Spielplan

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Tosca

Giacomo Puccini 1858-1924

Melodramma in drei Akten
Text von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica
nach dem Drama La Tosca (1887) von Victorien Sardou
Uraufführung am 14. Januar 1900, Teatro Constanzi, Rom

Premiere am 16. Januar 2011

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Einführung eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn vor jeder Vorstellung im Holzfoyer

Floria Tosca Keri Alkema
Baron Scarpia Dimitri Platanias
Mario Cavaradossi Leonardo Caimi
Cesare Angelotti Gordon Bintner
Der Mesner Franz Mayer
Spoletta Michael McCown
Sciarrone Barnaby Rea
Ein Hirte Anthony Muresan
Ein Schließer Yongchul Lim

Nicht einmal 24 Stunden zählt jener veristische Krimi um die kapriziöse, tief religiöse Sängerin Floria Tosca, ihren Geliebten, den Maler und Aufstandssympathisanten Mario Cavaradossi, und den sadistischen Polizeichef Scarpia. Auf dem Höhepunkt der fiktiven, doch in einen authentischen historischen Kontext – Rom in den Tagen der Schlacht bei Marengo im Jahr 1800 – eingebetteten, Dreiecksgeschichte um Künstlertum und Gesellschaft, Macht und Gewalt, Politik und privates Glück, Liebe und Tod stellen sich Fragen nach dem Wesen des Menschen in Extremsituationen: Wie lange sind physische und psychische Misshandlungen auszuhalten? Wie weit geht ein Despot im Wahn von Macht und Erotik? Puccini setzt den heftigen Handlungsvorgängen in seiner emotionsgeladenen und farbenreichen Partitur bisweilen friedliche, feierliche, gar heitere Klänge entgegen. Er erreicht in diesem Widerspruch eine weitere Zuspitzung der Situation, die sich – von verbindenden Erinnerungsmotiven durchflochten – im Rahmen eines durchkomponierten Gesamtbogens entwickelt. Das Prinzip der Kontrastierung wird zum Anknüpfungspunkt für Andreas Kriegenburgs Inszenierung, die sensibel und nuanciert den Handlungsmotiven der Agierenden und damit ihrer Menschlichkeit nachspürt. Zeitlos abstrakt, dabei symbolhaft schärfen Bühnenbild und Kostüme den konzentrierten Blick auf jenes Werk, das einen der größten Skandale der Opernliteratur behandelt.

(…) Den italienischen Tenor Leonardo Caimi hörte man zum ersten Mal auf der Frankfurter Bühne – ihm scheint die Rolle des Malers Cavaradossi auf den Leib geschneidert. Ihm zur Seite stand die amerikanische Sopranistin Keri Alkema in der Titelrolle. (…) Nicht umsonst ist die anspruchsvolle Partie der Tosca eine ihrer zentralen Rollen. Ihre besten Momente hatte sie – auch darstellerisch – im zweiten Akt gemeinsam mit (…) Dimitri Platanias als Scarpia. Auch er beherrscht sein Handwerk.
Neue Namen im Programm waren Gordon Bintner (Angelotti) und Barnaby Rea (Sciarrone). Der große Schlussapplaus aber wäre nicht möglich gewesen ohne ein spannungsvoll musizierendes Opern- und Museumsorchester unter Leitung des ambitionierten Italieners Antonio Fogliani, den man möglichst bald wieder am Pult erleben möchte.

Matthias Gerhart, Frankfurter Neue Presse

Ihre Auswahl

Sonntag
18. Juni 2017
Beginn
19.30 Uhr
Dauer
ca. 2 1/2 Std. inkl. einer Pause
Ort
Opernhaus
Abonnement
Serie 24
Preise
A

Besetzung

Musikalische Leitung
Antonino Fogliani
Regie
Andreas Kriegenburg
Szenische Leitung der Wiederaufnahme
Caterina Panti Liberovici
Bühnenbild
Harald Thor
Kostüme
Tanja Hofmann
Licht
Frank Keller
Video
Bibi Abel
Chor, Extrachor, Kinderchor
Markus Ehmann
Dramaturgie
Malte Krasting
Floria Tosca
Keri Alkema
Baron Scarpia
Dimitri Platanias
Mario Cavaradossi
Leonardo Caimi
Cesare Angelotti
Gordon Bintner
Der Mesner
Franz Mayer
Spoletta
Michael McCown
Sciarrone
Barnaby Rea
Hirt
Anthony Muresan
Ein Schließer
Yongchul Lim

Chor, Extrachor und Kinderchor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester