Meinungen, Anregungen


Am Ende der Seite können Sie einen Beitrag in das Gästebuch schreiben.

Wir bitten Sie, Beleidigungen und verbale Grobheiten zu unterlassen. Auch bei kritischen Äußerungen freuen wir uns über ein gewisses Maß an Sachlichkeit und Stil.

Eintragungen innerhalb dieses Forums werden von der Oper Frankfurt nur in Ausnahmefällen kommentiert oder beantwortet. Werbung wird kommentarlos gelöscht.

Oper Frankfurt


Ich schließe mich den Lobgesängen zum Rosenkavalier vollständig und nachdrücklich an. Kann man nicht besser machen. Sowohl szenisch, wie auch musikalisch. Schon im 1. Akt lauter Glücks-Tränen.
Bitte unbedingt im Programm lassen. Und: Eine CD Aufnahme wäre doch klasse. Herr Loebe, geht das?

Stefan Schlesinger
Frankfurt, Donnerstag, 04.02.2016, 12:25:37
Über die Feiertage ( Weihnachten bis zum neuen Jahr ) hatten wir zwei unbegleitete junge Flüchtlinge, beide 17 Jahre alt zu uns eingeladen. Wir kennen die beiden ganz gut, weil wir ihnen Deutschunterricht gegeben hatten, in der Erstaufnahme in Frankfurt Goldstein. Bachit kommt aus dem Sudan und ist schon fünf Jahre auf der Flucht, Elyas kommt aus Afganistan , auch er ist schon lange alleine unterwegs. Seit 6 Monaten sind sie in Deutschland. Beide spreche auch schon ganz gut Deutsch. Weil sie an allem interessiert sind, kam ich auf die Idee mit ihnen in Hänsel und Gretel zu gehen. Leute , die nicht so gerne in die Oper gehen wie ich, hatten mir abgeraten, mit der Begründung, das sei zu schwer und zu fremd für die beiden. Ich hatte ein bisschen Angst, ob das gut gehen würde. Aber es wurde ein toller Erfolg. Die beiden waren begeistert. Die schöne Atmosphäre im Opernhaus , die vielen Leute, sie fanden alles cool, ( den Ausdruck hatten sie gerade gelernt ). Ich hatte auch das Gefühl, dass sie sehr viel verstanden haben, manchmal haben sie ganz leise kommentiert. Das ist gut, das ist böse. Zeitweise taten sie mir leid, weil es irgendwie ja auch ihre Geschichte ist.
Nach der Pause konnten wir dann sogar unten in der 4. Reihe sitzen, sie haben alles viel besser sehen können, und sie waren begeistert, auch vom Orchester. Während der ganzen Oper waren sie hochkonzentriert. Es war ein wunderschöner Abend. Auf dem Nachhauseweg hat mir Bachit dann erzählt, besonders beeindruckt habe ihn, dass in der letzten Szene, jedem Kind auf der Bühne ein Buch geschenkt wurde. Er liebe auch Bücher. (Er hätte schon zwei Bücher) Ich hatte das Gefühl er hat spontan verstanden, was damit ausgedrückt werden sollte. Vielleicht werden wir den Opernbesuch bald wiederholen.

Gudrun Sohn-Niemann
Frankfurt, Deutschland - Donnerstag, 28.01.2016, 23:10:57
Noch ganz unter dem Eindruck des eben erlebten sage ich ganz begeistert Danke (!) für einen weiteren schönen Abend von vielen . Don Carlo gab heute den Rahmen für eine Benefizveranstaltung zugunsten einer Stiftung für Leprakranke in Myanmar . Alle Stimmen waren wunderbar besetzt , und Ensemblemitglieder , die sonst größere Rollen singen , waren sich nicht zu fein , für den guten Zweck so kleine Parts wie die Deputierten aus Flandern zu singen ( ich glaube , Dietrich Volle und Jurij Samoilov unter ihnen ausgemacht zu haben ) . Das hat mir besonders gut gefallen . Und natürlich diese wunderbare Musik : Aaaah , wie schön .
Uwe Steinberg
Frankfurt, Deutschland - Samstag, 23.01.2016, 23:32:45
Don Carlo 16.01.2016

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe am 16.01. 2016 zum ersten Mal Ihr Opernhaus besucht und darf Ihnen meine Begeisterung mitteilen. Schon die Werkeinführung in "Don Carlo", die Ihre junge Dramaturgieassistentin ( deren Namen mir leider entfallen ist) war ein Genuss. Hier wurde auf sehr hohem aber verständlichem Niveau nicht nur in die Inszenierung eingeführt, sondern auch die wesentlichen Konflikte der Protagonisten anschaulich erläutert und die Werkgeschichte umfassend referiert.Ihre Mitarbeiterin hat hier einen tollen Job gemacht. Sehr gut!
Die nachfolgende Aufführung war für mich musikalisch und szenisch ein absolutes Highlight. Sänger wie Orchester boten eine großartige Leistung, wobei, ohne hier die anderen Mitwirkenden herabzusetzen, Tamara Wilson als Elisabetta, Andreas Bauer als Philipp II. und Tanja Ariane Baumgartner als Prinzessin Eboli Weltklasse waren. Diese Rollen hätte man auch in -nur vom Namen her- noch bedeutenderen Opernhäusern nicht besser besetzen können.Nochmals Chapeau!
Ich hoffe, in Zukunft noch öfter Ihr Haus besuchen zu können. Es ist ein wahre Freude ein funktionierendes Opernhaus zu erleben, da mir das Kölner Operndesaster mein angestammtes Haus schon für längerer Zeit genommen hat und es nicht abzusehen ist, wann die Wiedereröffnung stattfinden kann. Da hat es Frankfurt wirklich besser!
Mit den besten Wünschen
Dr. Volker Wick

Dr. Volker Wick
Brühl, NRW - Montag, 18.01.2016, 16:49:42
Zum Rosenkavalier, gesehen am 15.1.2016:
Gratuliere zu dem Engagment von Herrn Lehner als Baron von Ochs. Herr Lehner dürfte wohl mit DER herausragende Darsteller dieser Rolle für die nächsten Jahre werden.

Thomas Grund
Friedberg, Deutschland - Sonntag, 17.01.2016, 13:33:15
Rosenkavalier
Die Musik von Richard Strauss ist nicht tot zu kriegen.Das Libretetto von Hugo von Hoffmannstal hingegen sehr wohl. Wie sonst ist es zu erklären, dass aus einer Frau im besten Alter, der Feldmarschallin, eine totkranke wird.Zu recht kann der junge Octavian von Glück sagen, dass er eine so tolle Eroberung gemacht hat und bis zu letzt hälte er ja auch an dieser Liebe fest und ist unentschlossen, eben sehr jung. Hier ein neues Stück zu kreieren mag der Problemlage des Regisseurs entsprechen, mit dem Orginal hat das wenig zu tun. Berühmt geworden ist das Original, nicht der Regieeinfall eines Regisseuers, dessen Namen mir jetzt doch glatt entfallen ist ...

Dr. Silvia Zöpke
D, Hessen, Steinbach - Sonntag, 10.01.2016, 13:05:22
Wiederaufnahme Rosenkavalier - man kann es auch als Kompliment für das Hause sehn, wenn die "B-Besetzung" besser ist als die "A"...., nicht wahr? Maestro Weigle und sein Orchester in Topform! Die optische sehr schöne, optimal "beleuchtete" Inszenierung mit vielen schönen Ideen und optimaler Nutzung der Frankfurter Bühne! Die neue Marschallin, der neue Octavian, die neue Sophie: stimmlich und darstellerisch alle 3 hinreissend! dazu die Marschallin fraulicher, der Octavian kerliger und die Sophie mit einem Liebreiz, der nur ganz wenigen gegeben... BRAVI!
Willy Egli
Frankfurt am Main, Samstag, 09.01.2016, 23:14:04
Zum Schreiben von Herrn Weber: Ja, "I Puritani" von Bellini war schon lange mein Wunsch, wenn nicht szenisch, dann wenigstens konzertant. Und natürlich mit Brenda Rae.
Klaus Grossmann
Montag, 21.12.2015, 19:47:05
...manchmal schwebt die Oper Frankfurt... - wie z.B. am vergangenen Freitag bei Lucia di Lammermoor! Hat Quinn Kelsey die an ihn gerichteten Erwartungen m.E. leider nicht ganz erfüllen können (ich sehe ihn eindeutiger bei Verdi), verblüfft Brenda Raes Rollengestaltung der Lucia immer mehr - was haben wir ein Glück mit ihr und was dürfen wir von ihr noch alles erwarten... - eine Elvira in Bellinis Puritani?, oder gar eine Caterina Cornaro (warum spielt das Stück niemand...)? - Mein Weihnachtswunsch...
Erik Weber
Frankfurt am Main, Deutschland - Sonntag, 20.12.2015, 18:52:17
Was für ein fantastischer Opernabend war das gestern bei Don Carlo! Orchester und Chor von Maestro Morandi zu Höchstleistung angetrieben und auf der Bühne ein formidables Ensemble, angeführt von den beiden Freunden Don Carlo (Wookyung Kim) und Rodrigo (Daniel Schmutzhard)! Ein Abend der unter die Haut ging!
F. Pinet
Sonntag, 13.12.2015, 10:18:48
Lucia, Holländer, Liederabend Quinn Kelsey-
3 herausragende Vorstellungen in 4 Tagen!
Eine bessere Werbung für Musikkultur in Frankfurt gibt es nicht.
Obwohl ich mich mit der Lucia-di-Lammermoor-Inszenierung immer noch nicht so richtig anfreunden kann, habe ich sie doch bereits mehrmals besucht und es ist jedesmal musikalisch wieder ein Erlebnis. Brenda Rae war in ihrer stimmlichen Nuancierung wieder herausragend und bekam bereits frenetischen Zwischenapplaus, wie ich ihn hier selten erlebe. Außerdem konnte ich dieses Mal von meinem Platz aus das wunderbare Glasharmonikaspiel nicht nur akustisch, sondern auch optisch genießen. Die jungen Sänger aus dem Ensemble überzeugten alle.

Einen Tag später erwartete mich ein Fliegender Holländer, der musikalisch, aber auch von der bildstarken und lichttechnisch raffinierten Inszenierung her Eindruck hinterläßt. Solch eine Aufführung kann sicher auch junge Leute an Wagner heranführen. Auch hier wieder überwiegend großartige Sänger und ein hervorragend eingestellter Chor.

Bei seinem Liederabend zeigte Quinn Kelsey seine baritonale Bandbreite, mal zart und weich, dann stimmgewaltig und bedrohlich (je nach Liedtext).
Ob französisch, deutsch oder englisch, er überzeugte stets, ganz besonders aber mit "russischer Seele". Hoffentlich dürfen wir ihn in Frankfurt in den nächsten Jahren noch öfter in Opernrollen hören.

Ingrid Reuter
Frankfurt a.M., Mittwoch, 09.12.2015, 18:46:33
Don Carlo heute. Grosse Oper. Wunderbar und berührend. Einzigartig: Stimmen, Orchester, Bühnenbild und Kostüme. Grosse Freude. Danke Oper Frankfurt. Hans-Peter Hoogen
Hans-Peter Hoogen
60311 Frankfurt, Hessen - Freitag, 04.12.2015, 23:24:16
Wo gibt’s denn so was...
warme selbstgebackene Waffeln zum Nachmittagskaffee...
Ein Opernhaus mit Service zum Wohlfühlen.
Dann beginnt eine Vorstellung, die man nicht vergisst.
Eine solistische Besetzung von bester Qualität.
Verdi zum dahinfließen. So sollte ein Don Carlo klingen.
Danke für diesen gelungenen Sonntagnachmittag!!

K.E.
Sonntag, 15.11.2015, 22:10:05
Zu "Iwan Sussanin" ist schon sehr viel gesagt worden, deshalb nur noch einige Bemerkungen. Daß einige Zuschauer zu einigen Details einer Aufführung eine andere Auffassung haben und daß darüber diskutiert wird, ist nicht ungewöhnlich und gehört dazu, sonst wäre es langweilig. Aber Buh-rufe finde ich nicht angebracht, sie verzerren auch das Gesamturteil. In der Aufführung gestern gab es übrigens keine Buh-rufe, sondern sogar Beifall. Ich finde die Verwendung des deutschen Textes durchaus angebracht.Die außerordentlich hohe Qualität der musikalischen Umsetzung wurde bisher nicht ausreichend berücksichtigt.Chor und Orchester waren wie immer hervorragend und völlig souverän. Die Damen Kasper und Magiera waren beide großartig, besonders Frau Magiera bekam zu Recht für ihre Arie im 3. Akt langen Szenenbeifall und einige "Brava"-Rufe. Herr Rositzkiy bewältigte seine anspruchsvolle Partie mit Bravour. Daß die Stimme von Herrn Tomlinson eine alte Stimme ist, hört jeder, es paßt aber zur Figur und rechtfertigt jedenfalls nicht die herbe Kritik. Und unser hochgeschätzter, verehrter GMD hat wieder wie immer eine Interpretation auf höchstem Niveau erbracht. Vielen Dank allen Beteiligten, auch der Lichtdesigner hat eindrucksvolle Arbeit geleistet.
Klaus Grossmann
Sonntag, 15.11.2015, 15:32:22
Premiere Iwan Sussanin
Ich finde die Bemerkung, dass die Buhrufer besser ihren Verstand zuhause lassen sollten und als Unverbesserliche bezeichnet werden, nicht seriös. Es ist doch nicht anstößig, wenn jemand seine Meinung akustisch mitteilt.
Ich persönlich fand die Szene mit den deutschen Besatzern und das dazugehörige Ballett unpassend und eher komisch, weil bei den Szenen typische russische Melodien klangen. Ich habe zwar nicht gebuht, weil das nicht meine Art ist, aber ich kann das durchaus nachvollziehen.
Bei der Beurteilung von Interpreten einer Aufführung, sollte man berücksichtigen, dass die Stimme manchmal Schwankungen ausgesetzt ist und die Verantwortung die Person trägt, die für die Besetzung zuständig ist.
Gruß aus München

Franz Roos
München, Montag, 02.11.2015, 19:28:56
Ich kann Gregor D. nur beipflichten:
Die Sonntags-Premiere war eine gute Aufführung der Glinka-Oper. Leider war die Titelfigur vokal ein Totalausfall. Die Arie des Iwan gehört eigentlich in Ihrer Bescheidenheit zum ergreifend Schönsten der russischen Opernliteratur. Man mag eine Aufnahme von Ghiaurov oder Christoff empfehlen, um sie lieben zu lernen.Dank und Gratulation dem Rest des Ensembles.

Ulrich Gebauer
Darmstadt, Donnerstag, 29.10.2015, 12:25:57
Liebe Oper Frankfurt,
Glückwünsche zur Iwan Sussanin Produktion und dem tollen Pressespiegel dazu! Zur hohen Qualität der Produktion ist alles gesagt/geschrieben, nur noch eines: Es gab am Sonntag keinen "Buhsturm" für das Produktionsteam, sondern einige Unverbesserliche, die ihren Kopf an diesem Abend wohl zu Hause lassen wollten... - und viele andere, die heftig applaudiert haben.

Erik Weber
Frankfurt am Main, Deutschland - Dienstag, 27.10.2015, 19:04:55
Sehr geehrter Herr Loebe,
zunächst möchte ich Ihnen zu der gestrigen Premiere von Iwan Sussanin gratulieren. Die Inszenierung von H. Kupfer war nicht nur anregend kritisch, sonder auch bildgewandt und ästhetisch. Die Sänger, vor allem die Sopranpartie und die Tenorpartie mit K. Kasper und A. Rositskiy waren in der Darstellung als auch im Gesang von Weltklasse. Ich war sehr überrascht, wie sehr mir die Musik dieser Oper gefallen hat. Einen Kritikpunkt kann ich jedoch nicht für mich behalten; die Darstellung der Hauptrolle durch John Tomlinson mag in der Schauspielkunst mehr als überzeugned gewesen sein, aber rein gesanglich war es ein Ärgernis; insbesondere im Duett mit den oben erwähnten guten Stimmen hat Herr Tomlinson jede poetische Gesangsphrase mit seinem - vorsichtig ausgedrückt "nicht mehr ganz so intaktem" Bariton - zu Nichte gemacht. Natürlich ist das Hören immer eine Sache der Subjektivität, aber in diesm Fall hat es mich geärgert, denn fast jeder Ton und vor allem jeder Ton in der Höhe war problematisch und unkontrolliert. Die eingentliche Schönheit der Arie von Iwan Sussanin ist dadurch garnicht zur Geltung gekommen. Nichts desto trotz; vielen Dank für den gestrigen Abend, der mir zum wesentlichen Teil sehr gut gefallen hat.
Besten Gruss,
Gregor D.

Gregor D.
Frankfurt, Deutschland - Montag, 26.10.2015, 13:47:34
Gerade müssen wir lesen, dass unser Lieblingssänger Johannes Martin Kränzle schwer erkrankt ist und vorerst nirgends auftreten kann. Wir wünschen ihm das Beste und hoffen, dass er die Krankheit überwinden und bald uns wieder traumhafte Opernabende bescheren kann.
Henriette und Gerd Schuchtau
Giessen, Hessen - Montag, 12.10.2015, 19:47:25
DIE TOTE STADT des später den "Hollywood-Klang" stark mitprägenden Korngold in der tiefschichtigen Inszenierung Anselm Webers ist diese Spielzeit dankenswerterweise wieder in Frankfurt zu hören. Eine mitreißende Aufführung, üppig, sinnlich und leidenschaftlich. Packender noch als in der Premierenserie, so mein Empfinden jedenfalls, die Interpretation Weigles mit einem hervorragend disponierten Museumsorchester! Als hätte die intensive Lachenmann-Serie mit dem MÄDCHEN MIT DEN SCHWEFELHÖLZERN die musikalischen Sinne deutlich diszipliniert, gepaart mit der Lust, "endlich" wieder etwas Tonales, bisweilen "Süffiges" spielen zu dürfen. Welch herrliche Orchesterfarben der junge Korngold da gezaubert hat, den jugendlichen Überschwang bisweilen leidenschaftlich ausspielend. Das mag mancherorts schon an das spätere Hollywood gemahnen, doch entgleiten Korngold, so herrlich schwelgerisch und dramatisch es bisweilen ist, die Zügel nie, um in hohle Phrasen des Kitsches abzudriften.
So mag manchem, wie meinen Vorschreibern, das Orchester zu laut vorgekommen sein - vor allem die weiblichen Stimmen kamen gelegentlich nur wenig durch - doch würde ich dies nicht ausschließlich am Orchester festmachen... David Pomeroy als Paul verfügte über eine kräftige, stabile Höhe, ohne die diese Partei kaum zu bewältigen ist. Der Marietta Sara Jakubiaks dagegen fehlte, trotz schöner, gut geführter Stimme, oft das letzte Quentchen Durchschlagskraft. Aber die heute zum Standard gehörende Übertitelung auch deutschsprachiger Werke half leicht darüber hinweg. Aufhorchen ließ Björn Bürger in der Rolle des Frank. Eine wunderbar weiche, warme und dennoch kräftige Stimme mit klarer Diktion.

Meine Empfehlung: Unbedingt reingehen!

