietung noch bestens in Erinnerung. Nach einem guten PARSIFAL und der gelungenen WALKÜRE freute ich mich auf van Akens Tristan. Aber was war da gestern los? Texthänger der schwerwiegenderen Sorte. Schon im 2. Aufzug ging es los. Dass man bei derart langen Opern wie denen Richard Wagners schon mal das ein oder andere Wort vertauscht oder vergißt, kommt vor. Sänger sind auch nur Menschen. Aber in diesem Ausmaß habe ich das noch nie erlebt! Im 3. Aufzug ging das munter weiter. Wörter weglassen, verdrehen oder durch undefinierbare Vokalkonstrukte ersetzen. Ja, die Souffleuse war, wie mein Vorschreiber schon bemerkte, im letzten Aufzug deutlich zu vernehmen. Dies aber vornehmlich, wenn Tristan an der Reihe war. Dann oftmals auch noch laut WÄHREND einer Phrase, was eher ungewöhnlich ist. Aber der Dame kann man da keinen Vorwurf machen. Sie hat ihr Möglichstes getan, um Herrn van Aken aus der Klemme zu helfen. Der nächste Schritt wäre gewesen, sich direkt neben ihn zu stellen...

Ansonsten hat mir die Aufführung sehr gut gefallen. Weigle und das Orchester hatten mich schon im Vorspiel klar auf ihrer Seite. Das war Wagner auf hohem Niveau. Zupackend, wenn es sein musste, aber nie dick und verwaschen. Ein besonderes Lob auch an Claudia Mahnke als Brangäne!

Alex
Frankfurt, Montag, 04.04.2011, 13:15:20
Zum "Tristan" am 3. April:

Es kann ja mal vorkommen, daß ein Sänger seinen Text vergißt. Es kann auch passieren, daß ein Tristan den ganzen 3. Akt nicht mehr weiß. Dann sollte die Souffleuse ihm vorsprechen. Aber bitte nicht in einer Lautstärke, daß man selbst im 2. Rang das Libretto zweimal hört: einmal gezischt und einmal gesungen. Soweit der Sänger sie richtig verstanden hatte und sich nicht durch Nuscheln durchgewurschtelt hat. Bitte geben Sie der Dame mal einen Tip und Frank van Aken das Reclamheft. Vielen Dank!

F. Lindeiner
Frankfurt, Sonntag, 03.04.2011, 23:53:03
O bleib, geliebte Daphne!

Das möchte man dieser Aufführung und der Sängerin der Titelpartie gerne nachrufen. Es erwies sich einmal mehr, dass Wiederaufnahmen in Frankfurt nicht selten das hohe Premierenniveau halten können. Da besucht man dann eben noch drei Aufführungen und bedauert, für die restlichen keine Zeit gehabt zu haben. Bewundernswert die Leistung von Juanita Lascarro. Bei diesem emphatischen Schlußgesang bleibt doch kein Auge trocken (hoffentlich geht mir der bis zum Sonntag aus dem Kopf). Hochachtung auch für den Dirigenten dieser Aufführungsserie. Da war ebenfalls kein Nachlassen gegenüber der Premiere festzustellen. Allerdings: Szenisch wird wird hier ein Maßstab gesetzt, den auch ein Haus wie Frankfurt nicht ständig erreichen kann.

Trotzdem: Vorfreude auf alles, was an Premieren und Wiederaufnahmen noch vor uns liegt.

Jörg Barenscher
Fulda, Samstag, 02.04.2011, 00:31:41
Ich habe *Daphne* von Richard Strauss am 26.03.11 in der Oper Frankfurt gesehen und muss sagen, dass sowohl das exquisite Bühnenbild von Claus Guth, die tolle Leistung der Sänger und natürlich die besondere Klangkultur des Museumsorchesters phänomenal waren. Nach *Der toten Stadt* von Korngold und *Billy Budd* von Britten ein weiteres Highlight der letzten Jahre für mich. Bitte weiter so. In Frankfurt macht der Opernbesuch zur Zeit unglaublich Freude.
Rolf Häusler
Frankfurt - Bockenheim, Deutschland - Dienstag, 29.03.2011, 20:08:14
Ich war zunächst auch enttäuscht, war aber nach der Vorstellung richtig begeistert vom Einspringer, wie man das wohl nennt. Hatte Gerhaher in der Fernsehübertragung gesehen. Der Vergleich der beiden Darsteller ist schwierig, vielleicht ist es sogar gut, dass sie sich so unähnlich sind... Die Inszenierung hat mir jedenfalls richtig Spaß gemacht.
Jens Backhaus

Jens Backhaus
Freitag, 25.03.2011, 13:40:31
in Vorfreude (trotz negativer Besprechungen) auf die "Fledermaus" am 24.03.2011 muss ich heute (ein Tag bevor) lesen, dass weder Sebastian Weigle noch Christian Gerhaher auf dem Besetzungszettel stehen. Vh.Gerhaher war für mich der Grund eine Karte zu kaufen. Nichts gegen Moritz Gogg, aber die Enttäuschung ist doch sehr groß.
Klaus Kohlenberg
Wiesbaden, Mittwoch, 23.03.2011, 10:25:12
Ich möchte hier weder die Inszenierung der Fledermaus noch das Buh-rufen an sich bewerten. Aber ich möchte doch gerne wissen wer für die Zensur der doch ausgesprochen deutlichen Buhs (insbesondere für Frankfurter Verhältnisse) für das Regieteam in der Fernsehübertragung verantwortlich ist!

Hat die Oper Frankfurt dies ausdrücklich vom ZDF verlangt oder hat das ZDF dies eigenmächtig zusammengeschnitten?

So oder so, es ist eine Unverschämtheit, das TV-Publikum und die Nachwelt so dreist anzulügen. Etwas mehr Ehrlichkeit wäre auch in der Kunst angebracht.

Mit freundlichen Grüßen,
Hans Castorp

Hans Castorp
Frankfurt, Sonntag, 20.03.2011, 14:54:32
Die Ausnahmesänger Christian Gerhaher und Michael Nagy ließen über die Regie-Schwächen der "Frankfurter Fassung" (verstehe, wer will) hinwegsehen! Und die Frauen-Stimmen aus dem Ensemble fand ich deutlich besser als sie in vielen Kritiken wegkommen! Ob die "Frankfurter Fassung" auch dafür verantwortlich ist, dass der Kritiker des Aschaffenburger "Main-Echos" unter der Überschrift "Gerupfte Fledermaus" zur Wertung kommt, dass "Startenor (sic!) Christian Gerhaher die Rolle mit aristokratischem Verve ausfüllt"?
Kriegen solche Opernkritiker eigentlich Freikarten für den M..., den sie hinterher verzapfen?



