Oper Finale 2012/2013


BEGLEITVERANSTALTUNGEN ZUR PREMIERE VON GIUSEPPE VERDIS DIE SIZILIANISCHE VESPER

Giuseppe Verdis singuläre Leistung bestand in der geglückten Vereinigung der traditionellen italienischen Gesangsoper mit dem geschlossenen modernen Musikdrama. Entgegen dem Gesamtkunstwerk Richard Wagners, des großen deutschen Antipoden, behauptete sich bei Verdi die einzelne menschliche Stimme als Mittelpunkt der Oper. Gegen Wagners restaurative Utopie setzte er den Vorrang der Wirklichkeit.
   Bereits Anfang der 1840er Jahre war der Name Verdi – dank seiner Opern wie Nabucco, Il Corsaro oder La battaglia di Legnano – ein Freiheitssymbol. Tief verwurzelt in der italienischen Operntradition, setzte er Stoffe in geschlossene, moderne Musikdramen um, die vom zeitgenössischen Publikum politisch gedeutet werden konnten. Wie andere ein Unternehmen führen, so arbeitete Verdi an einem Opernwerk: Angetrieben von einem schonungslosen Tatendrang, den er oft mit Krankheiten »bezahlen« musste, komponierte er seine achtundzwanzig Opern.
   In unserem diesjährigen Finale verfolgen wir die musikalischen und biografischen Spuren des Komponisten, dessen 200. Geburtstag im Oktober 2013 ansteht. Rund um Die sizilianische Vesper, die letzte Premiere der Spielzeit im großen Haus, werfen wir einen Blick auf die unterschiedlichsten »Verdiana«, darunter das viel zu wenig beannte Liederwerk und die Kammermusik. Mit Künstlern, Komponisten, Publizisten werden wir die unvermindert anhaltende Gegenwärtigkeit Verdis diskutieren. Auch den Bezug zum zweiten 200. Geburtstag, dem Richard Wagners, werden wir thematisieren.
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L'ÉTOILE
Emmanuel Chabrier
Samstag 24.11.2012 19:30 Uhr
Opernhaus

Nächste Premiere:


TESEO
Georg Friedrich Händel
Donnerstag 30.05.2013 19:30 Uhr
Bockenheimer Depot
 
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