Rudolf K.
Frankfurt, Mittwoch, 07.10.2015, 22:21:48
Sehr geehrter Herr Weigle,
gestern waren wir in der Oper "Die tote Stadt", die uns sehr gut gefallen hat. Leider war das Orchester zu laut. Mir taten noch heute meine Ohren weh. Es sind doch nicht alle der Zuhörer schwerhörig. Bitte, das nächste Mal etwas dezenter.
Übrigens seit 2001 haben wir ein Abonnement und freuen uns jedes Jahr weiter Ihrem Hause die Treue zu halten.
Freundliche Grüße
H.H.und U.D.

U. D.
Frankfurt, Hessen - Montag, 05.10.2015, 17:25:01
Am 01.10.2015 habe ich eine wunderbare Aufführung von "Die Hochzeit des Figaros" erleben dürfen.
Meine Sitzposition im 1.Rang erlaubte mir auch den Einblick in den Orchestergraben und den Blick auf die dort meisterhaft wirkenden Musiker. Ich habe diese Mozart-Oper auch in der Semper-Oper genießen dürfen. Mein Urteil:Frankfurt ist näher !

Karl-Heinz Mühlhans
Bruchköbel, Hessen - Sonntag, 04.10.2015, 22:30:22
Herzlichen Glückwunsch zu der hochverdienten Auszeichnung. Machen Sie bitte weiter so, auch "schwerverdauliche" Produktionen müssen sein. Oft erweist es sich auch, daß sich eine anfängliche Skepsis in große Begeisterung wandelt. Ich freue mich auf die nächsten Produktionen.
Klaus Grossmann
Donnerstag, 01.10.2015, 20:26:33
Herzlichen Glückwunsch zum Opernhaus des Jahres!!!Und weiter so,auch wenn man uns ab und zu schwer verdauliche "Brocken" (Mädchen mit den Schwelfelhölzern) hinwirft.
Silvia Hostin

Silvia Hostin
Frankfurt, Deutschland - Donnerstag, 01.10.2015, 11:20:24
Das Mädchen mit den Schwefelhölzern
Als Zuschauer haben meine Parnerin und ich es als Qual empfunden. Und wir waren nicht alleine. Die Frage der Tierquälerei wurde oft in den Reihen gestellt. Manche sortierten den Inhalt ihrer Brieftaschen, andere spielten mit dem Smartphone Nur mit Mühe konnte meine Partnerin mich davon abhalten laut "HURZ" zu rufen. Aber H-P Kerkeling kam nicht; offensichtlich war die Aufführung ernst gemeint.
Wer ein Programm erworben hatte war glücklich, denn er hatte etwas um es sich vor die Augen zu halten; der Textscheinwerfer blendete wohl jeden Platz.
Jeder der bis zum Ende durchgehalten hat, hat sich ein "Finisher-Shirt" redlich verdient. Wir sind früher geflüchtet.

Claus Zimmermann
Frankfurt am Main, Mittwoch, 23.09.2015, 21:29:20
Premierenvorstellung Oper Frankfurt – Das Mädchen mit den Schwefelhölzern von Helmut Lachenmann, Musik mit Bildern Text vom Komponisten nach dem gleichnamigen Märchen von Hans Christian Andersen sowie mit Texten von Leonardo da Vinci und Gudrun Ensslin.

Lachenmann bezeichnet sein Stück selbst als musikalische Handlung. Die Musik – das ist eine Abfolge von atonalen Weisen mit herkömmlichen Streichinstrumenten, Schnalzarien, Wispern, Atemgeräusche, Schlägen, Zupfen, gegeneinander geriebenen Styroporteilen und nicht zuletzt durch die beiden Sopranistinnen – erzeugt einen ungeheuren Spannungsbogen, der das Hineingleiten des erfrierenden Mädchens in den Tod begleitet, erhellt von der spärlichen Wärme der Schwefelhölzern und den darin verborgenen Traumbildern. Es war im Publikum zeitweise so still, dass man ein Schwefelholz hätte fallen hören. Angesichts der nahezu sakralen Stimmung erscheint es nicht abwegig, bei dem „Mädchen mit den Schwefelhölzern“ von einem Requiem zu sprechen (so Jungheinrich in der Frankfurter Rundschau). Es ist zweifellos der Regieleistung Benedikt von Peter geschuldet, dass das musikalische Geschehen im Mittelpunkt bleibt. Dies wird auch optisch durch die Plazierung des Orchesters in der oberen Bühnenhälfte und den gegenüberliegenden Seitenreihen betont. Die an sich zu theoretischen Reflexionen einladenden Texte von Andersen, Ensslin und da Vinci bleiben Teil des Bühnenbildes und tragen geschickt zur Dramaturgie bei, indem diese übergroß an den Balustraden und Seitenwänden projiziert werden. Bestimmte inhaltlich zentrale Begriffe wie „Kälte“ und „Angst“ erscheinen vergrößert und verstärken das musikalische Geschehen. Auch die per Video auf einem großen Bildschirm übertragene eindringliche Beschäftigung eines alten Mannes mit einem real existierenden Meerschweinchen auf blauer Matte, stellt einen emotionalen Gegenpol zu der sehr aufwühlenden Musik dar. Gleich welche inhaltliche Bedeutung man dieser „Tiergeschichte“ beimessen will, der Schauspieler Michael Mendl hat mit dieser pantomimischen Hingabe etwas von der himmlischen Wärme vermittelt, die dem hilflosen Geschöpf widerfährt.
Das Publikum war zwiegespalten. Denjenigen, denen es „zu viel“ war, gingen, aber wer sich auf die Musik Lachmanns einlässt, gewinnt viel Kraft durch diese überwältigende Inszenierung und spürt, dass es sich um einer der bedeutendsten Opern des vergangenen Jahrhunderts handelt. Danke und Applaus für diese großartige Aufführung.
Reinhard Kehr-Ritz

Reinhard Kehr-Ritz
Hannover, Deutschland - Mittwoch, 23.09.2015, 18:59:54
Das Mädchen mit den Schwefelhölzern 20.9.15
Das, was mein(e) Vorredner(in) K.E. beschreibt, ging mir ebenfalls im Vorfeld durch den Kopf und die Befürchtungen, die unter Punkt 2 geäußert wurden, auch. Zumal ja keine Pause zum "Flüchten" vorgesehen war.
Allerdings komme ich für mich zu einem anderen Ergebnis.
Ich war nach der Vorstellung dermaßen begeistert, wie ich es mir nicht hätte vorstellen können. Vielleicht hatte ich auch besonders Glück mit meinem Platz (mittig im Rang), so dass ich sowohl mit Augen und Ohren mitten im Geschehen war und auch viele Musiker gut beobachten konnte.
Das Werk ist zwar keine Oper, aber als "Musik mit Bildern" schon richtig benannt, in jedem Fall ein wunderbares neues Klangerlebnis und eine besondere Hörerfahrung.
Hätte für mich übrigens auch ohne Meerschweinchen funktioniert ...und die Lesung von Herrn Lachenmann in Ernst-Jandl-Manier war einfach grandios.
Ohne Abo hätte ich mir wahrscheinlich keine Karte für diese Aufführung gekauft.
Wieder was dazugelernt. Touché, Herr Loebe!