A. Hofmann
Dienstag, 08.03.2011, 20:17:59
Wir haben die Fernsehübertragung der "Fledermaus"gesehen und hatten damit einen herrlichen Abend und waren begeistert. Wir haben die Operette früher schon zweimal gesehen, aber so witzig, schwungvoll und mit tollen Sänger-Schauspielern noch nicht. Die feine Charakterzeichnung hat uns sehr beeindruckt. Und dazu der phantastische Eisenstein. Faszinierend auch die Verbindung Orlofsky/Frosch und die sanften, manchmal wie "verloren" wirkenden Bajan-Klänge. Die unbegreifliche Eleganz und überquellende Phantasie der Straußschen Musik konnte sich in dieser Inszenierung und mit diesem Orchester herrlich entfalten.
Angelika Voltz
Aschaffenburg, Dienstag, 08.03.2011, 14:45:32
Wir hatten richtig Spaß in der Fledermaus. Besonders aber waren wir begeistert von Christian Gerhaher. Was für ein toller Sänger und Darsteller - und ein Wunder, dass ein so ernsthaft wirkender Mann Operette macht. Aber Humor ist ja eine ernste Sache, wie mal jemand sagte. Auch alle anderen Sänger waren gut, vor allem spielerisch. Das mit der Falsettstimme vom Prinzen und Frosch war ein bisschen Geschmacksache, aber sein Spiel war herausragend.
Gruß aus dem Odenwald, Jörg Kutscherer

Miriam und Jörg Kutscherer
Dienstag, 08.03.2011, 11:36:11
Als immer wieder hochzufriedener Besucher der durchweg guten bis fabelhaften Vorstellungen Ihres Hauses hätte ich sicher auch die neue "Fledermaus" angesehen und angehört. Nach der 3sat Übertragung: Wie kann eine solch hypertrophe konzeptionelle Hochstapelei -Frankfurter Fassung!- unterlaufen? Ist das Werk so schlecht? Ist es Zufall, daß zudem weitgehend unter derzeit gültigem Frankfurter Niveau gesungen wird, oder hängt "alles mit allem zusammen"?
Zudem kenne ich das Stück mit Chor und befürchte, daß der Chorklang -aus dem Graben oder hinter der Szene?- im Parkett genauso ungenügend klingt wie in meinem Fernseher. Warum muß das sein?
Für diesmal maßlos enttäuscht:
Carl-Henning Steinhaus

Carl-Henning Steinhaus
Wiesbaden, Montag, 07.03.2011, 23:30:18
Ich finde es ja wirklich toll, dass mal Opern aus Frankfurt im Fernsehen übertragen, könnte ruhig öfter mal passieren.

Was mich aber ärgert ist, wenn man die Publikumsreaktionen bei 3sat zensiert. Im Internet ist von Zuschauern der Premiere von den deutlichen Buhs für das Regieteam zu lesen, die bei der Übertragung weggeschnitten wurden.

Also wenn man schon eine unkonventionelle Regie überträgt - und ich mag die Inszenierungen von Loy - dann soll man auch zeigen, wie sie auf das Frankfurter Publikum wirken. Herr Loy ist übrigens Buhs gewohnt. An ihm lag es also wahrscheinlich nicht, dass da geschnitten wurde.

Ansonsten: bitte öfter mal was übertragen!

Tobias Hammer
Montag, 07.03.2011, 21:23:24
Habe mir gestern 6.3.2011 die Fledermaus angesehen. Ich war sehr enttäuscht, vielleicht bin ich auch durch unsere Oper in München zu verwöhnt. Die Besetzung der Rosalinde und der Adele und z.T. auch der Prinz Orlovsky waren mehr als mittelmäßig. Sehr gut fand ich Herrn Gerhaher, der hervorragend gesungen und gespielt hat. Mir kam die ganze Inszenierung etwas spießig und suspekt vor. Sicherlich ist es schwierig so ein Thema in die heutige Zeit zu versetzen, wobei Herr Loy ein guter Theatermann ist.

Schöne Grüsse aus Bayern
Rosemarie Merkl

Rosemarie Merkl
81476 München, Bayern - Montag, 07.03.2011, 13:51:42
Lieber Regisseur der gestrigen Fledermaus,
habe das Stück eigentlich als witzig, und charmant in Erinnerung, bei Ihnen kommts recht karg über den Bildschirm. Vielleicht liegts an meinem Fernseher...vielleicht lockern sich alle noch nach der Premiere. Alles Gute.

florian bramböck
Innsbruck, tirol - Montag, 07.03.2011, 12:47:23
Ich habe gestern Abend die Fledermauspremiere bei
3Sat gesehen - sehr gut!
Was mir neu war,Prinz Orlofsky und Frosch mit einer
Person zu besetzen. Mich würde für diese Lösung die Intension des Regisseurs interessieren.

Vielen Dank!

Rolf Seyferth
19069 Zickhusen, Mecklbg.-Vorpommern - Montag, 07.03.2011, 11:22:50
Liebe Oper Frankfurt,
wir haben gestern einen amüsanten Fernsehabend erlebt mit der Übertragung der Fledermaus, klasse gemacht. Wir saßen mit Freunden bis zur letzten Minute vor dem Fernseher, was gar nicht geplant war und deshalb um so netter...
Die Mayers aus Köln

Thomas B. Mayer
Montag, 07.03.2011, 10:58:18
Ich hatte am Sonntag, 6.3.2011 die Gelegenheit, die Premiéren-Aufführung der "Fledermaus" im Fernsehen 3Sat zu sehen.

Die zeitgemässe Inszenierung bereitete mir viel Vergnügen. Alle Sängerinnen und Sänger singen und spielen sehr gut.

Ich gratuliere allen Beteiligten zu dieser äusserst gelungenen Aufführung und danke ihnen für die drei schönen Stunden, die ich erleben durfte.

Liselotte Thöner
Zürich, Schweiz - Montag, 07.03.2011, 05:28:47
Eine wunderschöne Aufzeichnung der Fledermaus heute abend bei 3 SAT.
Danke, es war wunderschön.

