Premiere

DIE DIEBISCHE ELSTER
(La gazza ladra)

Gioacchino Rossini
1792 - 1868
Melodramma in zwei Akten
Text von Giovanni Gherardini nach Théodore Baudouin d‘Aubigny und Louis-Charles Caigniez
Uraufführung am 31. Mai 1817, Teatro alla Scala, Mailand

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Dauer: 3 1/4 Stunden inkl. einer Pause

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Die Hinrichtung wird abgebrochen: Eine verfluchte Elster war an allem schuld. Oder waren es doch die beiden routinierten Boulevardstück-Autoren d’Aubigny und Caigniez? Die wahre Geschichte eines Dienstmädchens verarbeiteten sie zu einem Melodram: Das Pariser Publikum strömte scharenweise ins Theater, um über "die rührende Geschichte Tränen zu vergießen". In ganz Europa avancierte das Stück zum Kassenschlager. Als Rossini 1817 nach einem geeigneten Stoff für die Scala suchte, entschied er sich für die Bearbeitung der Diebischen Elster, allerdings mit Happy End. Rossinis Heldin heißt Ninetta. Ein abgewiesener Verehrer klagt sie an, silbernes Besteck gestohlen zu haben. Erst in letzter Minute wird der wahre Dieb entdeckt: eine Elster. Im Bauernmilieu, inmitten von Kriegswirren, sorgt dieser Vorfall für fatale Verstrickungen.
    Rossinis Musik balanciert zwischen dem vom Textbuch vorgegebenen Pathos und einem Feuerwerk von Koloraturen: Virtuos flicht er Buffo-Elemente in die anrührende Rahmenhandlung ein und knüpft damit an die Tradition der "Mischgattung" Opera semisera an. Er behält in den ersten Szenen die düstere Grundstimmung der Vorlage, ohne auf die komischen Szenen und einen glücklichen Ausgang zu verzichten. Die Partitur des 25-jährigen Komponisten weist auch in ihrer Kunst der musikalischen Charakterisierung weit über ihre Entstehungszeit hinaus. Lebendig erscheinen die Figuren der skurrilen Handlung; Rossinis Musik lässt sie changieren zwischen Tragik und Komik – sie werden pathetisch, ländlich-heiter oder erleben Todesangst. Nur eine ist stumm, denn ihr Gekrächze blieb unvertont.

Termine

Sonntag 06.04.2014 19:00 Uhr

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Opernhaus
Abonnement: Serie 12

Vorverkauf und Ticketpreise

Mitwirkende

Musikalische Leitung
Henrik Nánási
Regie
David Alden
Bühnenbild
Charles Edwards
Kostüme
Jon Morrell
Licht
Olaf Winter
Choreografie
Maxine Braham
Dramaturgie
Zsolt Horpácsy
Chor
Matthias Köhler

Fabrizio Vingradito
Federico Sacchi
Lucia, seine Frau
Katarina Leoson
Giannetto, sein Sohn
Francisco Brito
Ninetta, Dienstmädchen
Sophie Bevan
Fernando Villabella, ihr Vater
Jonathan Lemalu
Gottardo, Bürgermeister
Kihwan Sim
Pippo, Bauernbursche
Alexandra Kadurina
Isacco, Händler
Nicky Spence
Antonio, Kerkermeister
Michael McCown
Giorgio, Diener des Bürgermeisters
Iurii Samoilov *
Ernesto
Thomas Charrois
Amtsrichter
Carlos Krause

Chor der Oper Frankfurt

Frankfurter Opern- und Museumsorchester


* Mitglied des Opernstudios

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