Ingrid Reuter
Frankfurt a.M., Montag, 21.09.2015, 17:23:42
„Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“
Gestern saß ich in der Oper, obwohl ich schon große Zweifel hatte. Der Besuch der Veranstaltung „Oper Extra“ hatte mich gut auf das Bevorstehende vorbereitet. Doch die Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen.
Es gibt für mich zwei Sichtweisen:
1. Eine geniale Vertonung eines Wesens in einer kalten Gesellschaft. Ein experimentelles Umgehen mit Instrumenten und anderen Gegenständen, die Geräusche erzeugen. Dies wird dann auch noch nach Noten gespielt. Welch´ eine Leistung.
2. Wer braucht Dieses? - Die Geräusche erzeugen, passend zu der Thematik, einen ständig wechselnden Pegel von Unwohlsein. Die innere Unruhe wird im Sitzen schier unerträglich. Man möchte lieber den Raum verlassen. Aber die Höflichkeit gebietet sitzen zu bleiben. Man möchte seine Nachbarn nicht stören. Das Einzige was einen hin und wieder beruhigt, ist Michael Mendl mit dem Meerschweinchen.
Das Ende war eine Erlösung – endlich geschafft – das passt auch perfekt zum Ausgang des Märchens – sie war erlöst...doch zum klatschen fehlte die Kraft. Einfach nur verstört und erleichtert das es vorbei war....

K.E.
Montag, 21.09.2015, 11:45:06
Was für Argumente gibt es für die Oper? Ein sehr starkes lautet: Das Mädchen mit den Schwefelhölzern. Vielen Dank für die engagierte Aufführung.
Henning Böke
Frankfurt, Freitag, 18.09.2015, 22:23:03
Gestern mit den Königstkindern geliebt, gelitten und am Schluss um sie geweint. Eine großartige Oper, großartig dargeboten: das Museumsorchester mal wieder von der ersten Minute aufmerksam und spielfreudig (das ist leider nicht immer so), alert und auf dem Punkt und die Sänger lebendig und brillant. Die Inszenierung passt zum düsteren Sujet und ihr reduzierter symbolistischer look lässt genügend Raum für eigene Interpretation des Zuschauers. Einzige Kritik und die ist keine: Warum muss ich in die Oper gehen um zu lernen, dass die Menschen schlecht sind und das Leben sich nicht lohnt - das weiß ich ja und hoffe bei jeder Aufführung wider besseres Wissen, dass eine Traviata, ein Caravadossi, eine Tosca, eine Mimi und wie sie alle heißen diesmal nicht sterben und es doch wenigstens ein einzig Mal gut ausgehen möge ...
Esther Groh
Samstag, 11.07.2015, 19:29:14
"Julietta" ist ein hochinteressantes, völlig ungewöhnliches Werk in jeder Beziehung und es ist wieder einmal eine Großtat der Frankfurter Oper, sich für ein beinahe unbekanntes und völlig vernachlässigtes Werk einzusetzen. Die Bekanntschaft mit diesem Werk und die einmalig großartige Aufführung waren für mich ein ganz besonders eindrucksvolles Erlebnis, das ich gerne noch einmal erleben möchte - vielleicht gibt es ja irgendwann einmal eine Wiederaufnahme.Die Eindrücke sind so außerordentlich vielfältig, daß ich nicht auf alle Einzelheiten eingehen kann. Jedenfalls gebührt der szenischen Realisierung, insbesondere der Regisseurin Klepper, die musikalische Realisierung durch "unseren" wie immer großartigen Sebastian Weigle und "unserem" wundervollen Orchester allergrößte Anerkennung. Kurt Streit in der Hauptrolle war eine in jeder Hinsicht Idealbesetzung. Von den anderen Solisten haben mich besonders beeindruckt: Andreas Bauer und Beau Gibson, aber alle Solisten haben mit besonderer Flexibilität die unterschiedlichsten Rollen gemeistert.Vielen Dank allen Beteiligten für ein Erlebnis, das noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Klaus Grossmann
Samstag, 11.07.2015, 15:43:46
Es ist interessant, wie unterschiedlich Empfindungen sind. Ich war und bin von dem aktuellen Rosenkavalier sehr enttäuscht! Sicherlich kann ich den Rosenkavalier, wie hier, in den Mannschen Zauberberg transferieren, aber warum? Es ist eine "Komödie für Musik", hier kommt sie also als "Tragödie für Musik". Die Inszenierung ist gut gearbeitet, geht mir aber am Stück vorbei, insbesondere auch, weil die Marschallin nach meinem Empfinden sehr eindimensional als Leidende gezeichnet ist. Hat mich nicht überzeugt. Unser Orchester hat unter unserem GMD famos gespielt! Könnte ich das doch von den Sängern sagen! Sicherlich ist Frau Majewski eine sehr lyrische Marschallin, die alles exakt und schön singt. Nur hatte ich zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, dass sie weiß und vor allem fühlt, WAS sie da singt. Das gilt auch für Frau Murrihy sicher gesungenen Ocatavian. Aber die vielen Farben, die diese Partie bietet, blieb sie der Partie schuldig. Unentschieden erschien mir auch, ob der Herr Kristinsson als Ochs mit oder ohne Dialekt singen soll. Das wenige im Dialekt erschien mir sprachlich nicht authentisch. Überdies war die Textverständlichkeit insgesamt eher bescheiden. Große, OFFENE Bühnenräume haben ihre Tücken!Ich gehe nun schon Jahrzehnte in die Frankfurter Oper und da habe ich wesentlich bessere Gesangsleistungen, gerade auch im Rosenkavalier gehört. Erinnern möchte ich an Mariane Rorholm wunderbar burschikosen Octavian, die hinreißende Barbara Bonney als Sophie und zuletzt Francoise Pollet, die eine Marschallin der Königsklasse war.
Peer Blumenthal
Frankfurt, Montag, 06.07.2015, 14:01:59
Ich stimme Herrn Pape zum Rosenkavalier völlig zu. Diese Aufführung dürfte weder musikalisch noch inszenatorisch leicht zu übertreffen sein. Eine CD DVD wäre in der Serie der Strauss_ Opern eine gute Sache.
Stefan Schlesinger
Frankfurt, Dienstag, 23.06.2015, 18:17:04
Nachdem ich jetzt alle Vorstellungen der diesjährigen Wiederaufnahmeserie von Simon Boccanegra gesehen habe, möchte ich mich für fünf großartige Opernabende bedanken. Simon Boccanegra ist meine zweitliebste Oper überhaupt, aber dass die Abende zu wahren Sängerfesten wurden, damit hatte ich nicht gerechnet.
Was für ein großartiges Ensemble! Guanqun Yu und Wookyung Kim sangen einfach traumhaft schön. Daneben der überragende Christopher Maltman in der Titelpartie. Was für ein fantastischer Sänger! Seine Stimme scheint über unendliche Ausdrucksmöglichkeiten zu verfügen, hinzu kommen seine schauspielerische Begabung und eine unglaubliche Bühnenpräsenz. Es wäre toll, ihn möglichst bald wieder in Frankfurt erleben zu können, gerne auch in einem Liederabend.
Ein besonderer Dank auch an den großartigen Chor und das Orchester.

Stefan Kirchner
Montag, 01.06.2015, 23:04:01
Seit 1972 bin ich Premierenabonnent, habe alle Rosenkavaliere erleben dürfen und JETZT, mit der Guth'schen Inszenierung und den Hoffmannsthal'schen Übertiteln, habe ich den Rosenkavalier erst richtig verstanden. Immer habe ich die romantische Oper gesucht.... Es ist der beste Rosenkavalier, den ich bis jetzt erleben konnte. Selbst Salzburger Aufführungen können sich mit diesem messen! "Unsere" Feldmarschallin, rank und schlank (Amanda Majeski), paßt in die heutige Zeit, unser Rosenkavalier (Paula Murrihy) zeigt sich als sehr charmant und burschikos und "unsere" Sofie (Christiane Karg) hat eine Zurückhaltung, bei großartiger Stimme, wie sie wohl um die Jahrhundertwende modern war. Selten habe ich Frau Barbara Zechmeister (Leitmetzerin) so aufgekratzt gesehen wie am Sonntag. Wenn es fünf Sterne für die Aufführung zu gäbe, ich würde ein ganzes Sternenzelt dafür vergeben! Danke an die Oper Frankfurt und "unseren" Bernd Loebe!
Karl-Heinz Pape
Frankfurt am Main , Hessen - Mittwoch, 27.05.2015, 15:22:13
Eben nach Hause gekommen nach einer wunderbaren Vorstellung von La Bohème. Wir haben bereits viele La Bohème Aufführungen gesehen aber diese war exzeptionell! Frankfurt muss keine Vergleiche mit anderen Opernhäusern scheuen! Ein gefühlvoller Dirigent, wundervoll aufspielendes Orchester, die Sänger bis in die kleinsten Rollen toll, ganz besonders Frau Alieva als Mimi, Herr Chang als fantastischer Rodolfo und und Herr Schmutzhard als Marcello! Vielen Dank für den großartigen Abend!
Claus
Dienstag, 26.05.2015, 01:13:22
Zu Euryanthe.
Diese Oper sollte man wirklich nicht versäumen, das sage ich nach dem nunmehr zweiten Besuch. Euryanthe ist nicht nur eine Ausgrabung, sondern eine Entdeckung. Und dass man sich vorab die kompetente Einführung gönnen sollte, müsste eigentlich nicht mehr erwähnt werden. Speziell auch Oper Extra.
Nach dem Verweis auf das katastrophale Libretto (letzlich die Ursache für das Vergessen des Werks), habe ich es mir gekauft, gelesen und gelacht. Ja, für unsere Verhältnisse, fast 200 Jahre nach der Uraufführung, kommt es bizarr-schnulzig daher - und dennoch ist es C. M. von Weber gelungen, daraus oder damit dieses traumhafte durchkomponierte Werk zu schaffen. Welches nun, ein riesiges Kompliment an das Frankfurter Opernteam, als exzellent gelungenes Gesamtkunstwerk auf die Bühne kam. Vielleicht ein wenig übertrieben, aber meiner Begeisterung geschuldet: ein Thriller, ein früher Hitchcock des 19. Jahrhunderts. Mit dessen Begeisterung für die Ritterromantik (Wiener Kongress, Restauration haben ja den Rückzug in das Biedermeier und damit auch in das entsetzliche Frauenbild bewirkt, das letztlich bis weit in die 1950/60er Jahre gewirkt hat), mit Geistern und Schauereffekten, die die in Sachen Opernlibretto unerfahrene Librettistin in der engen Auseinandersetzung mit Weber und seinen sehr konkreten Vorstellungen zu Papier brachte. Und das war nun in Frankfurt fast ohne Striche zu erleben. Und eigentlich auch gar nicht kompliziert. Atemraubend die Stelle, als die empörten Männer handgreiflich "ihren" Engel zur Hure befördern wollten. Oder die Stelle, als Lysiander einsehen musste, dass Euryanthe nicht zu verführen ist, und als angesichts dieser Erkenntnis die Ruinenlandschaft aufbrach. Psychologisch ungemein wirkungsvoll. Putzig nehmen sich freilich die modernen Waschräume in dieser Vintage-Staffage aus. Aber dieser Brüche bewirken ja den Charme dieser Inszenierung. Verblüffend auch, aber durchaus logisch, dass entgegen dem Libretto, das Ende wirklich den Tod Euryanthes brachte und nicht die Hochzeit mit Adolar. Also ganz im Sinne der Schwarzen Romantik à la Füssli.
Ein Augenschmaus: die Kostüme des Chores im Stil des Nouveau Chic vom Christian Dior der frühen 50er Jahre. Und natürlich nicht nur Augenschmaus, sondern auch ein Fest für die Ohren - Chor und Extrachor habe sich übertroffen. Orchester und Solisten umwerfend - zumal wenn man bedenkt, welche Schwierigkeiten die Partitur bietet. Ich kann nur wiederholen: Leute, reingehen. Ihr merkt gar nicht wie die 3 Stunden und 20 Minuten verfliegen. Brigitte Hutz, Frankfurt

Brigitte Hutz
60437 Frankfurt, Deutschland - Montag, 27.04.2015, 17:04:46
Beim online Verkauf fällt auf, dass noch viele Karten für Murder in the Cathedral erhältlich sind. Das sollte man nutzen, denn wer dort nicht hingeht verpasst wirklich was. Ich habe es als eine sehr spannende Inszenierung mit faSzinierender (Chor)Musik und einen überragenden John Tomlinson in Erinnerung und hoffe auf ein entsprechendes Erlebnis diese Woche. Operninszenierung kann ich nur dringend empfehlen die Gelegenheit zu nutzen!
U. Schmitz
FfM, Dienstag, 21.04.2015, 03:27:10
Zur ,,Passagierin": Gerne hätte ich diese Aufführung noch ein drittes Mal erlebt, da gab es aber keine Karten mehr. Eine vorzügliche Komposition, musikalisch neu, emotional sehr anrührend, dem Thema in jeder denkbaren Weise gerecht werdend, dazu eine fulminante Aufführung, vorzügliche Regie, absolutes Weltniveau bei den Sängern und Sängerinnen, allen voran Jakubiak und Baumgartner. Es wäre wunderbar, wenn es eine Wiederaufnahme gäbe!!!
Und: Frau Jakubiak sollte unbedingt mit guten Rollen umschmeichelt werden, damit sie uns noch lange die Treue hält!