Helga Adam
Edingen-Neckarhausen, Deutschland - Sonntag, 06.03.2011, 23:33:36
Was die türkische „Entführung“ betrifft, könnte man mal wieder sagen, wie man’s macht, macht man’s falsch… Macht man nichts, ist man ignorant, macht man etwas nur auf deutsch - z.B. mit speziellen Rabatten für Ausländer, kommen “nur“ die, die ohnehin schon deutsch können (was über den Integrationsstatus auch noch nicht viel aussagt). Macht man etwas nur auf türkisch, heißt es wieder, „aber die hier lebenden Türken sollen doch deutsch lernen!“ Ein bisschen die Quadratur des Kreises. Ich persönlich finde zum einen die Idee der Oper Frankfurt mit einer Mischung aus beiden Sprachen und Künstlern von hier und aus der Türkei eigentlich sehr schön, zum anderen finde ich auch die unternommene Anstrengung der Oper positiv. Vielleicht hat die Oper Frankfurt nicht geahnt, dass sie vielleicht damit eine Diskussion lostreten wird oder genau das provoziert - oder nicht alle Aspekte genügend beleuchtet. Aber wer hat denn bisher das ideale Konzept für eine gelungene Integration präsentiert? Eigentlich noch keiner, eben weil es ein schwieriges Thema ist. Dass ausgerechnet dieser Tage, als die Zeitungen über das Opern-Projekt berichtet haben, Erdogan das Sprachenthema so in den Fokus der öffentlichen Debatte gerückt hat, na ja, Zufall...
Bettina Marschall
Donnerstag, 03.03.2011, 13:52:38
Tragischer Umgang mit Mozarts Oper -

Der Gedanke, dass muslimische Zuwanderer in Mozarts Oper "Entführung aus dem Serail" gehen sollten, liegt nahe, denn insbesondere in den nichtgesungenen Passagen wird zum Thema Frauen und Islam handfest Tacheles geredet. Es gibt vom Frankfurter Publikum auch viel Beifall für diese Stellen, obwohl sie gar nicht gesungen sind! Hier wagt ein bürgerlicher Protest sein Haupt zu erheben gegen eine verordnete Verdrängungspolitik in Integrationsfragen; es erinnert an Schilderungen von Theaterbesuchern aus der NS-Zeit oder DDR-Zeit, wo gewisse Passagen in Goethes Faust vom Publikum plötzlich als Kritik am Regime verstanden und beklatscht wurden, die sonst eher unbeachtet blieben. - Man könnte nun also z.B. kostenlose Eintrittskarten an Moscheegemeinden verteilen. Oder mit Schulklassen mit hohem Migrantenanteil den Opernbesuch inhaltlich vorbereiten? - Aber statt dessen wird wieder alles falsch gemacht: Man kürzt die Oper auf schlappe 90 Minuten, so dass gerade die islamkritischen nichtgesungenen Passagen wegfallen. Man preist am Stück die Versöhnlichkeit des Muslims und geht mit keinem Wort auf die im Original enthaltene saftige Kritik zur Frauenfrage ein. Zugleich schreibt man die "zivilisierten" Europäer in Anführungszeichen, so dass völlig klar wird, wer sich hier vor wessen Kultur zu verneigen hat. Das türkischsprachige Publikum, das da kommen wird, wird zudem aller Voraussicht nach eher säkular statt gemischt sein. Man spielt die Oper auf Türkisch, was nicht grundsätzlich falsch ist, man vergleiche das Internationale oder das Englische Theater, aber unter dem Gesichtspunkt der Integration ist es grottenfalsch. Es ist so traurig. Ein Werk der Aufklärung wird von der Frankfurter Oper zu einem Instrument der finsteren Reaktion kastriert. Das ist wie eine Zauberflöte, in der die heiligen Hallen als katholische Kirche und Sarastro als Papst dargestellt werden, um eine freundliche Brücke zum Katholizismus zu schlagen. Die von der Opernleitung geäußerte vage Hoffnung "Vielleicht trägt das Projekt zu einer Annäherung der Kulturen mit bei" kann postwendend abschlägig beantwortet werden. Was hat man sich nur dabei gedacht? Wer Brücken zur türkischen Kultur schlagen will muss beim Säkularismus Atatürks ansetzen, nicht beim Islam.

T. Franke
Frankfurt am Main, Hessen - Montag, 28.02.2011, 22:16:18
Dass ich mir diese schlimme Regie von L´Oracolo und Le Villi noch einmal angetan habe, lag nur daran, dass ich auf die Neuen neugierig war.

Und der gestrige Nachmittag hat sich dann doch gelohnt:
belebter kommt es rüber als bei der Premiere, trotzdem ist die konfuse Regie nicht zu retten.
Sun Hyung Cho (aus dem Studio !!) macht ihre beiden großen Rollen zauberhaft. Eine klangvolle Stimme und ein natürliches Spiel !
Arnold Rawls hat Schwieriges zu singen und schlägt sich gerade in den hohen Passagen sehr tapfer. Johannes Martin Kränzle macht aus seiner Rolle in Oracolo vokal und szenisch ein spannendes Portrait. Auch Aris Argiris gibt seinen beiden Rollen kräftigen Nachdruck.
Nina Tandarek ist von meinem Sitzplatz aus anfangs leider kaum zu sehen gewesen, singt aber tadellos.
Wie immer weit mehr als nur zuverlässig klingt Franz Mayer.
Ganz besonders möchte ich den Chor loben. Vor einigen Jahren klang manches noch sehr ungehobelt. Gestern war vom Forte bis zu den zarten Frauenstimmen-Einsetzen alles makellos.
Hartmut Keil könnte manchmal etwas leiser dirigieren, aber sonst brachte das Orchester eine sehr gute Leistung.

Hellbrück, Adrian
Frankfurt, Montag, 14.02.2011, 09:48:27
Betr. "Hoffmanns Erzählungen" (bis April 2011, mein Besuch am 14.10.2010):
Leider wurde das Finale der Oper geändert (m.w. verfälscht)und damit verdorben! Im Original macht der Chor in Auerbachs Weinkeller den temperamentvollen Abgesang, eines
der Höhepunkte der Oper. In der aktuellen Aufführung wird das einfach unterschlagen und stattdessen ein unbekanntes moralinsaures Rührstück (Dialog zwischen Hoffmann und Muse) eingeschoben. Ich kenne mehrere Aufnahmen von "H. E.", aber das habe ich noch nie gehört. Es wirkte musikalisch und von der Aussage her wie ein Fremdkörper in dem Werk. Die Änderung wurde noch nicht einmal im Programm erwähnt. (Oder habe ich es übersehen?). Welchen Sinn soll das haben? Ist
das weiter niemandem aufgefallen oder ist es dem Publikum egal? Ansonsten finde ich, dass die Aufführung das wesentliche der Oper
gut zum Ausdruck gebracht hat, auch was die Spannung betrifft (z. B. Antonia), und es gibt sogar eine Humoreinlage (Giulietta).


