Wiederaufnahme
FAUST
Charles Gounod
1818 - 1893
Oper in vier Akten
Text von Jules Paul Barbier und Michel Florentin Carré nach Carrés Drame fantastique Faust et Marguerite und Johann Wolfgang von Goethes Faust. Der Tragödie erster Teil
Uraufführung 2. Fassung: 3. März 1869, Opéra, Salle de la rue Le Peletier, Paris
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Dauer: ca. 3 3/4 Stunden mit zwei Pausen
Szenenfotos hier
Die Wiederaufnahme berücksichtigt die Änderungen in Christof Loys Inszenierung, die der Regisseur 2007 für die Aufführungen an der Göteborgs Operan erarbeitet und für die Vorstellungen an der Oper Frankfurt autorisiert hat.
Leicht lässt sich Charles Gounod vorwerfen, er habe Goethes Tragödie popularisiert. Um so schwerer fällt es, sich der unwiderstehlichen Melodik seines Faust zu entziehen. Mit einer bewusst lyrischen Einfachheit der Musik zeichnet der Komponist die Gefühlswelt der Figuren nach, in deren Mittelpunkt er die Liebesgeschichte zwischen Marguerite und Faust rückt. Einmal vom lebensmüden Faust herbeigerufen, entfacht Méphistophélès durch doppelsinnige Intrigen und entfesselten Theaterspuk die Liebe zwischen Marguerite und Faust, um sie schließlich ins Verderben zu treiben. Über die Frankfurter Inszenierung urteilte Cornelia Ueding 2005 im Deutschlandradio: »Loy ist eine ebenso fulminante wie kluge Gratwanderung gelungen: Die bekannte Geschichte bekommt unerwartete Perspektiven, neue, sehr ernst zu nehmende Dimensionen.« Einer der Höhepunkte in dieser Saison dürfte die Rückkehr von Mark S. Doss als teuflischer Verführer sein.
Die Handlung in Kurzform
Aus Verzweiflung über seine Ohnmacht und die Sinnlosigkeit seines Tuns will sich Faust das Leben nehmen. Allein frohe Gesänge, die von draußen erklingen, halten ihn davon ab. Er verflucht die diesseitigen Mächte und ruft statt ihrer die des Jenseits an. Als Méphistophélès erscheint, wünscht er sich Jugend und Liebe. Dafür muss er versprechen, Méphistophélès im Jenseits zu dienen. Méphistophélès hilft Faust, Marguerites Aufmerksamkeit zu erregen. Während Faust und Marguerite ihre Zweisamkeit genießen, umschmeichelt Méphistophélès Marthe. Marguerites Liebe zu Faust ist geweckt, doch Faust behält Recht mit seiner Ahnung, ihr nur Unglück zu bringen. Im Kampf tötet er Marguerites aus dem Krieg zurückkehrenden Bruder Valentin. Méphistophélès führt Faust in sein Reich, wo dieser verführt werden soll. Als ihm eine Vision Marguerites erscheint, verlangt er, dass Méphistophélès ihn zu ihr bringt. Méphistophélès geleitet Faust ins Gefängnis: Marguerite hat ihr Kind getötet. Faust versucht sie zu befreien, doch Marguerite ist zu verwirrt.
Termine
Samstag 24.11.2007
Weitere Termine:
03.12.2007 | 14.12.2007 |
16.12.2007 | 21.12.2007 |
26.12.2007 | 29.12.2007
Mitwirkende
Musikalische Leitung
Stefan Solyom
Regie
Christof Loy
Szenische Leitung der Wiederaufnahme
James McNamara
Bühnenbild
Herbert Murauer
Kostüme
Bettina Walter
Dramaturgie
Hendrikje Mautner
Licht
Olaf Winter
Chor
Bjarni Thor Kristinsson
Faust
Robert Nagy / Carmen Giannattasio
Méphistophélès
Sun Hyung Cho * / Mark S. Doss
Valentin
Michael Nagy
Wagner
Florian Plock
Marguerite
Maria Fontosh / Barbara Zechmeister
Siebel
Stella Grigorian / Oliver Uden / Jenny Carlstedt
Marthe
Margit Neubauer / Elzbieta Ardam
Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Museumsorchester