Premiere

L`INCORONAZIONE DE POPPEA
Claudio Monteverdi
1567 - 1643

DIE KRÖNUNG DER POPPEA
Oper in drei Akten mit Prolog
Text von Giovanni Francesco Busenello Uraufführung 1642 in Venedig
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln


Zum Werk

An der Spitze der Macht, von Rom aus, regiert Nero die halbe Welt. Nur einer ist mächtiger als der Tyrann: Amor, der Gott der Liebe. Um zu beweisen, dass er einflussreicher ist als der Kaiser, setzt er ein fatales Spiel um Begierde und Eifersucht in Gang. Freizügig interpretiert der 74-jährige Claudio Monteverdi in seinem Charakter- und Intrigendrama die Geschichte aus der römischen Antike und schafft ein Klangspektakel voller Wendungen. Sogar die Liebestollheit der römischen Adelsclique findet hier eine unterhaltsame und zugleich kritische musikalische Umsetzung. In einem der ersten Werke, das nicht am Fürstenhof, sondern in einem bürgerlich-öffentlichen Opernhaus aufgeführt wurde, wich Monteverdi von den gängigen mythologischen Stoffen ab und stellte stattdessen die Geschichte des Tyrannen Nero in den Mittelpunkt: Der römische Kaiser, der mit Ottavia verheiratet ist, hat sich leidenschaftlich in die skrupellose Poppea, Gemahlin seines Generals Ottone, verliebt. Zwar versuch Seneca, ihn von der Heirat abzubringen, doch Nero treibt lieber seinen alten Erzieher in den Freitod, als auf Poppea zu verzichten. Als Ottavia und Ottone bei dem Versuch, Poppea im Schlaf zu töten, ertappt werden, wird der Weg für das Liebespaar frei: Nero verstößt seine Gemahlin und den General. Er lässt Poppea zur römischen Kaiserin krönen. Am Ende siegt also nicht »das Gute«: Es bleiben diejenigen übrig, die rücksichtsloser als alle anderen für ihre Leidenschaft und Interessen gekämpft haben.
In diesem (musikalischen) Welttheater wimmelt es von amüsanten Szenen, die mit dem eigentlichen Gang der Handlung nichts zu tun haben, die aber offenbar dem Geschmack der venezianischen Bürgergesellschaft entsprachen. Ein junges Liebespaar, zwei Ammen sowie Fortuna und Virtù komplettieren das Bild: Die Glücksgöttin und die Tugend streiten sich im Prolog, wer von beiden denn wohl am meisten den Lauf der Dinge beeinflusse. Doch letztlich bleibt Amor der lächelnde Dritte, weil sich »auf eine bloße Laune von ihm die ganze Welt verändert«.


Termine

Mittwoch 08.05.2013 20:00 Uhr

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Mitwirkende

Musikalische Leitung
Franck Ollu
Komposition und Regie
Heiner Goebbels
Bühnenbild und Licht
Klaus Grünberg
Kostüme
Florence von Gerkan
Klangregie
Norbert Ommer
Mitarbeit Regie
Stephan Buchberger
Musikalische Mitarbeit
Hubert Machnik

Bariton
Holger Falk
Schauspieler
David Bennent

Ensemble Modern

 
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