Claudia Hinz
Bad Vilbel, Sonntag, 13.02.2011, 11:21:50
Zu Tosca (gesehen Freitag, 11. Febr. 2011):

Bravo, Jason Howard, Bravo!
Dein Scarpia hat die Vorstellung herausgerissen!

Und schade, dass das Publikum immer noch nicht mitgeht. Das wird wohl nicht mehr werden, in deutschen Opern............

Sascha Wagner
Frankfurt/Bad Mergentheim/Rodalben, Deutschland - Samstag, 12.02.2011, 19:03:31
Tosca, 07.02.2011
Kurz zusammengefasst: eine wunderschöne Aufführung, beeindruckend, berührend, noch nie so gehört und gesehen. Vielen Dank an Herrn Petrenko, Herrn Kriegenburg und Herrn Thor und die Sänger, insbesondere Herrn Howard, Frau Sunnegardh und Herrn Antonenko. Dank und Kompliment auch auch an alle Mitwirkenden (Orchester, Kostüm, Chor, ect.) und den Intendanten, der all das immer wieder möglich macht.

Uta Schmitz
Frankfurt, Dland - Dienstag, 08.02.2011, 21:20:41
zum Simone Boccanegra am Freitag ,den 4.Februar:

Franz Grundheber ist mir noch als Jago (Otello) vor mindestens 15 Jahren an der Oper Frankfurt in bester Erinnerung. Und nun besticht er als weiser, immer noch wohltönender Simone Boccanegra: eine singuläre Leistung, die man nicht genug honorieren kann. So würdevoll altern zu können ist ein seltenes Privileg.
Und auch die andere Besetzung ist allerbeste Klasse: David Kim mit perfekt-geführtem Spinto-Tenor, Johannes Martin Kränzle als markanter, hochdifferenzierter Paolo, Barbara Havemann als einfühlsame, bescheidene Amelia, Thorsten Grümbel als markiger, geradliniger Fiesco und Florian Plock als straffer Pietro.
Dazu der klangstarke Chor und das bestaufgelegte Orchester unter der subtilen Leitung von Pier-Giorgio Morandi. Christof Loys konzentrierte Regie schafft Spannungen und Emotionen, die die Aufführung einzigartig machen.

Eine dringende Empfehlung an alle! Es gibt davon nur noch zwei Vorstellungen.

Gregor Schuster
Frankfurt, Deutschland - Montag, 07.02.2011, 23:51:52
Wir sind zuversichtlich, "Die Walküre" auf CD zur Premiere von "Siegfried" am 30. Oktober 2011 zu präsentieren. In der Pipeline sind außerdem die CDs zu den Frankfurter Aufführungen von "Medea", "Die tote Stadt" und "Palestrina".
Ihre Oper Frankfurt
Freitag, 04.02.2011, 18:34:27
Eine Frage stellvertretend für alle ungeduldigen Fans der aktuellen Ring-Inszenierung (zu denen ich mich sehr gerne zähle): Gibt es schon einen Veröffentlichungstermin für den CD-Mitschnitt der Walküre?
Michael Mohn
Mittwoch, 02.02.2011, 18:12:28
Alfred Kim in Verdis "Simon Boccanegra": Welch eine hinreißende stimmliche Tenor-Brillanz!
Eine Erleichterung für den Besucher, es allein mit einer begnadeten Stimme umgedreht zu haben, die schrecklich grau-triste und einfallslose Bühnenausstattung in den Hintergrund zu drängen. Und auch noch die anderen grau-in-grau mehr oder weniger vor sich hin singenden Sänger zu mehr Dramatik und Beweis ihres Auch-Könnens mitzureißen. Danke, Sie begnadeter Alfred KIM.

Alice Adler
Langen, Hessen - Sonntag, 30.01.2011, 12:57:12
Von der Wiederaufnahme "La Damnation de Faust" bin ich ganz begeistert - ich hatte die Aufführung bisher leider nicht sehen können. Die mit einer unerschöpflichen Fantasie gestaltete Inszenierung in Verbindung mit Ausstattung, Licht und Video ist überwältigend. Beeindruckend wieder einmal die Bühnentechnik, die alle Anforderungen souverän bewältigte. Großartig der Dirigent Friedemann Layer und "unser" wunderbares Orchester, wobei dieses Mal insbesondere die Flöten brillant waren. Also große Anerkennung für alle Beteiligten.
Klaus Grossmann
Montag, 24.01.2011, 17:28:41
Gleich nach dem Vorwort des Herrn Intendanten lädt das Opern-"Magazin" zur Kammermusik im Foyer am 23.1. ein und lockt mit Trauvaillen von Zemlinsky, Eisler, Weill und Schönberg - und nicht zuletzt mit der trefflichen Juanita Lascarro, die wir unbedingt im Rahmen von Kammermusik hören wollen. Viola, Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Horn sollen die musikalische Basis abgeben.
Stattdessen spielt ein (sehr engagiertes) Streichquartett ein wenig Schubert und je ein Werk von Zemlinsky und Ravel.
Keine Erklärung, keine Begründung, keine Entschuldigung des Hauses.
Programmänderungen sind immer vorbehalten; das wissen wir. Aber ein Veranstalter, der seine Kunden ernstnimmt, verhält sich nicht so arrogant wie das Opernhaus. Das Verfahren ist eingeübt: Als der Stargast Hille Perl zum Foyerkonzert stillschweigend durch eine andere Gambistin ersetzt wurde, waren nicht nur die fachkundigen Zuhörer sehr empört.
Wir sind dann sehr solidarisch mit den Musikern, die gegen den Frust anspielen, erwarten indessen vom Haus, seine Gäste künftig wertzushätzen und ernstzunehmen.
Klaus Ruß, Bad Nauheim

Klaus Ruß
Bad Nauheim, Deutschland - Sonntag, 23.01.2011, 18:03:24
Anmerkung der Oper Frankfurt zur Umbesetzung "Simon Boccanegra": Wolfgang Koch kann derzeit auch an der Staatsoper Hamburg wegen Krankheit seine Partie in "Parsifal" nicht wahrnehmen.
Mit besten Grüßen

Oper Frankfurt
Freitag, 21.01.2011, 14:39:10
Wir haben uns so auf Herrn Koch gefreut.
Krank scheint er aber doch nicht zu sein, denn er singt in Hamburg den Amfortas zeitgleich.
NUn freuen wir uns auf Herrn Grundheber als Simon.
Auch die übrige Besetzung verspricht eine spannende Aufführung.

Drescher, Maximilian
Frankfurt, Mittwoch, 19.01.2011, 09:30:36
Nach dem Hoffmann jetzt erneut in Tosca:
Hat die Frankfurter Oper ein Bösewicht-Problem?