Friderun von Dechend
Montag, 20.04.2015, 14:02:33
Die Euryanthe sollte man auf keinen Fall verpassen! Gelungene Regie, tolles (üppiges)Bühnenbild und aufwändige Kostüme, und dazu sängerisch wirklich gut und engagiert besetzt. Und die Musik! Keine Sekunde Langeweile so viel gibt es zu Sehen und zu Hören. Die Einführung durch die Dramaturgie, 30 Min vor Vorstellungsbeginn, trägt noch zum Veständnis/Genuss bei. DRINGENDE Besuchsempfehlung!
U. Schmitz
Frankfurt, Mittwoch, 08.04.2015, 05:31:22
Sehr geehrter Herr Loebe,
die junge polnische Mezzosopranistin Marcjanna Myrlak, die zuletzt als Gast im Opernstudio auftrat würden wir sehr gerne wieder hören. Was ihr noch an Bühnenpraxis fehlt macht sie mit ihrer grossartigen, sowohl in der Tiefe als in der Höhe blitzsauberen Stimme wett. Eine schöne Überraschung und im Duett mit Frau Pantiuchova doppelt reizend

Arja Koskivaara
Frankfurt am Main, Montag, 06.04.2015, 22:40:41
Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Herr Loebe,

seit etwa Mitte der 1970er Jahre gehe ich, selten allein, in die Oper. Die letzte vor ein paar Tagen, Weinbergs "Die Passagierin": So bedrückend der Stoff ist und so komplex die Musik - ich bin stolz darauf, in einer Stadt zu leben, deren Opernhaus seinem Publikum solches zumutet (und dabei fast ausverkauft ist).

Und Ihnen, Herr Loebe, ist als dem, der solches ermöglicht, Dank abzustatten, der auch denen gelten soll, die am "Projekt Frankfurter Opernhaus" mitarbeiten.

Eine weiterhin glückliche Hand und den gewiss nötigen Mut wünscht Ihnen

U.M. Haiber

Ulrich Maria Haiber
60599 Ffm, DE - Freitag, 27.03.2015, 11:22:52
Ich kann Ihnen, Frau Dr. Langen nur beipflichten. Auch ich habe als großer Wagnerliebhaber die Parsifal-Wiederaufnahme in Frankfurt besucht.Die Inszenierung war mir bereits bekannt. Christof Nels Sicht ist nicht neu, fast ein wenig retrospektiv, aber die großen Räume bieten szenisch schöne Möglichkeiten.
Großartig die Sänger: höchst eindringlich, persönlich formuliert und ergreifend Amfortas Klagen von Johannes Martin Kränzle, auch Franz-Josef Selig dürfte in seiner pastosen, zentrierten und seriösen Art schwer zu überbieten sein. Auch das junge Paar, Claudia Mahnke´s intensive, vibrierende Kundry und Frank von Aken´s jugendlich -dramatischer Parsifal bieten höchstes Wagner-Niveau. Die Übrigen waren adäquat besetzt. Der Chor, voran die Damen (auch die sehr klangvollen Blumenmädchen) glänzen und auch das Opern- und Museumsorchester unter dem umsichtigen Bertrand de Billy zeigen wieder, dass Frankfurt in der ersten Reihe spielt. Gruß eines Kölner Opernfreundes vom Rhein an den Main.

Gernot Lüdeke
Köln, Nordrhein-Westfalen - Mittwoch, 18.03.2015, 19:19:39
Parsifal am 15.03.2015
Wie schrieb Henning Glauchenberg hier im Dezember 2014 so treffend: „[…] Die OPER Frankfurt kann stolz sein und wir freuen uns auf die nächsten Auftritte von unserem Publikumsliebling Johannes Martin Kränzle hier.“
Besonders intensiv und eindrucksvoll ist Johannes Martin Kränzle zurzeit zu erleben als leidender Amfortas, dessen Rufe nach Erbarmen nachhaltig unter die Haut gehen. Sehr ergreifend auch die schauspielerische Darstellung, die in Kombination mit der sensationellen sängerischen Leistung absolut hörens- und sehenswert ist!
In den weiteren Solistenrollen ebenfalls hervorragende Besetzungen, ein klangschöner Opernchor und ein beeindruckendes Orchester lassen den Abend unvergesslich bleiben - danke an alle Mitwirkenden!

Dr. Lydia Langen
Dienstag, 17.03.2015, 15:44:41
Sehr geehrter Herr Loebe,
auch wenn es schon etwas länger her ist; ich habe mich sehr über Bellinis Oper "La Sonnambula" gefreut. Vor allem die Sopranpartie war mit B. Rae großartig besetzt; ich habe die Vorstellung deshalb gleich zwei Mal gesehen. An dieser Stelle möchte ich als Frankfurter höflich darum bitten, etwas mehr Bellini und vor allem Donizetti zu spielen. Es gibt zahlreiche selten gespielte Opern von Donizetti.
Beste Grüße,
Richard

Richard
Frankfurt, Dienstag, 17.03.2015, 11:39:30
Nein, ich werde mir keine Opern wünschen; nein, ich gehe auf kein non-existierendes Sopranproblem ein; sondern ich wollte einfach mal die mutige Spielplanauswahl hervorheben und das man in Frankfurt immer überrascht wird. Im Anschluss steht meistens Diskussionsbedarf, was ja ein positives Zeichen ist. Vielen Dank!
Sebastian Wolff
Mittwoch, 04.03.2015, 20:33:08
Es würrde mich freuen wenn sie Verdi mal wieder in hren Spielplan aufnehmen könnten, denn die großen Opern vermisst man bei ihnen zusehends.
Florian Schöpel
Frankfurt, Hessen - Mittwoch, 04.03.2015, 01:56:00
Hervorragende Premiere der Passagierin.Dirigat von Herrn Gedscholdgrandios,einfühlsam und Lisa und Marta sängerisch und schaulspielerisch eine Freude.Tränen nach der Vorstellung deren ich mich nicht geschämt habe.Hoffentlich haben es viele verstanden
G.Herrmann
Karlsruhe, Deutschland - Montag, 02.03.2015, 23:15:49
Obwohl in FfM wirklich kein "Sopranproblem" besteht wäre es schön, wenn Olesya Golovneva hier bald wieder singen würde!
U. Schmitz
Mittwoch, 25.02.2015, 15:40:52
Orontea ist eine großartige Entdeckung,der Text ist witzig und intelligent,wenn auch zum Teil etwas weitschweifig und eine vorsichtige (!) Straffung hätte die Wirkung nach meiner Ansicht gesteigert. Die Musik ist sehr interessant, abwechslungsreich und farbig, ich habe mich sehr gefreut, diese wunderbare Aufführung erleben zu können. Dirigent, Orchester und Solisten war alle souverän und vollkommen stilsicher und allesamt großartig. Vielen Dank an alle Mitwirkenden.
Klaus Grossmann
Montag, 23.02.2015, 19:05:15
Wir hören und sehen die Opern mit viel Freude und haben immer eine schöne Zeit.Mit dieser Mail möchte ich mich auch mal bei den vielen freundlichen und kompeteten Mitarbeitern am Telefon oder beim Kartenvorverkauf bedanken.
E . Bohlender Kd-Nr598860

Eleonore Bohlender
Frankfurt, Freitag, 20.02.2015, 18:00:00
Zur Première L'orontea - eine wunderbare Ausgrabung. In der Tat, ich kannte weder das Werk noch den Komponisten. Die Inszenierung, und nicht nur die Einleitung mit Karl Marx, fand ich sehr gelungen und besonders witzig auch die zwölf entzückenden Putti. Die offensichtlich doch ganz schön davon ablenkten, dass die Musik eben von Antonio Cesti und nicht von Händel war. Was will ich damit sagen? Obwohl gut, war insbesondere der 1. Teil schlichtweg zu lang. Das Werk bedarf der Kürzung auf 2 STunden, das wäre ideal. Mit dieser Auffassung stehe ich nicht allein, indes der hochgelobte Maestro Ivor Bolton hängt an jeder Note. Nun ja, verständlich, im Prinzip. Doch leider fand ich sein Dirigat in der Premiere nicht so umwerfend, hätte mir viel mehr Dynamik und Dramaktik gewünscht. Irgendwie klang alles so ähnlich und nichts blieb im Ohr haften. Schade eigentlich - da sind wir von der Frankfurter Oper anderes gewöhnt, wir sind eben verwöhnt.
Brigitte Hutz, Frankfurt

Brigitte Hutz
60437 Frankfurt am Main, Sonntag, 08.02.2015, 18:52:11
Dem Kommentar von Heidi Kutscher zur szenischen Aufführung der Csardasfürstin möchte ich mich gerne anschließen. Ich besuchte die letzte Vorstellung am 9.1. Super - auch im Vergleich zu Dresden mit A. Netrebko müssen wir uns nicht verstecken, denn dort war man genötigt, beim Liebesduett in die Noten zu schauen. Danke also für diese gelungene semikonzertante Interpretation. Wahrscheinlich sind es die Finanzen, die die Intendanz vor einer echten Bühnenlösung zurückschrecken lassen. Aber selbst in dieser Form, auf solch hohem musikalischen Niveau von Orchester und Sänger ist diese Operette ein köstlicher Genuss. Aber wenn schon Kostüme, dann auch für den ausgezeichneten Chor. So wie sie da saßen, im schwarzen Outfit mit weißem Schal, hätte es auch für das Verdi-Requiem gepasst. Vielleicht ein dezenter Hinweis für die versprochene nächste Operette!! Dass sich am Schluß der Vorstellung die Tochter Emmerich Kalmans für den Applaus des Publikums bedankte, empfand ich als wunderbare Geste gegenübeer dem Komponisten.
Brigitte Hutz, Frankfurt

Brigitte Hutz
60437 Frankfurt am Main, Sonntag, 08.02.2015, 18:34:58
Ariadne am 31.01.2015:
Die Ariadne von Sara Jakubiak fand ich umwerfend. Wie schön, dass sie im Ensemble ist und auch weiterhin toi toi toi!

U. Schmitz
Dienstag, 03.02.2015, 10:29:38
Owen Wingrave und Ariadne an 2 Abenden hintereinander gesehen, was für wunderbare Eindrücke. Man nenne mir doch mal ein anderes Opernhaus, was es wagt, einen kompletten Benjamin Britten Zyklus ín wegweisenden Inszenierungen zu bringen. Glaube kaum, dass es das sonst wo gibt.
Lob-Preis und Dank!

Dr. Stefan Schlesinger
Frankfurt, Mittwoch, 28.01.2015, 10:20:46
Czardasfürstin, wieso nicht szenisch? Das Stück schreit ja nach Tanz, Bewegung und Kostüm. Schade.
Sie könnten ausverkaufte Vorstellungen damit haben. Gute Operette ist begehrte Mangelware,

Heidi Kutscher
Frankfurt, Dienstag, 27.01.2015, 11:23:35
Ein tolles Programm am Orchestertag am 25.1.2015.
Aber warum steht die Ankündigung in der Presse unter dem Titel "Rabauken und Trompeten"???
Da wurde eben mal von der Alten Oper der Titel ihres übrigens ganz wunderbaren Kinderprogramms "ausgeliehen"??

eva
Montag, 26.01.2015, 11:11:55
Ariadne war ein Ohrenschmaus für mich...
Wünsche weiterhin alles gute und viel Erfolg.

http://www.altertuemliches.at

Andreas Faerber
Wien, Österreich - Mittwoch, 21.01.2015, 14:22:31
Bitte nehmen Sie Ihren Eintrag in folgendem Formular vor (die einzigen Felder, die Sie ausfüllen müssen, sind Name und Kommentar, alle anderen Angaben sind freiwillig). Danke!
Titel:
Name:
e-Mail:
Stadt:
Land:
Kommentar:
  
April
MO DI MI DO FR SA SO
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30

Oper für Kinder
Dienstag 09.04.2013 16:00 Uhr
Oper Frankfurt Holzfoyer

Nächste Premiere:


OBERTO CONTE DI SAN BONIFACIO
Giuseppe Verdi
Donnerstag 18.02.2016 19:30 Uhr
Opernhaus - konzertante Aufführung
 
 
 
Copyright © 2013 Oper Frankfurt