Spielplan

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Otello

Giuseppe Verdi 1813-1901

Dramma lirico in vier Akten
Text von Arrigo Boito

Premiere vom 4. Dezember 2011

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Einführung jeweils eine halbe Stunde vor Vostellungsbeginn im Holzfoyer

Musikalische Leitung Henrik Nánási
Otello Roberto Saccà
Iago Evez Abdulla
Desdemona Olesya Golovneva
Emilia Katharina Magiera / Tanja Ariane Baumgartner
Cassio Arthur Espiritu 
Rodrigo Jaeil Kim*
Lodovico Kihwan Sim / Thomas Faulkner (13., 16. 9.)
Montano Magnús Baldvinsson
Ein Herold Anatolii Suprun*

*Mitglied des Opernstudios

Verdi hatte sich nach Aida entschlossen, dem Opernschaffen auf immer Adieu zu sagen. Vereint mit dem Verleger Giulio Ricordi bearbeitete der Librettist Arrigo Boito den Maestro monatelang mit dem Plan, die Beschäftigung mit seinem Idol "Sir William" mit Otello fortzusetzen. Verdi verweigerte es, sich festzulegen und immer dann, wenn er sich doch zur Realisierung entschlossen zu haben schien, ließ er unvermittelt, in seinen eigenen Worten "alles weiter zwischen Himmel und Erde schweben wie Mohammeds Grab". Als die Ausführung des Planes, der von jeder offentlichen Kenntnisnahme freigehalten werden sollte, endlich doch voranschritt, offenbarte sich der geradezu ungeheuerliche Perfektionismus Verdis nicht nur in der kompositorischen Arbeit, sondern ebenso in der inszenatorischen Umsetzung und der Auswahl der Solisten. Verdi schaltete sich ein, wo immer es ihm notwendig schien. Ein Meisterwerk entstand: eine Oper, die kongenial das tragische Eifersuchtsdrama Shakespeares durch eine musikalische Intensität sondergleichen bis in dessen verborgenste Tiefen auslotete.