Kerstin Krumrei
Frankfurt, Montag, 17.01.2011, 09:19:43
"1900" am 12.1.11 im Bockenheimer Depot
Großes Lob für ein außergewöhnliches Musiktheaterereignis.
Die Aufführungsmöglichkeiten im Bockenheimer Depot
sind phänomenal, welch ein Unterschied zur machmal doch sterilen Atmosphäre z.B. in der Alten Oper, dafür macht man dann auch mal Abstriche beim Raumklang (je nach Sitzplatz).
Zum gelungenen Abend trugen außer den Musikern und Sängern auch die Schauspieler/Tänzer bei,
besonders vergnüglich im übrigen Frau Verwey!
Erfreulich dass Tanja Ariane Baumgartner hier ausgiebig Raum bekam für ihre wandlungsfähige
Stimme und ihre Bühnenpräsenz. Auf weitere große
Rollen freut sich das Frankfurter Publikum schon.

Übrigens schade, dass es zu dieser Produktion
anscheinend keinen Imagefilm gibt.

I.Reuter
Frankfurt, Donnerstag, 13.01.2011, 11:36:53
Für den wunderbaren und bezaubernden Figaro am vergangenen Freitag möchte ich mich herzlich bedanken aber das volle Haus und der Applaus sprachen ja ganz klar nicht nur für meine Meinung sondern auch für den guten Geschmack des Publikums und diese wunderbare nie langweilige Inszenierung.
Als jahrelanger Opernbesucher und –fan schwärmte ich oft für die Tenören in ihren wunderbaren Rollen und davon gibt es eine Menge - gutaussehende Helden mit tollen Stimmen.
Aber das hat die Frankfurter Oper geändert. Sah ich da in der letzten Saison einen witzigen über die Maßen talentierten Papageno, der mich nicht nur mit seiner Stimme faszinierte sondern auch mit seinem schauspielerischen Talent. Ich sah das nicht alleine so, denn inzwischen haben viele meiner Bekannten und Freunde ebenfalls über diesen witzigen Bassbariton gelacht.
Freitag hatte ich nun das Glück, den Figaro zu sehen und war auch hier begeistert vom Gesamteindruck den Florian Plock hinterlassen hat – aber die „bravo“-Rufe sprachen ja für sich…..
….und ich möchte gerne mehr davon und ich bin sicher anderen geht es genauso…….

Dr. Liane Fickler
Mittwoch, 12.01.2011, 14:02:44
www.carmen3d.com

Zwei Ensemble Mitglieder (Paula Murrihy, Aris Argiris) haben in diese einmalige Produktion teilgenommen! Wieso Oper Frankfurt sagt nicht davon??? Ist das nicht eine gute Werbung für unsere Opernhaus???

Marlene
Frankfurt, Samstag, 08.01.2011, 11:29:43
Wir bedauern sehr, dass Johannes-Martin Kränzle im Neuen Jahr nur in Wiederaufnahmen zu sehen und hören sein wird. Um ihn in Neuinszenierungen zu erleben, muss man wohl der Frankfurter Oper untreu werden und nach Salzburg, Berlin, Mailand und Genf reisen.


Stefan Tóth
Bad Vilbel, 31.12.2010

Stefan Tóth
Bad Vilbel, Freitag, 31.12.2010, 20:36:18
Großes Lob für die sehr schönen und aufwendig produzierten Videos, die einen sehr spannenden Einblick in einige Bereiche des Hauses bieten.
Fred Binsenschneider
Mittwoch, 15.12.2010, 22:29:29
Wenn auch sehr spät, möchte ich dennoch heute einige Bemerkungen zu der Aufführung der Walküre am 18.11.abgeben.
Es gibt nichts, was wir kritisieren könnten.Die Inszenierung fanden wir einfach toll. Von Frau Westbroek war eine außergewöhnliche Leistung zu erwarten, die sie auch voll erfüllte. was überraschte, war der Siegmund von Frank van Aken. Da ist es unverständlich, weshalb er zu Beginn seiner frankfurter Zeit umstritten war. Ich vermute einfach, daß die gleichen "Opernkenner", die bei einer Aufführung der "Frau ohne Schatten" Frau Whisnant ausgebuht haben. Und zwar völlig grundlos, einfach nur Aufmerksamkeit erregen wollten.
Den nachhaltigsten Eindruck hinterließ jedoch der Wotan von Herrn Stensvold. Nicht wegen seines Alters, da passte eigentlich alles.
Ein Glücksfall war der Dirigent, so habe ich Wagner nie gehört. Trotz der nötigen Durchschlagskraft der Musik war jedes einzelne Thema filigran herausgearbeitet. Und die Übertitelung hätte man sich eigentlich sparen können. Man verstand fast jedes Wort.
Ich freue mich schon auf den "Tristan" und die Wiederaufnahme der Walküre.

hermann cornella
lahnau, deutschland/hessen - Montag, 13.12.2010, 02:30:35
Nein, Frankfurt ist nicht das Mekka der deutschen Opernwelt. Auch ist es nicht das Rom oder Jerusalem der Opernwelt, viel eher scheint es mir das Athen der Opernwelt zu sein, denn hier huldigt man einem musikalisch ergiebigen Polytheismus, der auch lokale Hausgötter für die Dauer einer Aufführungsserie in den Opernolymp erhebt.

Die Rede ist natürlich von Purcell und Bartok, deren Einakter gestern so fabelhaft zur Aufführung gebracht wurden. Den außerordentlichen Rang, den dieses Orchester mittlerweile genießt, hat es erneut bestätigt. 230 Jahre Musikgeschichte an einem Abend zu verbinden und dabei jeweils den adäquaten Klang zu erzeugen, das ist eine Leistung, die mindestens neben der famosen Walküre bestehen kann. Ein großes Kompliment an den noch jungen Dirigenten, den wir hier gerne noch öfter erleben möchten. Wunderbar die beiden Frauen des Ensembles Paula Murrihy und Claudia Mahnke. Eine melancholisch sich verzehrende Dido und eine fordernde, stimmgewaltig und nuanciert singende Judith.

Dank der Regie ist dieser Opernabend ein sehr intensives Erlebnis und wer frühere Arbeiten dieses Regisseurs kennt (z.B. Peter Grimes und die Aufzeichnungen aus einem Totenhaus in Hannover) weiss, dass auch in einem fast leeren Bühnenraum ein Maximum an theatralischer Aktion erzeugt werden kann.
Nun war die Bühne bei Hoffmanns Erzählungen nicht ganz leer, aber die Regieleistung war doch eher minimiert. Insofern gebe ich meinem Vorredner Recht, bin aber bereit das als einmaligen Aussetzer zu entschuldigen, damit auch im nächsten Jahr gilt: "Wes Regie dies auch sei, hier muß ich rasten."

