Spielplan

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La Bohème

Giacomo Puccini 1858-1924

Oper in vier Akten, Text von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica
Uraufführung am 1. Februar 1896, Teatro Regio, Turin

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Einführung vor jeder Vorstellung jeweils eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer

Im Anschluss an die Vorstellung am 31. Dezember findet eine Silvesterfeier im Foyer statt. Nähere Informationen zu gegebener Zeit.

Mimì Simona Mihai / Olesya Golovneva
Rodolfo Liparit Avetisyan / Dimitri Pittas  / Mario Chang
Marcello Jonathan Beyer / Iurii Samoilov
Musetta Alison King* / Sydney Mancasola
Schaunard Björn Bürger / Ludwig Mittelhammer*
Colline Kihwan Sim / Daniel Miroslaw
Benoît Franz Mayer
 

Nach der missglückten Uraufführung seiner vierten Oper musste Puccini zutiefst verletzt festhalten: »Sie sagten sogar, dass die Bohème das Ende der Spielzeit nicht erleben würde ...« Heute steht sie als bedeutendstes Werk des italienischen Repertoires nach Verdi an der Spitze der meistgespielten Opern. Über weite Passagen scheint die Oper leichtgewichtig daherzukommen – mit einem episodischen Aufbau und etlichen impressionistischen Anklängen, dabei immer wieder zum Konversationsstil zurückkehrend. Dahinter steckt jedoch ein bitterer Realismus: Eingebettet in die plastische Zeichnung des kargen Künstlerlebens einer Freundesclique im vorweihnachtlichen Paris um 1830 wird einfühlsam die Liebesgeschichte zwischen dem mittellosen Dichter Rodolfo und der todkranken Mimì geschildert. In der Trivialität ihres Alltags gefangen, bleiben die Figuren stets weltfremde Träumer. Aus diesem Widerspruch entwickelt sich jenes Drama des unaufhaltsamen Abstiegs – in einer Wahrhaftigkeit, die über jede Form von Sentimentalität erhaben ist. Der Regisseur Alfred Kirchner, den eben jene Diskrepanz zwischen Wunsch und Realität sowie die Thematik von Vergehen und Verlust interessiert, erweckt die Tragödie in packenden und historisch-dichten Bildern zum Leben, die vor allem dem Dialog Raum lassen.