Jörg Barenscher
Fulda, Montag, 06.12.2010, 16:26:02
Es gibt für Opernliebhaber wahrlich nichts schöneres, als im Mekka der deutschen Opernwelt zu leben und zweimal 'Die Walküre' erlebt zu haben.
Wolfgang Kronemann
Frankfurt am Main, Deutschland - Sonntag, 28.11.2010, 21:09:14
Was ist mit dem Gästebuch los? Kein einziger Besucher oder Besucherin hat sich zu der gewiß nicht unproblematischen Inszenierung von "Hoffmanns Erzählungen" geäußert und zu der meiner Ansicht nach großartigen Inszenierung von "Die Walküre" war auch nichts zu lesen, dabei hätte man doch zu der (meiner Ansicht nach) sehr überzeugenden Szene mit den Soldatensärgen durchaus auch einiges sagen können.
"Hoffmanns Erzählungen" hat mich etwas enttäuscht. Es war gut, endlich einmal die Szene mit den Geistern des Weines zu bringen, aber an anderen Stellen wurde zuviel gekürzt und anderes hätte man dafür weglassen können. Der "Antonia"-Akt war ohne Spannung und überzeugte nicht, vieles im "Giulietta"-Akt blieb unklar. Das Orchester war an den meisten Stellen viel zu laut, das lag aber am Dirigenten, nicht an dem höchst professionellen Orchester, das auch in der "Walküre" bravourös spielte.

Klaus Grossmann
Freitag, 26.11.2010, 11:37:02
Es war volll toll....
Auch wenn ich noch sehr Jung bin Fand ich das stück gut...
liebe grüße

Tessa Mülvi
Samstag, 13.11.2010, 17:39:29
Damit hier endlich auch mal etwas zum "Frankfurter Ring" gesagt ist:

Was sich da getan hat und tut, kann man einfach nur noch als "grandios" bezeichnen! Das Frankfurter Haus ist plötzlich über Deutschland und Europa hinaus in aller Munde, die Wagnerianer aus allen Himmelsrichtungen machen sich schon jetzt Sorgen um Tickets für "Siegfried", "Götterdämmerung" und die komplette "Ring-Serie"!
Dies ist beileibe keine kurzfristige "Frankfurter Hype", wie einige Neider an manchen etablierten deutschen Konkurrenzhäusern Glauben machen wollen, es ist das Ergebnis einer klaren Zielvorstellung von Intendanz und musikalischer Leitung! Deswegen gebührt den Herren Loebe und Weigle ein besonderer Dank!
Schade, dass gestern das "Traumpaar" Westbroek/van Aken getrennt werden musste; bei aller Reputation, Edith Haller war hervorragender Ersatz, aber sie erreichte nicht das unglaubliche Format von Eva-Maria Westbroek! Und wie gut, dass Bernd Loebe trotz einiger Miesmacher in diesem Forum vor einiger Zeit Frank van Aken vollstes Vertrauen geschenkt hat! Was haben wir jetzt für einen Siegmund in unsrem Ensemble!
Schade, dass man sich mangels Ticket diese "Walküre" nicht ein 3. Mal gönnen kann!


A. Hofmann
Fulda, Donnerstag, 11.11.2010, 13:56:17
Liebes Webteam,
wo bleibt denn das Video zur Walküre?
Schöne Grüße
FB

Fred Binsenschneider
Dienstag, 02.11.2010, 13:57:13
Habe 2 Karten für TOSCA am 21.01.2011 für EP (99 €) abzugeben.1. Rang Mitte links, Reihe 5, Platz 13 und 1. Rang Mitte rechts, Reihe 5, Platz 14.
Simona Michel
Dreieich, Deutschland - Samstag, 23.10.2010, 10:38:51
"Medea" war in der Tat das spannendste, eindrucksvollste, Ereignis der letzten Jahre, obwohl wir zuletztschon viele herausragende Vorstellungen erlebt haben. Die Intensität, die gesanglichen und körperlichen Leistungen der Beteiligten sind nicht mehr zu überbieten. Besonderes Lob verdienen der Dirigent Erik Nielsen und "unser" wunderbares Orchester für die besondere Nervenstärke nach dem Unfall.Die optischen und musikalischen Eindrücke sind so überwältigend, daß man diese nach nur einmaligem Sehen und Hören nicht bewältigen kann. Deshalb: bitte unbedingt eine Wiederaufnahme.
Klaus Grossmann
Freitag, 22.10.2010, 18:51:29
Christiane Karg aus "unserem" Ensemble! Herzlichen Glückwunsch zur gestrigen Echo-Klassik-Auszeichnung "Beste Nachwuchs-Künstlerin des Jahres - Gesang 2010"!

A. Hofmann
Fulda, Montag, 18.10.2010, 13:17:43
Herrn Allin schließe ich mich an. Medea war ein wunderbarer Abend und zum Glück blieb es trotz Unfall ohne Folgen. Danke für die Ansage durch Herrn Loebe, das hat sicher die Zuschauer beruhigt.Hoffentlich gibt es 'trotz Unfall' irgendwann eine Wiederaufnahme
Dr. Stefan Schlesinger
Frankfurt, Montag, 18.10.2010, 10:48:40
Dem "Stein-Geschädigte"n Bass-Instrument und seinem Orchestermitglied aus MEDEA alles Gute und Gesundheit. Hoffentlich sind Kopf und Instrument wieder o.k.
Es wahr ein toller Abend, vorallem die vielen jugendlichen im Zuschauerraum haben uns sehr erfreut!
Wolfgang und Angelika Allin

Wolfgang Allin
Wiesbaden, Deutschland - Sonntag, 17.10.2010, 13:20:43
Ein Wochenende mit Aribert Reimann

Selten bietet sich eine solche Gelegenheit. Zwei Werke eines lebenden Komponisten zeitgleich an zwei hessischen Opernhäusern. Am Samstag besuchte ich nochmals die "Medea" und erneut erlag ich der Faszination von Reimanns musikalischer Arbeit am Mythos. Großartig die klanglichen Entsprechungen, die der Komponist für diesen Stoff gefunden hat und wie sie das Orchester und sein Dirigent realisiert haben. Großartig auch die Leistungen der Sänger. Da ist zuerst Claudia Barainsky zu loben, die Medea nicht bloß sang, sondern diese Figur geradezu verkörperte. An ihrer Seite die wunderbaren Ensemblemitglieder Tanja Ariane Baumgartner (welch ein herrlicher Mezzo-Sopran, auch als Eboli grandios) und Michael Nagy. Bei dessen letzter Szene, der Klage um die toten Söhne, da meinte ich schon einen künftigen Lear zu hören.

Den "Lear" gab es dann am Sonntag am Staatstheater in Kassel. Für dieses Haus sicher eine immense Herausforderung, die aber beachtlich gemeistert wurde. Das hinter der Bühne plazierte Orchester spielte sehr gut, die nah ans Publikum gerückten Sänger textverständlich, die Regie ungewöhnlich aber schlüssig (eine Krankenstation mit drei Patienten:Lear, dem Narren und dem Herzog Gloucester). Sicher wird das Niveau der Frankfurter Aufführung nicht erreicht (die steht jetzt hoffentlich in vielen CD-Regalen), aber ein Beweis der Leistungsfähigkeit des Musiktheaters in Kassel ist diese Aufführung bestimmt.

Jetzt würde ich Ihnen gerne noch zur Wahl zum "Opernhaus des Jahres" gratulieren, aber das dauert hoffentlich, vielleicht nur noch wenige Tage.

Jörg Barenscher
Fulda, Montag, 27.09.2010, 17:22:20
GUT SO: nun endlich hat auch die oper frankfurt ein kleines videoportal! nun wäre noch eine passende "app" für die diversen "ipads und sonstige" zu wünschen! viel glück auch damit!! grüsse und schöne neue spielzeit
Hans Achfried
Montag, 13.09.2010, 08:24:33
Sehr schöner Werbefilm. Wirklich gelungen.

Uwe Deißler

Uwe Deißler
Donnerstag, 02.09.2010, 15:51:07
Ein glückliches Los hatte ich diesen Sommer für Salzburger Festspiele. Da mein Arbeitgeber zu den Hauptsponsoren gehört, konnte ich alle drei Opernaufführungen mit Frankfurter Sängerbeteiligung live erleben und kann Großartiges berichten:

Die Ensemblemitglieder ihres Hauses glänzten:
Tanja Ariane Baumgartner als Gräfin Geschwitz in der leider szenisch wenig gelungenen Lulu-Premiere gehörte mit ihrem reichen Mezzosopran zu den absoluten Pluspunkten der Aufführung.
Christiane Karg sang glockenschön den Amor in der musikalisch romantisierenden Muti-Interpretation von Glucks Orfeus. Auch das Liebespaar war vokal überragend.
Johannes Martin Kränzle brillierte großartig als Sänger wie als Darsteller in der Hauptrolle des Nietzsche von Rihms Oper Dionysos. Bestens besetzt und umgesetzt war dieses uraufgeführte Werk das Highlight der diesjährigen Festspiele sicher nicht nur für mich.
War übrigens die dort singende Elin Rombo (wunderbar in Stimme und Spiel) nicht auch einmal in Frankfurt ?
Sicher gab es auch an anderen Festspielorten Frankfurter Beteiligte. Wenn die Auftritte ebenso überzeugend wie in Salzburg waren, tragen Frankfurts Sänger den Ruf ihrer Oper auch in der Sommerpause in die Welt !

Oliver Mühleisen
Wiesbaden, Mittwoch, 01.09.2010, 23:23:27
Was für eine herausragende Ensemble-Leistung gestern bei der Saison-Eröffnung mit Figaros Hochzeit! Grandiose Frauen-Stimmen mit Karg, Lascarro, Magiera, Tarandek, im Vergleich dazu nur kleine Abstriche bei den Männern (Geyer, Bailey, Mayer, Pregardien). Und ein Mozart-Orchester aus einem Guss unter Hartmut Keil! Außer bei der Deutschen Staatsoper Berlin gibt es in Deutschland kein Haus mit solchen Eigenkräften! Beim Liga-Krösus (Bayerische Staatsoper) kann die hauseigene Staffage für die zugegeben großartigen Spitzenstars den Frankfurtern bei Weitem nicht das Wasser reichen! Kompliment an Bernd Loebe!
A. Hofmann
Fulda, Montag, 30.08.2010, 13:27:52
@Frau Wildt: Vielleicht hat es damit zu tun, dass es eine Abo-Serie "Premieren" gibt, die derzeit ausverkauft ist?
Ferrando
Dienstag, 24.08.2010, 12:05:37
Hier passte einfach alles, weiter so.
Lars Kiesewalter
z.Zt. FFM, Deutschland - Mittwoch, 18.08.2010, 15:14:14
Leider, leider war es mir nicht möglich, eine Karte in der von mir gewünschten Kategorie zur Premiere von "Hoffmann's Erzählungen" zu bekommen. Obwohl der Vorverkauf erst morgens geöffnet hatte und ich am gleichen Nachmittag zur Vorverkaufskasse gekommen bin....Nur noch Plätze ganz hinten für 10 EUR waren zu haben. Schon seltsam, woran das wohl liegt??? Nun, ich habe jetzt die gewünschten Karten für einen anderen Termin bekommen.Alle Menschen sind gleich, aber einige Menschen sind doch gleicher als Andere.
Anette Wildt
Montag, 16.08.2010, 14:51:06
Liebes Opernteam,

der neue Web-Shop ist gelungen, aber eine Frage hätte ich: wird es grundsätzlich nur die Zahlung per Kreditkarte geben oder ist auch die Abbuchung per Lastschrift in Planung? Bei TicketCorner war beides möglich von Deutschland aus und daher sehr bequem, wenn man nicht über eine (private) Kreditkarte verfügte.

Alex
Frankfurt, Donnerstag, 12.08.2010, 14:25:57
"Am 2. August 2010 nahm der neue Telefonische Kartenservice von Oper und Schauspiel Frankfurt seine Tätigkeit auf.Sonntags 10:00 bis 18:00 Uhr".
Seit zwei Stunden versuche ich nahezu ununterbrochen, dort jemanden zu erreichen.

Ulrich Harbott
Sonntag, 08.08.2010, 12:48:31
Kurze Frage zu den Anfangszeiten!
Zum Glück ist man in Frankfurt am Main für auswärtige und ansreisende Besucher recht rücksichtsvoll. So beginnen zum Glück einige Vorführungen wie die Walküre schon um 15:30. Das heißt ein Ende ist jeweils so früh, dass man per Zug noch bequem in jede andere deutsche Stadt am selben Tag zurückreisen kann (ich zum Beispiel nach Berlin, das heißt, ich kann in meiner Berliner Wohnung schlafen und am nächsten Tag wie gewöhnlich zur Arbeit gehen).

Dafür zunächst einmal danke. Häuser wie die Oper Hamburg oder auch Köln kriegen sowas trotz Nachfragen leider nicht hin. Dabei entscheidet es oft, ob man überhaupt sich auf den Weg z.B. nach Frankfurt macht. Nicht jeder hat Geld, Lust und Zeit um dann noch in einer anderen Stadt zu übernachten (ich für meinen Teil habe alle drei Dinge in der Regel nicht).

Meine Frage: leider beginnen alle Tristan und Isolde - Vorstellungen im April trotz Aufführungstag an einem Sonntag erst um 17 Uhr. Kann man da nicht was machen? Zumal noch keine Karten im Verkauf gelandet sind? Wäre schön, wenn zumindest die erste Vorstellung um 15 Uhr oder 15:30 beginnen würde, es würde vielen die Anreise erleichtern oder ermöglichen!
Besten Dank und viele Grüße

v.d.Vogelweide
Berlin, Vogelweide - Mittwoch, 04.08.2010, 14:44:56
@ Herrn Demel,
ich freue mich darauf, nächste Saison ein paar mal die Oper Frankfurt zu besuchen. Das Saisonprogramm ist interessant.
Allerdings bin ich ein sehr glücklicher Berliner, ich gehe hier sehr gerne in meine drei Häuser und würde sie gegen keine anderen Häuser der Welt eintauschen wollen. Also auch gegen Frankfurt nicht.
Sorry.
Aber wie gesagt, ich bin sehr gespannt.

Otello
Sonntag, 01.08.2010, 19:25:43
Vor Beginn der neuen Saison ist es an der Zeit, für die zurückliegende Spielzeit Dank zu sagen. Wenn man das (oft zweifelhafte) Vergnügen hat, regelmäßig das Angebot der selbstangemaßten „Opernhauptstadt“ Berlin mit den Leistungen der Oper Frankfurt zu vergleichen, dann wird einem erst bewußt, in welch glücklichem Ausnahmezustand sich die Mainmetropole derzeit befindet. Alles scheint hier zu stimmen: Die Wertschätzung und damit einhergehend eine auskömmliche finanzielle Absicherung durch die Stadtpolitik, der Weitblick und die Umsicht der Intendanz, spannende Regie und spielfreudige Sänger, leistungsfähige und hörbar engagierte Orchester- und Chormusiker und insgesamt eine spürbare Identifikation aller Mitarbeiter mit dem Haus. Die Zahl der Frankfurter Glücksmomente in der vergangenen Spielzeit haben alle drei Berliner Häuser zusammen nicht erzeugen können. Wo immer man hinschaute und hinhörte, überall hohes bis höchstes Niveau. Bedauerlich nur, daß man wegen der Wiederaufnahmen nicht „Opernhaus des Jahres“ werden kann: „Frau ohne Schatten“ mit festspielwürdiger Besetzung, „Zauberflöte“ mit der Traumkonstellation Karg/Behle/Kränzle, regelrechte Galavorstellungen von „Don Carlo“, ein auch in der Wiederaufnahme exzeptioneller „Billy Budd“ – welch ein Kontrast zur trostlosen Repertoireverwaltung etwa an der Deutschen Oper Berlin. Wie frisch wirkten auch immer noch Cortis „Traviata“ (mit einer fabelhaften Lisnic) und Hilsdorfs Mefistofele-Bilderbogen, wie sorgfältig war Loys „Tito“ wiedereinstudiert, wie beeindruckend rund gelang die Reprise von Nels „Parsifal“.
Und erst die Premieren: Allein mit „Tempest“ und „Owen Wingrave“ hat sich Frankfurt wieder als eines der führenden Häuser im deutschsprachigen Raum präsentiert. Spätestens aber mit der szenisch und musikalisch sensationellen „Daphne“ sollte Frankfurt Bieitos Trash-Parsifal in Stuttgart und Neuenfels‘ Lear an der Komischen Oper Berlin (der Frankfurter Lear war szenisch dichter und musikalisch um Längen besser) die Mitkonkurrenten um die Auszeichnung für die beste Gesamtleistung aus dem Rennen geschlagen haben. Der kammermusikalisch-hellwache und szenisch wortwörtlich „runde“ Ring-Auftakt ließ Vorfreude auf die weiteren Teile aufkommen. Kupfers opulentes „Faust“-Resümee war sehr ansehnlich und sängerisch auf gewohnt hohem Niveau besetzt (indes ließ das Orchester hier seine sonstige Farbigkeit und Plastizität etwas vermissen). Musikalische Feste feierte die Frankfurter Oper obendrein mit den beiden konzertanten Aufführungen von „Anna Bolena“ und vor allem von „La Rondine“.
Man erwischt sich angesichts dieser Kette von Höhepunkten dabei, solche Aufführungen weniger zu würdigen, die an einem „normalen“ Haus zu den Spitzenerzeugnissen zählen würden: ein „bloß“ unterhaltsam inszenierter (und dabei vorzüglich musizierter) „Orlando“, eine zwar rollendeckend besetzte „Cosi“, bei der man aber eben immer noch Kränzle, Nagy und vor allem Behle als Vergleichsmaßstab im Gedächtnis hat, oder ein szenisch solider „Nabucco“, immerhin mit Lucic in der Titelrolle und einer großartigen Chorleistung.
Also keine Wünsche offen? Vielleicht den, daß Alfred Kim seinen „Hoffmann“ differenzierter anlegen möge als seine sonstigen Rollengestaltungen im Hochdruck-Forte, oder den, daß Kränzle demnächst wieder öfter in Frankfurt zu hören sein möge (um nicht immer seinetwegen nach Köln fahren zu müssen), oder auch den, daß Daniel Behle uns nicht verloren geht, Zeljko Lucic und Joseph Calleja wieder öfter mal vorbeischauen und bitte Calixto Bieito (nach seinem Macbeth) nie wieder die Gelegenheit bekommt, seine kaputten Sexualphantasien in Frankfurt auszuleben und wir auch weiterhin von verquasten Neuenfels-Revuen verschont bleiben.

Michael Demel
z. Zt. Berlin, Sonntag, 25.07.2010, 19:50:40
Sehr erfreulich, dass sie nunmehr mit bewegten Bildern über Ihre so erfolgreiche Arbeit informieren. Den Aussagen von Steffen Seibert kann ich nur zustimmen. Einen schönen Dank für diese Art der musikalischen Späterziehung.
Jörg Barenscher
Fulda, Dienstag, 20.07.2010, 22:57:19
Bitte nehmen Sie Ihren Eintrag in folgendem Formular vor (die einzigen Felder, die Sie ausfüllen müssen, sind Name und Kommentar, alle anderen Angaben sind freiwillig). Danke!
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OTELLO
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Freitag 22.03.2013 19:30 Uhr
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